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Der Israelit · 1927-09-08 · Heft 36 (8.9.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 36 (8.9.1927)
Date
1927-09-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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H September 1927 r | KorrespondettzeM « kacdrlcdte«. Deutfehr» Vertretertag des Preußischen Laudesverbandes gesetzestreuer ' Synagogeugemeinden". , > B e r 1 i n, 5. September. Drs Rsrtretörnsrsammluna des „P r C U A l jcf) e n LanD>eSv«r ö «n?K geftchtz azki!äu ö k 8l),lTfl* Zog eng emeinden" mar zu einer außerordentlichen /agüng auf Sonntag und Montag nach Berlin in die Räume des Russischen Hofes einberufen worden. ' Den wichtigsten Punkt der.Tagesordnung bildete die Berafung urtb S&cfxfylu^faffaing über einen non einem. Sonderausschuß des Verbundes ausgearöeUelen s!ititiu.rf über d i e Rechtsverhältnisse der Preußischen Hynu'gogengemeiyden. Den Verhandlungen, die Sonntag vormittag vom BerbandsvorHeOest, Mbiner «Dr. Auerbach- Halberstadt Ws WMM NWßMWMM im Auftrag des Ministeriums. für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung Herr. Geheimer. Oberregierungsrat Paul bei, der den Beratung-en über den Gesetzentwurf K groger äuftmrffÄit folg«. . ^err : Rechtsanrnall Är. lllläkku^ 91't J! Jt f) fl U ttt * Berlin entwickelte -in einem lichtvollen, auch km. Jfejrl* juriften wohl verständlichen eineinviertelstündigen Referat die Grundgedanken des Entwurfes und gab alsdann auch kurze,- Begründungen für die einzelnen Paratrat man in die E i n z e l b e r a t u n g ein, die mit einer WN MMMW MWflM 8K 8! Abendstunde zu Ende gebracht wurde. Gegenüber dem im „Israelit" Nr. 25.bereits im Wortlaut veröffentlichten Entwurf des Ausschusses wurden, abgesehen von formalen Korrekturen zwecks einheitlicher Terminologie M M öIDlra AMME f8WM porgenommen: ' 1. Die Bestimmungen im Z 3 Abs. 4 werden ans rein jüdische Ehen eingeschränkt, während für Mischehen dem Ausschuß eine nochmalige Prüfung der Materie sowie des folgenden hierzu eingegangenen Antrags überlz\\m WrsZ. DisD Mntroo will Will g 10 ZWr Z löst genden 6. Absatz hinzufügen: „Die Regelung der Beziehungen des jüdischen Eheteils in Mischehen sowie der aus Mischehen hervorgegangenen Kinder zur Mischen Gemeinde bleibt der Gemeindesatzung überlassen, soweit nicht der zuständige ■GanbestJ-erbat-tb .generelle Bestimmungen genossen hat." 2. Zur Auslösung einer Synagogengemeinde ist Dreiviertelmehrheit der Mitglieder erforderlich. 3. In § 7 a letzte Zeile ist hinter den Worten „desselben Ortes" anzufügen „oder bei einer Bekenntnisgemeinve",' i§*9, Absatz 3 (neu) „Die untere Verwaltungsbehörde hat den Synagogengemeinden des Ortes die Namen und Adressen der neu zuziehenden Juden unverzüglich mitzuteilen." / 3: ilö; mm 2 Mfütz § roie folgt «bgeändert: - „Das aktive und passive Wahlrecht der Frauen kann durch Gemeindesatzung eingeschränkt oder ausgeschlossen werden." Der abgeänderte Entwurf .fand in der Schlußabstimniun9 einstimmige ätnnaijme; ‘ 5>as £ftef erat des Syrern Dr. Diindvum soll sobulv wir möglich w srinrm Wortlaut dem Druck übergeben wer^n. Der Isr a e l!t Der Abend des ersten Verhandlungstages vereinigte die Gemeindevertreter in zwanglosem-Beisammensein zu einem von der Synagogengemeinde „Adaß- Jisroöl" daraebotenen Wcrnkett. lati dem onrch Geh. OberreglS- „H ablM a" weilt wieder , in Berlin und gibt feit dem 1. September allabendlich im Komödienhaus seine Vorstellungen. — Die antisemitische deutsche. Presse dementiert die Meldung, daß Ford Auftrag gegeben habe, sein Buch . aus dem Buchhandel zurückzuziehen. AUf MiM 8Mk NNM d«S Amerikanischen Verlegers der. Werkes. „Der Mernaiionale, Jude" an . den .Hammer-Verlag . treffe dies -' wenigstens für die deutsche, und spanische Ausgabe nicht zu. — In. einem Briefe Louis - Marshall an den Centralverein wird auf die große Bedeutung der Erklärung Fords hingeroiesen und. ans den Eindruck, den dieselbe -au.f j tste amerikämschc rwnl gemacht hat. Eine neue Zeit der Freundschaft und des guten Willens würde.Mit diesem Akte -der Gerechtigkeit eingeleitet.'.' hämburg, Der Geograph der Hamburger. ftpiversttät, . Pros. Bgssargss, Hat das...berüchtigte^ schon^ ‘ halb Bergeffen* Pu muhtet hes /rüffiföh-judlscheN . > . v ii i ii *• s .1 * ra' j ’ Täuflings Jakob . Prufman „Das Buch vom; Kahal" . in deutschem Sprache. neu. herausgegeben. : Jas Machwerk des Renegaten bildete in de.n sechziger Jahren die Hauptquelle. des russischen. Antisemitismus, ist abfr,; soweit LMemiWli in - Belicht komm«, längst M plumjt MW»M titiRifTi Warschau. Der Vorstand der Warschauer Gemeinde setzte eine gemischte Kommission ein, { deren Aufgabees sein soll, Vorschläge für. die Schaffung eines Ob errabinates und die WM Ms 3Q & e r r a d ö t n e r s '«Wie«. - $k m k Mi fellfchaft . „Rozwoj" begründete Bank zur ffinam?tierLitt<i &er 95t>»£oi:i:£>eix*egttrrg; «eä-cn üV"""0 ß » |; Juden wurde von der Regierung g e - schlossen, und zwar wegen unlauterer Geschäftsführung, die sich nach einer behördlichen Prüfung ergab. Jerusalem. Der neue österreichische Generalkonsul, Herr Walter Haas, ist in Del Sltoito emgejcigeii.' Es mürbe ihm ÖPVt V9H §etie ein UMrttlr bereitet. — James de Rothschild, in Paris hat für die Opfer der Erdbebenkatastrophe 500 Pfd. gespendet. — Eine Explosion, die ein arabisches Haus gegenüber der heiligen Mauer zerstörte, läßt vermuten, daß ein Anschlag Sögen h i e WestmQuer geplant. war. Man fglld issstV llM muinon uM M MMk llMft explodierten Dynamits. Cs wurden Verhaftungen oorgenommen. — In Mesopotamien herrscht eine Cholera-Epidemie. Die Regierung der benachbarten' Länder, auch diejenige von Palästina unterwirft alle aus Mesopotamien eintrefsenden Personen einer fünftägigen Quarantäne. — Mil Don Sau M Osiini ]oU im April 1928 begonnen werben; VerdeMung des Jaffa er Hafens beginnt demnächst. — Konstantinopel. Senator Behar Jehuda Effendi E s k e n a s i, Präsident der jüdischen Gemeinde in Konstantinopel, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Rewyork. Der Joint lädt ferne SOtitglieber <mf den 22. Oktober nach Chicago gu cincc Sonftreng ein. Die europäischen Ioint-Funktionäre sowie die Herren Marshall, Marburg und Brown werden der Konferenz beiwohnen. Amsterdam. Aus Anlaß des Geburstages der Königin Wilhelmine von Holland wurde u. v. a. jüdischen Würgern Hollands auch Obörrabbinör Hirsch öUL MM Ui: StütßrmürDs verliehen. Nr. S6 Qtttt 0 die Zuversicht, daß es gelingen, werde, ein die gedeihliche Entwicklung derjüdischen Gemeinden gewährleistendes Gesetzgebungswerk zustande zu bringen. Herr Rnbbinsr Dr. Auerbach und Herr Rabbiner Dr. Nun! 4mU in ifcccH MM» W stWW llnpnii teilichkeit und Gerechtigkeit, in der das Preußische Kultusministerium den - verschiedenen jüdischen Richtungen gegenüberstehe und Herr Rabbiner Dr. Klein-Berlin feierte in warmen Worten die hingebungsvolle Arbeit Der DoIDtrpDter BkrSsMlMMS, Der zweite Berhandlungstag. brachte .zwei glänzende Referate zu den bedeutungsvollen. schwebenden Schul - und Erziehung s fragen. .Mittelschullehrer Karl O ch s e n m g n n - Frankfurt a. M. widmete dem R e i ch s s ch u lg e s e tz eine eingehende Betrachtung ülill lilils??ll^ss ^tlfc^lie^end die ' Stellnngnahme der Orthodoxie zur Leh r e kbild U N-g S f ra gH und zu einer ganzen Reihe mehr oder minder wichtiger Einzelprobleme, die zurzeit der gesetzgeberischen-oder verwaltungsmäßigen Regelung unterliegen. . Ihm folgte als Korreferent Seminardirektor Dr. C a r l e b a ch - Köln, ösr M mn Mf M ßragi sn s?fjm?tlöun:8 konzentrierte. Es gelangten alsdann nach mehrstünditzök Aussprache folgende Thesen zur Annahme: ,1. Der Vertretertag des Preußischen Landesverbandes gesetzestreuer Synagogengemeinden fordert im Auftrag der EsMssMM. SyMgggSNgWWdW Mtz. ÄS. Mmetsch jdes . Willens der ^om^vrl^oboxrL denheit Preußens . vom Staate die B eg r ü n d u n g e i n.-e r p ö da g o g rf ch e n. A ka d e mi e z ür Heran öildpn9. von.. thöfatreuen jübischen HolksschullshM«. 1 All Dlö WOßsjW jWjU!l,PWW WM W S ch u-l Heime .anzugliebern, damitauch nicht ^ortsansässige Schüler zum Abitüriuhi^und zum Eintritt -in die. jWsch-pädagogische Akechemie^ vorbereitet., werden rungsrat Paul teilnahm. Er gab seiner Freude Ausbru<£, mit einer ganzen Reihe non Herren, mit denen l'?ii -^s-ak^ren <I«|s an^ enehrnste |<nrrmennrBe [ti, stE einmal zwanglos aussprechen zu können und äußerte 3. Möglichst am üch kt bemte gründet der Äandssnerbnnd dis R 6 l I u i o NS- 1 e h k e k - A k a d e m l e. Die Vor^el>mgungen Hur Ausnahme, sowie Lehrkörper, Lehrziel und Lehrplan sind so zu gestalten, daß die in vier Jahrestursen zu erwartende jüdische, pädagogische und allgemeine Bildung der der Bolksschullehrerbrldnng -als glsrchrnsrtig All betrachten ist. 4. Die VorSMung aus ö«s K« N i» l önö zur Ausübung der S ch e ch i t a erfolgt ebenfalls, auf der .Religionslehrer-Akademie. Zur'-Erlängung der Schächtaquafiftfation ist mindestens ein weiteres Studienjahr vonnöten. - , Die fünfte These, bereu Formulierung einer fiom- Mission überlassen vleibl, sorverl M Cinveihung solcher Volksschullehrer, die zugleich rite vorgebildete Kantoren sind, in eine höhere Gehaltsgruppe und derjenigen, die a u ß e rd em>.z u g le ich rite vorgebildete S ch o ch t i m sind, in eine noch höhere. Das letzte Referat war dasjenige des Herrn Rabbiner Dk. Wolf in Köln. DDO M mit Dir NMIHMMli Lage der kleinen Ge me in den befaßte. Der Referent schaltete alle den Anwesenden ja ohnehin bekannten allgemeinen Betrachtungen über die Not der Landgemeinden aus und. beschränkte sich auf die Begründung konkreter Forderungen, die allerdings die Not nicht üulir Wett schrffz!!. mztzl ZM TMölUWW tzg: deuten können. Diese Forderungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. Der Landesverband soll die gesetzestreuen Jugendorganisationen veranlassen^ sich im stärkeren SUtajje als bisher der ländlichen ^Wohlfahrtspflege ÜHj g?if*ig'r«;tigii>|em §ed!ete gu ro!!>men.; 2. Der Landesverband setzt eine Kommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein, die ständig mit Rat und Tat den am S a b b a t h festhaltenden Arbeitnehmern zur Verfügung steht, und die auf diesem Gebiete zu treffenden Maßnahmen aussührt. 1 «Dia Ms W iQBööIMiQimfl WMlMw 8ltzul; gesetzgebung soll bei Beginn jedes Schuljahres

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