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Der Israelit · 1927-09-01 · Heft 35 (1.9.1927) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 35 (1.9.1927)
Date
1927-09-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Sette Z Nr. 35 Dek Jsraelir 1 September IM? hweiz Gottesdienst wurde abgebrochen und sodann muhten die I ^ule 45.000 Zloty, für die handwerkerschule der jü Juden im Gänsemarsch durch das Portal des Tempels I Gemeinde 36.000 Zloty, für die Fachschulen von treten und an der Legitimierungskommission vorüberx>rt 26.000 Zloty bewilligt, defilieren. Jedermann mußte sich vor der Kommission ausweisen, Alls dis Judsngsnrsrnds he« ZempeI fcereits??r(«(ien (türmten Uttettiue und GsnvarniM mit aufgepflanztem Bajonett in den Tempel und hielten Nachschau, ob sich nicht jemand noch in dem Innern des Bethauses versteckt halte. Der Vorstand der Kultusgemeinde, David Stern, protestierte bei dem Oberstuhlrichter, der der Razzia beiwohnte, dagegen, daß die Gendarmen b e- H) Q f f tt 6 i das @oit«s|)ous 6<ir -eien, aber »sv8«{i({4). Erst als die Deieliive und Gendarmen sich überzeugt hatten, daß sich niemand mehr im Bethaus aufhielt, verließ die Legitimierungskommission den Platz. Eine Deputatton erschien tags darauf beim Oberftuhl- Der fünfzehnte Zionisten-Köngreß. Basel, 30. August Der Kongreß wurde heute abend durch eine kurze Ansprache W e i z m a n n s und eine längere Rede S o l ö I fl ffi s, der einen Rückblick auf die Geschichte der zivtilsiisHsn Pswegnng wffndi Sw 'S»?» lows gipfelte in der Feststellung, daß dem Zionismus nichts fehle von allen schöpferischen Kräften mit Aus nähme des Kapitals, und ohne Kapital fei kein Land aufzubauen. Die amerikanische Delegation, die über 64 richt-r Gosztonyi und fordert« Genugtuung für di« der Mandate oersügt, hat sich darauf geeinigt, der gegen Szerencser Judenschaft angetane Schmach. Der Ober-1 Artigen «eihma fair plan in ifir« Aaenm-Voittir mmnutt «Dt», nam ÜSUb »ÜU« fle J unb „ALmigen ft«U wertet ein,chuei fei und daß di« Aktion gegen dt« Szerencser imj>e Sef*Iiiffc faffe„ ä„ lassen Juden vom Mi nt st e ri u m d e s In nern als oberster Polizeibehörde angeordnet wurde. (Der ungarische Wohlfahrtsminister erklärte, daß es sich keinssrvsgs um SJi-afj regeln aniifemiiifcfyer S^entcenjj {»anbi’E, sondern um eine regelmäßig wiederkehrende Sicherheitsmaßnahme. Danach scheint es jedoch, als ob die Nachgeordneten Behörden eine ganz andere Auffassung Über Zweck und Ziele dieser Maßregeln haben, als es den Wünschen der Zentralregierung entspricht. Leider mlrtt sich Irr her frafii* immer Ms tff Allsssffllllg Der unteren Stellen aus uns offenbar nicht diejenige des Ministeriums. Red.) Me ungarische Regierung und die Judenrazzien. Budapest, 25. Dre 3tl!t6ttmtttlfier Dr. Veto oon <Scxioo roenbet |{$ im „fester Lloyd" gegen die Behauptung, daß die jüngsten Razzien und Fremdenausweisungen sich gegen die Juden richten. Er beteuert, daß ihm jeder Antisemitismus fernliege. üatsachk iß jedoch, daß. wenn auch an W Ehrlich. iSÜ Bl? Ministeriellen Erklärung m^t zu zweifeln sein dürfte, aus Berlin, Lemberg, Krakau und anderen europäischen Städten Meldungen eintreffen über das Anlangen verzweifelter ungarischer jüdischer Familien, die jahrzehntelang in Ungarn gewohnt haben und jetzt nach fernher Hr.saTnTnens'ser^g fffi WWkstkl MM Haus rüäfichtslos ausgewiefen worden sind._ pelctt. Eine LrNärung des Gerrer Rebben. ZS. MgWl Nabbi Abraham Mordechai Alter in Eora- Kalvaria ersucht uns um Veröffentlichung folgenden Schreibens. •T"sm 38 am» 0"1 '"N7V3 ,D’mr»n 5>s »ron mipmp msivv n’X’sntP mvii3 iv83 tiSYipn toi» «ins r>i ai ■w? jr>ar>m st> »a brb ma vnn!» iplm juiw mm mwft juss m \m .hsr ü 10^8 '3110 0,1138 183 Uebersetzung: „Da ich erfahren habe, daß man Nachrichten ver-, , _ breitet, wonach meine Anschauungen sich denen der Misdungen?-^uswand^ru^E-'An^der^Wlstmauer.^^Beer Dtt Arche. Berlin. Das jüdische Arbeitersürsorgeamt wendet sich schars gegen einen vom Schriftführer des Deutschen Komitees zur Bekämpfung des Mädchenhandels, Regierungsrat Dr. Kundt, aexei&neten S&exiä^t über eine ©rertg&ereijttng nach Deutsch- und Polmschi-Oberfchlesim. Der Bericht stellt die ungeheuerlichsten tendenziösen Behauptungen über die Einwanderung der Ostjuden nach Deutschland auf und konstruiert willkürliche Zusammenhänge zwischen dieser EinwandeiMg lind dm Menschmschmnggel an d« Ereilzl, In WilklichM »etbett msach alle ^Serfonen, hie roegen Po^oergehen feflgenomnten wurden, von s)em Bericht ats Ätädchenhändler denunziert. Verschiedene jüdische Zentralstellen werden gegen den Bericht Stellung nehmen. London. Die Londoner Blätter berichten von bedauerlichen Zusammenstößen zwischen Juden und Türken in Konstantinovel. Veranlassung im Dii Miguitö lim Don MM inrto ermordeten jüdischen Mädchens. Man befürchtet ungünstige Auswirkungen des Zwischenfalles. Johannisburg. Der südafrikanische Board of Deputies hielt seinen Kongreß ab, an dem 140 Delegierte aus allen Gemeinden der südafrikanischen Union teilnahmen. Vorsr'MSs? «ss Bi? ZshrnniMszri! DBimäkis I. L. Landau. Chicago. Der bekannte Philantrop Julius Rofenwald, der als . der reichste Jude der Welt gilt, begeht dieser Tage seinen 65. Geburtstag. Er hat dem Joint wiederholt Spenden von einer Million Dollar zugewendet. Jerusalem. . Die Baubehörde hat die Einstellung aller WiederaufbanniDitt in Der MfllaDi norm um Mi zn schaffen, wird die Regierung den Eigentümern der Parzellen in der Altstadt Baugrund außerhalb der Stadtmauern zur Verfügung stellen. Jtol&ftfo«. Brief aus Jerusalem. meisten angertfi^eri Jjätte nj Tnödjte i«^ tjteeiTÜt ^fffsts NH ’ belannlgeben, daß sich meine Anschauungen in diesen Dingen nicht um Haaresbreite geändert haben. r - _?i ft Trrrrri, Jerusalem, 24. August. Unter der Bevölkerung herrscht wachsende Unzu- Jch betrachte die misrachistische Organisation als Gefriedenheit mit der Regierung hinsichtlich des Wiederaus fahr für das Judentum, insbesondere in unserem Lande haus der durch das Erdbeben zerstörten Gebäude. Ob- Polen." gleich Lord PI u m e r in seiner kurz nach der Rückkehr , , ,, ^. I Qmucnai mwmm oon amr mnmnmm für Dis für d«S jädtfche Schulwesen m durch das Erdbeben geschädigten Hausbesitzer gesprochen Polen. hat, ist von einer Maßnahme nach dieser Richtung hin Warschau, 5. August. nichts zu spüren. Es erscheint ausgeschlossen, daß die Der Warschauer Magistrat hat folgende Subventionen erheblichen Bauschäden beseitigt werden können, wenn für jüdische Schulen bewilligt: 40.000 Zloty für die die Regierung nicht mit zinslosen Hypo- Schulen der zsniraten jüdischsn (Scbutorg&nifaiiortr Jtljcfon ober mindestens solchen g n n.r c d- 00.000 für %>ie etK^errrci-nert Sainrnir S^oxxi-S<^xilenf Irrige^ ZsNt?sätzsss ftngiltTtl (DdS Qtlt IH5* 16.000 Zloty für die Schulen der jüdischen Gemeinde, besondere auch für die zahlreichen Gebäude ron großen 24.000 Zloty für die hebräischen Tarbuth-Schulen, 13.000 Vereinen und öffentlichen Institutionen, wie z. B. die Zloty für die Schulen „Jessod Hatorah", 6000 Zloty Armen- und Pilgerwohnungen auf dem Deutschen Platz, für die Schulen der „Agudas Jisroel", 4500 Zloty für HinsichNich des E e m eind ege setz es hat Colodie Talmud Thora „Or"; insgesamt also 138.00p Zloty nel Symes beim letzten Empfang des Wäad Leumi für jüdLschs ElernsntarfchaLerr. Kleinem Snbsidi^ M TMWlLk k I st IlllD NÜstlkDl Z k ll U den auch den privaten jüdischen Elementarschulen Wgewichs in Kraft gesetzt werden. In der Tat billigt. Ferner wurden für die jüdische Handwerker-lhaben sowohl der Waad Leumi als Agudas Jisroel weitere Aenderungsvorfchläge eingereicht, über die naturgemäß erst nach der Rückkehr des Justizfekretärs befunden werden kann. Die Bewegung in den Kreisen des Oberrabbmsrs M\ eint uiDiinnDlflö zu gründen, macht wettere Fortschritte. Bon einem Eingreifen Ooerrabbiner Kuks selber verlautet vorläufig nichts. Nach offizieller Mitteilung sind im Monat Juni 273 Juden nach Erez Jisroel eingewandert, dagegen 433 aus gewandert, im Juli betrug die ckinwnnDkinnnMN mr Dis 4wfam> 485. Allerdings überwiegt auch bei der nichtjüdischen Bevölkerung die Zahl der Auswandernden diejenige der Einwanderer. Die Beschwerde des Waad Leum: über mangelnde Sicherheit an der W e st m a u e r ist von Colonel Symes Mit &er Behanptnng ^urüdgetoiej'en roorbertj die ssstldl Innungen ergäben jedesmal, daß es sich um harmlose Streitigkeiten unter Straßenjungen handle, und daß die Presse die Vorgänge maßlos übertreibe. Die öffentliche Meinung wird sich mit dieser - offenbar aus einseitiger Information durch die Polizei beruhenden Auskunft wohl!aum beruyi^en- Em trauriges Zeichen der Krise ist die Einstellung der Eisenbahnlinie nach Beer Schewa. Wan hatte gehofft, datz diese durch die Mische MMte geweihte Mpaiästmmsiche Stabt sich allmählich auch wirtschaftlich weiter ent»i(telt. Doch ist dieser EutwitNum n«*ärl«*| ß61l mmm Dar RöüMML Mürnehr ein jähes Ende bereitet worden. Sensation erregte eine Art Hesped, den Bialik auf den Schriftsteller-Verband veröffentlicht hat. Zwistigkeiten waren in diesem Verbände, dem die Elite der „mobetnen MelliWz" PHW NgW, MM an bßl [tö nunmehr einer gefuljil zu ^aben. Das gesetzestreue Judentum der heiligen Stadt hat einen schweren Verlust durch das Hinscheiden des hochbetagten Rabbi Nachum Seew G o I d r e l erlitten, der der Zeschiiva Schaar Schomaiim AttaÄk der SlfiQillinQ f|)fS^n 8. Auerbach für die Jeschiwa und Rabbi Seew Minzberg namens des Warschauer Kolel. ^Ze^onalien. Bad-Homburg, 30. August. 8XN '3 mns rav feiert Herr Markus Löwenberg hier in außergewöhnlich geistiger und körperlicher Frische seinen 100. Geburtstag. Seitens der städtischen Behörde und der Kultusgemeinde sind für den Jubilar besondere Ehrungen vorgesehen. Wien, 18. August. Schon wieder hat der Tod in den Kreisen der Adaß Jisroel seinen unheilvollen E-nzns geilten. AM L ö m n ist gkstM 8?stkrb«n. Ms oüijn frommer Pretzburger Eltern zog derselbe als Knabe mit ihnen nach Wien, wo er den Berührungen der Großstadt tapfer standhielt. Auch beim Militär zeigte er sich als wahrer Jehudi und in diesem Sinne hat er auch seine Kinder erzogen. _ Eine heimtückische Krankheit war es, die ihn in der ^81ü1e - er mürbe nur 47 fXafire alt ~— PlMMffie. ' Ein beredtes Zeugnis für seinen biederen Charakter bot die am 16. Aw stattgesundene Kewuroh, bei welcher fast sämtliche Mitglieder unserer Schisfschul vertreten waren. Rabbiner Mayer Fleischmann, in Vertretung des Oberrabbiners I.' Fürst hielt einen ergreifenden inr* wn* mm; an m MMscnm nie MMML ich der Mmouo und der Jetzaumim des Niftor anzunehmen. Im Namen der Freunde sprach noch Herr E. Hönigsbeer. n"3^37i- Riedenstein b. Fritzlar, 22. August. Ihren 78. Geburtstag beging in größter Rüstigkeit Frau Berta Nagel dahier. fiifjltlflfltl CL 3L, 22. Sfuguft. ..NcrscL» Irttt her Tod M HtM, iiöiS benxth ripA leie |itf^ kechi Sei der nach kurzem, aber schweren Leiden aus dem Leben geschiedene Frau Emma Fromm-, Witwe des ihr vor 19 Jahren im Tode vorausgegangenen Metzgers Josef Fromm. Die noch jugendlich erscheinende rüstige Frau erreichte ein Alter von 63 Jahren und erlag gleich ihrem Gatten einer tückischen Blutvergiftung. Die Tollnahtns hei her Sieerbigurtg mar «ttre ungemein S>rhl- EÜÖI.UHD MlffiMS Ml U fl u. Dekblrchöllä in wertesten Kreisen zu erfreuen hatte. — Vor dem Trauerhause entwarf der Distrlktsrabbiner, Herr Dr. Wohlgemut, ein getreues Lebensbild der Entschlafenen und hob insbesondere ihre ungeheuchelte Frömmigkeit, ihren Sinn für Z'dokoh und ihre Betätigung in Liebesdiensten hervor. Der Schwager, Lehrer Freudenberger in Flieden, schilderte den schweren Verlust der ^amm-e uni> bantH vex MsZH , BxMgstUkst M DÜ müttervichc Sorgfalt, ote .pe nach Mm frühen Tode der Eltern von verwaisten Mgeven Geschwistern, angedeihen ließ. — Das Andenken der lieben Enischlüfenen wird

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