Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 33 (18.8.1927)
- Date
- 1927-08-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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tiJ.i £ 1'* Jii’st jn<'J*]UCLTrli» jMf j/ r - n I 1*1, 16. August 1927 . ~ Nachmanides ausgesprochen oder angedeutet worden rst. Di-es zu behaupten ist keine Pietätlosigm. Dar Do® m MkWr Wn iS ftmfy 8elegenckich emies überMÜlltzött undköckLN Angriffes gegen seinen Kommentar ausgesprochen: „Nur ein Tor will in allem Original sein und sucht Ruhm darin."7) Aber auch bei solchen Stellen bieibi es ein unleugbares Verdienst Hirschs, die ginzefnen daalEomsr. güp rsE^si fiM&M ÖB^ßJ»=s dert, die auch bei Vorgängern sich vorfindenden Gedanken! — die übrigens in verschwindend geringer Zahl gegenüber der überreichen Fülle des Originalen, des von ihm'Gespendeten sind! -— in das xtninberbar Einheitlichs seines Gedankmsyflems verflochten zu haben. (Fortsetzung folgt.) Der verworfene Entwurf. Von Schuldirektor Ir. Elias in Aürth i. M. Zum drittenmal ist ein Reichsschulgesetz entworfen. Die schwierigsten Vorverhandlungen zeigten die ganze Verworrenheit der Lage uni> die Verschiedenheit der Meinungen. Die Fertigstellung des Entwurfes mutzte unter diesen Um» fiän^fN afff NersHU MtldAkN und Versöhnung zu bringen gewürdigt werden. Das Gegenteil ist der Fall: Kaum entworfen, schon verworfen, wie vielfach mit Genugtuung sestgestellt wird. Die am lautesten dagegen wettern, sind zum Glück Nicht dis AllgMMhM. als Deren Wrecher sie sich aüsgeben. Es wäre eine betrübende Bestätigung der Behauptung, daß der Deutsche keine Rücksicht auf die Anschauung , des anders denkenden Mitbürgers kenne, daß -er alle darauf basierenden Kompromisse durch die Parole „alles oder nichsts" pm Scheiter-ni verurteile, lind der Streit um die Kriegszlele, der das Nerfalüer Diktat zur Folge hatte, liegt doch gar nicht so weit zurück! Der Entwurf stellt sich auf den Boden des Art. 146,1, indem er die Gemeinschaftsschule einführt, läßt aber die zur Zeit bestehenden konfMWNkllkN TiWlkN gklttN llsip ffift p?N die Möglichkeit, selbst für dtö Sinö oder andere Schulart ihrer Richtung gemäß zu stimmen, von der Bekenntnisschule bis zur weltlichen Schule. Diese durchaus liberale Lösung muß vom Standpunkt des freiheitlich denkenden Menschen beurteilt und darum begrüßt werden. Durch die Whs», «Wmigi jii smlch JoDen Angriff. Die Lehrervereine werden mobil gemacht, die Völkspartei ist nicht ganz dafür, schon um vom Zentrum desto mehr Dank zu erhalten, die Sozialdemokratie kämpft für die bekenntnisfreie Schule, die sie seinerzeit durch das Schulletzte Vollwerk aus jener Zeit droht ihnen zu versinken. . Und auch die Demokraten, laufen Sturm, als die einzigen, die keinen Grund dazu haben. Gerade die Partei, die immer so laut vom Volkswillen redete, Elternräte und Elternverfarnrnlnn^en geHen dis autoritative Schule aufrief, die nach jeder Wahl ihre zahlenmätzige Schwäche dadurch wettzurnachen suchte, daß sie sich als Partei der Mitte, Äs verbindendes Glied zwischen den Parteien erklärte, sie sollte doch freudig einem Entwurf zustimmen, der dem Elternwillen breitesten Spielraum gewährt und den v^^ch-fssdbn^ Geistesrichtunc^en ^ere^t rvird, lWem er drei Schnlgllimngen vorsteyt und möglich macht: die nach Bekenntnissen nicht getrennte Volksschule (Gemeinschaftsschule), die Bekenntnisschule und die bekenntnisfreie Schule (weltliche oder Weltanschauungsschule). Kaum wußte man etwas über den Entwurf, fa er öffnete Erich Koch Die Reche Der Dis zum W.iederzusammentritt des Reichstags erscheinenden Gegenurtikel, indem er die Parole ausgab: „Hie Geistesfreiheit und hie Glaubenszwang, hie einheitliche Schule, die die Schüler zu staatsbürgerlichen und freien Menschen erzieht, hie eine . l) IMllMN XIV. M M J5 R. MfO UNd M Nelrglonsges. von M, Hrfch/ T. 166. 1 Der 3 sta elit Nr. 38 Sette 8 Schulzersplittterung, die die Menschen schon in ihrer Jugend nach' Konfessionen scheidet." Aber Gowifsens^w-antz kann nicht sem^ wo die Eltern Vas Recht haben, sich für Die VDU Ihnen gewollte Schule zu entscheiden, und wenn die einheitliche Schule als solche zu staatsbürgerlichen und freien Menschen erzöge, warum kann es nur die von Koch gewünschte sein?, Taufe und Beschneidung, (BßmöinDß UND pmifiß stßllßn Dos linD fißißitß in frühester Jugend in eine Bekenntnisgemeinschaft hinein, auf einmal sollen die konfessionellen Schulen darctn schuld'sein? Und Gertrud.Bäumer klagt gar, daß der Elternwille durch den Entwurf zu Unrecht übek dett Stäät göftM m&i, U dtö CkzichllttZsbmfytiQtin. stets. wechseln, während der Staat allein eine kontinuierliche, freie und einheitliche Schule verbürge. Dabei haben doch gerade die Demokraten zur Genüge erfahren und gefordert, daß die Bürger der-! Staat bestimmen und nicht umgekehrt. ' Welches Schicksal der Entwurf haben wird, kann heute niemand sagen. Bevor er Gesetz wird, hätten wir in betreff der einzelnen Länder noch manches zu sagen. Aber soviel ist sicher: 86 ir . gJnd sri Xjcib&rt allere GfritrT^ itrts mit ihm zu freuen. Als Juden, denn er gibt uns die Möglichkeit, unsere Weltanschauung vor Vergewaltigung zu schützen und unsere Schule frei von weltanschaulichem Zwang zu entwickeln. Als deutsche Er» Whßr. Dßim Die IllNßiß lSßMßinschüsl und Geschlossenheit der verschiedenen Schulformen ist mehr wert als dje rein äußerliche Einheit und der mechanische Aufbau der Schule, die die demokratische Presse fordert. Korrespondenzen « Dacbricbten. ftotifd;«* Reich Verfaffungsseier im Reichstag. Berlin, 13. August. Bö! der BorfnpipfßiDr im MHstllg Dill Der volksparteiliche Abgeordnete v. Kardorff die Hauptrede. Cr kam auch auf Walter Rathenau zu sprechen und sagte, Rathenau habe jene Außenpolitik eingeleitet, die auf die Freiheit des Rheins -abziele, und er sei dieser Verständigungspolitik zum Opfer gefallen. Er MM m 8MWM MMn Diß DDR ÜUlßD Iß r ß U ß entsendet die Jugendorganisation drei Vertreter in den Landesoorstand. Der Tagung ging 'vormittags ein-e Vorbesprechung oocnuSj utt^ |i^ äti iß 3ö^chl i!!U jüDd Aussprache über alle die deutsche Aguda und die Agudas Jisroel im allgemeinen bewegenden Fragen an. Der neuen Leitung wurde eine große, Reihe von Wünschen und Anregungen mit auf den Weg gegeben. Die Wahlen zum 16. Ziouisteuklmgrest. Berlin, 10. August. Bei den Wahlen zum Ziomstenkongreß in Deutschland ist die größte Anzahl von Stimmen auf die Misrachi liste (1472) entfallen. An zweiter Stelle mil IM Nimmm Ml Das lllllk gslltkum, m drittt-er mit 703 Stimmen die P o a l e Zionisten. Die Revisionisten und Radikalen haben es auf 202 bzw. 160 Stimmen gebracht. — Auch in Kongreßpolen hat der Misrachi einen starken Sieg errungen, er entsendet 10 Delegierte, denen nur 3 Poale Zion und 5 aller anderen Gruppen gegenüberstehen. Im ganzen &&Ü& te ©&&«!!, M SM IlSRiJM iB WW abgesehen vom Misrachi völlig zerrieben ist und die Massen seiner Wähler nach links abgeschwenkt sind. — Ostgalizien hat 5 allgemeine Zionisten, 5 Vertreter der Hithachduth und 3 Misrachisten gewähl:. Me AttWökMsfÄSk. M a r b u r g, 12. August. In der Zeit vom 29. Juli bis 1. August fand hier die Vierhundertjahrfeier der Landesuniversität statt. Unter den geladenen Behörden befand sich auch das VorstsyssMf in MmMü in den PromnzialrabblNer Herrn Dr. Cohn, der an den offiziellen Feierlichkeiten teilnahm. Er übermittelte die Glückwünsche der israelitischen Geme-inden der Provinz und wies auf die stattliche Zahl jüdischer Dozenten und Studierender in der Geschichte der Universität hin, unter denen, sich Männer von Weltruf befunden hätten. Er^ {«{tle feine Sßvlnftlje ln Um ®eUi gnfammen, Allgütige auch weiterhin diese Stätte der VÄd^Üg in seinen Schütz nehmen möge, damit sie die 3^1 h^rbeiführen helfe, von der der Prophet künd-l, daß die Erkenntnis Gottes die ganze Welt erfüllen möge. ' In seiner Schlußansprache gedachte der Rektor der Universität bert ^a^>£reic^en h>GS ÖOt tur^ßllt nen Bontier Carl Gtraütz, Inhaber des Lanihanfes Baruch Strauß, de^ ein eifriger .Förderer der „Gesellschaft .der Wlssenschasten" war. Er hatte gemeinsam mit sMem Bruder neben einer einmaligen Spende von ^W.000 Mk. eine jährliche Beihilfe von 1000 Mk. für Zwecke der Universität ausgesetzt. M iiMDmum Dir MMM fanD llllllj in Der Wk nagoge ein Festgottesdienst statt in Anwesenheit sämtlicher jüdischer Dozenten und der jüdischen Studenten und unter Anteilnahme der Gemeinde. Die Festpvedigt hielt Herr Dr. Cohn. Sie war umrahmt von jüdischen G-esängen, die von dem Kantor der Gemeinde, Herrn VsjWrilRC unD MW (IBor llllö (gluDßniom unD DWr entworfene VersassWg des Deutschen Reiches, die Deutschlan.d . zur freiesten Demokratie der Welt gemacht hat"' BÄ der Massenkundgebung im Saale der Funkhalle hielt - Kultusminister B e'ck e r die. Festrede. — lern oorgetragen wurden. Zahlreiche Glaubensgenossen aus der Provinz und Nachbargebieten nahmen regen Anteil an der Jubelfeier der Landesunioersität. Es wird beabsichtigt, in dem neueröffneten Museum eine jüdische Abteilung einzurichten, zu deren Förderung Selegtevienlag ber LandesorglmislMon der Astüdas Jisroel. ' - - ' (Vorläufiger Bericht.) " . .! Berlin, 14. August. ' Ein außerordentlicher Delegiertentag der deutschen Landesorganisation der Agudas Jisroel fand heute im Saale des Montefiore-Vereines statt, rnokikl gmütz Der üniaDuna; Die Der orgDisgriW sei -schästssührer der LandesongamsaUon, Goüfried G o! d - schmidt in Halberstadt, erlassen hatte, die Wahl eines neuen Vorortes den einzigen Gegenstand der Tagesordnung bildete. Von den bei der Absümmung abgegebenen 58 Stimmen entfielen 50 auf Hamburg, alle interessierten Kreise beitragen mögen. P$Uit, Tie polnischen Juden in Palästina halten treu zu ihrem früheren Vaterland. Warschau, 1. August. Das polnische Außenmin-steri-um gibt den vom polni- |*UtV Werter«!!»«jui in Pcrlüsilnn^ Zl> s to s 1 i erstatteten Bericht über seinen Besuch in den jüdischen Wochenkalender. v. 20. - 27. Aug. 1927. v. 22. - 29 Aw 6887. Dag Tomtt aut pet Mört sum Larvrl gklvWl M Lm Bororlsoorsianb bilden die Herren ObörkäbliitiöH De. tzamsrsg 20 in 22 Spitzer, Dr. Lipmann Schlesinger, Gabriel Sonntag 21 23 Eschw eg e, Wolf S. Jacobsen und Dr. Siegmund Montag N 22 24 Landau. Bon den übrigen 16 Mitgliedern des großen vienstag 23 25 Landesvorstandes, wurden einstweilen nur 12 gewählt, Mittwoch 24 26 während weitere vier Sitzeerst an dem vor Ablauf Donnerstag 25 27 \ap 1133 Dl’ dieses Kcrl-ender^cr^i-es eirr^ub erntenden midien orb-eni» iiiDeii DMWriMiag Mwähll merDen sollen. AuNroem fsmstag 26 ST 28 s? mtt\m SflmstflQ gsvs. 9 nßv n sniHuten. in«