Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 31 (4.8.1927)
- Date
- 1927-08-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 31 meindeblatt in Höhe von Mk. 8000 seiunwirtschaftlich. Redner trat dann in eine ausgedehnte Polemik gegen! fle U« glon!{U(^n ^ugcndpcppiu-c Üe ßllieralen ein, u>ei Nicht als Förderer des religiösen Lebens anerkennen wollen. Der Etat wurde mit Mehrheit angenommen. Ein aller Friedhof. Sontra, 20. Juli. Die hiesige Synagogengemeinde zählt zu den MW WWW. W MH WU £ L, bereits vor -einigen Jahren geschlossene Friedhof am Quesselsberg. Es befinden sich auf diesem Grabsteine, aus denen Jahreszahlen überhaupt nicht zu ermitteln find. In früheren Jahren war derselbe «in Sammelfriedhof der kurhessischen Gemeinden Sontra, Richsls- WiHrnanns^ttu^en, Vsch heute kommen aus genannten Gemsmden Besucher, deren Angehörige auf dem alten Friedhof bestattet sind. Leider befindet sich die Stätte im Zeichen des Verfalls. Die hiesige Gemeinde ist infolge ihrer geringen MitgKeder-- zahl nicht in der Lage, aus eigenen Mitteln die Herrichtung hss Fviehhofs zu hefäreHem. Es fott heshaif» " I 1 l i . I [i I ) eine Werbetätigkeit smsstzsn, und hat sich zu diesem Zwecke ein Ausschuß unter Vorsitz des Gemeindeältesten Simon Heilbrunn gebildet. Es ist beäbsichfigt, insbesondere diejenigen Personen zur Beisteuerung zu den Kosten zu gewinnen, von denen Anverwandte auf hem alten Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Hoffentlich merhew hie Bemühungen hes Ausschusses, hersich I ' » ' 1 I >;:;t- M uncigennüMer Weffe IN den Menst der guten Sache gestellt hat, von dem entsprechenden Erfolg begleitet. Der I s r a el i t 4. August 1827 der jetzt Verstorbene König habe in den letzten Monaten seines Skfrcns nach dieser Richtung ^errrirkt. Die Einladung zu der Züri ^er Minoritätenschutz-Konferenz beantragt Lucien Wolf abzulehnen. Der englische Board könne sich seine Unabhängigkeit nicht rauben und sich nicht in einen internationalen Council einschachteln lassen. Alles, was der Board in feiner langen Wirksamkeit erreicht habe, verdanke er der Unterstützung der englischen Regierung. IIMb di» auofifiU. m..j. ([.(.. •- n I CI und me englische Regierung ttebe es am allerwenigsten, von einer internationalen Körperschaft angegangen, zu werden. Die französischen Juden hätten die Teilnahme ebenfalls abgelehnt, und auch in Amerika und in Deutschland begegne die Konferenz der allerstärksten Opposition. Eins Rsihs von Körperschaften, hie att her © t - i« « ~ ' “ Konferenz tetlnehmen würdenvertraten oymvNs ex» treme sozialistische Anschauungen. Der Antrag Lucien Wolfs wurde mit allen gegen vier Stimmen angenommen. — Der bei der Sitzung anwesende Kopenhagener Oberrabbiner Dr. Friediger dankte für die Intervention des Board in Sachen des norwegischen SAä Ain«r6o ie s. Sm übxiaen spielte die ) ) ent »,« »,g«,« |^(«i|Mjat|* Auseinandersetzung, die gegenwärtig im Londoner Judentum um den Wembergschen Niederlegungsapparat geführt wird, auch in die Sitzung des Board hinein. — Der viel erörterte ' englische Krie g s e r i n n e - rungsfonds erstattet einen 'ersten zusamMnsossenden Bericht über seine Tätigkeit. Man erinnert sich, daß Lrxrv, ein« 957 ilti on?P f .u Tt £> rii* faimrteiCJt. M; . " , 1 1 :S. 1 i um das Neligionsünterrichtswestn in ganz England großzügig zu örgänisteren, ferner die Ausbildung der Die Schächtverbotsgefahr in SMWM MMgt Qowton, Der schottländische Ständige Ausschuß b"es U n terh au se s hat in seiner letzten Sitzung die Vorschriften über Betäubung der Tiere vor dem Schlachten angenommen, die nun für Schottland Gesetz geworden sind. Auf Antrag von Colonel Moore wurde eine Klausel angesügt, derzufolge die Vorschriften aus jene Tiere keine Slmoenimng finien, hie nach jiihifcfrem 3ij= .0 I"" ->0 ««» «in««) jttvljchcill Ml: tus von Schächtern, die vom Oberrabbiner beglaubigt sind, geschachtet werden. England und das Afylrecht. Sattiott, iS. &u£L Das dn ttfche vverhuus SeMMte gestern dis vom Unterhaus bereits angenommene Fremden - Einfchränkungsbill. Lord Parmoor schlug vor, die Geltungsdauer der Bill auf zwei Jahre zu begrenzen. 1914, sagte -er, war die Bill als zeitweilige Maßnahme mit Zustimmung aller eingeführt worden; 1919 wurde sie für ein SM'rKWWkb 88M M V UWWWUMs «: tere acht Jahre ausgedehnt. Man müsse auch jetzt ihre Wirkung auf eine gewisse Zeit beschränken und nicht Vergessen, daß England viele Jahre lang ein Asyl jenen war, die wetzen ihrer Religion, und Rasse verfolgt wurden. Es lüg auch von Lord Rothschild ein Verbesserungsantvag vor, dem sich Lord Parmoor ebenfalls anschloß. MM U W« m »i tüttg aus, man könne in diesen- Zeitläuften nicht mehr den Fremden ein Asylrecht geben; -es würdensonst Hun- */>»} ^le ^rtcbbof; auf berc &riei rcffS*st»s*»£r frr (^vfrr. lüf ber Adcrß Jeschrrrun. es: Die srievsossswanvung in Töln. Blick auf den Friedhof der Adatz Jeschurun. LirKlanv. Londoner Brief. Sitzung des Board of Deputies. — Die Fremden-Bill. — Rumänien. — Die Züricher Minorttätenschutz-Konferenz. — Erfolg und Mitzerfolg des jüdischen Kriegsgedenlfonds. — $trebi8er°^onfe«eii$. - Cgrb&eften im London, 29. Juli. In der am Sonntag stattgehabten Sitzung des Board of Deputies, die trotz der sommerlichen Jahreszeit recht -stark besucht war, präsidierte Avigdor Goldsmid. Das parlamentarische Komitee berichtete über ferne SSenrii^uijgen um 2>er£»eJ|erung her §££§£ wisüeryolt erwöhnMy musv F?smöeu-Vi!l. Obgleich im Oberhaus eine ganze Reihe der angesehensten Pairs, Juden und Nichtjuden, auch die Bischöfe, sich gegen die vorgesehene Verewigung der Fremdenbedrückung mit starken Worten auflehnten, konnte doch gegenüber hem festen Willen des Home Office nichts erreicht werben. H«? <§?f?tz Ist HM 80, JUlt «UgSUVM? men und ein Abänderungsontrag, der Ausnahmen zu Gunsten der Opfer religiöser Verfolgungen verlangte, abgelehnt worden. An der endgültigen Annahme im Unterhaus ist nicht zu zweifeln. — Die Sammlung des Board für die Opfer des Erdbebens in Palästina hat bisher etwa 1000 Pfd. ergeben. — Ausführlichen Bericht ktttllMß LlliiöN Wolf Mk öiß fiflflß m RuNssiL«. Die ^euwahren haben eine stark kiSeraks Rsgiernng ans Ruder gebracht und Hand in Hand hiermit ist eine völlige Veränderung der Situation eingetreten. Die neue Regierung steht in engster Verhandlung mit den Vertretern der rumänischen Juden, und n ist ksurn MM mmwin, Dö| mx nmk WW dsp Männer, mit der Pollllk her Juhenverfolgungen ein Ende zu machen, durchdringen wird. Auch Rabbinen und ihre menschenwürdige Bezahlung- und Versorgung aus eine gesunde Grundlage zu stellen. Von der Million Pfund gingen leider nur Lst. 150.000 -ein, und dementsprechend sind auch die hochfliegenden Pläne, die die Initiatoren hatten, auf ein bescheidenes Maß wlkklWsk Kkölgs aufe8i8ii8gÄü?82fL leistet der von dem Fond angestellte Erziehungsdirektor, Mr. Herbert Adler, in pädagogischer Hinsicht Ersprießliches. Jews College erhält eine jährliche Subvention von Lst. 2000 und für manche schlecht bezahlte Ministers werden Subventionen gewährt. Mit Recht hat Chief SX:!§2LH 88188s WMBWN: W M FVNS Mt MK» SMMM fLr U nl oe c ftha ls-- ft ude nten, die künftig Rabbinen werden wollen, viel mehr Unheil stiftet als Segen. Diese Stipendien verleiten die jungen Rabbinatskandidaten dazu, der Universität mehr Interesse zuzuwenden als -dem „Lernen", Utth es mtrh auf htefe SBerfe nur ein noch größeres 2Jlcip Uniptsstnystt Mgüchkbt «ls -cZ hcmc scholl Ms klMlll guten Teil des jüngeren englischen Ministeriums lastet. Ueber diese Frage der Heranbildung des Nachwuchses ist auch auf der soeben beendeten Prediger-Konferenz gesprochen worden, über -die ein anderes Mal berichtet werden soll. , Im Unterhaus antwortete Mr. O r m b s b y Gore Ms NM IkllgS. 8tz Mi Sllllüllltl (Bl&r |Se Heßf{er des Erdbebens in Palästina bewilligen werde, bisher fei in dieser Hinsicht seitens Lord Plumers ein Antrag an die Regierung nicht gelangt. Der High Commissioner sei im Begriff, nach Palästina zurückzukehren und werde nach seiner Ankunft die Frage prüfen und kMsWkchklldk ftntxäm lli. (SMMßtmifg A Mtm her jpstorrschen Denkmäker rn Palästina durch das Erdbeben ernstlich beschädigt worden. derttausende, die in Ländern minderer Ordnung leben, nach England hereinströmen. England ist dicht bevölkert; es kommen 483 Seelen auf -eine Quadratmoiil-e. Man zählt eine Million Arbeitsloser. Die Wohnungsverhältnisse sind sck>wierig, Di-e Rsgisru-N^g bitte., hie Weebesferungsenlra^e Schließlich wurden die Anträge von Lord Rothschild und Lord Parmoor mit 48 gegen 16 Stimmen abgelehnt. Marquis v. R-eading und Lord Swaythli-ng stimmten für die Verbess-erungsanträge. (ITA.) Fvankvsieh. Alliance Israelite nimmt nicht an der Züricher Rechtsschuhkonferenz teil. Paris, 27. Juli. mtm ökk mmtt smiti MMrUlls mirD Der JÜdifchSN Tälätzläphen-Agentur mtigeieUif baß bl« Atz liance die Einladung zur Teilnahme an der am 17. August in Zürich stattfindenden Konferenz zum Schutze der jüdischen Rechte abgelehnt hat. In dem Antwortschreiben wird gesagt: Die Alliance Jsraelite Universelle ist entschlossen, ihre Unabhängigkeit und Handlungsfreiheit zu. mahnen unh kann deshalb hem 5pringlj> eines ein» öipn öetitEaCoiigtms M öra Schutz im Mchls öei Jü* difchen Minderheiten nicht zustimmen, noch kannsie ein Koordinatronsorgan, welches neben den bestehenden Organisationen zu funktionieren hätte, akzeptieren. Infolgedessen könne die Alliance an der geplanten Konferenz nicht tsilnehrnsn.