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Der Israelit · 1927-08-04 · Heft 31 (4.8.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 31 (4.8.1927)
Date
1927-08-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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4 August 1S27___ gionsgesellschäft m UebereinstimmuNg mit ihren Grundsätzen unbeschadet des Aufsichtsrechtsdes Staate fvÜU. fßfflj!« WF LMlllNg des Religionsmillevrichlies zugekafsen werden. 2. Tn den Gemeinschafts- und Bekenntnisschulen ist für Bekenn tnismind erhetten Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach einzurichten, wenn durchschnittlich mindestens zwölf Kinder des betreffenden Minderhettsbekenntnisfes in der Schule vorhanden find, die am Reli- MLMMP -lMWWW. L M Kftimwp^ Vehrplan, Lehr- und Lernbücher für den Religionsunterricht werden im Einvernehmen mit der Religionsgesellschaft erlassen. Auch fei der Festsetzung der Zahl der diesem Unterricht zur Verfügung stehenden Wochenstunden wirkt die Religionsgefellschaft mit. § 15. Privater Religionsunterricht. 1. §altz in -ein* r WlMiMW- oder .BßMMK; schule für die Bekenntnisminderheit wegen zu geringer Schülerzahl Religionsunterricht nicht erteilt wird, sind auf Wunsch der Erziehungsberechtigten zur Ermöglichung eines privaten Religionsunterrichts Schulräume nebst Heizung und Beleuchtung, unentgeltlich tzkMl M stkllklll Dl? wetdeven Voraussetzungen und jtn Umfang Ut BsMtftsllnng döstMM das Lnnvcb? recht. 2. Für Kinder, die einem Bekenntnis angehören nnd eine bekenntnisfreie Schule besuchen, ist aus Wunsch der Erziehungsberechtigten in gleicher Weise ein privater Religionsunterricht zu ermöglichen, es sei beim, - bafj innerhalb der Gemeinde die Möglichkeit zum Besuche des RelMvnsun^rri^^ iü thßM Tür kenntnis an einer Gemernfchafts- oder Bekenntnisschule besteht. § 16. Einsichtnahme in d en Religionsunterricht. Zur Einsichtnahme in den Religionsunterricht bestellt der Staat im Schulwesen erfahrene Mi 8SH UM MHWNßMsikMM ÖBFgr schlagen werden. Den obersten Stellen der Religionsgesellfchaften ist Gelegenheit zu geben, sich davon zu überzeugen, ob der Religionsunterricht in Uebereinftimmung mit den Grundsätzen der Religionsgesellschaft erteilt wird. Der vom Kabinett e i n m ü t i g b e s ch l o s s e n e Entwurf j"xtxi>etj tobe leiber 511.:«wartert »ar, schar fsn> Widerspruch in den Kreisen der Demokratischen Partei und der S o z ia l de mo kra tisch e n Partei, die ihn als rückschrittlich bezeichne. Der Entwurf wird den Reichstag in seiner nächsten Session beschäftigen. (Wir kommey aus den Entwurf zurück. Red.). Schnitte Lage Sök jiMMll CMMlmren in Hanküu. Berlin, 17. Juni. Die Gesellschaft Hias-Jca-Emigdwekt erhielt von ihrem Informations-Büro in Charbin eine Mitteilung über Q«8.e 1*4 MW;; ffifflipanton In Jjantau, Der großen Jangtse-Stadt in China, Sitz der Kuomintang- Regierung, die besagt: Wir haben soeben von jüdischen Emigranten in Hankau Berichte erhalten, aus denen hervorgeht, daß der größte Teil der Ausländer das Gebiet verlassen hat und daß im Zusammenhang mit dem allgemeinen chaotischen Zustand liw Uüö ÖHDUrÜSlflS sind und gern alle nach Shanghai, Tientsin oder Charbin kommen möchten. Die Schiffsverkehrspreise auf dem Jangtse sind aber jetzt unerschwinglich. Die Reise von Hankau bis Shanghai dauert 5 Tage, die Schiffskarte kostet mindestens 75 Dollar. Die jüdischen Einwanderer, öhli? Mstfkl und o^ne ausreic^cnbc 2>o{um-enfce sind, hüben sehr Ml ouszuMM. Der Bericht des Charbiner Büros erwähnt die von der amerikanischen Presse gebrachte JTA-Meldung, wonach Juden in großer Zahl Kriegsdienste tun und stellt diese Tatsache in Abrede. Die Nachricht, so heißt es, jsi u^S’FaeUl ^öle^^eTI<J'er^ enlrtömmill. tff fÜF einen Juden unmöglich, Kriegsdienste zu luu. da in der 2 Hang Haler Armee der Geist der Schwarzen Hundert, der Offiziere Semenows und Koltschaks herrscht. Die Landesregierungen gegen die Friedhofsschändungen. Sß Flirt. 20. Juli. Der Central-Berem deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens ist — wie schon mitgeteilt — durch seine Hauptgeschäftsstelle in, Berlin und durch seine Landesverbände an die zuständigen Ministerien der deutschen Länder mit ßtn.<»r Eingabe herangetreten, in der die Aufmerksam- S^e^ötbe« <*«| bte fl ä rt & t g fi ch m i 1 ll 1? e r s r I i t holend en F r % e d h o f s f ch Lndüng on hingelenkt und verstärkte amtliche Beachtung für diese LorkoklmmM «kkt wMSk, Sie m täuffffi AWM aufs höchste schäbigen und die Möräl äöb Müm bük häkanwachfenden Jugend untergraben. Es Md bisher Antworten vom Bayerischen Staats Ministerium des Innern, Badischen Ministerium des Kultus und Unterrichts, Oldenburgifchen Ministerium des Innern, Wakdeck'fchen Mini- |t X i UTTi UTib 3)1 e cJ I e nb u r j ® id « r i ix * | e n Justizministertum Angegangen. Die Woche. München. Albert Landauer Bizepräfi- MM ÖSF MünHöNW IümMWm KullUSWmeinbe, ist gestorben. Er' gehörte bür Verwaltung der Gemeinde feit 1890 ununterbrochen an und erwarb sich insbesondere auf charitativem Gebiete große Verdienste. Hannover. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag besudelten Hakenkreuzler die Außenwand der Synagoge durch aufreizende JnsHMm und unfläliQQ Wider. Aus die Hn gretfung ber Uebe!toter wurde etbü VülöhNUNZ von 300 M. ausgesetzt. Auch die Bürgersteige in verschiedenen Straßen mußten von judenfeindlichen Inschriften in Oelfarbe gesäubert, werden. Köln. Am Tage der Repräsentantenwahl zur jüdischen Gemeinde wurden, wie seinerzeit gemeldet. Wähler.von Hitler-Banditen üMFfaln m ItfmißF MW. Sei der lefit stattgesundenen Gerichtsverhandlung ist der Hauptangeklagte f r e i g e f p r o ch e n worden. Wien. Das Israelitische Blinden-Jnstitut aji der Hohen Warte in Wien (XIX. Hohe Warte 32) vergibt 15 Freiplätze für ausländ i s ch e blinde Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren und zwar für 3 blinde Kinder aus &e«t lBeül|<^ett- S}<tiä}f 3 Alli )Ur 8» flowakei, 3 aus Ungarn, 3 aus Rumänien und 3 aus Jugoslawien. London. In London verstarb der jüdische Maler Solomon I. Solomon. Solomon war ein Künstler von Weltruf und von der Oeffentlichkeit hochanerkannt. — An einer Kundgebung der Gemeinschaft der Glaubensbekenntnisse im Londoner City Temple beteiligten silh mmit Don t sonMTione; u. 8 M der b u d d h i st i s ch e n, k o n f u z i a n i s ch e n und h i n d u st a n i s ch e n Religion. Bon jüdischer Seite sprach Chacham Dr. Moses G a st e r. Bukarest. Bei der Trauerfeier für König Ferdinand in der Kammer sprach für die Juden Rumäniens der Abgeordnete Dr. pilijerTnannj der Präsident der „Uuiori mr' rumänischen Juden". In der Senntss i tz u n g überbrachte die Beileidsgefühle der jüdischen Bevölkerung Senator Rabbiner Dr. N i e m i r o w e r. Beide betonten, daß unter König Ferdinand die G l e i ch b, e r e ch t i g u n g der Juden de jure ausgesprochen wurde und M Der »lg kUHA MUL 8«k: m üuch U füütü duechzufühMN. Budapest. Fürstprimas C s e r n o ch, für dessen Genesung, wie an dieser Stelle mitgeteilt, in den Synagogen .Psalmen gebetet wurden, ist seiner Krankheit erlegen. Der „Pester Lloyd" hebt in einem würdigenden Artikel hervor, wie mutig dieser Kirchenfürst dem Antisemitismus entgsgsngstrstsn fei und wie er keine Gelegenjjeü p^rfawmie, ^n Qilßl Uttß- Sl^jlUfig zu erzeigen. Jerusalem. Der römischkatholische Bischof von Jerusalem, Godric Ke an, veröffentlicht in der „Catolic Times" einen Aufsatz, in dem er der j ü - d i s ch e n Aufbauarbeit in Palästtna rückhaltlose Anerkennung zollt. Besonders lobend hebt er die wie durch ein Wunaus ößm Aktm Soöon non SmM 3§mü erbiühte ßanbfolonljalion hervor. DüU Reaktionären ist es gelungen, die notwendige Mindestzahl der Unterschriften für einen Antrag auszubringen, der sich gegen die Einbürgerung von Juden richtet. Der Antrag n»irb nun durch stn^r SBoI!sa6ftim ui ii n g eutft»erlen. Das Bayerische Ministe rium hat mit Verfügung die Polizeibehörden angewiesen, „solche rohen Straftaten stets mit Nachdruck zu verfolgen und die mit der Ermittlung der Täter in solchen Fällen bettauten 8F8SM m MWM MMMkl &e5 Tutbestanbes anzühältüii, LäMst -Ukch «M MtspköHMN Sühne solcher Daten künftigen Vergehen in dieser Hinsicht möglichst vorgebeugt wird." Das P.r.e u ß i f ch e Ministerium des Innern hat die Eingabe vom 30. Mai 1927 zum Anlaß genom- Mßll. „Mi llsHZzssMiM« üßBßFößfl auf öiiß fißöaußrlifDen Nr. 31 Sette 5 Ausschreitungen und ihre rmckMückliche Bekämpfung hinzuweisen." Irr C. V.-Krerserr glaubt man. >ss, sei nicht, ganz UNbriklyngl) üllZ AtzshSrIn \tn Friebhofsschändungen itz der letzten Zeit Mit der MI, stärkten Wachsamkeit der zuständigen Polizei-Instanzen in Zusammenhang zu bringen. (Siehe Köln. Red.). Arbeitslose polnischer Slaatsangehörigkeil. 93 c -r l i rt , 29.' Juli. Das polnische Generalkonsulat bittet uns, mitzuteilen, daß am 18. Juli ds. Js. das polnisch-deutsche Abkommen in Kraft tritt, auf Grund dessen sämtlichen Arbeitslosen polnischer Staatsangehörigkeit, die in Deutschland, ständigen Wohnsitz haben, ein Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung in derselben Höhe und unter denselöen Mmgimgsn M Rei^sdeui^rrr gustr^t. Di« g. Zt. Arbeiislosen müfföN sich spätsstsns innerhalb mm Monats vom Tage der Verkündigung dieses Uebereinkommens im Reichsgesetzblatt bei den zuständigen Behörden melden. Dieses Abkommen betrifft gleicyzeitig die geistigen Arbeiter, die sogenannten Kopfarbeiter. Hingegen srnb von d«n Land-arbeitern nur diejenigen unterstützungIberechtigt, dir im ^^1'^ m** sogen^nuls» „Bl. freiungsscheines" find und die EkwerbSlüsöNUNtörstützungsbeiträge abführen. Die Hessischen Landesverbände. Mainz, 24. Juli. Zn Ux unlrr P^l^m TiM ist NS. U MftßS MM erschienenen Korrespondenz aus Darmstadt befindet sich u. a. der Satz: „Aehnliche Wünsche wurden von Darmstadt aus gegenüber Herren, die dem Mainzer Landesverband sehr nahe stehen, noch vor seiner Gründungsversammiifflff mm unD miMMW muffih uiwf mm Betonung freilich, daß ein Anschluß an den Mainzer Verband unmöglich sei, solange der Verband zwei Richtungen unter Anerkennung des gleichen Rechtes für beide umfchlireßt, ohne zumindest getrennte Kultusausschüffe zu schaffen." Dazu schreibt uns der Landesverband der I s r <t e 11 i t f e rt N s l i g i o n s g s m S i N b 6 N H S fsens in Mainz, daß der Derbanvsleitung von einer solchen Ablehnung nichts bekannt ist, daß im Gegenteil das Oberratskollegium des Verbandes, dem die Mehrheit der orthodox geführten hessischen Religionsgemeinden bereits angehöre, aus eigener Initiative beschlossen fjättej ttwe im 2>cn^ri|d^en 23er£ranö, für Fragen bes Kultus und düs ülllükkichts KMN vkthWoxm unv einen liberalen Ausschuß zu bilden. Wir nehmen diese Richtigstellung eines dem Berichterstatter — ohne Verschulden von Darmstadt — unterlaufenen Irrtums gern zur Kenntnis und konstatieren, ^4 Uv SJUnger stttst zn mstW? Dar; stellung der Dinge in Nr. 25 des „Israelit", innerhalb welcher der Mangel an „getrennten Kultusausschüssen" nur einen unwesentlichen Punkt bildete, nichts zu s a g e n h a t. A«Z m Ämtern f Breslau, 15. Juli. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde der Etat beraten. Die Erörterung leitete Bankbirektor Hanke mit einer Würdigung der Finanzlage ein. Trotzdem Abstriche von etwa Mk. 100.000 gemacht wurfc-en und entgegen aller Bar sicht darauf verzichtet wordrn ist, Pin? für «m i J I t*ltden beträchtlichen Besoldungs-Erhöhungen zu machen, ist die Gemeinde gezwungen, mehrere hunderttausend Mark ihren von früher gesammelten Reserven zu entnehmen. Der Vorsitzende der Etatkommission erstattete rinp&imto Märt. Dir StkUkrW diwt WiTm Redner öetonl, baß beim Wohlfahrtsamt ein Abbau unvermeidlich sei, nachdem jetzt ein Drittel des Gesamtsteuereinkommens für Wohlfahrtszwecke Verwendung finde. Bemerkenswert sei die große Zahl der Dispensationen vom Religionsunterricht an den höheren Lehranstalten. Von zionistischer Seite bekundete Rechtsanmalt öacDBlDn MW MuMMMit mit m 82MN Geflhastsführung. Be! bern öteuerwesen sei bielüs blkbesserungsbedürftig,' man müsse der bei vielen Leuten ausgebildeten Steuerdrückerei entgegenzutreten verstehen. Wenn der Vorstand allen möglichen Anstalten Subventionen gebe, so müsse er auch prüfen, ob dort ordnungsmöBifl flemirlldJafM mlrö. (Tin ZuMtz für Doo m

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