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Der Israelit · 1927-07-28 · Heft 30 (28.7.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 30 (28.7.1927)
Date
1927-07-28
Page
– (sequence 5)
Language
German
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28 3ÜK 1927 Der I s r a e l t 1 i ßacmtcn. Preußischer Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden. Halb erstatt, 26. Juli. D« LakMNd Des R«üM?ü 8«M»W P- Mestreuer Synagogengememden, Halberstadt, hat beschlossen, auf den 4. September eine Verbandsversammlung nach Berlin einzuberusen und ihr den Entwurf eines Gesetzes für die jüdischen Gemeinden Preußens zur Beratung uni» ÄWuMung oorzulegm. DK iliffif: W WS s:?rr?r"" Perbandsausschllß. und einer ad hoc gewühlten Ergänzungs-Kommission in 2 Lesungen durchberaten und festgelegt worden ist, wurde. der Oeffentlichkeit zugängig gemacht und allen Verbandsgemeinden zugestellt. Als weitere Gegenstände der Beratung sind vorgesehen: Stellungnahme zum geplanten Reichsverband jü- ©emeirttjen5>ei*±fc£>I<mb-s, ■ ö&I>r* unSv llnisrrichtsöt[üjct OIMUII.. | , fragen. Htttnaititn; Zwei jüdische Abgeordnete und fünf jüdische in 'Kuiiiätiteti- Bukarest, 18. JuW. In die rumänische Kammer werden nur zwei Juden, die aus der Liberalen Liste gewählten Dr. Filderman und Dr. Straucher, einziehen. Die jüdischen Kandidaten auf den Listen der Nationalzaranisten und des Minor-irätenblocks wurden nicht gewählt. 6ll All FMl glHkit f^f ^uberr °irr. Sit SS^Ioe (WetzamKv&n) das PräWumtzmiWed Der Union rumänischer Juden, der Journalist Horia Karp, in Ardial (Transsylvanien) der Kandidat der Union, Dr. Jacobi, in Czernowitz der frühere Bürgermeister Dr. Weißenberger, in Orhei (Beßarabien) der Präsident der Bukarester Jüdischen Gemeinde Eli Berkovici gewählt.. Alle diese waren Kandidaten der Liberalen. Partei. Der fünfte jüdische <Ö&nÖiPU lifi y $«n&e5r«b6iTier Sr. SXfcierraroroer. ber «ls VerlrLier ii? jÜdWöN RöllgwU mW MtMsUMM HM. Das Organ der jetzigen Regierung, „Biitorul", bemerkt, daß das Bündnis der Liberalen mit der Union rumänischer Juden der Regierung einen großen Gewinn gebracht hat. Aach VSM 2vW W Königs. Bukarest, 24. Juli. Das Testament des verstorbenen Königs Ferdinand von Rumänien würde gestern eröffnet. Der König hat für Wohlfahrtszwecke 30 Millionen Lei hinterlassen, darunter auch einen Betrag -f ü r j ü d i sche Synagogen. Diese testamentarische Bestimmung des Königs , hat auf die jüdische Bevölkerung des Landes einen tiefen Eindruck ouiintöL Die Bukarester jüdische &emeiüU HÄ StNö KllNtzgLVUW an die jüdische Bevölkerung erlassen, in der es zum Schluß heißt: „Heute, da das ganze Volk des Königs Tod beklagt, erinnert sich die jüdische Bevölkerung, daß sie in den schweren Tagen aus seinem Munde das erste Wort Der WMlMMt UM Bfi Llksm ff?*)?* , Die Union rumänisches Jlldm hat an Ae loMgUrhe Familie. E-Uondolenz-Telegramm geschickt. Am gestrigen Sonnabend wurden in allen Synagogen Rumäniens T r a u e r a n b' a ch t e n abgehalten. „Adeoerul" teilt aus autoritativer Duelle mit, der jüdische Advokat R o s e n t h a H ,pm rumänischen Gesandten t n L ü n d o N ernannt werden, wird, nachdem der bisherige' Gesandte, Drtülescu, Außenminister des Kabinetts Bryfianu geworden ist. Advokat viQs.snth.crl war ein SPK'ijl^ äWtf rutttäintfidjett Delegation Der tjritDmatmü' mr Äl? 0 c tjai *r sich Berlin. Nach einer Ausstellung des „Berliner 5dagebla>ttes" amtieren» im ganzen SiutfSS« liii litclll OllifiBiti«! bische Lehrer unter 197.446 Lehrkräften. Also ist es mit der Gefahr der „Verjudung der deutschen Schulen" noch nicht weit her. — Der achtzigste Geburtstag Max Lieb e r m an n s wurde am 20.'Juli im Sommerheim des Meisters würdig gefeiert.. Reichspräsident und Reichsregierung gratulierten nbrittliM Der RLiMKchnnbnrninister Ddl uk E c öj S ifi lut c n in . „ , j.. : - o. Keudell war persönlich erschienen and überbrachte das Adler fchilddesRe ich e s und die Goldene Medaille von Preußen. Würzburg. Die Tagung der deutschen Studentenschaft nahm auf Antrag des Vorstands Men Beschluß an, des Wortlautes: „Der Sludententag hält an der Völkischen Würzbür- . «ep Verrnssun« r>l>n 1922 uniebingt f ef±." Dies» ötr xDcr|a||t«iiij .... ■„ ,°i 55 Verfassung erkennt, wie bekannt, 'das Raff enp r i n z i p an und schließt ein Zusammengehen mit Verbündungen, die Juden den Eintritt verbieten, nicht aus. Tilsit.. Ein entsetzlicher Fall trug sich auf einem Dampfer, der von Tilsit nach Memel den Memelstrom hinauffuhr, zu. Ein Hakenkreuzler warf den 25jährigen Juden Berkowitz aus Neustadt . in Li tau en, mit tuem er «Streit ang ef etng ert Halts. Über Bord, "' ' ,w? ■ »s p bon Der jüdische junge Mann ertrank rn a«n Fluten. Königsberg. Ein Akt unsäglicher .Roheit trug sich in der Klinik vo n Professor Kürschner zu. Dort lag der 80jähmge Dajan von Wilkowisk, Rabbi Elchanan Katz. Kurz vor seiner Entlassung leistete sich ein Assistenzarzt mit Hilfe einer Pflegerin den Nclbbi >irii Schlnse SBari u it Ö üv chlas a n l o a e n a v z u s'ch h e \ d? n. Der Greis verfiel, als er beim Erwachen das Attentat merkte, in eine schwere Ohnmacht. Wohltätige Königsberger Kreise nahmen sich des Armen an, der sich weigert, in diesem Zustände nach Hause zurückzukehren und von einer starken Depression befallen ist. Wien. Untere den Opfern der Unruhen am Freitag den 15. Mt >M M ]Tf)f ÜVet Opfer skWestelll, mit Namen Emu K? pp st ein, Arthur Kreisky und Jakob I »e l t i n e k. Der erftere wurde mir den anderen auf dAn Zentralfrie'ühof bestattet, der letztere auf dem jüdischen Friedhof. Bezüglich Jellineks äst noch kein Entschluß gefaßt. Die Bestattung Kreiskys geschah aus Gemeindetosten unter Beteiligung der offiziellen Gemeindebehörden. — Unter den beim Brand des Justizpalaftes verliisisftidll gj^ateTTOlien bejcnxben sich zahlreiche DDlum«nic Des Dudcnr?ch^^^ l" Galizien, d er Bukowina, Mähren, Böhmen usw. aus den Jahren 1772 bis 1880, wertvolle jüdisch-historische Urkunden, die unersetzlich sind, kowno. Im Städtchen Paolongen hatte der Polizeichef bei einem Empfang des dort eingetroffenen Staatspräsidenten Dem SLirtsrabbiner ben Sy n i , ben t!C ftHS Gründen crnsl>es,rell, r> Q tlt Kopfe ge rl s s.e N. Präsident Smetona enlschuldigie sich beim Rabbiner mit einem Handschreiben. — In Ponjewesch ereignen sich säst täglich antisemitische Exzesse, an denen auch «Loloaten beteiligt sind. Die Polizei ist untätig. Warschau. Wie aus W o l h y n i e n berichtet wird, haben dort bei den^^G e m ei n der a t s w a h l e n in den Städten fast überall die Juden, ihrer Bevölkerungszahl entsprechend, Mi e r e i t t> .e r 2Ranbote - im Dt pari amt nt ctyalmn — mb^-W*** Ausscheiden des bisherigen Bizepräsidenten des polnischen Sejm aus setttem Amte hat nun der jüdische Club als zweitgrößte Fraktion nach der Verfassung Anspruch auf Stellung des V i z e p r.äf i den te.n. Ob dies von den pQlnijchsn Nationalen wieder vereitelt wird? — Räch All; .MM" aifit oa wule noch allein in der Provinz § ch l e [ -i e n cheht äls 2000 jüdische Waisenkinder. 42 Waisen aus Meferitz in Polen sind vom „Ort" nach Montreal in Kanada überführt und dort in. einer jüdischen Farmfchule untergebracht worden. Jerusalem. Die Palästinaregierung hat * beschlossen, gutn diesjährigen Budget. der unter der Konbrätschen Schulen eine Summe von ZbMb . ägyptischen Pfund beizusteuern. — Als Nachwirkung des Erdbebens, das in den engen Straßen zur Klagemauer viele Häuser zum Einsturz brachte, sind die Straßenzugänge zur heiligen Mauer f ü r die Pas - i ani em gesperrt worden, was IN weiten l,m rnmmM MsisMMn mtiD: Nr. 30 ©eite 5 Palästina. Das hilsswerk. Jerusalem, 21. Juli. In Jerusalem hat sich unter dem Patronat der Regierung. wie schon mitgetMt, ein Komitee gebildet, welches ch K-WMWW «t »kl pr «äsppi frr durch.das Erdbeben Geschädigten sorgen soll. Dem Komitee gehören der Administrator des Jerusalemer Distrikts Major K e i t h - R o a ch, der Bürgermeister von Jerusalem R a g h e b B a y N a s h a s h ibi, der Präsident der palästinensisch-arabischen Exekutive ,M u s a K a s i m P a - s ch u E l Sy u. ff -eint, der öeiter der Zionistischen Exe- I I . , . * eil t >•■ kutvie in Palästina Eolonel F. 5). Kisch, MS des Waad Leumi M e h u y a s u. a. m. an. ifofioL ttglteo Die britische Regierung wünscht eine Namensänderung des Waad Leumi.; Jerusalem, 18. Juli. iii LöZaner KW Pk 18 WifflÖlff Ml ES publizierten jüdischen Gemeindeordnung dm Vorschlag gemacht, daß der Waad Leumi (Nationälrat der Juden Palästinas) seinen Namen in Waad Klali (Allgemeiner Rat) abändern solle. Der Waad Leumi und die zionistische Exekutive haben sich gegen eine Namensänderung ausgesprochen und erklärt, daß der Name Waad Leumi seit M 88k UM 9t*Ü*naU rats in Gebrauch ist und zu einem populären und festen Begriff geworden sei. Personalien. Äküvklsgkim ii 6:: W; Mn MK I sMMs hat Herr üchbök Goldst^tll sM AllU zllM 1. ©8p» der medergelegt. Sein Schritt wird von seinen Freunden im Orte sehr bedauert. frankfurter Berichte. Die erste Fahrzeit für dr. Breuer Am Donnerstag den 6. Aw (4. August) begeht di>e Frankfurter Israelitische Religionsgesellschaft das erste Jahvesgedenken für ihren unvergeßlichen geistigen Führer, und das gesetzestreue Judentum der Welt empfindet an diesem Tage die unoerheilte und unoerheilbare Wunde in erster Frische wieder. Cingetreten war der Tod am mn noet) Mincho. kurz vor der Dämmerstunde, bei Dir TwUM un.ll W Lmsiung: W sich damals der Gemeinde bemächtigte, ist noch M frischst Erinnerung. Am Sabbatausgange arbeitete der Telegraphi um dir Lrumikuny? nach Richtungen {j|nöuS. zuschicken. Es war ein düsterer Sonntag, dem dann der Montag der Bestattung folgte. Ein Tag vor dem neunten Aw, aber die Trauerstimmung konnte nicht mehr übertroffen werden. Daß die gesamte Gemeinde und ein gut Teil der jüdischen Bevölkerung Frankfurts am Trauerzuge beteiligt waren, ist selbstverftüitötiß)! 8UZ ÄM ^k«Wlcmv§ und des llllhöiM AlltzlMvs Mbnucn M TraucrgM MbÄ. Mst sämtliche gesetzestvsuen Nabbiuer Deutschlands waren anwesend. In der hellbeleuchteten vollgesüllten Synagoge wußten die Redner, einer nach dem anderen, ihrem Schmerze und dem der vor ihnen vertretenen Gemeinden oder Organisationen Ausdruck zu geben. Andere sprachen draußen in der Halle und am Grabe. Die ZZrau-er^eicvVi&jteiben ^ogert sich r>om frTÜhsn borgen Tft ^mein. 5knt:n jt^leLert tolr tjtm der kostbaren Hülle Des großen Geistes, der uns ein Menschenalter vorangeleuchtet und zur Höhe geführt und traten die Trauer des neunten Aw an.

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