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Der Israelit · 1927-07-21 · Heft 29 (21.7.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 29 (21.7.1927)
Date
1927-07-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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21, 3UIH927 Der Israelit Nr. 29 Sette 5 OpfhozentpisdiG Kneifer-Ges. Jf| Frankfurt am Main III« _ I(l Rathenauplatz 8 III i-jj i. Jalt Rathenauplatz 8 (seith. Alt. Theaterpl.) Ochlersche Bachhdlg. Unsere HohlglSser Mark© O- Z. klares 5ehen in jeder Richtung für arbeitende u. für schwache. Augen, das Beste, Das Paarv. M.5.— an. Unsere 0. Z. Kneifer überbrücken den Tr9n?n^ana,j s*nd *jr>~ auffällig, ohne lästig Druck und fallen nicht herunter. Dieser Kneifer von M.3.— an. Unsere 0. Z. Briilen lassen den Nasen— rücken frei von Jedem Druck* ein ausserordentlich bequemes Tragen. Eine solche Brille kostet M. 7.— Für Ge schenke Operngläser, f^elcistecheri Baröhftßter, Marke 0. Z. In allen Preislagen Gehe stets zum Schmied und Schiriedchen. ein altes aber wahres Wort. Wir sind Spezialisten. wip beraten und bedienen Sie als solche. |,j(}«, Ä chot gegen die BemlWH KiffG La Kcmeindeoorstand hielt jedoch die BeranlagUUg aufmch! \ml HHDM Döfflllf, Mf DI Mi MMWllZ?*“■ itut'5 der entsprechenden Bestimmung der christlichen Kir- Ichensteuergesetze nachgebildet sei; danach sei als gemischte im Sinne des Statuts jede Ehe anzusehen, in der [ite beiden Ehegatten „nicht der gleichen Äs MMchrechtlichen Körperschaft anerkannten Religionsgesellschaft inii] 88 81M«« \:tbrnbi30 metnöß ausgetreten sei, der Austritt des Ehemannes aber nur Rechtswirkung für ihn habe, so sei die Ehefrau noch Mitglied der Jüdischen Gemeinde, während der Ehemann Mitglied einer andern öffentlich-rechtlichen Körperschaft, der Adaß Jisroel, fei. Die Ehefrau erhob darauf Klage au f ^rcifteUung ztoir ber 33eranlagung nor bem NsArrkSausschutz zu Derlm. Der beklagt 38^ schen Gemeinde beantragte Abweisung der Klage. Durch Bescheid des Vorsitzenden des Bezirksausschusses vom 7. Mai 1926 wurde die Klage kostenpflichtig abgewiesen. Der Bezirksausschuß hat auf Grund einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts vom 10. 2. 1905 (Sb. 47, <s. 217) angenommen. daß durch die Austrittserklärung des ^hemann^ i)!ß? HÜPlfll zu der Jüdischen Gemeinde nicht berührt worden sei, und daß. daher die Ehe der Klägerin im Sinne des Statuts der Jüdischen Gemeinde als Mischehe anzusehen sei. Gegen diese Entscheidung legte die Klägerin Berufung keim Oberverrvaltungsger-icht ein. In dem heuti-- Fkn T^rrnm? VVT Hern 3s>eruerrualsun^z^?lch^ fflllföt? DOF allem die Auffassung, daß die Klägerin in einer Mifchehe lebe, bekämpft, während der durch seinen Syndikus vertretene Gemeindevorstand daran sesthielt, daß die Ehe der Klägerin eine Mischehe im Sinne des Statuts sei. Das Oberverwaltungsgericht hat die Entscheidung des MNWUMllW Veranlagung skSig östSllt Md M Kvsteit M3 Verfahrens der Jüdischen Gemeinde auferlegt. Das Oberverwaltungsgericht hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Ehe der Klägerin keinesfalls als eine gemischte' Ehe im Sinne des Gemeindestatuts angesehen werden könne/'/ da der Ehemann der Klägerin nicht aus dem Subeniume, fcmbem nur aus ber Gemeinde ausgeirttcn yel, fei tr TrlSM^rMn-c-i^ <j<4>JLken. Erste Sitzung der neugewählten Berliner Repräsentantenversammlung. ' Berlin, 15. Juli. Für Donnerstag, den 14. Juli. 8 Uhr abends, wurden die «m II. ®U 1808 KWMSMWll unD Stellvertreter zu einer Sitzung emgeladen, um dm feierlichen Akt der Einführung und Verpflichtung vorzunehmen. Der Vorsitzende hieß die Erschienenen willkommen und setzte die Umstände auseinander, weshalb die Repräsentantenversammlung nicht früher einberusen werden konnte. Er dankte der bisherigen RepräsentantendcrsMUttlllllz Ukö Bißorii&liQ MonDirs Bit mm Kstkll Male anwesenden Frauen. Äs folgte hierauf der sötsrliche Akt der Verpflichtung durch Handschlag. Dr. A. Klee (Jüdische Volkspartei) gab die Anregung, schon heute eine fünfgliedrige Etatkommis-! i o n mit der Vorbereitung des Etats zu betrauen, damit keine untiebfams 23.erfpäturtig infolge ber langen FöliMWl pialjgrnlt. MchlNMMM ■«*■? tu namens b« liberalen Fraktion und Kcnnmergevichtsrdt Wolfs namens des Vorstandes erhoben keinen Einwand. Die .Kommission, in der Herr M. A. Loeb den Vorsitz führt, oird somit ihre Arbeiten sortsetzen. Rechtsanwalt Dr. Klee dankt dem Vorsitzenden für den Gruß und kommt dann auf das Erdbeben in Paläfilm?u spreLell. El» tzsfsi. Lütz sich NM Mßlllll in :er Welt die Hände regen werden, um die Wirkungen "er Katastrophe zu mildern und die Schäden gutzumachen, mobei erwartet wird, daß die Berliner Judenheit an erster Stelle ihre Pflicht tun wird. Der Vorsitzende, Kammergerichtsrat Wolfs, schließt sich, dem Ausdruck der Trauer und dem Appell an die Opfer^iUgPeiMih* PslWM an. DüM mar Mt tritt Sitzung der neuen NepräsentantmVersammlung zu Ende. WWrn>H. München. 11 Juli. W Wl « -MI MwM SfEfi?r*”" treu als Nachfolger seines Vaters in der 2pv' bnix -Synagoge, die schon vor Monaten feststand, wurde nunmehr auch von dem Vorstand der Kultusgemeinde formell bestätigt. Die hessischen Lanüesver^ün!e. D a r m ft a fe t, 14. Juli. Wie unseren Lesern bereits bekannt, hat Me Verbandsverfammlung des Hessischen Landesverbandes gefetzestreuer Gemeinden in Darmstadt das Mißfallen des aOtctingeir „fiankesoertKmfxis ber Ssraeftfctfchen ReligioNSgemMden Hessens" erregt. Dm t-elungsblattes des Mainzer Landesverbandes wird der gesetzestreue Landesverband der „Irreführung", „Unaufrichtigkeit" und sogar „Unjüdischkeit" bezichtigt. All dieses, obwohl im Berichte über die Berbandsversammlung in Darmstadt deutlich zu lesen war, daß „Vorstand und fBerfammlung ein friedliches, vertrauensvolles ZusammenardvitLn von gw tzÄ SSffipF gung der beiden Verbände als erstrebenswertes Ziel" anfehen. Aehnliche Wünsche wurden von Darmstadt aus gegenüber Herren, die dem Mainzer Landesverband sehr nahe stehen, noch vor seiner Gründungsversammlung schriftlich unb mündlich geäußert, unter klarer Betonung sr^llifhi An s ch l u si an SßJMjJIHF ©GFflQTlD unmöglich sei, solange der Derdand zwei Richtungen unter Anerkennung des gleichen Rechtes für beide umschließt-, ohne zumindest getrennte Kultusausschüsse zu schaffen. Im klebrigen wurden von Darmstadt aus sogar praktische Vorschläge für das Zusammenarbeiten ÖtT BCltÖßn RMMA M gegebenen Wer nuv läVAYi> schuld ist, Latz ÜW WylMtk JUsüMmenarbeit nicht zustande kommen^ konnte, lergibt sich aus folgender Darstellung mit größter Deutlichkeit. Auf eine Ende Junivorigen Jahres an den gesetzestreuen Verband in Darmstadt ergangene Anfrage, ob er zu Verhandlungen bereit sei, wurde von diesem durchaus 3 u fi t m nt .e n b geantmo-rtet. (Es rmirbe begrüßt. vllß, tm lTassen d?F?nsatz 0» ^n slshet7^.^n N-psiul'n. heiten des Cinheltsverbändes, die Träger des alten historischen Judentums in Hessen glatt zu übergehen, nunmehr eine persönliche Aussprache und die Schaffung einer Plattform zur gemeinsamen Arbeit angestrebt werde. Als grundlegende Bedingung wurde freilich die Anerkeneines 23 e r 6 a ni> -e s der selbständigen D f H)0B 0 Jfie varmiSWMl. Kurz und unhöflich kam unter dem 31. Juli 1926 die Antwort von Mainz, daß, „solange die gesetzestreuen Rabbiner sich auf einen solchen Standpunkt stellen, Verhandlungen zwecklos seien." Die Brüskierung und Ignorierung des gesetzestreuen geägbe jicff auch darin, daß der Oberrat in Mainz, trotz mm m ]mm MMc stfttutsn AnNMM, es ab gelehnt hat,' gemeinsam mit dem Darmstädter Verbände ein S u b v e n tio n s g e s u ch an die Regierung zu richten, ferner, daß, allen Bitten von gesetzestreuer Seite zum Trotze, der irreführende Name „Landesverband der israelitischen Religionsgemeinden Hessens", der den Answin er^elt. ZU lMM Ük s-MIlllW Glmeinden, bWtzehaltm wurde, wiewohl die Laisachen, nur den Titel „Landesverband Israelitischer Religionsgemeinden" rechtfertigen. Auch sonst fehlte es nicht an herabsetzenden Aeußerungen in Wort und Schrift, Rede und Tat gegenüber der hessischen Orthodoxie und ihrem Verbände. Dffflflöj rann Mil me)v darüber besteben. men bie Schuld fük -SS SHöilökN vör ZUslllMNkNUIbrll zwischen Mainz und Darmstadt trifft. Einzig und allein von Mainz hängt es auch ab, ob in der Zukunft der-Frtede zwischen den beiden Verbänden gewahrt bleibt. Nachdem in der Juni-Ausgabe des Mainzer „Mitteilungsblattes" der die Tatsachen vollkommen auf den Kllvs stkUssU MMl erscyfenen sah sich ber Vorstand des „Hessischen LMvvövMbMllM WskTcoircucr Synagogengemeinden" in Darmstadt veranlaßt, in einem ausführlichen Schreiben an den „Landesverband der Js- Sachlage klarzustellen Und in streng s a ch l i ch 61 AllS- MA. ffiit W W Wim, W «n MH BBIBBII der „Irreführung", „Unaufrichtigkeit" usw. zu verwahren. Die Richtigstellung kam aber nicht zur Veröffentlichung, ebensowenig eine informierende Zuschrift von privater orthodoxer Seite in Mainz. Aus eine Anfrage von Darmstadt aus, ging dort vom Mainzer Verbände die Antwort m, r;m MWMW mm m W da sie keine sachliche Berichtigung darstelle und m wesentlichen Punkten mit der historischen Entwicklung der Angelegenhoit nicht übereinstimme, namentlich aber auch, weil die Polemik in solcher Form der Sache des Friedens nicht diene." <^s gehört jr^on einiges dazu, eine klare Darstellung auf Grund der "Protokolle als „uusaihtüh" zu bezeichnen. Auch pflegte man im politischen Leben ein erschöpfendes Aktenmaterial nichts mit „wesentlichen abweichenden Punkten" abzutun, von denen man keinen einzigen nennt. Mt der „Sache des Friedens", der „die Polemik in solcher Form", — basheißt bie volle Wahrheit - schaden könnte, meinen voll) wohl die Herren in Wahrest tir« ^«äse &5I Mainze r Landesverbandes. Wir haben hier den Sachverhalt nach der Richtigstellung, die im Mainzer „Mtteilungsblatte" keine Aufnahme fand, kurz skizziert. Möge die Oeffentlichkeit nun darüber urteilen, non melcher Seite aus ber Friiebsn gesöhrdel und dlc Jusumm^uarh^it «»urde. Bund Israelitischer Vohlfahrlsvereinigungen in Baden. K,a r l s r u h e, 15. Juli. ÄIH rrr SCarrl^rui^e ber biesjä^r-wje WählfahktLtag im Bundes JsiMMMcr Wohlfahrtsveroimgungen in Baden statt.- Die Beteiligung aus vielen Gemeinden Badens und aus Karlsruhe war eine rege. Die beiden Referate von Herrn Rabbiner Dr. Oppenheim -Mannheim und Herrn Bankier Friedrich A. Strauß-Karlsruhe wurden mit Interesse aufgenomman. -f>err Dr, Qpxtsnhoim berichtete über die M i tg l 1 L v? s s N m m t w « g b er ^art^>tstelte für flu » dische Wanderfürsorge, bei der die Rationalisierung und Produktivierung, die Frage der Schaffung von handwerklichen und landwirtschaftlichen Arbeitsstätten im Vordergrund stand. — Herr Friedrich A. Strauß sprach über „Praktische Wohlfahrtstätigkeit", die heute wirksam nur ill umfllUllökk öitftjtn r.i ""»Schaffung von Existenzen tzsstehM kann. lötigMiss und Kassenbericht wurden mit Befriedigung entgegengenommen und Manche Anregungen für die künftige Arbeit gegeben. Die Kredit- und Darlehensvermittlung möge ausgebaut, die Unterstützung zu den Feiertagen erweitert, die Hilfe an verschämte Arme in besonders -diskreter Fornt roer&en. 2>em ^jfegefinberrü'efen unb ber oorbeuMvW TudöiluloKnsürsorM soll rryvhles geschenkt werden. In Bezug auf die Wanderarmenf ü r s o r g e wurde zur Beratung der Durchführung und Mittelbeschaffung ein Ausschuß gebildet, der inzwischen bereits zusammengetreten ist und Richtsätze aussearfreitef hat. Die Wahlen ergaben die Aufnahme einer $<4* nun PerlänliMlUll. M siH UW M MW l0| sahrtsllrb'Nt bereits verdient gemacht haben, in hen Vorstand und in den Wohlfahrtsrat. Ein neugewählter engerer Arbeitsausschuß, der auch als Wohlfahrtsausschuß des Badischen Oberrats der Israeliten bestätigt wurde, soll die Tätigkeit aktiv gestalten. MrtzbrsuH skadoMWer LesiMkisieil in MmbUW Hamburg, 10. Jul!. Der Hamburger Korrespondent des „Berliner Tageblattes" führt Klage darüber, daß der Ordinarius der Geographie an der Hamburger Universität, Prof. Dr. Passarge, die akademische Lehrfreiheit mißbraucht und ber Harnbnrger Studentenschaft -eine öffentliche Vorlesung ÜUflischt, Ü? Problem (ßa|fertf titi^ä i schon Volkes und der Juden" behandelt. Der Korrespon-

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