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Der Israelit · 1927-07-21 · Heft 29 (21.7.1927) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 29 (21.7.1927)
Date
1927-07-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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bette 4 9tt. 29 -'TM. 'HW W.VKMZriMW'M Der Israelit 7-r/- tr.-ämtan!'! 21. Juli 1927 1. Durch den Schächtschnitt sinkt der im Blutkreisläufe des Gehirnes normal bestehende Druck sofort tief herab, sc»' daß neues 5Bluf «ic^st me^r?n das öelj'rn hr!ng?N L«NN. ' . Schlußfolgerung: Das Gehirn kann keinen neuere Nährstoff erhalten und muß nach Aufbrauchen des vorhandenen absterben. 2. Wichtige Gehirnfunktionen, wie z. B. die Bewegung von bestimmten Muskeln, hören we- W Sekunden nach dem SWschnitte aus. Schlußfolgerung : Dis sensiblen ®e= HÄMffflS Biel eRtp{mi(icl)er als (ne zur Bewegung gehörigen, sterben daher noch früher ab als jene. 3. Das Gehirn erleidet durch den Schiichtschnüt eine heftige Volum- und Druckschwankung. Schlußfolgerung: Wie bei jeder an- Mm MYMWMMz ist m & Eiefei inneren Erschütterung das Bewußtsein getrübt. ' Diese drei in der Fachpresse veröffentlichten Versuchsresultate haben die Grundlage für eine siieihe der vorzüglichsten Gutachten abgegeben, welche erst in den letzten Wochen zusammenge- Wt vön WMSiPN MMnZen öörgelegi Es besteht kein Zweifel, daß die Macht der objektiven Wissenschaft über kurz oder lang alle jene anderen Kräfte besiegen wird, welche Heute am Werke sind, die Schechita zu vereiteln.. Wir sind noch 'nicht am Ziele mit unseren Erkenntnissen; es ist noch viel Arbeit notwendig, es müfjen Mlv Ditlf f rüfls llllMrsM DDgchgWs mtden, um der Losung des Problems näher zu kommen. Wir werden es dann n"v3 doch erreichen, daß unsere ehrlichen Gegner die von uns erzielten Nachweisungen anerkennen, die vermöge beispielloser Agitation zum Dogma erhobene Ve- NuMUW von Dir (fflmufamfüit km freimütig als langjährige Wahnmeinung erklären und endlich bewundernd zugestehen, daß auch die vor Jahrtausenden gebotene Schlachthandlung vom biblischen Geist einer von keiner . Kultur übertroffenen Liebe zur Tierseele Zeugnis ablegt. Dr. Wokff Feilchenseld Vst* Von Dr. Max Lalvary in Berlin. III, if •i"’ n"’j? D’Vnn •D^’öK '2 '*7 D173 Q’Sip V«3 13vn uSig «mvMw vttk DDrntnffiiir virlöWi im. Ulamen Gottes wehre ich sie ab." Es handelt sich hier um Abwehr im Einkreisungskampf, wie aus den vorhergehenden Versen ersichtlich. „Sie verlöschen, wie Dornenfeuer verlöscht", wäre sinnlos, da ja dann eine Abwehr unnötig. — Es ist daher zu übersetzen: „Sie verlöschen, so wenig.wie Dornen f e u e r verlöscht", d. h. ein unlöschbares geuermeer ump MWj ~ Ml Mlllkll MMZ wehre Uh es ah. -3"' K"’ N"3 ,*7W> na nav nb'ba na na,v nypa mp narr rr^a fmn m nb'b mV npn kok -tav iarr HHa -1'B« 13V 1'V3 »Weissagung über Sumot); Zu mir Dringt ein Ruf aus Szeiir: Wächters-Prophet) wie steht es mir her fKhat^t bes Vtnc^tüds'? S2ßie er Nacht des Unglücks, von der einst ein Wächter gesagt hat: jetzt ist gekommen der Morgen, aber es wird noch die Nacht des Unglücks hereinbrechen? (Es geht doch Duinoh noch sehr gut. Antwort des Propheten:) Wenn ihr fragen wollt, fragt, fommei nur wieder. (D. h. die 9la^t des llngfütfs wirl) schon kommen.) Der Schlüssel zum Verständnis dieses oft mißdeuteten Prophetenwortes liegt in dem letzten Worte des ersten Satzes — b'ba —, nach der Accentuation kann dies nicht heißen: Was spricht er? —- sondern es ist der Statusconstructes, UTlD BlRÖSt Bll? fSlgeniert gg stch, so es wie oben übersetzt werden muß. Aus diesen Thoraerklärungen unseres Raws wird der kundige Leser erkennen, wie der große Mann durch scharfsinnige Logik in genialer und origineller Weise schwierige Stellen so erklärte, daß er, wie ich überzeugt bin. den wahren §niii Der DMfMM irgninDoti Viele Schüler, die jetzt in Deutschland verstreut leben und diese Zeilen lesen, werden sich dankbar der N3V-Nachmittage erinnern, an denen wir uns in dem Studierzimmer unseres großen Lehrers jahrzehntelang regelmäßig um ihn scharttnM unter feiner Mtung .*ww f&toii«. — Seine -Lehrmethode bestand darin, daß er nie selbst vovtrug, sondern daß die Schüler der Reihe nach, einen — zwei Verse übersetzten, jeder nach seinem Können. Er sah seine Aufgabe darin, daß der Schüler selbst den Sinn des Verses ergründete und von berrt Söleijier umnevttxcQ jp (eitet wurdedaß er MleßliH selbst das fand, was der Naw in einem langen Ichoraforscherleben als das Richtige erkannt hatte. Eine bestrickende Liebenswürdigkeit ließ den Schüler jede Scheu, selbst vorzutragen, beiseite lassen; reichlich gespendetes Lob für richtige Deutung erfreute, ein liebenswürdiger Sarkasmus bei Fehlern »er« vicht. SBtr l)örert xvoiji u»ch <3|e(Tt» SgA hast du wohl übersetzt — er duzte UNS fast alle, seine Schüler, die wir zum Teil schon im Mannesalter standen, — nach der Analogie von«^v3 3'*,? ]at3v d. h. wenn ^Av3 ein Wagen ist, dann ist 3'->p pt3 ein Schlitten. — Die Methode feines ße^rens ^atte bei vielen [ffftgf TgjUlkk ökll es zum Schuh gegen Blitzschlag, dann ist es erlaubt ustv." Es gibt eben nichts Neues unter der Sonne. Auch für das feit neuester Zeit häufig von detz Aerzten angewandte Mittel zur Betäubung und Unempfindlichkeitsmachung schmerzhafter Stellen, namentlich bei Vornahme, chirurgischer Eingriffe, Anästhesie genannt. finden sich im Talmud Anhaltspunkte. Vtabbi (3t. Aljuda ßanflUi). so bsMtöl ds» TslNor Mbä M-. M 85b) lvar» rrUZSttlSidölld, Sern behandelnder Arzt war Samuel Jurch'mai (Mar Samuel), der verschiedene Mittel in Vorschlag brachte, die aber Rabbi, der, wie. es scheint, ein sehr empfindlicher Patient war, ablehnte. Da -machte ihm Samuel eine Infektion, worauf der Schmerz vollständig nachließ. (So ist m. E. die betreffende Stelle a. a. £) 'ui unoa sna-ai rr>b amio am zu übersetzen. Scrßl iflFöji i. 0U. Änfallß flüBt aus Wss? gtslli W Amvöllvung von Jnjsttiönen Mil ällär Deutlichkeit hervor. Auffallend ist folgende Stelle, für die ich bis jetzt keine befriedigende Erklärung fand und für deren Erklärung ich jedem sehr dankbar wäre. Im Talmud Berachot 61a wird gefragt: zt»i avm rupVti /»aa nny» «Vs 'ui; dazu bemerkt Tossaphot: Dies fei ein Druckfehler, da es einen solchen Bers nicht -gibt, bemerkt jju d-efer Steife "i>erhau^>t nichts, esentl, M schließen wäre, daß ihm diese Lesart unbekannt war. Nun aber findet sich dieselbe Stelle im Traktat Erubin 18b. Hier geht Tossaphot mit Stillschweigen darüber hinweg, während Nascht auf diese Stelle näher eingeht und sie durchaus nicht als Druckfehler auffaßt (vergl. Rafchi f. V. mph«!. Nun handelt es sich nicht um die Frage, ob es einen Vers 'ui mph« ih'-i gibt oder nicht. Die Frage lautet vielmehr, warum MW uns Löllgstzok fvguMen ihre Rollen roechselien. m Drrnchvt Mhi M Tossaphot zu einer Bemerkung veranlaßt und Rafchi Nicht, in Erübin ist das Umgekehrte der Fall. Wie ist diese auffallende Tatsache zu erklären?, . .. . Wochenkalender. k, Mi-Mi öhK 1927: d. m. lammus nt! 17 Lw M Samstag Juli 23 T1Ö/1 23 mvv Sonntag 24 24 Montag 25 25 Dienstag 26 26 Mittwoch 27 27 8 ottttcr^ia^ 2S 2S Lrettag 29 29 Samstag 30 1 "’yoo Rausch Tbaudesch Benschen Mauted Freitag vorm. 8 Uhr 46 Minuten. 1»^» nss ui’’ «nn wk Ob e rhof i. Thüringen.' Auch in, diesem Jahve isl M M Luftkuron rüWIM wwnM OböMl Süll UiM Wvmbsn besucht die m den htkÄlchöll Fichienwaldüngen Erholung suchen. Die Anforderungen, die an einen klimatischen Höhenlustkurort gestellt werden, sind hier erfüllt. Die vorzüglich angelegten Wege trocknen schnell ab und zeigen nur selten Staubentwicklung. Die Luft ist stets frisch und erquicken,d. Da,sich hier ein Hotel des Hamburger Speifeveroins befindet, besuchen viele jüdische Kurgäste von Krssingen, Ncmheim und «nderen BllüsoMn Obökhgf zur- Nschkitt«. -li.Km-!Iiliu!eklie8.in.li.!I. 47Bldd6nslrafi6 47 (früher: Grosse Eschenheimerstrasse 3) SPEZIALHAUS inNäh-und Stick-Seidon s1°fg[ b“B In in UM B»kkM £EDtn DEim Thoraieruen nach der Msthode ihres Meisters sich fern hielten von geistvollen Spekulattonen und dem wirklichen Sinne des Thorawortes nachMhen sich bemühten. Wenn ich nun die Stellung präzisieren möchte, 8!k NNskl MIN zu Don WM SIE jiiSljäjen le. genwart und zu den jüdischen Organisationen einnahm, so gebe ich einleitend seine Erklärung wieder, die er einem Satze in der Thora gegeben h.at. Die Auffassung des Judentums, die aus dieser Erklärung spricht, war ihm Wegweiser in seiner MstkllumunD MM m am für einen großen Teil seiner Schüler. Im prophetischen Liede imm» das unser Lehrer Moses dem jüdischen Gottesvolke auf seinen Lebensweg vor seinem Tode mttgibt, heißt es: 5. Buch Moses, Kap. 32, Vers 18: -f^na bp N32mi •wn ns E\m Mtz IDirD Dff WörsöP/ — SSs wird von nvi vergessen abgeleitet, — „Der Fels der dich erzeugt, gab dir die Gabe des Vergessens — er ließ dich vergessen —, und du benutztest diese Gabe, um Gott zu vergessen." (Dazu das schöne Gleichnis vom Dubner Maggid). — Dr. VellAllfew Mißt m Dön HM Zlzichftin äb. Jesaja 46, 5 rnyjn 'inain ’a1? — und erklärt: den Hort, der dich geboren, stelltest du bildlich dar. So noch in seinem Werke (die zwei letzten Abschnitte des Pentateuchs, übersetzt und erklärt von Dr. W. Feilchenfeld-Düsseldorf 1866). Später Snberfe er bieje Gcrflöriirtg: ^verglichst fffff «nUrn Gcbildeitt'. — So hllve ich es oft von chm gehört, und so finde ich es m einer.handschriftlichen Anmerkung von ihm in seinem Werkchen, das in meinem Besitze ist. Er gab dem Satze den Sinn: Das einzigartige Gebilde Judentum — ns — Gott und seine heilige Thorch — den Fels, der dick) am Sinai geboren, ' »erjllchöfl Dil mit on&em ®e£> tigert-, iiem Judentum eine Religion unter andern. Religionen, aus dem jüdischen Volk ein. Volk unter anderen Völkern, du triebst Assimilation im Großen, — und die Folge davon: „Da vergaßest du die Macht, die dich hervorgebrqcht." Diestr ec^t^übi^e ©ebanff jjfÜF M j JSlTtEF sauzen FolgerMlgrm m'aßgedendfür,,Htt m einer Stellungnahme zur „Orthodoxie". zum „Liberalismus" zum.„ZionisMs"^ " (Schluß folgt.) Korrespondenze« Nachrichten. DtntfAis Mrtstz Steuerrecht und Austritt. Berlin, 12. Juli. Wie im „Israelit" seinerzeit berichtet wurde (Nr. 40/41 Jahrgang 1925), hatte der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin die Ehefrau eines aus der Gemeinde ausgetretenen, der Adcrß Sisroel bergetretenen 2Jtiifcgti:ebes unter Qugrunöetetjuttg dkl Hülste der NÄchhötMominMr 'teuer ihres Ehemannes zur Gemeindesteuer veranlagt. Die Veranlagung war erfolgt auf.Grund eines Statuts- Nachtrages vom 24. Dezember 1922, der bestimmt, daß der jüdische Teil einer gemischten Ehe von der Hälfte der R'vichseinkommensteuer des Ehemannes zu den Gemembebeiträgen ^erangu^ie^en fei. D«s ddit der 93eran> tstgung Detroffort (Etjepaai romwA sich gegen Die unter* stellung des Gemeindevorstandes, daß ihre Ehe eine Misch- 9

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