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Der Israelit · 1927-07-07 · Heft 27 (7.7.1927) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 27 (7.7.1927)
Date
1927-07-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 Nr. 27 Der Israelit Z 7. Juli 1927 ziehen in den Stadtrat mit zwei Mandaten weniger ein. als fis im vorigen vertreten maren. 18 Sitze mürben Etn SuEcn nach dem Prozentsätze ihrer BevölkMMgszahl im Stadtrate gehören, sie sind aber nur mit 12 Stimmen vertreten, also um ein Drittel weniger, als recht und billig wäre. Die Stellung der Juden im linken Stadtparlament wird gewiß nicht leichter fein, als im rechten von früher. Der Grund für die JXlieberlage der jiibijci^en 5j3<rrfeien liegt ^gjj Jüdische Block wegen seiner Zusammensetzung und besonders infolge des Fehlens der Orthodoxie in demselben wenig Zugkraft auf die Wählermassen ausübte. Die WahlbÄipifl der Juden roar verhältnismäßig gering. Rutzloird M lÄMiWk UW M MW» 8AWL Riga, 27. Juni. Aus Leningrad meldet ein Telegramm von der Verhaftung des Lubawitscher Rebben, Rabbi Schneiersohn, durch die Sowjetbehörden. Der Rabbi wird öeföMöiöt miümm OnutmtiDnos unteffffi&i unk fö? verbotene Zwecke Geldsammlungen in Rußland veranstaltet zu haben. (Rabbi Schneiersohn sammelte in Rußland Gelder für Gründung und Unterhaltung von Jefchiwos.) In Rußland und in Lettland hat diese Verhaftung tiefgehende Erregung hervorgerufen. Wie die ITA. von anderer Seite erfährt, soll die Nachricht von der Haftentlassung Rabbi Schneursohns sich nicht bewahrheiten. In den Kreisen der jüdischen Orthodoxie Rußlands hat die Verhaftung tiefe Bestürzung hervorgerufen. Aber auch im Auslande ist man um das Schicksal des großen Gelehrten und religiösen Führers besorgt. Die jüdische Orthodoxie in Polen hat ewaf «i. Der neue Gemeindebund. Bratislava, 1. Juli.-'' Bekanntlich ^at bie Xatjad^ i>ag die gf* thovvLic TojoTt mutz Der AufriTluag Ms iMchisch-flowakrschen Staates in mustergültiger Energie ihre aus dem Zusammenschluß der orthodoxen Gemeinden beruhende Organisation schuf und für diese die staatliche Anerkennung durchsetzte, alle diejenigen in eine gewisse Erregung versetzt, die infolge ihrer inneren Verfass urig tt t <f> t f o I e l cf» i i m ficnice toar«ri | sich tötiifatts tu vrWsMWi Form ju IvMwWrm. Sowohl die Neologie^als die Status-guo-Geme in de n des alten Ungarns suchten bisher vergebens I nach einer ihrem Wesen entsprechenden Rechtsform. Die Art und Weise, in der nun dieses an sich legitime Suchen ein« norläujige gkftmvesi. tzL!, ist NTst W: rnkleriskiW für Das Wirken des bv»s m Am 29. Juni haben sich hier Vertreter jener jüdischen Gemeinden der Slowakei gesammelt, die der Landesorganisation der orthodox-jüdischen Gemeinden nicht angeschlossen sind. Erschienen waren 79 Vertreter von 29 Gemeinden, die sich zu einem „Bunde jüdischer Gemeinden Jeschurun" zufammenschlossen. Die (§tffmsiQUOi®mtnä&H HMn sich rlsz mit Un Gemeinden zu einem emheiilichen Gebilde vereinigt. Das Bemerkenswerte ist dabei, daß diese Gesamtorganisation in Anpassung an das Statut der Orthodoxie grundsätzlich erklärt, der Schulchan Arnchseidie für sämtliche Gemeinden anerkannte Rechtsgrundlage. In der Bersammlung stellte dem, gemäß -£>err Sir. 3lßr>ss feit jef L?rriniu-cl Xijr Iper Status-quo-Gemeinden den Antrag, daß alle Vundesgemeinden, in denen sich noch Institutionen befinden, die dem Schulchan Aruch nicht entsprechen, verpflichtet sein sollen, diese Institutionen innerhalb einer Frist von sechs Monaten zu ändern; die neolc^e Gemeinde VsgMtMN Mk kklkitr MßksM Mg m Drgal fortan nicht mchv in Funktisn treten wer^e. Auch berief sich der Antragsteller auf eine Zusage des verstorbenen Präsidenten der Kosicer neologen Gemeinde, der ähnliches versprochen habe. Letzteres wird von einem anderen Redner bestritten. In der Debatte stießen die Meinungen ziemlich hart aufeinander. Rabbiner Dr. Schönfeld wies darauf hin, daß die Orgeltempel leer stehen; trotzdem sei er gegen die Ausübung srnss Zrnnngss. ÜLuf der? <ntl m t " - bertn «Sette mütztrn auch Die Führ er der MmsMDsn Die Woche. Berlin. Alle Proteste gegen die am 16. Mai 1926 stattgehabten Wahlen zur Repräf s n t et nte n n s r j e m tn { u n g sind nun mit MWlm i Mi uftimu äbgelehnt worden. — Die Berliner Stadtverordnetenversammlung vom 1. Juli hatte über die Dringlichkertsvorlage des Magistrats zu ent- Wdm, Sie die Untemnunj fidf Li«- btr.mannt zum Chr«ndürg«r der R e i ch s h a u p t st a d 1 betraf. Die Deutschnationalen im Aeltestenrat erMrten sich aus antissmitisch^n Gründen gegen den üüag^lrülsanlrag uuE Ee^anEen auf der Behandlung der Angelegenheit in einer Geheimsitzung. In der Geheimsitzung wurde die Vorlage des Magistrats gegen die Stimmen der Deutschnationalen angenommen und M a x L i e b e r m a n n zu seinem 8 0. G e - mmtf? WM nDüTQir m Stadt Berlin ernannt. — Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung hielt am 15. Juni d. I. in Berlin ihre dritte ordentliche Generalversammlung ab. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil hielt Herr Dr. Czellitzer einen Vortrag über: „Familienglück Und Statistik", dem eine angeregte Diskussion folgte. — Unter dem Titel „Tafel der Schmach" macht m LkW Bis MWvllMZ WWU Sronts soldatsn", „Dsr Schild", 39 Ortschaften namhaft, in denen seit November 1923 jüdische Friedhöfe geschändet wurden. Lemberg. Hier kam es zu blutigen Schlägereien zwischen polnischen und jüdischen Studenten. Die polnischen Studenten waren die Angreifer, aber die jüdischen setzten sich kräftig zur Wehr .Man zählt auf beiden Seiten 4 Schwerverwundete und strna -10 Qeictztnsrletzt«. Conboti. Die große ettfllijJps ißrejf? im Zusammenhänge mit der geplanten Reform des-britischen Oberhauses die Frage der Entsendung einesjüdischen Geistlichen neben den Vertretern der anderen Konfessionen in das Ob e rh.a u s. — Sir Alfred Mond wurde von der Universität St. Andrews zum Ehrendoktor ernannt. JTJostau. Sn i>er 2Jtosfa.uer Borstadt BB orenoroj -t | ch * toueix einer neuen Synagoge begonnen, deren Kosten mit 200 000 Goldrubel veranschlagt werden. Die Regierung hat den Bau und die Geldsammlunaen genehmigt. Eharbin. Die Chinesischen Behörden haben die Statuten der jüdischen Gemeinde von Eharbin genehmigt, somit die Gemeinde legalisiert und sie mit Steuerrec£,t an &geffallet. Die Verhandlungen inmenen W Wihre. Massiv» i)cr DDciiabs biner von Stockholm, Dr. Ehrenpreis, der sich zur Zeit zur Erforschung des Lebens der 'Marannen auf einer Studienreise durch Spanien, Portugal und Marokko befindet, wurde in Madrid vom Diktator P r i m o de Vera in Audisnz empfangen. 9« ßiffefcott MM M P?LsL:ßt Ur Sßepätlil, Seneml E<r r m o n a, die Sympathien des portugiesischen Volkes für die jüdischen Mitbürger aus. Warschau. Bei der Beisetzung des in Paris verstorbenen und nach Warschau über- ' führten polnischen Dichters Slowacki nahm auch eine Abordnung des Warschauer R a b b i n a t e s, der jüdischen Gemeinde-Verwaltung und verschiedener anderer jüdischer vr-gEs?«?sM Ml- Lik m Wmm Milk nteDergietegten Kranze trugen hebräische unv jiddische Inschriften. — Im neugewählten Warschauer Stad träte wurde der jüdische Abgeordnete Meisel zum Vizepräsident e n gewählt. Im Stadtratsekretariat sind zwei jüdische Stadträte beschäftigt, und zwar Dr. M. H i n d e s und S i e b e r t. Newyork. Eine Abordnung des a m e r i t a it i f >H-j üdischen Ionof8ff£E sjH ttM (Eo^s. am än &er in Z ä v i ch (nilchl m Gens) «M 17. August tagenden Konferenz zum Schutze der jüdischen Rechte teilzunehmen. — Wie mitgeteilt wird, sind es bereits 12 Synagogen in der Union, die chren Gottesdienst durch Radio verbreiten. Budapest. Der Präsident der neologen Jsraelitijffln AMMnM llnmmi Dr. mm Mszoy, ist nach langem schmsrsm ÜLidsn verstorben. Er war 26 Jahre lang Generalsekretär der Pester Chewrah Kadischa und wurde erst vor kurzem zum Präsidenten der Landeskanzlei gewählt. Schanghai. Hier wurde eine prachtvolle Synagoge in Anwesenheit des britischen Konsuls eingeweiht. Der chinesische Ministerpräsident sandte an den Vorsitzenden, Herrn Hardoon, ein Glückwunschtelegramm. das Religionsgefetz respektieren und es nicht bei den ge- II“ liuniünsufn Mk!» LM b. Molnar erklärte, ferne Gemeinde werde die Orgel beibehalten, aber einen Tempel für die konservativen Gemeindemitglieder errichten. . Schließlich erklärte der Präsident, der Antrag Rosenseld-Trnawa könne nichl zur Abstimmung gebracht werden. Die Gemeinden mit neologen Institutionen wurden , „ , , Slttirag!Ro{tn* seid freiwillig zu entsprechen und der Vorstand soll in der nächsten Landesoersammlung über das Ergebnis seiner Bemühungen in dieser Nil^tUH derilhien. Es wurde hieraus ein Ausschuß, bestehend aus zehn rabbinischen und zwanzig weltlichen Mitgliedern, zur Leitung d>es Verbandes gewählt. Präses wurde 2r. Betör Bt«n, MMIIIM. m UWM« balanciert in Höhe von 82 000 Kronen. Angeregt wurde die Errichtung einer Rabbiner- und Lehrerbildungsanstalt, eines Landesspitals sowie die Vorlage eines Musterstatuts für die Gemeinden. mm MAIMNWM.) Zur Erinnerung an die kaltowiher Versammlung. B r a t i s l a w a, 1. Juli. Die 15. Wiederkehr des Gründungstages der Agudas Jisrvel auf der Kattowitzer Versammlung wurde auch in Bratislawa in würdiger Weise begangen. Am Schab- Bin 11: gifflon. Ml in w ÄMBW IsgMlMnnM: unb Mäbchengruppe im Anschluß an den allwöchentlichen Sidrohvortrag Frau Recha Braun einen Sondervortrag vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft über das Thema: .„Me und wozu wurde Agudas Jisrvel gegründet?" Die Rednerin erzählte in großen Zügen die Gründungsgeschichte der Aguda und erläuterte die Bedeutung der Organisation vom Gesichtspunkte der srtho- 'iojen |]}£>{f4)w IjvttH, versammelten Frauen UND Mädchen nahmen den interessanten Vortrag beifällig auf. — Am 12. Siwan veranstaltete die Agudas Jisroel-Jugendgruppe eine Versammlung aus dem gleichen Anlaß. Herr Max L ö w y eröffnete die Versammlung und begrüßte auch die zufällig anwesenden Herren Dr. Dcutschlllllüiki miD Hr. PollüS bbh Ms WÜ81S Zentrale. Darauf sprach cherr Hakob Joel Braun über „Agudas Jisrvel von Kattowitz und weiter" und richtete an die Erschienenen einen Appell, gleich den ersten Gründern der Aguda Einschau zu halten m die Lage des Gesamtjudentums, und in ihren Spuren, vor allem an dem Ausbau der Organisation, der organisatorifte MMMskMW W DrtDDDDM Ml OifiEflßL All äktzeilen. Die Gefahr eines Lchachlverbotes in Norwegen WMgl. Oslo, 4. Juli. Wie erinnerlich, hat die norwegische Regierung die von den Tierschutzvereinen und einem Teil der Landbevölkerung angeregte Gesetzesvorlage, nach der das Schächten nach jüdischem Ritus verboten werden soMe, zurückgezogen. Die Schächtgegner in Norwegen ruhten aber nickst unb setzten es burcf^ Öaj^ neu«röings bem DDeistEring (NoiwegMe Neicysoersammlung) ein Gesetz- Vorschlag unterbreitet wurde, der das rituelle Schächtverfahren als tierquälerifch verbieten sollte. Das Odelsthing hat heute diesen Gesetzesvorschlag mit einer Mehrheit a b g e l e h n t. Damit hat eine Frage ihre Erledigung gefunden, die ett längerer Zett die Nvrmxgsstzx tzs'WMk MMnnß iMllsi böslyllsiigk haiks. (ATA.) Der Gerer Rebbe in Jerusalem. Jeruffltem, 22. Juni 5}»{! (B»}>4r IBe6£e rfi I>euifr mll einer S-efegaii an x>orr 20 Personen über Kairo in Jerusalem Ängetrosfen. Am Bahnhof hatten sich Tausende eingefunden. Eine Ehrendeputation entbot ihm den ersten Gruß auf dem heiligen Boden. Bor dem Hotel Rosenstrauch, in dem der Rabbi mit seiner Delegation Wohnung nahm, hatte sich am ersten Tag eine so gewaltige Menge angeämmelt, daß Polizei ausgeboten werden mußte, um die Ordnung aufrecht zu -erhalten. Mehrere Delegationen W Mm MMMMII mit Dem MW WM. 4564464481

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