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Der Israelit · 1927-06-09 · Heft 23 (9.6.1927) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 23 (9.6.1927)
Date
1927-06-09
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sette 10 Nr. 23 Der Israelit s Juni 192? betreffenden Fragen von Einfluß fein können und dürfen, ist natürlich einzig und allein Cache der entscheidengemacht. Auch das vorliegende Werk, das nach den. .vn® v"n '21 die mystischen Erlebnisse des großen Kabbaden Faktoren, die diese in halachischer Beziehung zu lölisten wiedergehen will, wird angesichts des ganzen Zu- *en UM MM; iW U.ölk ZSU fß; W,M W MM Ml Jliltt' fEln« ßEöp MMPWiM .au .u vau s.a-m r»-im finden. Dennoch können wir keine ungemischte Freude Hauptr^daktisn in den Händen einer Generalkommfision, bestehend aus anerkannten Gaonim und wissenschaftlichen Autoritäten, liegt, die den verschiedenen Unterkommissionen das zu verarbeitende Material zuweist. Diese wieder betraut einzelne Gelehrte mit der Bearbeitung der einzelnen Themata. Die ausgearbeiteten Themata mir dem Ergebnisse kommen nun zur Ucberprüfung vor die Generalkommijsion. die dasselbe entweder guttzsißt. IM MllllM. oDgr aßn ullMWOM ins im ffiit. In allen Einzelheiten wird aus den Vorschlag selbst im verwiesen. Die G. K. hat natürlich auch dafür Sorge zu tragen, daß den einzelnen Mitarbeitern die nötigen Behelfe, wie /r-v und sonstige nicht allgemein zugängliche Werke zur Verfügung stehen. Es ist nur zu begreiflich, daß an diesem Riesenwerke, das seit dem - -• n seinesgleichen suchen würde, die ' i>u und Gelehr-?fr Bkll fißj mmm rnögM: Wik tmm eingangs Demertt ergib! Di* ForttntnMlung der durch den Fortschritt aus allen Gebieten der Medizin, Chemie und Technik von selbst die Notwendigkeit eines solchen halachischen Lexikons. Dazu kommt noch die traurige Tatsache, daß selbst in den Thoraländern das talmuvische Wissen leider in Abnahme begriffen ist. Die wenigen anerkaimten Gaonim sind mit h Angelegenheiten vollauf in Anspruch genommen und scheuen sich auch in vielen Fällen eine endgiltige Entscheidung zu lassen, wie vies in Der f^ra.»ae eines ^advnrhvfens 7Tüttel& .... « ..» ... itetttets elcrrrlMer Schnlinhr der Fall mar. roo zrael aneirannte v'r'rr, ihren "n-7, nur dann zusagten, wenn vorher eine anerkannte Autorität denselben für zulässig erklärt. — Es ist aber eine dringende Notwendigkeit der Zeit -ti i'v.-öderartige Fragen nicht in suspenso zu lassen und sie zur Entscheidung zu bringen. Dem wäre abgeholfen durch eine Stellungnahme der Gaonim ex officio. 3 u reb-sTT haoott, cttt f otc^esi~etigiös=rr)i7)«cTi= ^tttac^crl-egiton bas!>es Talmuds und der in den Augen der Wett nur zu heben im Stande, demnach ein vvv vw wäre. — Die Schwierigkeiten, die der Ausführung des Planes entgegenstehen, sind natürlich groß. Da sind vor allem die enormen Druckkosten, die. in dem verarmten Europa nur schwer aufzubringen sein werden. An Mitarbeitern würde es kaum fehlen, da dem Antragsteller von vielen Seiten begetfierie .jjufitmmungsfefj-retfoert itrtiy Qlrter&teiert ^irr iägli^ ^ulommert. §|i mir einmal ble Änlttativk und dt". Zustimmung der maßgebenden Gaonim vorhanden, *Amn wird sich die Geldfrage irgendwie lösen lassen, insbesondere wenn man an Amerika denkt. — Sollte vorerst nur der dringendste Teil im Druck erscheinen können und das andere Manuskript bleiben müssen, so wäre auch dies ein nicht zu unterschätzender Gewinn fürs Judentum, m-mvi mivb und im Interesse der jüdischen Wissenschaft ist die Verwirklichung dieses schö- ÜM PlllllkZ Nils P llMMsl, Vinkovcl, 1. Isar 5887. Sr. Moritz Frankfurter, Oberrabbiner. Mcherbesprechungen. Zur Bibliographie der Gedächtnis, und Trauervorträge in der Hebräischen Literatur. 2. Folge. Veröffentlichung ößr SiMiotyof kW ApaiöMlWll Kultus. gemeinde Wien IV. Von Dr. Bernhard Wachst e i n. Dr. Bernhard Wachstem, der verdienstvolle Bibliothekar der Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien fügt der von ihm herausgegebenen Schriftenreihe ein neues Werkchen zu, indem er feinem im Jahre 1922 veröfientlichterm'nsvnnnvs» einen zweiten Teil folgen läßt.. Mp Wöpsassgp. Mp in Don lchtM Mvön mit MhvMki größeren Werken von großer kulturhistorischer Bedeutung an die Oesfentlichung getreten ist (Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien; Eisenstädter Forschungen), beabsichtigt, durch, eine Reihe von Publikationen kleineren Umfanges die Schätze der Wiener Bibliothek weiteren Kreisen bekannt zu machen. Die beiden Bändchen des crisvnn nnss entwalten eine Zusammenstellung derjenigen Gedächtnisreden, deren Quellen sich in der an dem Buche empfinden, es sei denn an der schönen Ausstattung, die nichts zu wünschen übrig läßt. Es fehlt das geistige Band, das allen diesen bunt aneinandergereihten phantastischen Geschichten von Träumer scheinungen und wunderbaren Erlebnissen einen tieferen Gehalt zu verleihen vermöchte, und wir fürchten, daß sich die Hoffnung des Verfassers, auch der „riichtsings- MW Saftt mm DH Ui ahnen füm nen", die rn den Geschichten verborgen ist, nicht erfüllen wird. Die verschiedenen Einleitungen und Nachbemerkungen von Juden und Nichtjuden stören die Stimmungseinheit, schaffen vielmehr eine kritisch-eklektische Atmosphäre, in der ein ästhetischer Genuß auch dann nicht Zustandekommen könnte, wenn die Wiedergabe der Erzählungen an die Sprachgewalt Bubers heranreichte. Trotz man iff Dag 2u(f) Um sWliNM unD anrißQianDß Seftiire. Quettenlefebuch zur jüdischen Geschichte und Literatur. III. Teil. Von Dr. Julius Höxter. I. Kauffmann Verlag. Seil geraumer Zeit besteht der Wunsch, daß für den Unterricht in der jüdischen Geschichte und Literatur eine systematische Quellensammlung veranstaltet werde. Dr. Höxter hat sich in dankenswerter Weise der großen Mühe DMZ Mil m MM. isr Doriißi« Dritte Bond umfaßt eine große Anzahl jüdischer und nicht jüdischer Quellen zur Geschichte des Mittelalters. Die gebotene Auswahl veranschaulicht das Leben und die Geschichte unserer Ahnen und bietet wertvolle Proben der geistigen Arbeit ihrer Denker und Dichter. Die Quellen sind getreu übersetzt und chronologisch geordnet. Eine Sammlung jüdischer Dichtung und Prosa in der Ursprache Soriverbarid erje^einen. Das 35>erf ijt tjereeragenö geeignet, "3 tun Dinge eines ' ersprießlichen Unterrichts zu werden. Die Korrektheit zeugt vom unermüdlichen Eifer des Verfassers. Die Ausstattung ist würdig, der Preis — Mk. 1.80 — ist sehr mäßig gehalten. Wir wünschen dem Werk weite Verbreitung. H. E. Deutsch-hebräisches Wörterbuch von S. M. Laser und H. Torczyner. (iBeniamin Harz-Werlag, Berlin unb Wien.) Die heilige Sprache ist in Palästina zur Sprache des Verkehrs, die Sprache der Straße geworden, und ein Blick in die palästinensischen Zeitungen zeigt, wie viele Neubildungen, berechtigte und unberechtigte, die Notwendigkeit des Verkehrslebens geschaffen hat. Auch der Freund des biblischen und klassischen Hebräisch muß sich mit dieser Tatsache abfinden, so er sich überhaupt mit Hebräisch als lebendiger Sprache nbfiriden tu UL Das »henertttahnle 88c>rlerhllch ijl ein »orire^ftd^es für alle, die eine Palästinareise unternehmen wollen, oder daheim das Bestreben haben, sich mit der neubräischen Literatur, besonders mit der aufs Neueste eingestellten hebräischen Presse vertraut zu machen. Das Buch hat 734 Seiten und berücksichtigt nicht nur Stammwörter, sondern auch Ableitungen, Zusammensetzungen und sogar ganze Wendungen, wie sie das lebendige Leben dem hebräischsprechenden Juden in den Mund legt. Mag I i>ajj ijer strenge <Ucnrmm>atifey und ctjev an Einzelheiten mancherlei auszusetzen haben wird, als Ganzes gewertet muß das Wörterbuch allen, die aus wissenschaftlichen oder Nützlichkeitsgründen Interesse an der Neuentwicklung der hebräischen Sprache haben, empfohlen werden —tz . Die Zerstörung des Volksgedankens durch den Rassenwahn. Von Julius Schäffer, Studienrat. Berfin, 1926. Pkplr» - Verlag und Buchhandlung G. m. b. H. An Schriften über und gegen die Rassentheorie, wie sie immer noch zum Dogma und großen Katechismus der antisemitischen Agitatoren gehört, ist gerade kein Mangel. Um nur eines der neueren Zeit zu nennen: „Rasse und Politik" von Pros. Dr. Goldstein-Darmstadt. Dennoch darf es begrüßt werden, wenn immer wieder neue streitbare Kämpen, in die Arena treten und die Klinge kreu- Wllolytt Der LMMIMMII KulmZgcMinvk WM dop \m mit m m zum Wahnwitz mMhiM AnMMrn finden, nmim der Mrfnffer sich bemäht hat, ans jede Wiederholung des bereits in Jellineks -rst-vn Gebrachten zu verzichten. Mit der aus all seinen früheren Veröffentlichungen bekannten Exaktheit und unermüdlichem Fleiß hat W. ein Büchlein geschaffen, das als Hilfsbuch für den Historiker besondere Aufmerksamkeit verdient. Die Namen der gelehrten oder sonst hervorragenden Männer, auf die die o'isvn gehalten wurden, sind alphabetisch geordnet und nach Mö'glichketi mit den wichtigsten Daten versehen; daneben ist vermerkt, wann und wo er zu finden ist. Cm vollständiges Personen- und opsLüLMp, s«M Litt NsMichttiL r» SzttlltztLtt i'«s ergänzen das nützliche und interessante Büchlein, das uns auf eine baldige Fortsetzung der Schriftenreihe von der Hand des so fruchtbaren Verfassers mit Spannung erwarten läßt. Dr. I. K. Lebenserinnerungen des Kabbalisten Vital. Von Chaim SB l e n 1839. S3ern-a^-3Jerlag. Neben Buber hat sich der Verfasser dieses Werkes durch seine früheren Veräfsentlichungsn einen Namen als Kenner und Popularisator der chassidischen Literatur einer längst brüchigen Irrlehre. Ein sslcher Kämpe ist der Oberstudienrat Julius Schaffer, Berlin. In seiner nur 38 Seiten starken Broschüre „Die Zerstörung des Volksgedankens durch den Rassenwahn" hat er treffliches, modernwifsenschaftliches Rüstzeug zusammengetragen gegen das gemeingefährliche Treiben antisemitischer Rassensanatiker, wie Günther, Dinter usw. Man fühlt auf jeder Seite den Seelenschmerz Schaffers, seine bange Sorge um den gesunden deutschen Volksgedanken, wenn jemals die Rassentheorie zur ausschlaggebenden Bedeutung rrn göistigsn ober politksch-mirtsch.aftlichsn Geben unseres Sßöierlflnljes gefangen fodre. Äußer ßer SUef des Büchleins. Der Uneingeweihte kann sich leicht informieren über die nordische, mittelländische, rund- und kurzschädelige Rasse usw., aber auch wie Nation, Volk und Rasse durchaus nicht identische Begriffe sind. S. 12 lut der Verfasser die Gefährlichkeit'von Günthers „Rasfenkunde des deutfc^eu Volkes^ dar, «»eil fie^ harmlos wisfenschusttiüi betitelt und in ästhetisch feinfinniigee Sprache abgefaßt, gerade auf die Jugend suggestiv wirkt und den Laien förmlich überschüttet mit Zitaten aus anthropologischen, archäologischen, historischen usw. Werken. Das Unzutreffende all dieser Theorien wird im Hauptteil des Buches fortlaufenb nachgewiesen und es mag posflerllch wirken (S. 26) unter den NundkLpfen m - M» mmm, Mp? m den. Günthers „dinarischer Einschlag" wird leicht ad absurdum geführt. Im Schlußteil (S. 31 Ende) zieht Schaffer die Konsequenzen, die ein modern-demokratischer Staat aus der Rassenlehre ziehen müßte, wenn es nach den Fanatikern ginge. Die Kultur und wahre Zivilisation hat bis dato recht wenig nach der Rasse gefragt. So läßt Schäfer zum Schlüsse Dehmel zu Worte kommen: ^ab «in grojjies SBaierlanö Zehn Völkern Dul&el meint ©tim Ihr bißchen Hirn, Ich habe nie das Volk gekannt, Aus dem mein reinster Wert entstand. Das Büchlein kann im Abwehrkampse gute Dienste leisten. A. M. Heinz Domping. Der Landeshauptmann von Vreslau. loman non J: r u £> S u r o rt> s lau. Verlag von Heinrich Handel. Ein gut erzählter, trotz historischer Treue Herz und Gemüt ergreifender historischer Roman aus dem Breslau des fünfzehnten Jahrhunderts. In die Tragödie des Landeshauptmanns sind die Schicksale der mittelalterlichen Judengasse verwoben, die Geschichte der schönen E st h e r R o s e n st o ck , die der Sohn des Landeshauptmanns vom Untergang rettet und heimftihrt, ehe sich des Eingegangene Bücher. Einführung in das Hebräisch der Gegenwart von David I o s e f V e r n st e i n. Verla g derIüd. Rundschau. Berlin 1926. Seittäge 3«r <Befdfidyte ber 3ubcn in Deuff<l)tani> In» -13. aon Z>r. Rimmels. I| mann Verlag. Frankfurt a. M. Preis M. 5.50. Handwörterbuch für Politik und Wirfichaft der Gegenwart. 1. Liefg. von Ministerialsekretär I. Kreppe!, Wien 1927. Verlag „Das Buch". Preis M. 3.—. •»ini» nsvjüd.-deutsch, von Rabbiner Krauß, Vkskkkk!) Zkltzskgkllag: ^chs<rre Zedek. 1. «on M. Abr«h«m u, I. B. Levy. M. Lehrberger u. Co. Frankfurt a. M. 1927. Preis geb. M. 2.20. Gestalten und Momente aus der jüdischen Geschichte von Prof. Dr. I. Elbogen. Heine-Bund, Buchgemeinschaft 1927 geb. Religionsphilosophie: katholische Theologie von Przyw a r a . P. E i ch. München und Berlin 1927. tDt. DIDO BO uro. MO E. 5.—j Relrgwnsphitosophie: Evangelische Theologie von Emil Brummer. München und Berlin 1927. R. O l d e n b o u r g. Preis M. 4.80. . Die Juden in Prag. Festgabe, der Loga Praga des Ordens B. B. Prag 1927. Selbstverlag. Preis Kr. 48.—. v Jüdische Frömmigkeit. Prof. D. D. A. I e r e m i a s. Leipzig 1927. I. C. Hinrichs'sche Buchhanruung. WM M. 1—. Der religiöse Wille. 2. umgearö. Ausl, von Pros. D. E. P f en n i n g s do r f. Leipzig 1927. A. Deich e r t. Preis M. 12.—. Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Guttstadt von Felix H a l p >e r n , Guttstadt 1927. Selbstverlag. Wege zum jüdischen Wissen. (Schriftenreihe der „Achduth". Heft 1). I. Kauffmann Verlag. ran Hurt a. M. 1027. Rapport financier 5684 86. Consederation univ. des Juiss Sephardim. Jerusalem, Se lb st v e r lag. Affirmations of Judaism. Chiefrabbi Dr. I. H. Hertz, London 1927. Oxford University Preß. Das Gespenst des Golem. Eine Studie aus der hebr. Mystik von H. L. H e l d. M ü n ch e n 1927. A l l g. V e r l a g s a n st a l t. Roma ZsrMMca von Epmanno Losvinson M. FräNpsttrl ä. M. 1937. I. K cr u s s M a n n Verlag. Wege zur Gemeinschaft. Ges. Aufs. I von Prof. Franz Oppenheimer. München 1924. Max H u e b e r. Preis M. 8.50. Soziologische Streifzüge. Ges. Aufs. II von Prof. Franz Oppenheimer. München 1927. Max H u e b e r. Preis M. 8.50. N11ki''ipv',-'ttv7»si^rrviN)7iip-i'72 Mit Uebersetzung und läuterurrg. Lieferung 3 von Rabb. Felix Sin- Z LvsttStttt. BSvU'tt 1087. CLlSstvLvlLz. Vertrieb L o u i s L a m m. Die Geschichte der Juden in Heilbronn. Festschrift. Rechtsanwalt Dr. Mayer. H e i l b r o n n 1927. Js r. V o r st ehe r am t. i'

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