Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 23 (9.6.1927)
- Date
- 1927-06-09
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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9 Juni 1827 3 m Israelit Nr. 23 Seile 9 MM WM M er 5er Mir M MWH MI8^-*ife M»-dhL»s-r--MdHch« G«nr«nbs «twa ^50 onb nicht, ste^ vgl. 6"' zu Jebamvth XII 4. - Weelen.' MrMcht teür ÄweÄ« -Wort der tt. Schaft erweckt Kefchichke ^der jüdischen Gemeinde zu Guttstadt. Ein eine jnlcf) umfassende Fülle von Vorstellungen, wie gleich ihr erstes, .i'vrr-,2;: prägt es sich doch schon dem zarten Kind als allererstes Wort der Thora, das es kennen gelernt hat, ,für alle Zukunft unauslöschlich ein.' Die ganze Schöpfung wird durch Nennung dieses Namens Beitrag zurGeschichte der Juden im Crmland. Von 'Felix S) a lp e r n, Prediger der jüdischen Gemeinde ' zu Gutkstadt. 1927. Selbstverlag des Verfassers. Das Werkchen erzählt in ausführlicher Weise die \4- 1n73|iifls iniffii i Ms jiafimn Ml gr?öe teif AM 1B k8MM! k? -t, i - , f^i6n Ganz besonWrs hervorzuMM ist Re E.,. Vorgeschichte,-Kapitel 1, die einen wertvollen Beitrag Eraäi'p ^firfT^Jrtifwir nbsmtderlicher sür die Geschichte der Juden im Osten unseres Vater- M^ap^d.Ä ^in ^aÄstchkei? abEisi^sie si^, iedesm2 landes darstellt. Sie zeigt IN überaus interessanter Weife, unter welchen schwie?ig?n Umständen sich die Juden in Vhpa MisiveMeben Ermland niederließen. Dabei sind amtliche Urkunden iUwörtlich wiederaegeben die .historischen -Wert besitzen. m.mmmm mrnm mumming ivr SÄ ®°ÄVm P?ÄS SÄÄ SÄ itotikmS gehört. L-s zur SrnnLy MmraÄort. .{'“*<* «luden. Mt Geschichte ihrer ®cm«nbc für,Me Zu. üild nanrr der hl. Schrift war eben ein selbständiges: Interesse der Gesamtgeschichte des jedem gegenwärtiges Gedankenb.ild geworden und bil- ^uoenrums bete demgemäß gleichsam eine selbständige, neue Sprach-.' mursmlj vgt_ hierzu Rambams Ausführungen in M201N i Zffpi Pilywngen. ..er Gc w i g e Jude, Dichtung non' Paul M ü h - V' "UHlkft' O l d e n b u rg, V er7agUUiZe i p z l g Spezialgefchichten. « Von 211 Mannheimer m Detlelbach. SpezialgWlWn jüdisches Gemeinden- 'haben gemein- I und W i e n II samL wefentlkHe Züge5 Die Entwicklung der Ortsge- Verse von einschmeichelndem und bezauberndem M* düf .Gsaenwaet^ Kämnfe und Rechts- Wahlklange und erhabener Feierlichkeit. Man höre nur: be^Ajirartiimc^en j^rxi^erer EIahr^h!l«Äß?sß. ßDfcT- ^sMöllüM? ireiDung oder Vkrsolgungen, §chi-absonim unb Schutz rechte, Judsnschutzbriefe, schweres wirtschaftliches Ringen, die innervelkgiösetN BerhältnMe., Synagogenbau, Friedhof, 'Grabsteininschriften, Rabbinat, Jügendunterricht. Das1 dürfte im-'ganzen der äußere Rahmen fein, in den sich - Ue-'^rrLl^efchichdM jüdischer Gemeinden einfügen. Gej wohnlich greifen sie nicht sehr weit über Lokalinteressen hinaus. Und doch sind sie wertvoll, indem hierKlemarbeit ‘|pteijiet tx>.ixb füx ien südischsn ®e-fiäjirf)tsfdf)rßilier, i'"'“ diese Arbeiten brauet sür tsie grölen historisch gesehener Epochen. Er benützt die dargebotenen histo rischen Unterlagen, die bloßgelegten Quellen gerne..! >So verwächst und verwebt sich Lokales organisch mit Geschichtlichem von allgemein jüdischem Interesse. Uns liegen z.> Zt. drei derartige Geschichten jüdischer Gemeinden vor. ' - Die Geschichte der Juden in Heilbronn. Festschrist zum •50jöi)rtj*en 95-efteilen der Synagoge in Heilbronn. ' ^e-r*a|jjiP oon ' lssechisäNNtzsi IDü. QHfüÜ* sllt fl I) 10 1. H ei lb ro NN am Neckar. Mm 1827. WmMrvnr sind Lrin^ W?g?,? ■*)***- Won Du Diegiüffien willst. Lassest Du leiden And friedlos werden. Doch wem Du wehe willst, Schenkst Du der Erden Früchte und Freuden. Was Du verhängst, o Herr, Müssen wir tragen. M timi TJtfifil nur Du. Nimmer steht SierbllHen zu Zweifeln und Zagen. Rätseltief ist Dein Angesicht. Wir Menschen verstehn Deine Sprache nicht. Du redest Sonnen- und Weltallweiten, Deine Schöpferworte sind Ewigkeiten. Dein Lächeln ist ein Legendenerzähler. Du atmest Himmel, Dein Sang sind Meere, Du bs-tsst Bsrg« und flüsterst Täler. ILtl, fitti Dzill MM«. _ >*., Ra i Mühsam ist ein Dichter großen und edlen Ranges ^e^en w- und eine Persönlichkeit sympathischster Art. Ein Anwalt Dom durch ^me oorzugll^ Ausstat^g.l^ ist M des Rechtes, der stark und leidenschaftlich Bedrückung, Festschrrst. Lem.entsprSt Verkennung,' Verwerfung der Judm bekämpft. Ein ^onn kann auf ein hohes Alter der ludrschen Gemeinde Ujönn der nach Vergeistigung und Bersittlichung des zuruckschauen. Vom Jahre 1298 das Nürnberger strebt, der an die letzten Geheimnisse des Da- Memorbuch 243. Märtyrer^ ffKrSnJt teins zu rühren sucht, der an den Pforten der Erkenntnis Ul^nsfann RmuMienkemi rüttelt — rüttelt, sie aber nicht zu öffnen vermag. Denn RMMsH MWM.W8MMS. M » » chm Mt WlÜM MZU. WW m LktzKS. MpltU Anhang C 78 Sm SM» 1476 mm ' ^n?n^; bas Wissen nttd Vewußts^iU man die Juden laut Rawrschluh und Ml0"m göttlich geoffenbarten und allezeit ewige Zeiten au^ weil ste^ so gültigen und wegweisenden Gesetz! Dem stat und gantzer Gemeind zu verderblichem Gewissen, das heute Kantisch, morgen Nietzeanisch fühlt, weßst ,Jm SOMhrlE tew ^udM-von ^ert?Sg er, Las nur der unveränderliche, ich'stets Neckarsulm Schutz m He-lbronn T^t^vom frangleichbleibende Regulator des Gewissens, die Tauroh zu zoslschen Kommandanten. Für die spateren ^hrhunderte Stande ist. In einer Hilflosigkeit, die rüh?t, ^^>^^?^E^..^dSebend, bis ^^8 auß Jmerl sie aus einem kämpfenden und redlich das Höchste &<tn Mm Öen la! IifeS A 6crära tDmmt' murmeIt « buntcI un» Kriegsausbruch nahmen 191 am Kriege teil, davon 128 Frontsoldaten;, gefallen sind 28, verwundet wurden 48. Für den-1891 verstorbenen Rabbiner Dr. Engelbert übernahm,'Rabbiner Kahn-Laupheim das Rabbinat. Seit 1913 amtiert dort Rabbiner Dr. BeerMann, früher Jnsterbürg. Die Festschrift dürfte namentlich in Württemberg., hohes. Interesse. finden, da ,.Heilbronm mit M den erstsn Gemeinden des Landes zähst. ÄRGichlv ökr S«-sn in B-.» 8*. fUtüridi Die Lippen künden keine Lehre, Dein Mund gemahnt nicht, was wir sollen. Ganz lautlos läßt uns das Gewissen Von ferne dämmerdunkel ahnen, Was Du gebietest, was verwehrst, Und des-Gewesnen Stimme erst Belehrt, ob wir in Finsternissen Bstrsten trügsrifchs Bahn-sn_ Ue Ä^rip. i ... v, mnrhhnu'foir 1Qo7 ttv.thf+nort.n** ) Dllkllk ÖGtlTl Uttth, STfiQ TF ®Nordhausen 1927. Selbftvertag Uum5 mndiziert. was uns eigenstes und unangreifbares des verfaß ers. ... Eigentum ist, daher denn auch, daß er unter Verschmel- Auch hier eine gut ausgestattete Festschrift, entstanden von „Kreuz, Stern und Halbmond" wie daher anläßlich^ der Tausendjahrfeier der „freien Reichsstadt . I^nn auch, daß er tastet, sucht, grübelt, ringt, wo wir Vorreilhaft und anziehend wirken vor.allem auch die fn her bewußten Eingliederung unserer menschlichen zahlreich eingefügten Illustrationen und Facsimilien von Ohnmacht, Dürftigkeit und Eingeschränktheit unter den „kaiferUchen Verordnungen", Privilegien usw. An der allwissenden Nathan der Weise eine Universalreligion Hand: der Urkunden des Stadtarchivs und der Akten, der J jjes' reinen Menschentums predigt, unbegrenzten, mächüdischen' Gemeinde sind die buntbewegten Schicksale der mgeit uns mit ■geteilten Willen Gottes bereits über- Gsmslnd-sd.argest.ellt. Eine Art Schächtverbot gab es wunden und qesieat haben ^-ttr-m-rpüp m iM; mm id mmwA » mwm miiW'm « m mmrrr Gegen Zahlung von 13 Groschen an dre Innung küttttts 15©irrrtiffe und der Jrrsal dek Zeiten viM auWndM, W der ' „Knochenbauermeister" schachten lassen. Zuzugsoerso hoher und unerschrockener Denkart und in so herrbot, Gewerbeverbot, Gebot des Judenzeichens, Denunsicher, überwältigender Form Ideale der Menschheit Verzierungen; Ausweisungen sind auch für N. die Schatten kündeten. Das — auch schön ausgestattete — Buch sei vergangener Jahrhunderte. Die Synagoge steht seit 1845. gereiften Lesern, die die Spreu vom Weizen, den Irrtum Don S. 63 an ist eine Aufzählung der Gemeindemitder Wahrheit zu scheiden vermögen, aufs AngelegentsliLdsr in it<m zwanziger und dreißiger Jahren des 19. ~ " LchchllMM. auoMö) mit ÄNWkie m AIMZ um mburtsortes. Gin glücklicher Griff ist auch m Auszahlung der Amtspersonen der jüdischen Gemeinde seit Anfang |Rene M o rax : Kö nig David. Dramatischer Ochste zu hohem Genuß empfohlen. II. ReneMorax: König David. des vorigen Jahrhunderts, mit 1817 - beginnend. Gegen- «Psalm in zwei Teilen. Nach den Worten der Heil. Schrift. Zn deutscher Nachdichtung von Hans R e i n h a r t. Musik 86U Wßuk JtoneoQsr. 3t o r a n f t u s t n s % \ Zürich und Leipzig. Lieblich und leuchtend tänzelt das Schir ha sch rrim nachgedichtete, rein empfangene und rein gestaltete Brautlied Michals heran: Das ist die Stimme des Freundes! Er naht, mein Bräutigam David! Seht, wie-er springt über . Berge, . ' Wie hurtig er hüpft über die Hügel! Er durcheilet wie Windhauch die Wüste. AM mM fiiöff&r antmortrt uno ruft mm Hei, mache dich aus, meine Freundin! Du Holde, Herrliche, komm! , Erwache und eile zu mir! Denn siehe, der Schnee ist vergangen, Der Winter ist auf und dahin. Rings blühen die Blumen und Büsche,' Der Mohn schon rötet das Feld. . Unkt «s girren KMUfliZ &{& MMM. Es ist die Zeit des Gesanges, Die ewige Hoch — Zeit der Freude. Empfinde den Wohlduft des Weinstocks Wie Weihrauch im wehenden Winde! Meine Freundin, erhebe dich,, komm! Denn ich warte auf dich, du Geliebte. Ich öffne die Arme, o komm, . 0 eile, der Hindin gleich, über die Hügel! Dle-rn Stefa^ter ist trtetrt, ich bin sein. Der in vcn LiMn wriifti Das Buch ist der Text zu einem Oratorium und mr-! leugnet. seinen Ursprung nicht. Es drängt nach Musik und fttfm als gkoße und befreiende Dichtung stn mid für sich nicht gewertet werden, wie das etwa bei Richard Wagners Schöpfungen der Fall ist. Auch die Volksszenen ind im Vergleich zu denen von Hebbel und Ludwig matt.' Bmmsrk>rn ist ^eich art bichterischSN Cinzslschön- Ejßitsn j auch hrichi manchmal s<rO>siär>t>.igs f>lchts^-rßh<> Kraft durch und schwiegt es sich zumeist angenehm demütig heiligen.Texten an. Nur schillert es zuweilen zwiespältig und verquickt unsere messianischen Hoffnungen, die leider noch unerfüllte Hoffnungen sind, mit bereits eingetretenen und" damit nicht in Zusammenhang Gehenden Tatsachen. Plan eines alphabetisch geordneten talmudisch-halachifchen Lexikons mit Illustrationen. Einen interessanten Vorschlag zur Bearbeitung und Herausgabe eines harachischen Lexikons, der alle Zweige der religiösen Literatur umfassen soll, veröffentlicht der Berliner Rabb. Dr. Salomon Frankfurter km -r-i.i. eireert . oort Rabb. Fr-i^blin^-Biskupics heoauSASg-ebsnSN 3as>r^. III. H<ifs 1. Die gewaltigen Fortschritte auf allen Gebieten her Wissenschaft/insbesondere aber auf dem der Technik und dem der Chemie stellen auch' in halachischer Beziehung riesige Probleme, die der einzelne Rabbiner zu entscheiden sich wohl kaum entschließen wird. Gehört doch hierzu nicht bloß gründliches talmudisches Wissen, sondern auch — und das in großem Maße — Versiertheit in der modernen Technik, Chemie und den anderen Na-' turwisimMlisleis. Das Ml UM in m Fällen unseren ab. Da ist z. 8. öiß Frage des Radio und das Telefon am bne Kenntnis der Zusammensetzung der verschiedenen Gewebe in puncto die Bestandteile der verschiedenen Nährpräparate, dasni^vs im Allgemeinen und"vs2 r»n jm Besonderen betreffend. Alle diese und noch viele andere Fragen, die an den jüdischen Menschen, so er mit dem modernen Leben in. Berührung kommt, unbedingt herantreten, sowie die gesamte talmudische Literatur, sollen hier in relkgiös-hala- Är MiMN DcMnncit unö zu usuMm qmm Entscheidung gebracht werden. — Es ist vonvornhMin klar, daß dies nicht das Werk eines Einzelnen fern kann, daß vielmehr hinzu ein ganzes Heer von Mitarbeitern nötig ist, von Mitarbeitern — und darauf soll das Hauptgewicht gelengt sein — die neben ihrer gründlichen talmudischen Kenntnisse auch in der religiösen Welt als Autoritäten allgemeiner unbestrittener Anerkennung sich erfreuen. — Zu den alphabetisch geordneten Stichwortan Ionen, mo nötig. Die Dierp MiMM ASSUvmM M M MzslMn Fülle z. D. DetnnnrmnDiDcii ofi?n bei Stopfgänsen, die zum Genüsse erlaubten Vögel und Fische usw. veranschaulichen. Dieser- Behelf ist bereits in dem von Rabb. Feldmann-Leipzig herausgegebenen T">y inLrp nisp mit Erfolg angewendet worden und wird sich wohl in Zukunft in der jüdisch-religiösen Literatur immer mehr einbürgern, wie dies ja z. T. auch von Raschi, Bertinora und Tossafoth Jomtow verschiedentlich in Anwendung gebracht wurde. — In vielen Fällen, hauptsächlich aber bei den modernen wird SS mahl kaum ZN nrngehsn sein, wissenschastliche Llutoritttirn Wr m ipZ MillMM' abgabe anzugehen, ein Vorgang, der in der Halacha absolut kein Novum ist. Ich verweise nur auf R. Jonathan Eibenschütz der in Sachen von sVn 'w ein wissenschaftliches Gutachten der medizinischen Fakultät in Halle eingefordert ('»wo’niim’n'j) und auf Dr. Israel Hildesheimer!>"t, . der von dem Wiener Chemieprofessor 8l. Schvättsr sin Gutachten über die chemischen Vestandidh (Email riuzzhzls tzüt. . iiß6ß „Saraißlit". Mg. 1863, Nr. 16). Inwieweit brefe rvelilich wlstenschüstltchöN Meinungsabgaben aus die halachische Entscheidung der