Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 22 (2.6.1927)
- Date
- 1927-06-02
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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2; Juni 1927 Der Israelit SK 22 Seite 19 'Zk'tVI» jl'Lb 7bzt' 7V 'VV127' »'»^ '»''72 1271V 121.7» »'77 P'7V 7^iyD »niWtra tA. w2 ni]]1? onrano nana hfl 'll'2V D'72 ll'blb )21D^ '1727' bV -DWfl bV bx 87j?2 '8'^S7 '2 1773 '»'27»2 p7S 17t8'1 '1'778 1'22 l»p t. '212'V.7»&V 'nm»,rä’p?VB’a*j M.DMA!? fe* '» w pjir ^msn’KBm ^K^Ml 727» )17BT^> '7 ^2'72 2712« 71VS3 'bp - ^S2 P7!V '»17»2 j17' 'Vj?-'777 by W»tP7 7222 TKÖ 122 ,778 *r» %»sr 1,T13*T,a N7LV ib»n ^»12 ]V2!? JQi 737 »2721 D1T> PK1KX ]7|7 7717' 7'217 T271? '77Vb "77 781.7 P8.7 »'»7 ,7'7L 2"777 '7227» *7127 V'8 7,772 pnr 7"717»2 Vpiyiö TX£ 7"17»2 7L»7 "7 mn '» 17V81 '*?"21 ]KÖ’’P'’X '.7212»7 imn imi uii i?n mr s~rsg -?1?» VT> ^»1 '.fPS 7,7 bv v§» »*Tp» 7'2 71221? 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Noch ist reichlich MiMrM vorhanden, und de! der unbeschreiblichen Wohnungsnot, die in Jerusalem noch immer herrscht, wäre die Stiftung von Kapitalien zur Errichtung neuer Wohnungen ein. soziales Werk von hervorragender Bedeutung. Der Verein besitzt noch MM ZllMMli, UM 100 neue Wohnungen zu errichten. Die Stifter können bestimmen, daß die Häuser für ewige Zeiten .ihre -Namen tragen. und daß den Insassen der betreffeti-' 9$eofca<^= tung des IahrzoMagös Der Stifter in der herkömmlichen Weise durch w'7,71 7iV'w und zur Pflicht gemacht wird. Für eine Wohnung mit zwei Zimmern und Küche sind heute ung??«hr Mk. 6—?000.— zu veranschlagen. ' Nähere Auskünfte erteilt das Zentralkomitee der Armen- und Pilgerwohnungen auf Zion in Frankfurt a. M., Gr. Eschenheimerstraße 23. Dem Zentralkomitee gehören die folgenden Herren an: Jacob Rosenheim, Leomw MosvlllM. mafmü n. WMlMm su S. Chrmann, Heinrich Cisemann in Frankfurt a. M., Dr. Meier Hildesheimer und Dr. med. M. Calvary in Berlin, Oberrabbiner Akiba Schreiber in Preßburg, Heinrich Guggenheim in Amsterdam und Dr. Emil Hirsch in Halberstadt. Die lokale Jerusalemer Verwaltung besteht aus den Sperren Oberrabbiner Josef Cchajirn Sonnensöld, Rabbiner I. Horovicz und Eiosua M. Achlaut , - .UiWW Armen- und Pilgermohnungen auf Zion: Haus Feuchtwanger. Mafaryk. Mafaryt ist vom Parlamente in Prag gnm ^ttwtr Präsidenten wiedergewählt worden. Die Wiederwahl trifft ihn unter dem frischen Eindrücke der Palästinareise, von der er erst dieser Tage heimgekehrt ist. Unser Bild auf Seite 17 zeigt diesen wahrhaft liberalen Freund alles Guten und Wahren unter den ungekrönten Staatsoberhäuptern Europas in Gesellschaft der rabbinifchen Führer des gesetzestreuen Palästina. das katholische Gymnasium seiner Vaterstadt, das er im Alter von 17 Jahren mit dem Zeugnis der Reife verließ, studierte in Berlin 4 Jahre lang Philosophie und Orient«!!« und promovierte 1849 dufelbst mit -einer Arbeit „lieber das 'ethische Prinzip der Stoikers Seine rabbimsche Ausbildung erfolgte in Berlin unter R. Jakob Josef Oettinger und R. Michael Landsberg, mit Dr. Michael Sachs stand er in regem Verkehr. Später lernte er noch bei R. Israel Lipschütz in Danzig, Verfasser des Vinst* mssn und bei R. Mordechai Jaffe in Hamburg, der ihm )di>e iMbbincus-Aütörifatlön erieiü^ In Danzig hielt er m kn Jahrsn 1850/51 in der MatteNbudener riliM VrMrZz. 1811 fslzir » tzm lufa der Synagogengemeinde Düsseldorf, in der er 17 Jahre als Rabbiner wirkte. Sein erstes Werk war die Gründung und Leitung der dortigen Religionsschule. Nach umfassenden Vorarbeiten und reger Sammeltätigkeit im Rheinland und in Westfalen erfolgte 1857 die ^sgifvunss eines Le^rerseminafs, das er fewst bis" zu' seinem' "Fortgangs 'öhrenamtliich' mitste und nachher von Dr. Plato weitergeführt wurde. 1872 erfolgte die Berufung nach Posen, wo F. mehr als vier Jahrzehnte hindurch eine segensreiche Wirksamkeit entfaltete. Im ersten Jahre seiner Amtstätigkeit gründete F. eine Religionsschule, aus der später der Bachurim- Vevein „Leschaun-Limudim" hervorgegangen ist. Nachdem Feilchenfelds BeMhungen zur Gründung eines Lehrerseminars für die OstyF?Fifiö?iT M??m Ftfgifru”8 WschMterl TDüren, rißj vr den MMn zur Autzr bildung von Kultusbeamten, Kantoren und ..Schächter ins Leben, dessen' Aufgabe, später von' dem Verband der' Synägogengemeinden des Regierungsbezirks Posen übernommen wurde. Viele Jahve hindurch betätgite sich F. als Mitglied des Zentralkomitees der Alliance Jsmelite Untoerfelle in Paris ttnb des Kura» tortums des Nabbincrfemmais i-n Berlin. Weit über die Grenzen der Provinz Posen hinaus reichte die Anerkennung, die der Gelehrte gefunden hat; seine wissenschaftlichen Werke aus der Düsseldorfer Zeit sind: Systematisches Lehrbuch der israelitischen Religion, 1867, 4. Auflage 1907; Aufsätze über die Reden Elijahus im Buche Hiob, über bte zrvei letzten Abschnitte des Pentateuchs usr». aiui M Pss« 3iii stllMNön? Ualw Miß BßiöiQn letzten Kapitel des Jesaja, das Bach a^vn ->■>&-, die llebertragung des Kscherim-Buches der Posener Gemeinde (Ms. im Archiv der deutschen Judenin Berlin) usw. Oberrabbiner Dr. Feilchenfekd erfreute sich als hervorragender Kanzelredner einer außerordentlichen Beliebtheit. Unvergeßlich bleibt allen Teilnehmern seine Weiherede in der neuen Synagoge am 5. September 1907^ Am 3. Jjar 5673 — 10. Mai 1913 hat dieser letzte von den nmnn ’-vts ]iaaVn 'kirr in Deutschland seine Erdenlaufbahn vollendet. Dieser Sterbetag nürd von seinem Nachlvlgks!m Ämtk -wUi«ijFU4i a!s Wv durch Löhrvortrag und Gebet gefeiert. Auch am 100. Geburtstage werden wir hier fein Andenken ehren, er lebt fort in feinem unvergänglichen Schaffen und Wirken. Posen. Rabbiner Dr. Freimann. Itikola Pasic. (Zu unserem Bilde auf Seittz 20.) Kürzlich starb bekanntlich Nikol a Pasic, der Bismarck des Balkan. Es fei erinnert, daß Pasic einem Interviewer auf die Frage: „Gibt es in Jugoflavien eine Jufrenprctg-e:'?JJ Folgendes geantwortet hat: „Wir haben keine Judenfrage und wünschen auch keine, denn wir wollen nicht das Los Rußlands teilen. Israel heißt Goiteskämpfer und wir wollen gegen Gotteskämpfer nicht ankämpfen." Ktkfkf Mgst't'sI? Pastonief tjat ni[D meor momiWes und ruiturciica Gefühl gehabt, als sogeuauute Westler, die sich ihm überlegen dünkten. SSIlcf auf die Qlrntct«- uuS $BUeetutd$uuttaut auf Zion zu 3trufnltm. Zum 100. Geburtstag von Oberrabb. Dr. Feilchenfeld (Siehe Bild Seite 20.) Zu üm WrvorrsMvstM emmm Wfmrrn Dsutschlands, zu Den onerEorait-en MLiWr-n öe§ Wortes und der Lehre, gehörte am Ende des vorigen und zu Beginn des gegenwärtigen Jahrhunderts Oberrabbiner Dr. Feilchenseld in Posen. Geboren , am 15, Siwan 5587 — 10. Juni 1827 in Groß'-Glogau, besuchte F.' Set Getteralgouvekneur und das Schwuausbrot. Eine sibirische Geschichte. Don A. Tr. Im Meere 0er jüdischen Leiden im gärigen Rußland bildete Sibirien eine grüne beschauliche Insel absoluter Freiheit auch für die Juden. Sibirien, dieses grausige Wort, war ein Element