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Der Israelit · 1927-06-02 · Heft 22 (2.6.1927) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 22 (2.6.1927)
Date
1927-06-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Vene 4 Nr. 22 widmet nämlich dort die erhabenen Worte, die er soeben gesprochen, „Demjenigen, der durch meine Töne den Sieg verleiht". Wir kennen diese Redewendung aus den Psalmen. Wo sie dm tmmt sM siö am Sag mm Bu Quin, während sie hier den Schluß der Rede bildet. In den Psalmen, denen sie als Widmung vorangeht, ist sie nach der Erklärung S. R. Hirschs eine Huldigung Gottes, der den Sänger durch die geistige Macht der Melodie in den Stand setzt, die Gedanken, denen er zustrebt. klar zu erfassen uuü dum nusüruff zu örimon. fiier allst« llsk'llsr? Prss-h^l seine Neöss, die er ein Gebet nennt, schon vollendet' sanglos ist sie dahingeströmt und bänn erst steht der Prophet, daß es ihm vergönnt sdi, das gesprochene Wort im Rhythmus der Melodie lebendig zu erhalten. So wenig war nämlich die Rede das Erzeugnis seines Geistes, so sehr war sie das auf seine Lippen gelegte Gotteswort, daß er sich erst jetzt, nachdem er sie beendet, ihren Inhalt durch die Macht der Töne aufs neue Qum VmuMem bringen unb lfm m ber Melodie für die Zukunft festhalten möchte. Und daß diese Göttlichkeit des Prophetenwortes gerade in einem Kapitel, welches als Ausschnitt aus der Menschengeschichte unserm Verständnisse naheliegt, seine Andeutung findet,, ist ein am Gedenktage der Offenbarung M hohem Grade bedeutsames Moment. @0 silltz Ötß Bit1-btfjervuolfi' Tage, indem sie sich auf das Reich, des Himmels und der Erde beziehen, Musterbeispiele für sämtliche Reden der Propheten und erinnern uns dadurch an den tiefen Sinn des eingangs erwähnten Brauches. Jede öffentliche Vorlesung aus der Tauroh ist ein Symbol für die Uebergabe der Tauroh am Sinai. Der rr->ip byn ist wie ein- Der Israelit Uotresponüenrea nacbricbten Deutsche» Die Orthodoxie in Preußen und das Würzburger Frankfurt a. M., 30. Mai. Wir haben unsvor Einigen Wochen an leitender Stelle über die Stellungnahme der preußischen Orthodoxie zur simultanen Lehrerakademie in ' Frankfurt geäußert Merkwürdigerweise hat die Leitung der Würzburger Lehrerbildungsanstalt diese Ausführungen, die sich, wie aus dem ganzen Zusammenhang hervorgeht, natürlich nur auf die preußischen Verhältnisse bezog, befeuert gefügt. Wir lrntxfsssxjHxg M üllchrnach dlö Tatsache, daß wir selbstverständlich nur von Preußen gesprochen haben. Für alle übrigen Teile Deutschlands und insoweit auch in- Preußen jüdische Lehrer mit bayerischen Examen zugelassen werden, ist nach wie vor das bewährte Würzburger Seminar die gegebene Ausbildungsstätte. Erllvbung bet Itaatsbethilfe für Die Preußisch- Jüdischen Gemeinden von Mk. 450.000 auf 2Ht 600.000. Berlin, 25. Mai Am 25. Mai erledigte der Preußische Landtag in dritter Lesung den Haushalt für 1927. Hierbei wurde auch die Staatsbeihilfe für die Synagogengemeinden verabschiedet. Es wurde die Position „Bebürfnis-Zu- GteUnerireter (Bottes, ber s-i? Mt «ff Mssg ll» g«r Besang Rabbiner und zur Versorgung ihrer Nuhestandsrabbinet' und der Hinterbliebenen ihrer Rabbiner" ,<als Kapitel 123 a Titel 70) wie im Vorjahre mit 200 000 Mark bewilligt. Dagegey wurde die Position „Bechilfe an leistungsschwache Synägogengemeinden behufs Erfüllung ihrer Verpflichtung zur Sorge für den,Religionsunter-, richt bisher Kapitel 47 a, jetzt 118 d Titel - 90)" von ZU 0en Propheten aller Sexten 3u 250 00? gyf MM Mtt MHl, sll tzlltz M % -wenn daher die erste Schluß-Berocho samtbewilligung für die Synägogengemeinden im Etat der Haftoroh die Wahrhaftigkeit Gottes und fei- 1927 sich auf 600000 Matt beläuft ner Aussprüche verkündet, will sie in den Gliedern der Gemeinde den Geist jener Sitte wecken, die einst die Gesamtheit anregte, wie bei der Vorlesung aus der Tauroh, in aufrschts Stellung zu tmt m voller Angabe ber Gesinnung die Wahrheit des Prophetenwortes zu bekräftigen. Rofchehs Statt und der Ausgoruseno vertritt das die Tauroh empfangende Volk. Jede öffentliche Vorlesung aus der Tauroh ist somit ein verjüngtes mm fnv' welches an,bestimmten Tagen durch die angeschlossene nnvsn vervollständigt wird, da durch sie auch der weitgesteckte Zweck der sinaitischen Offenbarung hervortritt, in unser Herz das Vertrauen zu den Vrovbeten aller Zentralverband Jüdischer Handwerker. B e r l i n , 25. Mad Ä MMllMhMh. WM ^merfer ZeutjH lands hielt am 23. Mai 1927 seine diesjährige Haupt- Vorstandssitzung in Berlin ab.''Einführend gabder Vorsitzende, Herr Wilhelm Marcus, einen kurzen Bericht über-die Tätigkeit des Verbandes in den letzten Monaten, um sich dann mit aktuellen Fragen zu be- — jeden Augenblick als vollkommen gleichbsrechtigtsr gern einsam mit uns, diesen Gottesdienst begehen kann, also auch in diesem zweiten Falle Wegfall des „Am-fzegulo- Prinzips" in oiefem Zusammenhänge- , Unsere Betrachtung zeigt uns die Iudenheit in doppelter, scheinbar gegensätzlicher, in Wirklichkeit sich aber bedingender Großartigkeit, großartig im Universalismus und großartig in der fcheiden-selbstbewlltzlen, einsam auf geistig-sittlicher Höhe dahinschreitendrr — um* *772 n Deuteronom. Kap. XXXII. V. - Jsotirtheit. Im Schabbos und im Iomtow, in jedem finden wir beides angedeutet. Der Schabbos ist nur für die Juden, also ein exklusives Fest, aber jeder Nochrr (als Individuum) Itann^in ben^ 016 ratz kUUA-ÄttÜll öii|genömm9n wertem iinb Omega drr Sabbat ist öies feine universelle Note. Der Wallsahrtsseste Hauptrepräsentant. das ,Chag- SSQSU strletiore, das Sukkvth-Fest ist am Ende der Weltgeschichte nicht nur national, sondern auch international gedacht» die Gesamtmenschheit, (diesmal als Völker, nicht, wie oben, als Individuen, begriffen), tritt gemeinsam vor Gott hin, aber — nun wieder hier bas DTerkrnäl &er QI k fo nk er« i* g — rote teeten gegenüber als einhettlichr Masse mit den Anderen hin» Alle nh nua, (Deuteronom. Kap. XIV. V. 1.) aber nicht coordiniert, sondern in vorderster Reihe stehend als geistige Führer und sittliche Herolde der Menge. So sehen wir auch an diesem Beispiele, wie S. R. Hirsch Vt» nicht nur an Ort und Stelle uns herrliche Erklärungen gibt, die deu Geist nagten und den Verstand erstarken lasten, an das Herz rühren und das Gemüt MMtt Mk 88k8M hinaus skine Ideen den sich in sie veisonbendm LesÄ befähigen, iinxllctte auch über andere Stellen, von des Meisters unsichtbarer Hand geleitet, sich klar zu werden, nichts mit seinem Intellekt oder gar seiner Phantasie in den Text hinein deutend, sondern alles nur aus dem gegebenen Schriftworte heraus holend. Mögen meine Zeilen mög der B i de l". P s armen -1H a s1or ö th - Ko mm Ssi. tare Nach Ueberwindung der ersten Hemmungen und Schwierigkeiten winkt reicher Lohn, nicht nur durch allfeitige Vertiefung der Thorakenntnis und des w eltlichen Wissens, sondern auch — und dies ist wohl das Wesentlichste - durch Emporgesührtrverdeu über bcks Wort hinaus zur T°at-, zürn ^Meüsie GLttes" im Hirf chstch?« d' h, NWt nur zum ..Gottesdienst» im Tempel, und bei stimmungsvollen oder wehmütigen Anlässen, sondern zum Aufgehen unseres gesamten Tuns und -Lassens in das, was Gott von uns will, mit einem Worte: zur Veredelung unserer Persönlichkeit. Israel. Aerztlich-pädagogische Heilanstalt fü r nerosnfranf* unb g> e-,i ft i gr g u -r ii (j ge bl t ’e Phil. Erich Simons, Köln a. Nh., SchWUw'Mg. 6. Eröffnung im Laufe des Sommers. Anmeldungen sind jetzt schon an den leitenden Arzt einzurttchen. _ 2. Juni 1927 Seidenu. Garn-Handelsges. mb. Hj 47 BiaidsnstPQffe 47 (früher; Grosse Csctienfteimerstrasse 3) SPEZIALHAÜS in Näh-undSfick-Seicif|n . Handlarbeiis-Garnenjeder Ai1 Berantwortlich für den allgemeine« Teil und das Feutlletm S. Schachnowitz, Frankfurt a. M.; Inserate i. B.: & Schach nowitz, ebenda. — Für die pädagogische Beilage: Lehrer L Kaufmann in Sprendlingen (Kr. Offenbach). — Verla, »Israelit". G.m.b.A.. Franttnrt — Druck Bertas- AMMßkiKiSsNl ffranmirt ll, M s^jäsÜZLN, rois!ö e r tr s s ix m Jj * f JJ g ttW B r - rarung. Nicht nur durch Kreditbeschaffung und-weiteren Ausbau der Darlehnskaffen feien schwächere Betriebe zu stützen, andere zu fördern, vielmehr müßte die jüdische Oeffentlichkert immer wieder angehalten werden, sich ihrer Pflicht bewußt zu sein, , bei Arbeitszuteilung Glaubensgenossen zu berücksichtigen, wie es zum größten Teil bei Gemeindebehörden bereits gechieht. Jedoch nicht nur für handwerkliche Berufe fei zu sorgen; ber Re^eoerit glaubt vtelme^ flüÖ) §jFDßC Zahl Der MingewerMrMendstt i» sozialer Hinsicht mit einbeziehen zu müssen, da diese sich planlos im jüdischen Leben bewegende- Berufsschicht bisher ohne jede Interessenvertretung sei. Aus den Berichten der Ortsgruppenoertreter war zu entnehmen, daß der größte Teil der Ortsgruppen im tehten Jahre bemertenzz&erie (Erfolge -erhielt i^at. So mb m vielen Orten HandwerkSMister in die Gemeindsvertretung, Repräsentanz und andere besonders interessierende Kommissionen gewählt worden. Der Mitgliederbestand hat sich, besonders in Berlin, nicht unwesentlich vergrößert. Neügründ ungen von Ortsgruppen sind in die Wege geleitet. Zur Lehrstellene rmi t t l u n g gibt Herr Marcus an Hand von Unterlagen eine Uebersicht der Frequenz und erfolgter Unterbringung pgtz ffilt mit, Daß eim ZMtraWM bösiöhk. diS LU'ch'-iiii -Rerche-b'emllächst ÄermittlNNgSstell§N einrichiet. Betteffs. -der „TästSkeit der „Ott"-Gefellschaft wird auf die in Berlin bestehenden Cmrichtüngen hingewiesen. Zu begrüßen feien die Bestrebungen^die produktive^ Kräfte ttü Rußland im Handwerk und der Landwirtschaft uNerbringen. '„..Er" wür^ beschlossen, die internationalen Fäden - weiter..zü spinnm''tünd die..Vertreter der ausländischst Vsrbärrds zu d-er irn nähten Wifindendea - Derbanüslagüng Nnzüläden, zu der auch eine F a ch a u s-ft-<r.-l l u n g geplant ist. Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden. ' Berlin, 20.. Mar. Anr 12. Mai trät in B-drliii dis bei ber ^erttr-atroo^T® der deutschen Juden bestehende A r b e j k s - emeinfchast für G eführdete n fü rso rg e zusammen. In der vom Sanitätsrat Dr. S e e l i g - ahn geleiteten Sitzung waren die Vertreter aller angeschlossenen Organisationen, sowie die der Kommission angehörenden Sachverständigen anwesend. HäuptgDgen- 'tände der Verhandlung waren die Fragen des Ausbaues der Psychopathenfürsargs und dsr Gsfangsnsnfürbricht Über den Stund der Reform der Fürsorgeerziehung. Zur Frage der Psychopathenfürsorge konnte mitgeteilt werden, daß erfreulicherweise sowohl in den Kreisen der Lehrer, wie der Kindergärtnerinnen und Hottnerinnen das Interesse für diese Spezialaufgaben in ständiger«. Wochsie« begriffen i.Jt, unb .ein« Jgj| ANMÄÜUNgM Aur Hp^MDU^MdUNZtff her Psychvpathenfürsvrge borliiegen. ' Sodann würde die Frage der Beratungsstellen für Heilerziehung eingehend besprochen und aus die Notwendigkeit ihrer Einrichtung, gegebenenfalls in Ängliederüng an die bestehenden Einrichtungen der^ allgemeinen Psychopathenfürforge hingstuisssn. 8ch!lößükh löUl&l KStt tpiarucn Ler ArrichiunH esu^s Heilerztehungshetms Mitteilung gemacht und eine beonbere Sächoerftändigenkommifsion für Pfychopathen- 'ürforge gebildet, der insbesondere Rabbiner, Anstaltsleiter, Lehrer und Fürsorgerinnen angehören werden. In der Frage der Gefangenenfürsorge ist eine Abgrenzung der Arbeit mit dem „Sozialen Anschuß lles AllllMÄllöll Dölltschön erfolgt, diesem die feelforgerlsche, der Zenttab wohlfahrtsstelle özw. den zuständigen Wohlfahttsstellen im Reiche die fürsorgerifche Arbeit obliegt. Die feelsorgerische und fürsorgerifche Arbeit, soll in dauerndem engem Zusammenwirken untereinander, vor allem aber mit allen Organisationen der allgemeinen 'Gefangenenu«b etrapntr«|ienen[ijjrfgFgg UW [itlH: Alls MM MtzKt

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