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Der Israelit · 1927-05-19 · Heft 20 (19.5.1927) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 20 (19.5.1927)
Date
1927-05-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 8 91t, 20 lg. MM ® f f c fcbarf gegen ble neuert DVnk>1r>rc>tssts, bnref> tnclcfje ElRe frü^iLare Qlrtetl: immer »etter tjinflM^g?Q9g¥Vt werde. Er hofsl, daß der Polizeipräsident trotz des neuen Einspruchs der nationaldeutschen Juden die Repräsentanienversammlung genehmigen werde. In diesem Sinne wurde auch eine Resolution angenommen. Bund Jüdischer Akademiker. Österreichische Keren Hakomh-Konserenz. Wien, 10. Mai. Am Sonntag den 8. Mai (6 .Jjar), begann in Wien die österreichische Landeskonferenz des Keren Hatorah an der der Sadagorer Rebbe, ein Vertretr des Czort IHMllflft tttöflFlW \m um WMNZ 1000 OuDgn ßonDoln. Dohm m Mchi duf die leiiländksche Staatsbürgerschaft tatsächlich nicht abzusprechen ist. Die reaktionären Kreise arbeiten nun. mehr auf eine Volksabstimmung hin; in jüdischen Kreisei besteht die Besorgnis, daß die Vorbereitung zu eine solchen Volksabstimmung von den Antisemiten zu eine«, maßlosen antijüdischen Propaganda ausgenutzt werden > Berlin. 8. Mai. m MD DODTOr MHWM (S3I.) k3M M. herum auf ein erfolgreiches Wintersemester zurückblicken. Während die Tätigkeit bis zum Ende des vergangenen Jahres von den Vorbereitungen für den Leipziger Bundestag beherrscht war, erreichte die Arbeit der lokalen Vereinigungen unter dem Eindruck der auf dem Bundestag erhaltenen Anregung nach Neujahr ihren Höhepunkt. . fitfji- Ws 14-tägig fanden Bonräge statt, für die sich neben den alten Herren viele junge Bundesbrüder zur Verfügung stellten. - Ihren besonderen Interessen dienten auch Arbeitskurse, die die verschiedensten Gebiete der jüdischen Wissenschaft, insbesondere Grundfragen der jüdischen Weltanschauung zum Gegenstand hatten. Wenn es auch nicht möglich ist. im Rahmen eines m\m MUMM m WIWWWM w LWssAst- Ochen Arbeit des Bundes auch nur anzudeutcn, so sollen doch wenigstens die Probleme erwähnt werden, die im Brennpunkt des Interesses gestanden haben. Da gibt es zunächst einige naturwissenschaftliche Fragen, die immer wieder und wieder aufgerollt und unter immer neuen Gesichtspunkten behandelt werden. Aus ihrer Qafyl »erbtencn zwei £>ef orrbers ^eraorg-e^ob-en jju roertz?n. In Berlin fand das Thema: „NalurwWiWllsl und Medizin im Lichte jüdischer Weltanschauung" besondere Beachtung und wurde von zwei Referenten an zwei verschiedenen Abenden erörtert, und in Frankfurt wurde an mehreren Abenden über: „Neue Forschungen der Physik und Mathematik und deren Beziehungen zum religiösen Denken" berichtet. Aus der statttlichen Reihe der pädagogischen. Vorträge seien genannt: „Moderne Sugenöbemegung" und [f©runOjrgg^ M WWll M ligwUtzUMörrichM" (Berlin), „B. I. A. und Jugendbewegung", „Geistige Krise in der modernen Pädagogik" und „Sexualpädagogik" (Frankfurt), „Naturwissenschaft und Erziehung" (München). Außer den wissenschaftlichen Abenden zeugt eine große Anzahl geselliger Veranstaltungen von dem engen ÜkUNÜsMllsllilhM MkkLtz? SÄe-i--" QlkLemikerschasi, {jai doch der B. I. A. in der Pflege der Bundesbrüderlichkeit stets eine seiner vornehmsten Aufgaben erblickt. Es steht zu hoffen, daß das neue Semester dem Bunde wieder junges Blut zuführt. Werbeversammlung der Tierschützler. München, 15. Mai. teilrtai^mert. Ö£>crra£»6iner begrüßte i>ie j2>eI,eCj.TCrteu, Die Tagung rouröe von Herrn Wolf Pappsnheim geleitet. Der Sadagorer Rebbe hielt namens der Keren Hatorah-Zentrale eine Begrüßungsansprache und mpfahl die Herausgabe einer halachischen Zeitschrift. Weitere Ansprachen hielten Aerrabbiner Pinchar Kahn. Ober rabbiner Ehrenfeld, Rabb. Tobias Horovitz für den pol nischen Keren Hatorah, Engelsrath-Fiume für den italie ÜIMM mm m\mi AcodMEWMZ M m » schen Keren Hatorah. Dr. Leo Deutschländer, Direktor der Keren Hatorah-Zentrale, hielt ein Referat über die allgemeine Lage der Thora-Lehranstalten in der Welt Rabbiner Dr. Pinchas Kohn behandelte das „russische Problem", nachdem er einleitend als Präsident bes Wiener Geschäftsführenden Ausschusses die Grüße der üb er brachte unb über J>en 0.tanö i>er wämgen pvllllschen Lage in Eiez Israel beriHtels. Die Nachmittagssitzung war den Fragen des österreichischen Keren Hatorah gewidmet. Hierauf referierte Herr Wolf S. Jacobson über „Maßnahmen zur Organisierung des Keren Hatorah in den einzelnen Ländern". Es wurde eine Resolution angenommen, welche die Keren Ha torah-Zentrale ersucht, unverzüglich Schritte zu unter. niBnm: um Mg l-MnLfWZ-r zsUrr^chischs Keren 4« torah-Haudesorganisation zu gründen. — Die Tagung war von Massenversammlungen eingerahmt, in denen Rabbiner Horovitz und Wolf S. Jacobson über die Probleme des Keren Hatorah referierten. Vslen Warum die ankijüdischen Zarengesetze in Voten n\m MMM IBBTÖfilL Warschau, 8. Mai. Bekanntlich bestehen in Polen gesetzliche Einschränkungen auf gewissen Gebieten gegen Juden; die Gesetze rühren noch aus der Zarenzeit her. Wie nun von Regierungsseite erklärt wird, besteht nicht die Absicht, diese T-S^S^S im 9}crpaffung5ö>egc gix annullieren, ba nrarr ö'^tTF \3RTfngfff0s, vlk gegen BomM Kr kalholifchen Kirche gerichtet sind, ausheben müßte, was unter der Bauernschaft Unzufriedenheit erregen könnte. In jüdischen Kreisen befriedigt dieser Standpunkt der Regierung nicht. Denn wenn auch die Regierung die praktische Anwendung dieser Gesetze nicht wünscht, gibt es noch immer untergeordnete Organe, die sie gegen die Juden anwenden. (ITA.) Jüdische Kolomsakwn in Sibirien. Moskau, 22. April. Im Kreis Barnaule in Sibirien dicht an der Eisenbahnstation Alekskoje wurden 750 Desjatin Boden unter SO jitdifche Storni,«« »«teilt. Der SSoben ist für Zuck«. rübenkultur besonders geeignet; es befinden sich in der Rühe große Zuckerfabriken. Für die Ansiedlung jödör üffinißs MWWch SW? KH M P^r^n fm\> dort 1200 Rubel notwendig. 450 bis 500 Rubel stellt die Regierung jeder Familie als Kredit zur Verfügung. Der Boden gehört zur fetten Schwarzerde, das Klima ist ein sehr gesundes. Cs ist dies der erste Versuch einer jüdischen Landansiedlung in Sibirien, dem sich weitere Versuche anschliehen werden. Kongreß der jüdischen Studentenschaft Frankreichs. Rancy, 22. April. In Anwesenheit von 71 Delegierten und mehreren hundert studentischen Gästen mürbe -am SÜhiitmod^ ben 20. "V^ 'n svfts Kongreß mr Mischru SwdML tenschast Frankreichs eröffnet. Der Borsitzende der jüdischen Studentenschaft von Nancy, H o f m a n, erössnete den Kongreß mit einer Ansprache, woraufhin der Student M a n g i e l das Organisations-Referat hielt und dem Dank der ausländischen jüdischen Studentenschaft für die Gastfreundschaft, die ihnen Frankreich entgegenbringt, Ausdruck gab. Zweck des Kongresses ist die Zusammenfttffung ber jüdischen <3tui>en*enorgrmt|<ttioyj^ jjj fJjjjijUf" ixttf) zu cmtm «myeMchm Nervand. Dsr Vörsttzendeikizzierte in einer längeren Ansprache die politische und wirtschaftliche Aufgabe des Kongresses. Am Donnerstag, dem 2. Kongreßtag, referierte Levirr über die materielle Lage der jüdischen Studenten in Frankreich und empfahl verschiedene Maßnahmen zun WsMUllll Ihm DlMun. so U. L. M WllLHMü DüklKhllZköfsen, die Zusammenarbeit mit den großen jüdischen Organisationen wie Joint usw. Herr Libermann empfahl die Gründung eines Informationsbüros. Der gleiche Redner referierte auch über die kulturelle Innen- und Außenarbeit der Studenten. Rach Annahme entsprechender Beschlüsse und Wahl eines Zentralrates wurde die Konferenz geschloffen. In einer stark hesuchten 3&erf>et»erf arnnrtl ung bes Tierschutzneretns tut ArNSgaNeU Machte Dd LvlMeNVe. Oberregierungsrat Dr. Einhauser, auch einige Mitteilungen in der Schächtsrage. Er beutete den Gelnhausener Fall aus, obwohl die Schilderung des Sachverhaltes von allen Seiten bestritten wird. Der Redner erzählte: Für die Ausstellung „Das bayerische Handwerk" sei hier ein Film ausgenommen worden, der alle Vpsggggx im MMM vom AllMMll DßS MM Bis MN ZsAsgStt dergeschlachteten Tiere geigt. Auch das Schächten sollte nach dem ursprünglichen Plan ausgenommen werden. Diese Absicht mußte aber aufgegeben werden, weil die Schächter sich weigerten, das Schächten im Film festhalten zu lassen. Roch eine Reihe anderer unkontrollrerbarer Ge- WMll aus Dem Wannbsimsv U»r MÜchene- Schlachchosf führte der Redner an, und er forderte von der Regierung kategorisch die Vorlegung des Gesetzes über die Zwangsbetäubung. Ein Verteidiger der jüdischen Interessenten stand in dieser Versammlung nicht auf. Vorstandswahl. (Smb^n (Dffcfr.), 161 Mai. 3n Ur am dm lÖl Mm sUMMsllllVMM Gemeindeversammlung wurden die Herren Bernhard/ P o l a ck, Louis Wolfs und Max v. d. Walde der 90 Proz. Wahlbeteiligung mit großer Majorität zu Vorstehern der Gemeinde gewählt. Die bulgarische Judenheil soll im Parlament vertreten sein. Sofia, 8. Mai. Die Regierungspartei hat im Zusammenhang mit den bevorstehenden Parlamentswahlen der Jüdischen T? m t i n o t einen ö UHn Mm fünfflnon WMrmnl angöbstsn. Ms Kandidaien für diesen Parlamentssitz kommen entweder der jetzige Präsident des Konsistoriums der jüdischen Gemeinden, Oberst T a d g e r, oder der 'rühere Konsistoriumspräsident, Herr Chaim F a h r y , in Betracht. Eine Volksabstimmung über das Bürgerfchastsgesetz. Riga, 8. Mai. Den jüdischen Deputierten deslettländischen Sejm war es nach langem Kampfe gelungen, eine Aenderung der Regierungsvorlage betreffend das Bürgerschaftsgeetz in dem Sinne herbeizuführen, daß eine gewisse Kareßorie onüin Mtiätwußs mme mm«., mu naren Defuiierten unb die ihnen ergebene Presse leiteten daraufhin im ganzen Lande eine Propaganda gegen den abgeänderten Entwurf ein; sie erklären, daß auf Grund des umgestalteten Entwurfs 250 000 Juden nach Lettland einwandern werden. Der Ministerpräsident selbst ah sich genötigt, gegen diese Demagogie aufzutreten. Verband orthodoxer Gemeinden Englands. London, 6. Mai. Der neugegründete Verband hielt unter dem Vorsitz von Rabbiner Dr. Schönfeld vorige Woche eine Tagung ab. Mr. Kestenbaum hob hervor, daß die Verhandlungen m« vem TklMsM LMM. Df sich Mr InW m [trßfflQn, trotz aUs? Bemühungen zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt hätten. Rach längerer Aussprache wurden in die Leitung des Verbandes folgende Herren gewählt: Mr. Kestenbaum, Vorsitzender; Dr. I. L e v y und D. Rubin, stellvertretende Vorsitzende; Mr. H. A. Goodman, Schatzmeister: Mr. I Z: 8 lern, ©grroffir: HlW üuvzLv lllld 8. V i, .ensl'^, Velsitzer. Äne Kaschruth-Kommisi o n und ein Mikwah-Komitee wurde gewählt. In der Kehall-Chassidim-Synagoge fand unter Teilnahme von Vertretern anderer ostjüdischer Synagogen Londons ebenfalls ein Meeting statt, in dem Rabbi Schönfeld über den Verband referierte. Es ist beabsichtigt, eine Gefellchaft unter dem Namen „London-Kofher-Lebensmittel- Gesellschaft" mit einem eingezablten Kovstnl von Q. 1000.—- SU Bis Ässssssthrifi zx>Ui xTTift)* ten, um ihre Zwecke zu erreichen. Tagung des Zionistischen A. C. London, 12. Mai. Im Mittelpunkte der ersten Sitzungen stand der Bericht Weizmanns Über die politische Lage und feint* inbem er Skr Prem ernon Dal es tonne SßölSSMllÜllfi Jnü len

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