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Der Israelit · 1927-04-07 · Heft 14 (7.4.1927) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 14 (7.4.1927)
Date
1927-04-07
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Organ -es Kun-es gejetzestreuer Mischer Kehrer Deutschlands. I.V-L Ü'2212 TTT WD - -r — »••t iv jn'ötfa ttfatfn I- T - V IV ~ :D’atf a msn du - -r “ - fr_ :Di93 nsin '3N m :nW>3 npi >3$ rrvn m\ b’hlk knl BMS ♦ tt :t :w22i3n rirri m9n n*o m T - V : - I-T - V : V IV - iniVKB*?m*n nnt n'rr _ ,..T- V V - ”?n*vn ns nsin nns ’na?lrHWn ns nsin nns ’n??-.'N sna av nrxa Der in Nr. 2 von „Erziehung und Lehre" erschienenen Arbeit „Die Vorstufe des hebräischen Unterrichts" lassen wir zur Ergänzung und Erläuterung obige Mustervorführung (Umarbeitung aus Q'ih' nm S. 34) folgen. Die Lektion ist lebensvoll. Der Stoff ist dem Anschauungskreis des Kindes entnommen. Der SGBorifcbafe roirb möglichst trt Natur urtb im 93tlbe hellt Klndö Nabögöbracht. Dlö SÜ^ö slNd 6lttsüch MD enlwlllem "sich' stufenweise vvm guin D'4 MUM lllikD lllü einfacher Druckschrift vom Schüler abgeschrieben. Vorausgehen die drei ersten Schopfungsiage. Daneben laufen einfache Sprechübungen, Bewegungsübungen und dergl. S. Rofenfelder, Ladenburg. Zur Frage des hebräischen Unterrichtes. Dm'2t Dt ylmWmer in yvOe^gi Die Geschichte der Methodik vom Mittelalter bis zur Gegenwart zeigt deutlich, wie von Jahrzehnt zu Jahrzehnt durch unermüdliche Arbeit tüchtiger Schulmänner auf allen Unterrichtsgebreten Fortschritte erzielt wurden. Diese Fortschritte bewirken es, daß heute das Kind in einem Bruchteile der Zeit mit Leichtigkeit ein Vielfaches von dem erreicht, was einst die mittelalterliche Schule unter härtestem Druck ihm einzutrichtern vermochte. Im hebräischen Unterricht ist zwar auch die zur Verfügung stehende Zeit auf einem Bruchteil zusammengeschmolzen, aber die Methode ist noch bis in die neueste Zeit fast überall die gleiche geblieben, und da wundert Irwin |id^ rtott^ iiber!>en geringen <SofIg des ^>e£>rätf<ä)en ÜlMMHttSi 'schsn lang? empfinden «lle ^Lhagntzisch gebildeten und pädagogisch begabten Lehrer diesen Widerspruch, aber dem von allen Seiten eingeengten jüdischen Lehrer fehlten Kraft und Zeit, um solche methodischen Werke und Lehrmittel zu schaffen, wie sie allen anderen Unterrichtsfächern so reichlich zur Verfügung stehen. Und schließlich, wenn ja einer den Willen hatte, Neues, Besseres zu erproben, da gab es immer Propheten, welche warnend ihre Stimme erhoben und die alte „bewährte" Methode als den einzig möglichen Weg bezeichneten. So haben auch alle schüchternen Versuche einen Fortschritt im hebräischen Unterricht herbeizuführen, nur recht wenig Erfolge gehabt. Da berührt mich aber doch ganz, sonderbar ein Vorwurf, den ein Kollege in der Beilage zu Nr. 1 des „Ssr-aeftt" «rhsbt: ,,<Em« Ursache her Mißerfolge (des Unlerric^is) ft 4^4 lU &41i schritten der Methode". Daran, daß die gegenwärtige Generation so wenig jüdisches Können hat, daran soll eine Methode schuld sein, die man jetzt erst überhaupt beginnt anzuwenden! Nein, alle, die jetzt in Stadt und Land die Synagogen füllen und leider zum großen Teil dem Gottesdienst nicht mit verständnisvoller Anteilnahme folgen und viele von denjenigen, die draußen bleiben, weil ihnen die hebräischen Gebete gar nichts NW ÖBDöilfon. WM Ul HM 3lll IlllH Ml Uffiffi sttzungsmethode „gelernt", der eine mehr, der andere weniger — aber es geschah fast ausnahmslos in dieser rein mechanischen Form, die der oben erwähnte Kollege als die beste Art des hebräischen Unterrichts empfiehlt. Angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse behaupte ich vielmehr das Gegnteil: Die ungünstige Entwicklung des jüdischen Lebens in den vergangenen 50 Jahren geht zum großen Teil auf Konto der veralteten Memoriermeibobe im bsbrärschsn Unterricht, Auch zu jener Zeit als für len lebrm^en linlerricht eine oder sogar mehrer Stunden täglich zur Verfügung standen, hat er, am Zeitaufwand gemessen, kärgliche Ergebnisse erzielt. Zwar haben die Kinder im Laufe der Schulzeit die ganze „Tefilloh" und das ganze „Chumisch" „gelernt", aber „gekonnt" haben es nur wenige, die mit, hervorragendem Gedächtnis begabt waren. Ein jeder Kollege hat wohl schon Gelegenheit gehabt, solche Leute, die ganz „Tefilloh" und „Chumesch" „gelernt" haben, gelegentlich vorbeten oder leienen zu hören und wird an der Art und Weife, wie Unmögliches zusammengelesen UW LllMMMklW mm 3K3 UÄSIi UI" irik wenig Verständnis die hebrätschsn Worte gesagt werden. Mit welcher Schnelligkeit angelernte Uebersetzungen vergessen werden, hat sicher auch schon em jeder beobachtet. Aber selbst dort, wo das in der Schule erworbene Wissen noch nicht vergessen ist, tritt es im Momente des Lesens oder Hörens des hebräischen Textes gar nicht in das Bewußtsein. Eine Fertigkeit des Ueberfetzens mag vorhanden sein, aber nur bei bsonderer bewußter Anstren- Mg tritt sie in Aktion. - Die ganze Arbeit der sieben oder noch mehr Schuljahre hatte schließlich nur für dieienigen einen Sinn, die nachher in einer Talmud Thora- M W Ml[ si* Milch Di ipoilllfllfll K«: Nisse und Fertigkeiten als Grundlage benützten, um darauf weiterzubauen. Was für eine Qual für das Kind war dazu der ganze hebräische Unterricht nach der Memoriermethode! Nur dauernder Druck, Angst vor Schlägen in der Schule oder zu Hause konnte die meisten Kinder veranlassen, die aufgegebenen Pensen zu lernen. Welche Abneigung aesen das Jüdische sammelte sich da in den Seelen der SinD&r an. m MM mm m WMAa l'ichk in Der Schule in den Nrgrmgmen MyrzchMn hätte niemals sülchen Umfang und solche Schärfe ange, nommen, wenn die Eltern nicht empfunden hätten, daß ihr eigener Unterricht in ihrer Jugend eine Quälerei gewesen, die letzten Endes doch zu keinem nennenswerten Resultate geführt hat. Die Lehrer selbstverständlich mußten das Unpädagogische ihres Unterrichts am ersten empfinden und je mehr sie durch Studium der Psychologie und Pädagogik betr fdjärfiett, befio mshe smpfandsn sie dis Art ihre- UnUrricht^ Sfl Mi NMliNdigUNg Qffl IfflÖB. dis sich dereinst ölster rächen könne. Ern Der! dör üöhitök drängte deshalb den geistlosen hebräischen Unterricht mehr und mehr zurück und widmete dafür der biblischen Geschichte und dem allgemeinen Religionsunterricht mehr Raum. Andere wieder suchten den hebräischen Unterricht selbst auszugestalten, durch Worterklärungen, grammatische Hinweise, das Memoieren zu erleichtern. Da empfand man, daß es eine pädagogische Unmöglichkeit ist, gleich nach der Fibelstufe die Tefilloh oder den Pen-

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