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Der Israelit · 1927-04-07 · Heft 14 (7.4.1927) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 14 (7.4.1927)
Date
1927-04-07
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 20 Nr. 14 Der Israelit 7. April 1927 Mulv mmm zu mm. mmm umitm n \m mrn, dis ms mmm mmi fvMin Di Murmunu liuit mmm foif Dt mm, UW unD mm irnnDi tjalb freubig, als Bücher geschaffen würben, welche hier muß eine fortdauernde Steigerung barstellen, die die tage, um zum Verständnis ber Gegenwart und Zukunft einen Uebergang bilden. Diese Werkchen waren um so Kinder im Banne hält und ihre Krönung in der schriftizu gelangen. Real ausgedrückt: ehe man an „höhere" wertvoller, als sie in systematischer Folge einen gewissen lichen oder mündlichen zusammenhängenden Wiedergabe ' " Wortschatz und die einfachen grammatischen Regeln dem! findet — und dann ist der Abschnitt erledigt; ein neuer Kinde vermittelten, so daß es dann mit ganz anderen wartet darauf, daß die Kinder an ihm ihre Ueberfetzungs- Vorausfetzungen an die Ueberfetzung von Tefilloh und kraft messen und ihre Fertigkeit steigern. Chumesch selbst herantreten'konnte. Ja, eine solche Vor- Und das Ergebnis eines solchen Unterrichts! Das 1'lUfc war auch illMM, öntereffe UND m« am mm lieft sich lllMWlich Dinein in Die ötDrätöjc Wrvchk, Hebräischen im Kinde ZN ekwütken; denn als UevMMjMeht' und mehl' wächst die Zahl der Worts, die es unstücke solcher Vorstufen wählte man gerade gern kleine jmittelbar versteht. Nur wenige Worte in'einem neu Erzählungen, die für das Kind viel, interessanter waren,! auftretenden Text sind ihm unbekannt und aus der geistials die seinem Verständnis auf dieser Altersstufe noch gen Freude heraus, die das Können schafft, wird es von so fernen Gebete und Pentateuchstellen. I selbst versuchen, neue Texte zu erfassen. Es hat auf Trotzdem hatte man die alte Memoriermethode bloß drefe Weife im Laufe der Schulzeit das Gebetbuch und veredelt. Statt der ganzen Sätze und Abschnitte memo-!den Pentateuch kennen gelernt und wid leicht zu verrierte man jetzt Vokabel. Das war wohl zehnmal ratioianlassen sein, nach Entlassung aus der Schule in dieser nellere Arbeit, denn die Fertigkeit des Uebersetzens wurde jsgt viel schneller und besser ^ntrnickslt, aber all dis Mannet, bi« -eben einer wtethobe, bis rern auf bas mefiächtttt^ eingestellt ist, anhasten, blieben: Die rasche Lernmüdigkeit des Kindes, die Unsicherheit und Mangelhaftgkeit des Erfolges, die geringe Aktvität des erworbenen Wissens und Könnens. Nun gibt es aber in allen Unterrichtsfächern heute eine Methode, die diese Mängel iermeidet: die Methode der Arbeitsschule. Keine pädagogische Idee hat in derart kurzer Zeit den unbestrittenen Steg erfochten: wie.der. öfrbellsfchul^eban^e. üüer ^»abago^tfehs Zeilfeljrrflsn tUfl, sieht, daß überall der Streit der Meinungen nur noch über die Formen ihrer Ausführungen geht. Nur im jüdischen Unterricht soll die Arbeitsmethode unzweckmäßig sein! In meinem Vortrage, den ich 1925 vor der Versammlung des Israelitischen Lehrervereins Bayern gehalten habe und der gedruckt erschienen ift,1) habe ich gezeigt, wie im Gegenteil'einzig und allein die Arbeitsschulmethode für den hebräischen Unterricht in Frage tommen fanrt. . tUrbeii&^cijuimeiijoi>e jair - ^e&rüljc^en - ilrrierL. richt kann nicht von einem anderen Gebiete entlehnt werden, auch ncht vom Fremdsprachunterricht, weil gerade die Arbeitsmethode in jedem Falle von den befondeen Verhältnissen ausgehen muß. Aber wohl können die Erfahrungen der Psychologie und der Pädagogik, die sich auf Funktionen beziehen, die bei der Erlernung des Hebräischen in Tätigkeit treten, nutzbringend verwertet werden. Ueber die Art und Weife, wie ich mir den hebräischen Unterricht im Sinne der Arbeitsschule denke, habe ich in meinem oben ermähnten Referate ausführlich gsfp^u. OJiir Zättz kurz luWi ich zttzWtr Ui Artikels in Nr. 1 Der Blätter für „Erziehung und Lehre" die Hauptmomente zusammenfassen. Auf der Fibelstufe werden eine Reihe von hebräischen Worten gewonnen und nach Kenntnis der Buchstaben beginnt das Lesen ganz einfacher Erzählungen, die an sich oder durch die Ueberschrift oder durch beigegebene Wilder „Aufforderurrgschcrrctkter" besitzen. Alle dem Kinde den, fiezro. ftnfi llüch unh?k^rmtsn me^ben gegeben, bsgrn am Rande des Lehrbuches übersetzt zu finden. An die Fibel schließt sich ein Vorkurs an, dessen Erzählungen, Bildbesprechungen usw. so angelegt sind, daß nach seiner Beendigung das Kind die häufigsten Wörter der hebräischen Sprache (ich meine immer die Sprache der Gebete und des Pentateuchs) beherrscht und auch über die einfachsten grammatischen Verhältnisse Bescheid weiß. Daran schließt sich dann das Lesen von Texten aus Bibel und Gebetbuch an, alle diese Texte werden vom Kinde selbst erarbeitet, wieder, indem ihm sämtliche noch nicht ualäufißn Wörter mmw merDm, moOd — auf feinen Fall zu engherzig nerfahMi msrden Darf. Jeder Abschnitt wird hebräisch gelesen, möglichst hebräisch abgefragt (durch expressive Anwendung der vorkommenden Wörter prägen sie sich sicherer ein), hebräisch oder deutsch erklärt und dann der Inhalt schriftlich oder mündlich hebräisch oder deutsch wiedergegeben. (Zur Kontrolle können auch einzelne Wörter, Sätze oder auch ganze Abschnitte übersetzt werden, mitunter mag der Lehrer sogar die Aufgabe stellen, einen ganz neuen Text mit Hilfe der gegebenen Wörter ins Deutsche zu übertragen.) Am eißiuß MW mimmtirnfF m ®amen- 3n einer kommenden Sttliwe kann öer Lehrer noch einmal inwendig oder auswendig kurz wiederholen, aber mehrfaches Wiederkauen eines und desselben Abschnittes muß vermieden werden. Gänzlich zu verwerfen ist das zwangsweise Memorieren von Uebersetzungen. Die ganze Arbeit des hebräischen Unterrichts hat innerhalb der Unterrichtsstunde zu erfolgen, für zu Haufe darf höchstens eine solche Uebung aufgegeben werden. die das Kind ohne jede Hilfe selbst ausführen kann nnD MW ausfiiDron mirD. (M meiften (Tltiern fiklmch' len es heule als ungehörige ZuMUttlNg, weNN sie!H cer wenigen Zeit, die ihnen der Existenzkampf übrig läßt, auch noch die Hauptarbeit des hebräischen Unterrichtes leisten sollen.) Der hebräische Unterricht muß getragen sein von der Begeisterung des Lehrers, erfüllt fein von lebhafter Selbsttätigkeit der Schüler, unter welchen ein Wetteifer bestehen muß, den Abschnitt „herauszubringen". Die Besprechung des Lehrers muß darauf hinzielen, bis Schönheiten der Bibelerzählungen auf die Kinder n,!rfen Zn taffen. Ihüell UzrsjMS» zu lassen von der Tiefe der Gedanken ber Thora, von her Erhabenheit der jüdischen Gebete und nicht zuletzt muh er auch verstehen, in ihnen den Sinn zu wecken für die Schönheiten der hebräischen Sprache. Da darf aber dieselbe Unterrichtseinheit nicht stundenlang wiederholt wer- H Zu beziehen durch den Israelitischen Lehrerverein in Bayern, Oberlehrer Rosenfeld, München, Buttermelcherstr. anregenden interessanten Weise im jüdischen Schrifttum weiter zu arbeiten! , Ich, höre jefit üiß foiLoaen rufen: „WokW die Ml öle Zell!" Ja, freilich hexen kann man mit der Ardeilsmethode auch nicht, aber wenigstens ist de wenige Zeit nicht nutzlos vertan, wenn man rn ihrem Sinne arbeitet. Man könnte auch bei zwei Wochenstunden im, Laufe von Jahren eine ganze Reihe von hebräischen Texten lesend erarbeiten. Jedenfalls bedeutend mehr, als wenn man sie solange übersetzen lernen lassen will, bis sie „unverlierbar" eingeprägt sind und dann-doch nach, kurzer Zeit inißDßj öom göDflffitnfa MlschMntM. Womi Der Unten rlcht anregend ist unb den Schülern geeignete Hilfsmittel — Vokabeln! — in die Hand gegeben werden, können sie ja in ziemlichem Umfange zu fördernder Selbstarbeit veranlaßt werden. .. . Aber gewiß etwas Rechtes ist nur zu erreichen bei: genügender Zahl von Unterrichtsstunden: Darum muß? unser Ruf fein: „Mehr hebräische Stunden aufdem Lande, mehr hebräische Stunden in der Stadt!" Eine; Stunde Neligionsunterri cht täglich sollte bas fßormale fein und llillßlö igi öehrs öei gutem Willen auch für bie Kinder an kleinsten Plätzen sich ermöglichen lassen! Die jüdische: Persönlichkeit ist unser Erziehungsziel und ohne Kenntnis der Sprache seiner Gebete, der Sprache der Thora ist der jüdische Mensch bloß ein. Schatten seiner selbst. Darum unterrichtet so hebräisch, daß es euren Kindern die liebste Stunde wird, daß sie ihre Eltern teilnehmen lassen an den geistigen und seelischen Freuden, die dieser Unterricht ihnen bringt — dann werdet Ihr Mitkämpfer genug haben, wenn es gilt, für den hebräischen Unterricht das IW flfflGiroüe 3M an lilt zu «rinnen!?nxr na Von A. Mannheimer, Dettelbach. Eine kurze Frage. Keine der „Kleinen im Parlamente kommt ihr an Kürze gleich. Wissensstofse und Lehrstoffe herantritt, sollte man einmal mit Erwachsenen jene Disziplinen repetieren, welche sie als Kinder der Volksschule .kennengelernt. . Gerade in ihnen lebt und webt der jüdische Geist in urwüchsiger Kraft und unmittelbarer Klarheit. Was das einstmalige Klnfi in skinsl unreife nur WMch WMi MlW nur ahme, schauk Ber im Seben @er»eifie mit ganz anöem Augen an. Wie interessant vermag der rechte.' Lehrer die einstigen biblischen Geschichten bei Erwachsenen zu gestalten, die Festtage mit ihren verschiedenen Namen, religiösen Gebräuchen, Symbolen usw. Wie > hochinteressant müßte für Erwachsene die Behandlung der Morgenbrochaus, des Sch'ma, der rr’ sein! Dabei denken wi^ keineswegs an ein allzugroßes Dringen in die Tiefe; die Weite müßte der springende Punkt sein, das Streben, sozusagen in Bausch und Bogen all das wieder zu famimln unD unter Dato unö M zu Diinoen,, mas mir schlechthin zu den Clewätttäi-kenntnisssn Lök jüdischsn Mligion zählen, mag es auch nicht im Gewände einer hohen Wissenschaftlichkeit schillern. Das Ziel ist, die ominöse Fmge rrn rv mehr und mehr verschwinden zu lassen. Sie soll uns nicht mehr in die Ohren gellen. Die Hagadafigur des Tomm ist uns Lehrern keine harmlose, von Herzenseinfalt und Unschuld zeugende. Mr. wissen, wie nahe sie .dem. ^rrv^ sii' steht. Als IdealWn rnolfitsn mir Dfifier fiiimus; MM, mir iDöAir Forderungen vor allem an uns selbst. Wer "Mochte uns da gram fein, W i^r hören aus dem nw-rpx.vor^ wurfsvoll den Mangel ganz elementarer Grundbegriffe über unseren heiligen Glauben heraus. In diesem Sinne mahnt' uns die? cm-Frage zur höchsten Kraftentfaltung in der jüdischen Schule. =r:n Q’mpa a’T>»t>nn< Zu unfern Schülern: stehen wir im Vaterverhältnis. Das nur na am Sedertifch klingt als Echo hinaus in alle Schulräume, mo jüdische Lehrer ihres heiligen Amtes mirken. Möge u Äfiyt »all Mt'UanMn MI kt gümiMigt Mördön! Personalien. Anfragen" Nur zwei Worte! Im Deutschen drei. Der an in der Hagada st-illt sie. Uv Uufchulztzz. tzrmttzsz. I» sLlmv MUt Wandelnde, Denkende, Sprechende. Kurz unb bündig lautet auch die Antwort: Mit starker Hand führte uns der Ewige aus Mizrajim. Damit ist alles gesagt; es trifft den Kern der Sache. Uns Lehrern dünkt die Frage nicht unter allen Umständen harmlos, ja in pädagogischem Sinne, in schulischer Beziehung oft peinlich, vorwurfsvoll, man dürfte sagen: aufregend. Wir wollen das gleich an Beispielen erläutern. Sind wir in Gesellschaft Erwachsener beisammen, gleichviel welcher Altersstufe, welchen GefiytmtkI, lvfMn rgmifffi nnv man mim m <&\frädj auf Esra uav Diefiemia, fo tönt uns nie Frage n«r ms entgegen. Spricht man von Josua, Jiphtach, Ioab, Josijahu, Salmanasser, Sanherib, vom Karmel, Gilboa und anderen Bergen, von Sadduzäern, Pharisäern, Essäern, vom Rambam, von Raschi, von Rabbi Jochonon den Sakkai, von Rab Asfi, Rabbenu Hakodesch, vom Remo: n*n na lautet die Gegenfrage. Ist das nun wirklich eine solch harmlose Redensart? Offenbart sich in diesen Worten nicht der schreiende Gegensatz zwischen Ideal und Wirklichkeit, erfüllt die Frage nicht die Brust des cjeimjjen^a|ten^ efjrltdj, jcfja| janben unb strebenden Lehrers mit Bitternis? ™ da? als? ist das Resultat meiner jahrzehntelangen Lehrtätigkeit? Ja, es ist ein deprimierendes Bewußtsein, sich einer derartigen Kluft zwischen Mühe und Erfolg gegenüber zu sehen. Ach, was verschlingt der Moloch Vergeßlichkeit nicht alles in unseren Schulen, schier unersättlich ist sein Bauch. Das Beste und Wertvollste fällt ihm zum Opfer. Fast möchte man sagen, er macht das talmuüifche Wort narrn 'mxai wi’ zu schänden. Wie ein DDolr Mißten MW es uns auf Din rslWMliM Möwlm eittgWni MI 7M? Weiß man dies erst feit heute? Ksinesrvegs. Seit fast 30' bis 40 Jahren sucht man nach Gegenmitteln. Literaturveveine, in neuerer Zeit Jugendvereine und Fortbildungszirkel suchen Lücken auf den verschiedensten Gebieten jüdischen Wissens auszufüllen. Wer möchte bestreiten, daß hier mit der Bereicherung des Wissens zugleich eine Belebung des jüdischen Gefühls Hand in Hand ging? Aber ebenso deutlich muß gesagt werden, daß m für uns DiomontarQ (BrunDfaiaen, meltDe Den jüdischen (Seift uttd däs Mischö MsÜhl UttZStULitt schänsök fassen, Gehalt und Jdvenkraft des Judentums ungleich klarer widerspiegeln als Darbietungen, die stets über diese oder jene Epoche und Erscheinung im Judentum sich verbreiten, über diesen oder jenen Großen unserer Vergangenheit handeln, nicht aber den leitenden Faden beachten, an dem jede Entwicklung und Zeiterscheinung des Judentums hängt. Wir sind der konservativste Volksstamm der Welt, d. h., uns ist die Vergangenheit Frankfurt a. 2tt., 1. April. In diesen Tagen sind es 40 Jahre, daß Herr Konrektor Albert Hirschberg in vorbildlicher Weise als Lehrer an der hiesigen.Israelitischen Volksschule wirkt. In dieser seiner segensreichen Tätigkekt hat er es meisterhaft verstanden, sich die Liebe der chm anvertrauten Jugend zu erwerben und sie für min und nsv sowie für alles Hohe und Edle zu be- ^erfteru. Den Lesern dieser Blätter ist der Jubilar nicket unveiMitt. bölieMei er Mich in unermuMichem Pftilhicifer das Amt des Schriftführers des Bundes gesetzestreuer jüdischer Lehrer Deutschalnds feit dessen Bestehen. Neben seiner ausgedehnten privaten Tätigkeit entfaltet er noch eine ersprießliche Wirksamkeit in der Agudoh, wo sich seine n'-rnnp reger Teilnahme und allgemeiner Beliebtheit erfreuen. es bem oeref)rten Jubilar oer^önni sein, in Tiefer Msunvhcit mi Krcisc ferner Familie rate seither für Schule und brnc-« weiter zu wirken. -mp anwsi nsa is Bücherbesprechungen. j?bn a-’iiat> ein Lehrbuch der aramäischen Sprache, herausgegeben von Rabbiner Dr. Daniel Fink. (Selbstverlag des Verfassers, Berlin- Wilmersdorf, Günzelstraße 44, Preis: M. 7.50.) Der auf dem Gebiete des hebräischen Unterrichts neue SEBege suchende unb einsck^lagenbe Wersasscr f)ai nun den drittn Teil seine? a'~nr3> erscheinen lassen, Mer sich in das weite, liefe „Meer des Talmuds", selbst in seine Randgebiete, allein ohne Begleiter hinauswagt, kommt leicht in Gefahr, Schiffbruch zu leiden. Es gehören nun einmal eine ganze Menge technischer Vorkenntnisse dazu, die Fahrt zu einer glückhaften zu gestalten. Wohl kann man noch lange nicht mit Grammatik allein ein Talmudist werden. Aber immerhin bieten sprachliche Kenntnisse eine nicht zu unterschätzende Grundlage für das rechte Verständnis des großen Geistesmevtes bss Talmuds. (Eine systematische (Einführung In Sill unl> D?efvet»e! je fies (Hafmufis^ In feine eigentümlichen Satzverbindungen und Ausdrucksweisen, wie sie Dr. Fink in feinem Lehrbuche uns vermittelt, kann darum nur begrüßt werden. Lehverbildungsanstalten, Arbeitsgemeinschaften und Fortbildungskursen junger Lehrer wie auch dem einsam Strebenden wird dieses neue und eigenartige Werk wertvolle Dienste leisten können. Es sei aus dem reichen Inhalt nur hingewiesen auf die Kapitel, die die Beziehungen zwischen bejyj Stlramäijd^en unb .S^ebräi|d^en be^cmd«ln^ auj1 bie an 3)anD eines reichen Wortschatzes Dartjelegten Grundgesetze der aramäischen Grammatik, auf die alphabetisch geordneten Partikel und Redewendungen des talmudifchen Idioms, auf die methodisch dargebotenen im Talmud gebräuchlichen technischen Ausdrücke, auf den reichen Schatz von talmudifchen Sprichwörtern, auf die beigefügten Uebungsstücke aus der Geschichte, auf die lehrhaften Erzählungen. Ein Vokabularium mit Ueberfetzung in deutscher, englischer und französischer Sprache erhöht die ürnDtnDunpmöMtrtt ficr LMliliAr: DD alrDinp Miefes ernfl arMtenBen reiferen BWnnMfnHenDen sehr zu empfehlende Lehr- und Uebungsbuch der Sprache des Talmuds auch jüngeren Schülern (etwa bis zur Obersekundareife) mit nutzhaftem Erfolge in die Hand gegeben werden kann, möchte ich, sowie ich die psychische Einstellung dieses Jugendalters kenne, bezweifeln, solang« ich nicht durch die Praxis von meiner Skepsis geheilt werde. Wagemutigen Religionslehvern sei ein praktischer Versuch nach dieser Richtung hin empfohlen. —n.

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