Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 14 (7.4.1927)
- Date
- 1927-04-07
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 18 Nr. 14 Der Israelit 7. April 1927 Neues aus der Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Für dir Mitgliederversammlung am 12. April sind CEinXafeungen etnjje frt ergangen. ©Xeicfjgetitg Ijtt&en tmr unjeren i$5i[tgi:ei>ern einige ragen porgeiegt, die wir gewissenhaft zu beantworten und im Interesse der baldigen Festlegung unseres diesjährigen Sommerprograms bald einzusenden bitten. Herr Dr. Ehrmann hat sich bereit erklärt, ab Montag den 25. April (Jsru chag schel Pesach) allmorgendlich nach Schul einen einstündigen Schiur für Fortgeschrittene zu übernehmen. Interessentenwollen sich zur Teilnahme an diesem Schiur bei dem Vorstand anmelden. Einladung zu einer Vorbesprechung erfolgt nach Eingang der Meldungen. MzliÄMr«MmlWg >4? WiM Iugendgruppe. Die Jugendgruppe der Agndas Jisroel veranstaltet am Dienstag den 12. April, abends 8.30 Uhr, im Vereinsheim, Hanauerlandstr. 17, eine Versammlung, zu der alle Mitglieder höflichst eingeladen sind. Zunächst wird der Leiter des agudistischen Schulwerks in Tel- ÜLnyiva, ijerr 3Sarucf> SRöbinomife, ein Referat halten mti \>em fEIjema: ^3er &er 5irgend um ßjreg Jisroel!" Hieran wird sich eine Aussprache anschliehen. Im zweiten Teil der Veranstaltung ist die außerordentliche Generalversammlung mit der Tagesordnung: Ersatzwahl des Vorstandes vorgesehen. Zum Schulauskritt. Für die aus der Schule austretenden Schüler und Schülerinnen ist es eine Notwendigkeit, ihren Körper auch' weiterhin durch Turnen und Pflege voll Leibesübungen zu stählen Und gesund zu erhalten. Der Jüdijc^e £urnerbuTib emjjjie^ft alten jungen Leuten, sich seinen unter sachrnndiger Leitung stehenden Kursen anzuschließen. Anmeldungen sind zu richten an Herrn Adolf F^bermann, Langestr. 3. Tel. Hansa 8315. Auf vielseitigen Wunsch soll eine Abteilung für schulentlassene junge Damen neu hergerichtet' werden.. Zwecks Besprechung ist vorherige Anmeldung' an Frl. Heidingsfeld, Waldschmidtstraße 76 erwünscht. Die Turnstünde dieser Abteilung ist Mittwoch von 9—10.30 Uhr abends. MnMMlkllsklli Der Privatkindergarten von Miriam Landsberg, Hermesweg 27, feiert nächsten Sonntag mittag 4 Uhr in der Loge Adler fein Schlußfest mit einem Frühl i n g s s p i e l, zu dem' Eltern und Kinderfreunde eingeladen sind. Zur Deckung der Kosten wird ein Eintrittspreis von Mk. 1.— für Erwachsene und 90 Pfg. für Kinder erhoben. Ein neues Bild der Synagoge Ariedberger Anlage. Ein Gemälde, die Außenansicht der Synagoge Friedberger Anlage darstellend, von einem jungen hiesigen Künstler, namens Kurt S p a g l, verdient Beachtung insbesondere in den Kreisen der Israel. Religionsgesellschaft. Das Bild (Schwarzdruck 5 M., Sepiadruck 6 M) ist zu beziehen beim Maler selbst, Rmgelstr. 34, ebenso bei Buchhandlung Bergmann, Allerheiligenstraße. Von jedem gekauften Bilde kommt der Fürsorgekasse der I. R. G. 1 M. bzw. 1,50 zugute. Wo gehört der Mann hin? Bor einiger Zeit brachten wir ein FenillewnaNikel an die Adresse eines „Anonymus", der in einer alten bayrischen Gemeinde ehrbaren Familien hart zusetzte und sich auch der Zeitung für seine verbrecherische Tat bediente. Der Artikel hatte seine Wirkung getan und dem feigen Federhelden (oder der Heldin) war damit das Handwerk gelegt. Leider stirbt das Genre nicht aus, und was in Fürth zum Schweigen gekommen ist, lebt in Frankfurt a. M. in gesteigertem und weit gefährlicherem Maße wieder auf. Das Opfer ist diesmal ein Kaufmann im Bankfach, •i>er Tief? in freier Äeit auch Iiierarifefr öetäfiar unö als 4t« |mj tu j t * * * * 0. f i.j .I ) 6 Mensch wU Jude von besten Qualitäten allgemein hoch geschätzt ist. Diesen Mann hat sich ein tollgewordener Anonymus zur Zielscheibe genommen, und die Dum- Dum-Geschosse vom Hinterhalte sausen um den Kopf des Armen in einer Art, daß sich die Sache zu einem öffentlichen Skandal ausbaut, zu dem die Presse nicht mehr schweigen kann. Seit drei Wochen etwa bringt ihm die Post tagtäglich Schmähuiib 25rc^briefe ins ^aus, £>ie man nicht niebvi$W kMgm sonn, vijn<? g« ’ enrierm, rä« «cf Gesimkenheit und sittliche Verkommenheit sein kann. Da werden dem Manne, dem kein Makel anhaftet und der viel persönliches Leid im Leben erfahren hat, Dinge an den Kopf geworfen, die kein anständiger Mensch auf sich sitzen lassen kann, es sei denn, daß sie aus Narrenmunde kommen. Intime Anliegen des Hauses, des Familienlebens, kolportiert und breitgetreten vom Waschküchentratsch, werden in einer Weise verarbeitet, die sensible Naturen in Verzweiflung Dringen rann, aus Dörfern MMal um ZDulö w macht. Ein wlchisr Plntzregm von WsgAllen, alle ans gleicher Provenienz, alle aus gleicher Hand kommend, aus gleichem Hasse geboren und ein Ziel verfolgend: einen' Menschen zu kränken, eine Familie seelisch und moralisch zu vernichten. Aber der Mann oder die Männer im Hinterhalte haben damit nicht genug. Die Gemeinheit, die geheim von Mann zu Mann wirkt, hat für solche Herrschaften ihren Zweck nicht erfüllt. Es muß die Oeffentlichkeit damit befaßt werden, damit die Familie in aller Mund kommt. So erscheinen in einem halben Dutzend lokaler Zeitungen, von der „Frankfurter Zeitung" bis zur iftfflwr'i MlMk MkMH W rill Ms rrn Kirnst' personal, Krankenschwestern ufw. auf Ms Mus hetzen. In einem jüdischen Blatt wird ein Buch unter dem Namen des Gehetzten angezeigt, das er nie geschrieben hat, dessen Titel aber eine gewisse Einstellung in einer wichtigen gemeindepolitischen Angelegenheit andeuten soll. Sehr nobel und splendid ist der Herr Anonymus gerade nicht, denn er fälscht zwar in den Begleitschreiben an die Redaktionen (in neun Fällen) die Unterschrift, vergißt aber die Jnserationsgebühren beizulegen und ordnet an, daß dieselben bei ihm, dem angeblichen Inserenten, erhoben werden. Große Zeitungen fallen darauf herein und erfahren rrft lllMMW Mm Onfafio. Da® U in UmnWrWM nasegeführt wurden. Andere, und auch Zertung-sagenturen sind vorsichtiger, erkundigen sich erst, und so wird verhütet, daß die fingierten Inserate, die nur bösartig sind und nicht einmal die Point eines Schabernack für sich in Anspruch nehmen können, in einem Dutzend anderer Zeitungen erscheinen. An den „Israelit" wagte sich der Ehrenwerte nicht direkt heran. Rudolf Moste, der mit dem „großen Auftrag" beglückt würbe, hatte auch den ..Jsrae- IU^ auf Lef Qifie, «der er farrt fechlgestlg Auch damit ist den hatzkranken Gelüsten des oder der Täter noch nicht Genüge getan. Es muß noch eine tiefere Kränkung ersonnen werden. So fährt eines Vormittags, indes der Hausherr in der Bank bei der Arbeit ist, ein Wagen, der Rettungswache vor dem Hause vor. Zwei Träger steigen feierlich mit der Bahre zur Treppe hinauf. Sie wollen nach Auftrag die „schwerkranke Frau" ins Krankenhaus abholen. Die Frau steht ahnungslos und vollkommen gesund, bis auf das Herzeleid infolge des jüngsten anonymen Brieses an diesem Morgen, in der Küche -bei her Hausarbeit. Die Männer her Rettunasroacke .-j -l-1».!•••.i....,.«>r.fl.I ziehen. -enlrnM über so viel Gemeinheit in frommen indischen Kreisen, mit der leeren Tragbahre ab. Auf der Station der Rettungswache wird dem nachforschenden Manne das.Schreiben ausgehändigt, mit dem der Wagen bestellt wurde. Es trägt die gleiche gewollt und gekünstelt kindliche Handschrift wie alle anonymen Schmähbriefe unddie Schreiben an die Redaktionen. Wie ist das Ganze zu erklären? Ist es eine Sache für ben (&iaatsatux)aÜ ober für ben ^ftjcJj-t-aier? 92teft I 4 ■ «II 4 11 i < | 11 f1 I « > > ' leicht für bÄde, MNN ss dem Oviettk vkfa Hktzittgd nicht darum zu tun mär«, ein Chillul Haschern unter allen Umständen zu vermeiden. Der Betroffene erklärt sich diese Attentate, für die eine solche Summe von Zeit und Kraft verwendet wird, mit der Wahlpsychose, wie sie heute leider in unserer Gemeinde Platz gegriffen hat und Herzen und Hirne unreifer Elemente, denen es weniger um die Sache zu tun ist, als um den Kampf an sich, in dieser schand- ^ajien 233 ei je Dergijtet. Die führenden Persönlichkeiten der einen oder anderen Partei trifft keine Schuld. Aber irgend ein unreifer Kops mit verbrecherischen Neigungen hat sich die Sache, gewiß zum großen Leidwesen der Partei, der er damit zu dienen glaubt, zu eigen gemacht, und haben wir alle, nicht zuletzt diese Partei, die Pflicht, den Narren oder Verbrecher ausfindig zu machen, wenn wir uns nicht anders moralisch mitschuldig machen wollen. Möglicherweise wird jetzt der tolle Wildschütze im Hinterhalt den Gewehrlauf umdrehen und ihn nach dem Schreiber dieser Zeilen, den er leicht vermuten kann. rinn. M« IHM MMt MS Ist WM Mn Verufswegen auf solche Dinge eingestellt, besitzt zudem einen dickleibigen Papierkorb. Redakteure pflegten solche Elaborate ungelesen als das zu erkennen, was sie sind. Man muß nicht ein faules Ei erst fertig essen, um zu wissen, daß es faul ist. Der erste Satz genügt . . . In diesem Ausnahmsfalle wird aber der erwartete Brief nicht in Papierkorb wandern, er wird mit der ganzen Schmutzkorrespondenz, die ihm zur Verfügung steht, her einzig zuständigen Sielte zugeleitet, und wird es sich dann bald zeigen, in welches von den beiden Häusern, die auch Frankfurt gottlob bs- .. Vereivskalender. Verein Mekor khasim. Samstag vormittag nach Schluß der Svnagope Dinim, Herr Dr. E. Polen. — nachm. 374 Uhr im Dereinslokal Mikro. HerrDr. M. Hofmann Donn lau. nurons naco ecoim m SDnaaoDt; (e&ßnffl MMwtzch) 8M wfc He» Aedsdteur Schachnorvitz. — vorm. 8^2 Uhr und Samstag eine Stunde nach Nacht Gmoro „Pefiochim", Herr I. Soffer. — vormittags 9*/* Uhr (ebenso Dienstag abend) 672 Uhr Gemoro, Herr R.A. G. Posen. Montag, morgens nach Schul (ebenso Donnerstag), Mifchna Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch), Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Joseph Breuer, — abends 8V4 Uhr (ebertfo Sonnersiag^j ®cmoiO| 5>err ®r. Älefer o |en, Dienstag, morgens nach Schul (ebenso Freitag), Mifchna. Herr Dr. Elieser Posen. Allabendlich 8% Uhr im Dereinslokale Schaaslernen, Herr Herz Halpern. Ja hrzeits - Sti'ftun gen: Sonntag, 10. April. Salli Frankenthal-Stiftung. Mittwoch, 13. April. Schlaumoh Simon Kallmann-Stiftung. Donnerstag, 14. April. Carl Kallmann-Stiftg- Azudä» 3irroel-3ugendgruppe. (Das Lesezimmer ist geöffnet: Sonntag nachmittag mm Z-illMr aoenös. ammma-gmmiMiiQQs mm vsn 7-10 Uhl). h3«^ vöküi. VStt IO—1 2lhk, ttächm. von 3 bis 10 Uhr). Sonntag bis Freitag morgens 8—9 Ichr, Q’»T27ifcr»D D» min, Herr Leopold Oppenheimer. — 9—12 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeder Art,. Herr Herz Halpern. — V2II—‘M Uhr, Stenogr. Kurs, Herr Guth. — 12—1 Uhr Weltschiur •»»r* «in, Herr Herz Halpern. — 274—374 W nachm, j’ffvrp rrivi. Herr Ch. Iacobowitz. Montag vorm. 9—12 Uhr Gelegenheit zum Lernen Jeher Art^ S)err Her^ ^aljein. —r 12—1 WeUschwr rnv Herr Herz Da Ipern. --- 2/L-10 Uhr abends ebenso Mittwoch abends dir V»in. Herr R.-A. Martin Katz. — 729-V2J.0 Uhr Turnkurs gemeinsam mit dem Esra, Aula der Realsch. Am Tiergarten 8. — 1/2$—lhlO: Uhr rw'2» a KiM»' Herr Hirschberg. Hegelstroße 13. - 749-10 Uhr srpp, Herr Emanuel Wolf. 0coaDDos n iiDr mm. mm » i/Mi-rnm Herr Dr. Pos en , Tlektzarten 42.— 10—11 Uhr rnv nsp, Herr Louis Kahn. — 1174 Uhr vorm. „Mifchna", Herr Heim. F ranke nthal. — 7212—74I Uhr Kizzur-Schulchan-Oruch, Herr Gerson Schnerb. — 12—1 Uhr m'lDQ» Herr Lehrer Hirschberg. — 1 Uhr nachmittags nnib* — 3-4 Uhr Herr LippmannKurzweil. — 3—4 Uhr nv» '2, Herr Dr. W. H o fmann. — 3—4 Uhr '"VYDtf v»in. Herr Emanuel Wolf: — 4—8 Uhr lliK Herr AP u n. — 1/^4-5 Ilhr ns'a Herr fier» © dj tt eib — i/4o USB 8^ yülchg WN 5iS — 5UlO Uhr .Gemoro Kiddufchin", Heu Tarfchich. —67z bis Na ±. Geistd.jüd. Gesetzeslehre, Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Herrn Dr. Ehrmann. — Mauzoe Schabbos von 8- bis 10 Uhr hebr. Sprachkurs für Herren. Herr Elijohu Bilitzky. Aguda» Iisroel-INädchengruppe. Tsnnrss MZl ra ZMüllMkMM- HM A. Guth. Montag 9—10 Uhr •r'xn, Herr S. Unna, Kl. Obermainftt. 30. — Dienstag 7-8 Uhr Stenografie-Kursus, Herr A. Guth. — 7—8 Uhr Sprechstunde der Stellenvermittlung. — 7-9-7210 Uhr v'K'21. Frau Hild. Joseph. — 9-10 Uhr -wir'in, Herr Dr Weger, geschl. Arbeitsgemeinschaft. Donnerstag?—8 Ubr Sprechstunde derStellen- Dermtfflnna. W m 10 iior naco barung Führerinnenkurs, Herr A. Alerz b ach, Röderbergweg 9. — 3U9 bis 3/410 Uhr d’jh, Herr Lehrer Hirschberg. — 9—10 Uhr Kleiderausgabe der soz. Kommission. — 9—10 Uhr Arbeitsgemeinschaft, Frau Dr. Rosenbaum. Grünesttaße 42. Schabbos nach Schluß der Syagoge nrnirnrnL. Frl. Marcus. — 4—5 Uhr nachm, Herr Lehnr Hirfchberg. - 174 Std. vor Nacht N'VV''. Herr Arnold Merzbach. Kap. 13—21, 11 tägig. — 11^4—12Uhr Seftauroi) - Schiur!es Secra SuL öew!n. — nai SacOt Schachspiel zur freien Verfügung. — 8—10 Uhr hebr. Sprachkurs für Damen, Herr Elijohu Belißki. Llwjalh Ltze»-Veret«. Samstag 43/4 Uhr. im Hörsaale Friedberger- Anlage. Midrasch-Vortrag, ..Kidusch Lewonoh" (Fortsetzung). Le-Hamldrasch, ostendstraße II. Don Sonntag bis Donnerstag einschl. allabendlich von 3/48 —9Uhr 711313 Herr Rabb. M Karpel. 88" W'TSM M DkM Mr M8k mtm Sonntag vorm Uhr, Dienstag bis Donnerstag abend 8 Uhr. v-V'Verein vstendfirahe ir Rabbiner S. Weber. M27i2 'On von Samstag abend bis einschließlich Donnerstag abends nach uan 2'NV». V. 3. 9L (Frankfurt a. M j l8NH8888SNrNlll3Z; 1. Student lucht in Universitütssiabt Nebenbeschäftigung an Schule, Hauslehre oder derql. 2. Es besteht Ntederlaffungsmöglichkeit für einen. Arzt und Rechtsanwalt in Ostpreußen. Die neue Adresse ist: Rechtsanwalt Martin Katz Frankfurt am Main, Röderbergweg 71. Gehetzette«. sns» rmrv J^retläg ß.9& Samstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 4.30 Samstagabend 7.55 lvochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6.30 Tefilin-Legen am Morgen 4.30