Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 14 (7.4.1927)
- Date
- 1927-04-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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U'i' . i 'UliHlji.: J!'. 7. April 1927 StttitSnUti» Dev amEamsche Oberst Amem verleidigl Rumänien. Bukarest, 29. Mürz. Der judenfeindbiche „Vitorul" veröffentlicht die Einrücke, die Am ent in Bessarabien und in der Buko-;ina über die Lage der Juden in Rumänien gesammelt ■xt. Colonel atment sagt: „Ich habe mit meiner Frau :,nd einigen Freunden Bessarabien und die Bukowina l ösucht und habe mich da überzeugt, daß die Gerüchte bsr Bluttaten gegen die jüdische Bevölkerung in Rumänien absolut unbegründet?e!en, MD 'iuden, mit denen ich gesprochen habe, versichert, daß sie .,on den rumänischen Behörden gerecht behandelt werden ,nd mit der rumänischen Bevölkerung im vollsten Ein- ,ern>ehmen leben. Eine Ausnahme machte ein jüdischer Äemeinderat aus Chisinau (Ament erwähnt nicht, daß sich llss! Dberr-abbiner ^ireljof)« ^artiveli), ber mit mir unter vier AugStt spköchSN wvlllö, IDffi Ich WWleYNt habe. Die Gegensätze zwischen rumänischen und jüdischen Studenten haben keine besondere Bedeutung und können nicht für leine nationale Frage gehalten werden. Die Ermordung Faliks durch Totu ist bedauerlich. Es handelt sich aber um die Tat eines Fanatikers. Es wäre ein Unrecht Rumänien gegenüber, diesen Fall als Beb spiel für die Vezishunge-n Zwischen Juden und Rumänen )U NLhtNSNi ^jch p??rhe irr llturnürrien ÜÜ40 Ä-lz mäßige Behandlung der Juden Rumäniens öffentlich sprechen." Unter der Judenheit von Bukarest, Czernowitz und Chisinau (Kischinew) herrscht Empörung über die Methoden Aments, in überraschender Weise zu Sitzungen öffentlicher Körperschaften zu erscheinen und die jüdischen Mandatare in Gegenwart rumänischer RegierungsbsEü>Lr ZU befragen, aber jede Unterredung mit Juden allein cds^ixteljneri- 931 an ist [ A ÄiMJlflJfj! ÜßlQl! DllD rumänischen Kreise, die diesen sonderbaren Kronzeugen nach Rumänien gebracht haben, um. ihm Potemkinsche Dörfer zu zeigen, statt ihren Einfluß darauf zu konzentrieren, daß den gefährlichen Judenhetzern in Rumänien der Boden entzogen wird. (Siehe Wochenrundschau in jüngster Nummer.) ’Jt CID IJ Ö H i SV, sMrg. Das Büro des Amerikanisch-Jüdrslhen KöttgMssSS bSfaßte sich mit der Tätigkeit des amerikanischen Obersten Ament in Rumänien, von dem die rumänische Presse behauptet, er sei ein Vertreter der Regierung in den Vereinigten Staaten. Der Amerikanisch-Jüdische Kongreß stellt fest, daß Oberst Ament, der früher Direktor des amerikanischen Hilfswerks für Rumänien gewesen war, als WMMsM in MistM'kst ®etrt unb teinerrei lichen Auftrag hat. SÄNe Msthüdsn Wörden in der amerikanisch-jüdischen Oefsentlichkeit verurteilt, da er im einseitigen Interesse der rumänischen Regierung handelt. Die Lage in Rumänien. Bukarest, 24. März. Deputierter Dr. Ebner und Senator Klüger iMMkimmn mm DMm^^fter <Z°g« « &8eiTn. heil kör letzten Lxzssss in Di?aDea Mllkö (MosirWaMem), Jassy und anderen Orten. Die Parlamentarier verwiesen darauf, daß sich die Ausschreitungen trotz der Zusicherung des Ministerpräsidenten, die Ruhe und Ordnung herzustellen, wiederholen. Innenminister Goga dankte den intervenierenden Parlamentariern für die Aussprache, die eine Stunde währte, und sagte, er werde die nötigen Maßnahmen ergreifen und den zuständigen Organen streng« Weisungen erteilen. Inzwischen Mg dem MMistcrpräsibkntsn, vsm Minister des Innern, dem Oberkommissar für Bessarabien General Rischcanu und dem Generalstaatsanwalt von Jassy die folgende Klage zu: „Wir Unterzeichneten Einwohner und Bürger der Stadt B e l c e haben die Ehre, Ibnen mimmien. Mi in Der MHl nsm ig, gum 17. SKnrg 1027 bie jüdischen Passagiere, Bürgöi? Stadt Belce, die sich im Zuge Jassu—Belce befanden, grausam von Individuen, die sich Euzisten nennen, gemartert worden sind. Man hat den jüdischen Passagieren die Köpfe eingeschlagen und die Schwerbkutenden aus den Kupees und den Gängen hinausgeworfen. Man schonte weder Greise, noch Frauen und Kinder. Alle würben mörberrfch geschlagen und zwischen den Stationen 'rkumpm wnö Putschst nut FnM W' Der Israelit schleudert. Das Zugpersonal verhielt sich nicht allein passiv, sondern nahm an den Mißhandlungen teil. Die llöMle DkviMiMg m stößt föm fm1n ¥****• &e beruft sich auf bie Aesetze des Landes und die Ekklürungen der Regierung und fordert, daß Maßnahmen ergriffen werden, daß der Bürger Leben und Eigentum geschützt werde." Unterzeichnet sind 13 angesehene Bürger der Stadt. In Bukarest veranstaltete eine Grüppe Studenten, die im Restaurant „Karpazi" gekneipt hatte, spät nachts einen antisemitischen Exzeß, überfiel eine Gruppe jüdischer Passanten und schlug aus sie ein, so daß mehrere bluteten. Die Polizei naf)tn einige Studenten fest, entließ sie aber nach Ausnahme der Personalien sofort. Jahresversammlung der liberalen Synagoge in London. Lvnbon, 30. M«rg, Unter dem Vorsitz von Claude G. Montefiore wurde am 27. März die Jahresversammlung der liberalen Synagoge Englands abgehalten. Montefiore teilte mit, daß der wichtigste Akt des abgelaufenen Jahves die Fertigstellung des liberalen Gebetbuches fei. Miß Liily M o n t g u e berichtete, daß sie einen Scheck von 500 Pfund soeben aus Amerika für Zwecke des liberaiiu Qu&inkmu MaltM Wo. da MW m WM8 Interesse für Den Weltverband. Ein sehr großes Arbeitsfeld sieht die Miß in Osteuropa. Die nächste Konferenz des Weltverbandes des liberalen Judentums werde im Jahre 1928 in, Berlin oder Frankfurt a. M. statifinden. G. Montefiore wurde wiederum zum Präsidenten der liberalen jüdischen Synagoge Englands gewählt.!j$«l(a|l!na|tagen Itti ö o n b o n, 24. März. In der Sitzung des Unterhauses fragte Colonel Wedgwood, ob der Fall bekannt sei, daß jüdische Fischer auf dem Kinereth-See in Galiläa von arabischen Fischern nachts angegrifsen wurden, so daß ihnen Einwohner von Dagaria zu Hilfe eilen mußten, und daß dann sowohl Juden wie Araber in Haft genommen wurden; ob der Miniffor iQ'flon tmi warum Mül Die WUgrWiM verhaftet wurden und wie die Sache jetzt sieht. — Minister Amery erwiderte, er sei über die Angelegenheit nicht informiert, er habe den Oberkommissar zur Berichterstattung ausgefordert. Colonel Wedgwood fragte weiter, ob ein Bericht über die Entwicklung und Ausdehnung des Eisenbahn-, netzes in Palästina vorliege; wann die Führung der WllWWMMM mm MUMM itfir M^ixo nadj Haifa beginnen werbe unb ob die Knotensiatiütt ist Tel- Awiw oder in Jaffa erbaut werden wird. Minister Amery erwiderte, er habe einen Bericht erhalten, laut welchem der Oberkommissar von Palästina diese Angelegenheit sorgfältig erwägt. Die Kapitalien zur Deckung der Kosten der Verlegung des Knotenpunktes von Ludd nach Jafsa-Del-Awiw seien gegenwärtig noch nicht oerfügbcrr. aber hem augenblicklichen Bedarf tnerhß Durch Den Bml eines ©feilst Nkgehklftn, In Beantwortung weiterer Anfragen sagte Minister Amery, er hasse, daß von der Palästina-Anleihe manches Kapital verfügbar sein werde, aber die wichtigeren Angelegenheiten hätten den Vortritt. Er könne nicht sicher sagen, ob die Eisenbahn-Zentralstation an der im Bericht empfohlenen Stelle erbaut werden wird. Nr. 14 Seite 7 unberechtigt seien; es scheint, daß diese Proteste, der Sturm der Empörung im gesamten Auslande nicht ohne Gcinbrucf auf bie Negierung geblieben find, Dis Lag« Mi öiiötn ln Numümen. fuhr Swetan fort, fei womöglich noch schlechter geworden, und die ganze Verantwortung hierfür laste auf der rumänischen Regierung. Sitzung des Board ojr Depukies. London, S1, Mnrg, In der gestrigen Sitzung des Deputiertenrates der englischen Juden hielt der Präsident d'Avigdor Goldsmid einen Nachruf auf Paul Nathan. Darauf erstattete Herr Lucien Wolf den Bericht des Joint Foreisn mwmMk, mf ßkn M m fllMllllisHe Negierung in BerbiiidMiK ttiU dStt cklltljMschSN UN ruhen gerichteten Protestbries ist noch keine Antwort eingetroffen. Der rumänische Gesandte Titulescu hat vor seiner Abreise nach Rumänien eine Unterredung mit Lucien Wolf gehabt; man müsse seine Rückkehr abwarten, um über die Haltung der rumänischen Regierung etwas zu erfahren. Die rumänische Regierung erklärt fortgösöjzt. datz die Nachrichten über antijüdische Unruhen übertrieben uns, baß Ine Pra teste tm Olüsläni Die Zustände in der haifaer Quarantäne-Station. London, 23. März. Oberstleutnant Kenworthy fragte den Staatssekretär für die Kolonien, ob ihm bekannt sei, daß die Quarantäne-Station von Haifa in der Nähe eines abflußlosen Rumpfes, ber als SvulfiwK? für Q)UUW<!JBiÜi8H M rüchtigt ist, gelegen sei, und ob er Anordnungen treffen würde, daß die Quarantäne-Station m eine gesündere Gegend verlegt werde — Minister Amery erwiderte, er habe vom Oberkommissar von Palästina einen Bericht über die Lage der Quarantäne-Station erhalten; es jefen inx Umfrei je von eineinhalb Kilometer keine MalükishsM vdkhanDen. Es könM vesWw mich » geeignetere und gesündere Lage für die Quarantäne gefunden werden. Kenworthy: Weiß der Herr Minister nicht, daß ich den Platz im vorigen Jahre besucht und gefunden habe, daß di>e Quarantäne an der abscheulichsten Stelle aller unserer Dominions zu liegen kommt. — Der Minister gab darauf keine Antwort. Gefährliche Rikualmordhehe in Griechenland. Saloniki, 25. März. Wie in den Jahren 1925-26 war die Stadt Florina auch m diesem Jahre in Verbindung mit den nahenden Passahtagen der Schauplatz einer gefährlichen Mtualmordhetze. Zwei griechische Kinder im Alter von 5 und 9 ÄshWll wllMn llMMstt. araitatDron Mulm Das Gerüchi aus, die Kinder seien von den ^uöen zu rftuesten Zwecken getötet worden. Di/ Menge wollte durch die Straßen und rief: „Tötet die Juden!" Der Polizeipräfekt forderte den Rabbiner von Florina auf, die Kinder den Eltern zurückzugeben. Die Stimmung war sehr gefährlich. Der griechische Metropolit intervenierte zugunsten der Juden. Militär sperrte das jüdische Viertel gegen den miiienben Pöbel. Schließlich mürben bie »er» mitzlm Kimm mw ersehn uusgesunmn. Eine Untersuchung gegen die Hetzer wurde eingeleitet. Das Komitee der jüdischen Delegationen und die Staatenlosen. Paris, 1. April. In AULsÜUMg Mr WWW Mr m Mm flDQD haltenen Konferenz, Die sich mit der Frage der Staatenlosen befaßte, hat das Komitee der jüdischen Delegationen in Paris am 25. Februar d. I. der Verkehrs- und Transit-Kommission des Völkerbundes ein Memorandum überreicht, welches praktische Vorschläge zur Lösung der Frage der Freizügigkeit und der Paßausfolgung der Staatenlosen enthält. Wie die I. T. A. erfährt, hat das fcer trt bätefert J£agen bert MsWw ßrijalten, hast Ms Memomnvum Der Dritten Hauptkonferenz über Verkehr und Transit vorliege und daß über die Vorschläge im einzelnen beraten und beschlossen werden wird. Das Komitee der jüdischen Dele- Begünstigt durch den milden Winter und das herrliche Frühjahrswetter sind diie Arbeiten am neuen Kur-' saal so weit vorgeschritten, daß mit ziemlicher Sicherheit mit der Einweihung und Inbetriebnahme zu Beginn der Hauptsaison gerechnet werden kann. m itßiiQ fiirfaaL Drötfjßia luimitfsn Der altem Säumt des Kurparks gelegen und mit einem Flügel bis zur Tauber reichend, erhält einen elegant ausgestatteten Konzert- und Theatersaal mit geräumiger Bühne und versenktem Orchester; geschmackvoll eingerichtete Schreib¬ und Lesesäle mit herrlichem Blick auf Park und die alte Stadt: ferner in seiner ganzen Länge eine breite, geteitü Imafft auf Dorern nerDroiterißn ffnDo Die Utatfji Mkttagstanztees abgehalten MekkM. Als Kurorchester, das in diesem Jahre in einer Besetzung von 40 Mann spielen wird, ist wiederum das Philharmonische Orchester Stuttgart gewonnen worden, das unter dem beliebten Dirigenten Emil Kahn den Ruf Bad Mergentheims als Stätte vorzüglicher und auf hohem Niveau stehender Kurmusik aufrechterhalten und weiter ausbauen wird. Jüdisch-religiösen Kurgästen bietet Hotel Fechenk» ct (Qvaxt Mrfb*ert£>&ran^Gne^m^n Ötufenfftaff und n