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Der Israelit · 1927-04-07 · Heft 14 (7.4.1927) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 14 (7.4.1927)
Date
1927-04-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite S Nr. 14 D r r Israelit 7. April 1927 gation hat Besprechungen mii. polmschen Persönlich- WiW gmlm$i m suutfty&xte iU L* Problem der Staatenlosen zum Gegenstände Wien. In Ausführung eines weiteren Beschlusses der Berliner Konferenz hat das Komitee Anstalten getroffen, um die Position der Staatenlosen in Frankreich, Belgien, Deutschland, der Tschechoslowakei und Oesterreich zu untersuchen und sestzustellen, in welchem Lande sie anspruchsberechtigt sind. Personalien. Köln. 31. März. In unsrem aufs Praktische eingestellten Zeitalter wiegt das Leben der Männer, die in ihrem Berufe die Pflichten des Judentums zur Erfüllung bringen, odppelt schwer. Um so beklagenswerter erscheint es, wenn ein solcher Mensch in der Blüte der Jahre das Zeitliche segnet. Mendel S. Seligm a n n n V welcher am 16. Adar I (18. Febr.) im Alter von 44 Jahren dahier von einem kurzen, schweren Leiden erlöst wurde, zählte non jeher zu den pflühtbewü&len Selju&lm, im Aanuüenuni) Erwerbsleben das jüdische Gesetz als Leitstern betrachten. In Köln, wo seine Wiege stand, blieb er im Elternhause, bis er mit seiner gleichgesinnten Gattin, einer Tochter. des, Herrn Lehrer Oppenheimer in'Goch, ein Heim gründete, welches wir aus dem ganz besonderen Grunde als ein echt jüdisches bezeichnen möchten, weil es durch das Taurohlernen geweiht war. welchem sich der Heimgegangene llllwWMtllltz nach WschgstllchM ym biete utxb weil es rhm e^ten Ausgleich für die Entbehrungen darbot, die er sich auf der Reise in gewissenhaster Jnnehaltung der ninv^-Vorschristen auferlegte. Vor kurzem siedelte er nach Dinslaken über und nahm auch dort die willkommene Gelegenheit wahr, seine Mußestunden zum Taurohstudium zu verwenden. Er besaß ein edles Gemüt und war darauf bedacht, die Menschen zu erfreuen, soweit es in seinen Kräften lag. Dazu verhalf ihm' eine angeborene Frohnatur, die er in jungen Jahren in den Dienst jüdischer Veranstaltungen stellte. Ja tiiMr iQuroDmmiQiimü. M rar MMang Des Mi mm und ZUt> Eksassuttg dös TüUrühgöift^ im Kreise der Kölner Jugend Wesentliches leistete, fehlte er selten und nahm stets regen Anteil an ihren Bestrebungen. Die Liebe zur Tauroh, die dort so manchem erwuchs, erfüllte auch ihn und blieb bis zu seinem letzten. Atemzuge iin sein-W A?W HMM, Ei« mMüMu MMmentreffen gab den Anlaß zu seiner Erkrankung. Es war die Jahrzeit seiner von ihm innig geliebten Mutter, jener herrlichen Mischen Frau, von welcher man zu sagen vermag, daß jede Spanne ihres Lebens ein Stuck Judentum war und die durch ihre innere, aufrichtige Frömmigkeit, ihren Ansporn zum Taurohlernen und zum Wohltun in der ganzen Gemeinde hervor ragte. An diesem Tage zog es ihn an die Stätte ihrer hienidigen Ruhe, ein Nachklang der Liebe und Verehrung, die er den MM g« fören LkkMtM giöflHL in« miTf irsii m M sich eine CNällUW zu lmö UM mären Me Seelen, Me sich einander geliebt, im Lande des Lebens wieder vereint. Möge sein n-ot vor allem seiner Gattin und dem Kinde zuteil werden und möge der Spröhking durch seine Lebensweise dem Mutterherzen die verlorene Freude zurückgeben. Bern, 4. April Hier starb am 2. April, Isidor Weil, gewesener Oberrabbiner in Colmar und Ober- Elsaß. Er war der Verfasser einer religionsphilosophischen größeren Abhandlung über „Levy ben Gei^on": auch über das Kadisch und über die Charakteristik ösra e l s jd^ri-eb er J leine re SUbJ^arablungen^ alles in' französischer Sprache. Seit Ausbruch des Weltkrieges lebte er in Bern bei seinen Kindern als Privatmann. Er erreichte ein Alter von 89 Jahren. Als Rabbiner wirkte er volle 49 Jahre, davon 12 allein in Colmar. Hannover, 8. März. Einen schweren Verlust erlitt die Familie des Kaufmanns Jacob Schul, hier. Im blühenden Alter non 19 Jahren (kirrz nach jsinenr CBe» tmrrsicrc^ nerj£peb n<xdj lurgjejrtj schrosrern ^ranlenlager Deren Sohn Abraham Jzchok. Sonniges Wesen zeichnete den Verstorbenen aus. Wie seiner Familie reißt sein Heimgang eine nie vernarbende Wunde in den Kreis aller, die ihn kannten. Dem so früh Verschiedenen gab eine große Menschenmenge das letzte Geleite. Herr Landrabbiner Dr. Freund hob in seiner Grabrede die große Beliebtheit, den Lerneifer, die Intelligenz, die Freundlichkeit und die stete Hilfsbereitschaft des Entschlafenen hervor. rrasuv Briefkasten. N. N. Sie müssen Ihren Namen mindestens der Redaktion die ielbstverständlicb strengste Disbrotion wahrt, nennen, rvonn Ihr Aufsatz erscheinen srll. D. L. in Kol omyja. l. Ob in »»»NN selbst .eine solche Einrichtung getroffen war. davon ist weder in noch in jvn» etwas erwähnt. 2. Mit dem Worte irr^ in Jeruschalmi ist auch die Schwierigkeit, auf die Sie Hinweisen, bebehoben. S. G. in W. Betrag eingegangen und für Abonnement verbucht. Aämiliemiachrichteu. Barmizwo: Hermann Weitzbraun, Zögling der isr. Waisenanstalt in Frankfurt a. M., in der Waisenhaussynagoge, smxa ntzns. D a n k s a sszvns Für die vielen wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres Fräulein Flora Gogpenheioi ™ sviechen wir unfein lies geWMsien Dnul aus. Frankfurt, a. M., den 7. April 1927. Die trauernden Hinterbliebenen An der jpDUnfl der beliebteste Strand Adria UlfflUU Pension Händler - Haus I. Ranges - Neu apöffnet - 8tr>s«Z ^1^3 - Bezüglich Verlässlichkeit beste Referenzen - Gute Ungar, u. Wiener Küche - 5. Mai-15 Juni bedeutend ermäßigte Preise- Prospekt - Bestempfohlener Osterauientfaalt *\ ^SVVÜöS.V-'i. r ü r WR 'E ff 3 labbat-Anfang u. Ausgang snsa mv Ort: UMLM G. M Serlin . . . München . . Köln ... Stuttgart . . Sreslau. . MMSM . 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