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Der Israelit · 1927-04-07 · Heft 14 (7.4.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 14 (7.4.1927)
Date
1927-04-07
Page
– (sequence 5)
Language
German
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:. Tvm 1917 *. . .. n .... \ ' i ■i/ -> , , . . gonespoiwnzei» fiacbrkbten. Reietz. klahkin und die Spinozafeier. Franksurta. M., 29. März. Herr Dr. Jakob K l a tz k i n in Berlin bittet uns um die Veröffentlichung der nachfolgenden Zeilen: „Sehr geehrte Redaktion! m WM Halts Nr. 11 ÜOffl 17. MML INI Wen Sie ein ungenaues Jta-Jnteroiew von mir veröffentlicht und daran einige Bemerkungen geknüpft, die bei richtiger Wiedergabe dieses Interviews seitens der ITA wohl unterblieben wären. Ich lasse Ihnen beifolgend mein in der letzten Nummer der „Jüdischen Rundschau" (teilweise wegen Raummangels nur auszugsweise) veröffentlichtes Spinozareferat zugehen, dem ehre SXrtmerfurxg bei^e|Lü,-gt tfi, irr «»elcfyer b-te ertifc^eidende Stelle des Jttterviews rvahchMMNW wrichtigl wird. , Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie in der nächsten Nummer Ihres Blattes auch Ihre diesbezüglichen Begleitworte in einer Ihnen geeignet erscheinen-, den Form ebenfalls berichtigen würden. Selbstverständlich können Sie dies Referat in extenso .p&er ausgugsmetje krtrt^ett- Ich möchte ausdrücklich betonen, daß die Bemerkung der Redaktion der „Jüdischen Rundschau", die mir vor der Veröffentlichung leider nicht vorgelegt wurde, daß ich das Referat als „jüdischer. Vertreter" gehalten hätte, den Tatsachen nicht entspricht. Ich war lediglich als Spinozaforscher zu der Feier und zu dem Referat (wie es der Präsident der Spinoza-Gesellschaft, Dr. Gebhardt-Frankfurt a. M. bestätigen kann) eingeladen. Ich werde auch dies berichtigen." Berichtigt wird in diesem Schreiben gegenüber unseren i'llffüpüp mW MB fl» M Bffilfffuna IfF M : Enzyklopädie. In dem JTA-Jnterview heißt es, daß die neue' Enzyklopädie ein Ausdruck des modernen säkula r i s/e r ten Judentums sei, während Klatzkm jetzt bestreitet, „säkularisiert" in. diesem Zusammenhang gebraucht ' zu ljabmp Nichtsdestomentzer bleibt lös dubei, daH Herr Dr. Klatzkm dieses moderne Judentum dahin charakterisiert hat, daß es an keinerlei Lehrinhalt ö c DunDsn in. üDDroui W noiiDMQmBnic m » gerungen ergeben haben, die wir gezogen haben. Gleichzeitig verösfentlicht Herr Dr. Ktatzkin in der „Jüdischen Rundschau" einen ausführlichen Bericht über „Ich denke, durch Kenntnisse und Fleiß das zu erreichen was andere erstehen, indem sie Ueberlistung oder BeMaung amvenden. Wer seine überlegene Situation ausnutzt, macht seinen Nebenmenschen zum Sklaven, einerlei, ob er —wie mein Chef heute früh — einen Reisenden unnötig eine halbe Stunde warten läßt oder gleich dir einer Marktfrau zu Unrecht Geld abzieht!" Nun mischte sich der Vater in die Debatte und sagte: M Ml WMM NW «WMi Wk * Thora, das Wort Gottes, das wir stets zu besragen haben? Die Thora hat die materiellen Beziehungen der Menschen zu einander aus den Rechtsgrenzen des Mein und Dein in die Religion emporgehoben. Fürchte dich vor deinem Gotte! ruft die Thora dir zu. Nicht der Gedanke, ob du vor den Gesetzesparagraphen, sondern der <&eba.nte, ob bat cor -bern-er oor betr gisür» TU <See?e f>e|Aefjert fia.n>nflf joll &i<J> leiten. Das Leben deines jüdischen Bruders, fein Wohl und Wehe, fei mit dem deinigen verbunden, aber auch zu dem Nichtjuden verhalte dich stets menschenfreundlich und suche seine Existenz zu fördern. Schlage im dritten Buch der Thora Kapitel 25 auf und lies die Verse 35 und 36; sie regeln die materiellen Beziehungen des Juden zu seinen Nebenmenschen!" Wöäjcntaicnbcr. vo« 8. - 18. April IM. I vom 7. - 14. Nissan 8M Samstag 9 7 Sonntag 10 8 Montag 11 9 Dienstag 12 10 Mittwoch 13 11 Donnerstag 14 12 rann pp-m .leellss iS 13 Samstag 16 li 'INN >nan nasr noa aiy Die Mache. Berlin. Als Vorsitzender W Zen lr« l - wohlfahrtsstelle der deutschen Juden ist Herr Rabb. Dr. B a e ck gewählt worden. Vom Preußischen Landesverband wurden die Herren Dr. Klee und Moritz A. Lob in den Vorstand der Zentralwohlfahrtsstelle delegiert. — Die Vereinigung liberal e r Rabbiner Deutschlands hat .in ihrer letzten Versammlung Stellung zum Zionismus in dem Sinne genommen, daß sie TTWtio traten ©ijnrafter bes ^Jubentums a b ' lehnt, im iiOnigen aber es etaem jeden Mitglied überläßt, wie es sich zum Zionismus verhalten will. — Das Rathenau palais in der Viktoriastraße wurde in ein K u n st h a u s verwandelt, in dem die Frankfurter Kunst- und Antiquitätenhandlung I. u. S. G o l d s ch m i d t und das Berliner Haus Max H e i lbronner Kunstschätze ausstell-en. — Die „Dtfche. Ztg." hatte behauptet, der Bund jüdischer Frontsoldaten setze sich nur zum kleinen m M ZMlkschsM WNlNM und wurde darob vom Bunde wegen Verleumdung verklagt. Als Resultat der Verhandlung „bedauert" nun der verantwortliche Schriftleiter der „Deutschen Zeitung", Hans v. S o - denstern, falsch informiert gewesen zu sein und bestätigt, daß bei der Aufnahme in den Rj. Fsogar sehr streng die Fronttätitzkeit der Mitglieder geprüft wird. München. Im LMNWll mmm MM m MMM«° listjscher' Antrag, Juden von der Wählbarkeit in die Aerztekammer auszuschließen, abgelehnt. Hamburg. Unter der Redaktion von Leo Korn i tz e r in Hamburg erscheint seit dem 1. April eine Zweimonatschrift des Allgemeinen Deutschen Kantorenverbandes unter dem Titel „Der Jüdische Kantor". Köln. Dieser Tage wurde in Köln eine Ausstellung unter dem Titel „Die jüdische Frau und das jüdische Haus" eröffnet. Es soll damit, nach dem Programm •" der Aussteller, gezeigt werden, wie auch im modernen jüdischen Hause die jüdische Tradition gepflegt werden kann. — Auf dem jüdischen U»M 88, nssrg ss: ges im Rheinland, einer althistorischen Grabstätte, sind arge Verwüstungen angerichtet wotden. Elf schwere Grabsteine sind umgeworfen und viele Gräber in rohester Weise geschändet worden. Die jüdische Gemeinde in Neviges hat eine Belohnung von 300 Mk. für die Auftatan btt verbttchenschm Tat «Mt. - Weimar. Mit Annullierung des Mandats des Abgeordneten Wünsche hat die Völkische Üflffisn Hfl LMWWfl SSSSTSflt Der ganze radikalrechte Flügel besteht nur noch aus zwei Nationalsozalisten. Münster. In Enger, wo die jüdische Gemeinde auf drei Familien zusammengeschmolzen ist, wurde die . Synagoge meistbietend versteigert und für 140 Mk. verkauft. Wien. Die Wiener Universität stellte einen Hörsaal zur Verfügung, in welchem zweimal wöchentlich Kurse in jüdischer Wissenschaft abgehglten werden. Budapest. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 25. März hielt der neugewählte Deputierte Marsell Varacs dem Grafen Bet-Hlen vor, daß der Numerus clausus an ssn ungarischen Univiersitoten ohne «MIM Srfttz NWGW m VM W, dem Minksterprästdenten, stillschweigend geduldet werde. Die Antwort des Ministerpräsidenten stehl noch aus. — Bischof Ottokar P r o - haskar brach mitten in einer.Predigt auf der Kanzel der Universitätskirche tot zusammen. Bischof Ottokar hat sich vor einigen Jahren auf |JranCJatrt «. M. mit einer ganz MS dem Rühmen der BeryaüvluiMn fallenden antisemitischen Rode unangenehm bemerkbar gemacht. In einer Erwiderung aus einen kritischen Artikel im „Israelit" suchte er sich vom Verdachte des Antisemitismus zu reinigen, hat sich aber in den. letzten Jahren an der Judenhetze in Ungarn stark beteiligt. — Leningrad. Dieser Tage fand in dem hiesigen Bes-Hakneses Mwrijah" ein Sijum auf ganz Schaß statt. Diese an sich in orthodoxen Kreiskfl TTttfff Mil MMsM gkigks?a§ trog der unerhörten Dedrohungen. seitens der bolschewistischen Behörden, die Thora noch immer in Sowjet-Rußland ein Heim hat. Zu der Feierlichkeit kamen von allen Seiten zahlreiche Teilnehmer, an die unser Oberrabbiner eindringliche Ermahnungen richtete, unter keinem Preis ein Deut von Thoras Mosche zu lassen. Skr. IS MM 8 Die Kaffeebohne verlangt die Zutat von s C&rlsbade? Zur stärkeren Entfaltung ihres Reichtums an Duft und Warze! noD bv iVD „Webers Carlsbader" wird hergestellt unter Aufsicht des Rabbinats der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel zu Berlin S« imifibsn SRksdi J. Antoa Alexander. Berlin N. 24, Oranienimiger str; z/a Ad. Goldschmidt, Berlin C. 1, Neue Friedrichstr, 45 Samuel Haafi, Berlin C. 54, Gipsstr. 12a David Bauer, Frankfurt a/M., Bömestr. 29 A. Metzger, Frankfurt a/M., Börnestr. 39 das im Haag von ihm gehaltene Referat, das allerdings viele Dinge von recht sympathischer Tendenz enthält. So sucht Klatzkln mit gutem Erfolg die Legitimität des gegen zu rechtfertigen und Spinoza ausgesprochenen Cherern weist auch daraus hin, imfr ln Uv damalig Instrument des Chevem nicht den furchtbaren Charakter hatte, den der Uneingeweihte darin erblickt. Davon zeugt auch z. B., wie Klatzkm bemerkt, die vonGebhardt dokumentarisch erwiesene Tatsache, daß auch über den berühmten und vielfach verdienten Amsterdamer Rabbiner M a - na s s e b e n Is rae l, dessen Frömmigkeit von niemand llWWkisikU mmm Ar killlMl mm unsnrNAML gegen die Gemeindevorsteher für einen Tag der Bann verhängt wurde. Gründungsverfammlung der Jüdischen konservativen Vereinigung. Berlin, 31. März. Die Gründungsversammlung der Jüdisch-Konservativen Vereinigung fand, wie schon mitgeteilt, am Dienstag den 29. März in Berlin statt. Der Tagung ging am Vorabend eine Begrüßungsfeier in den Räumen der Bnei x>orart, 51a ber sich gegen iOO Äeilne^ntcr- -ein« - **5 8.>0 1)00 > gesunden hatten. Die Tagung selbst fand -in dem Plen a r s i tz u n g s s a a l der jüdischen Gemeinde statt. Herr Dr. Ist K a h n eröffnete die Tagung und brachte zunächst eingegangene Telegramme und Begrüßungsschreiben zur Verlesung. Als dienstältester konservativer Rabbiner der Berliner jüdischen'Gememlie begrüßte Herr Nllbbmer Dr. Löwenthal in Anknüpfung an das Schriftwort die aSerfcOTimlung. Die Reihe der Referate erösfnete Herr Gemeinderabbiner Dr. R 0 s e n t h a l -Köln. Er sprach über „konservatives Judentum als Welt- und Lebensanschauung". Das Korreferat hielt Herr Rechtsanwalt H 0 r 0 v i tz - Frankfurt a. M. Ueber die im Entwurf vorliegenden Satzungen der Jüdisch-Konservativen Bereinigung berichtete Herr Moritz A. L 0 e b, Berlin. Der Redner schilderte zunächst m großen Zügen die Entwicklung des Liberalismus während der letzten hundert Jahre, um zu zeigendaß, so machtvoll auch die äußere Organisation m Sittsrffiemus m mmn mDQi; m Wl «W entferntes Ende doch oorauszufehen sei. Um so mehr sei es Pflicht und Aufgabe aller konservativen Kreise, die Massen, die erkennen, daß der Liberalismus im Religiösen nichts mehr zu bieten hat, vor dem Fall in das Leere zu bewahren. Ebenso gilt es, die bereits vorhanderom dMq ImifßnDö konBimstv WMlMi Mm in Mu, hen, bezw. Deutschland, aus ihrer Isolierung und Vereinzelung zu erlösen. Diesem doppelten Zwecke paßt sich der vorliegende Entwurf an, der den Beitritt von Verbänden, Gemeinden und Einzelpersonen vorsieht. Ihren Rückhalt soll die Bereinigung an den schon bestehenden konservativen Vereinen Berlin, Breslau, Frankfurt a. M. und Köln finden, die bereits ihren Beitritt vollzogen haben. Ebenso ist in der Satzung den konservativen MitglreLern bes j>reu|(t|<^en ßarx^esoerLantes -emc SJIiltötr* kung an hervorragender Stelle gesichert. Als Letzter in der Reihe der Referenten sprach Herr Dr. Jakob S e g a l l -Berlin über das ebenfalls im Entwurf vorliegende Programm der Jüdisch-Konservativen Vereinigung, das in geschichtlicher Gliederung alle Hauptpunkte der Gemeindetätigkeit umfaßt. Herr Dr. Segall trat in warmer Weife für die Ausrechterhaltung des rcItflIDTcn EyvIüNklZ M jMMll MW» ein und behandelte dann die AusgäbM, dötSti Effüllllttg

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