Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 13 (31.3.1927)
- Date
- 1927-03-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Der Israelit Nr. 13 Sette 5 AI März 1927 __ .. tigkeit im Interesse des gesamten Judentums anzukämpfen. An die Herren Rabbiner wenden wir uns mit der xnef^cr «rfs bisfyßT tfyr Augsnwsrk diesen Dingen zuzuwenden, ehe.VS zu spät ist.. . W es in erster Linie, uns in unserem Kamps zu unterstützen. Der Verein jüdischer Hoteliers und Restaurateure wird, was an chm liegt, dazu beitragen, durch religiös-gewissenhafte, fachmännische und reelle Führung seiner Häuser und mäßige Preise den Besuch-zu heben. Die nächste Versammlung soll im Spätjahr in Mes- ■ftctbeit fiaiiftttben. Eme neue gesetzestreue Vervinigststg. Berlin, 30. März. Hier wurde eine „Jüdisch-konservative Vereinigung" .ins Leben gerufen. Es handelt sich, wie wir hören/um eine Konkurrenz der Achduth-Vereinigung, deren misrachistische Tendenzen einem Teil der älteren Führer nicht Zusagen. Näheres folgt. danematrf» Wieder Schächlverbolsgefahr in Norwegen. Kopenhagen, 23. März. Ein Telegramm aus Oslo besagt, daß dort mit dem baldigen Verbot der jüdisch-ritualen Schächtmethode gemirb. Der norwegische Storthing behandelte vor tur&em m&u Ü? M iMUnM ÜUs M suchen der Jüdischen Gemsinde eine viergliedrige Partamentsabordnung nach Kopenhagen, die dort die Schächtmethode studierte. Drei Mitglieder der Delegation sprachen sich in ihrem Bericht für ein Verbot des Schächtens aus, während das vierte Mitglied die Ansicht vertritt, daß man in die religiDe Freiheit der Juden nicht eingreifen dürfe. h (I. T. A.) VsLlOBL. Iüdisch^PolMMs aus Poien. / Warschau, 26. März. Zu dem neuen 'Wahlgesetz wurde auf einer Sitzung der Jüdischen Fraktion festgestellt, daß die Aenderungen zum Wahlgesetze, wie sie 'die Rechte erstrebt, die Interessen der jüdischen Bevölkerung in Polen empfindlich schädigen. Die jüdischen Vertreter in der Konstitutionsös6Ilill!issi?Ii ruerderr becru^trctgt. gsgsu bis geplanten Mmlmmm chr mto «nzulegM. Da im August 1927 der Termin für die VMringung des Qualifikationsbeweises für Primarlehrer abgelaufen ist, konnte man um das, Schicksal der Melamdim und Ehederschulen besorgt sein. Aus Intervention des Oberrabbiners L e w i n bei dein Bildungsminister hat dieser versprochen, für die Melamdim den Dermin bis zum Jahre 1930 hinauszuschieben und auch 'bann das Gesetz "her eigenen Lage der religiösen Schulen möglichst anzu- Wfsn, Rabbiner und Gemeinde schaffen, er werde natürlich nicht Absolution nach dem Muster der katholischen Kirche erteilen. Die jüdische Presse übt scharfe Kritik an dieser Einrichtung Rabbi Thurmans und weist darauf hin, daß nach der jüdischen Lehre es keines Mittlers zwischen Mensch und Gott bedürfe. — Woraus ülcht m ungBsmiw oemntatti NcwlMlMrmr alles kommen kann! Fannliennachrichken. Barmizwo: David. Sohn des Herrn Isaak Erlanger und Frau geb. Farntrog, Luzern, Militärstraße 1. nttns niLv — Theo. Sohn der Frau Gini Freyhan geb. Erlanger, Luzern, Basaltstratze 15. r»t»ns NIL» in. — Günther. Sohn g^a ©?. &U8B lum. ßantDura, mttffifc 81 ymxa mna Tsnijp natr- Wochenkalender. vom 2. — 9. April 1927, / vom 29, Avar bis 7. Nissan 5687 V'IM Rausch Chaudesch Benschen Samstag 2 29 NV1S Mauled Samstag vorm. 8 Sonntag N 3 fv'2 1 V1N.1 Uhr 50 Minuten, vin m-\ Montag 4 2 Dienstag 5 3 Mittwoch 0 t Hvnnerstag 7 5 Freitag 8 6 nsipn Samstag 9 7 Die amerikanische Regierung an das Warschauer Rabbinal. Warschau, 27. März. WU stzz« mmtiQi natu ms wunrnm mbbinat in einem Radkotelegwmm an den Präsidenten Union diesen gebeten, Frauen und Kindern von in Amerika ansässigen Emigranten die Möglichkeit zur Einwanderung über die Quote hinaus zu verschaffen. Nunmehr langte Im Woche. Berlin. Das Schöffengericht von Charlottenburg verurteilte eine Gruppe von jugendlichen Angeklagten, die die Republik beschimpften und jüdische Passanten mißhandelten, zu Gefängnisstrafen von 4 bis 5 Monaten und größeren Geldbußen. — Der Vorstand der jüdischen Gestttlsj^k {}«- ^ertiTt f>-ef<4,löffelt, hie Steuern für das Jahr 1827 auf id Irvg. Wf kowmensteuer des Jahres 1926 (im Vorjahre 13 Proz.) herabzusetzen. Bremen, Eine Aussprache zwischen Vertretern des C. V. und anderer Organisationen mit der Direktion des Norddeutschen Lloyd hat alle Mißverständnisse aufgeklärt und ergeben, daß die von der Schiffsgesellschaft gewünschte Eintragung „Hebräer" auf eine amertf. Verordnung - zurückzusübren ist. Die llbguschasfkn, 6er ülr^SWch Mi müht.^ Hamburg. Das hanseatische Oöerlanhesgericht verwarf die Revision von Fritzsch in der Prozeßsache Marburg-Fritzsch. Das Urteil (vier Monate Gefängnis), ist damit rechtskräftig geworden. Beüthen. Der „Zentralverein" veranstaltet eine C. V. - Woche in Oberschlesien, die am Sonntag mit einer großen Versammlung in Veuthen ihren Anfang nahm. Als Vertreter des konservativ eingestellten Judentums hielt Herr Moritz A. L ö b, Berlin, eine Begrüßungsrede. Das Hauptre^ercrt t)iett .Sjerr Rabbiner Dr. SrflUlts schweiget, öpfefn, Schwartzbart, Der Petljura ausgeübt hat, Aussagen von Zeugen zweifelsfrei Nachweisen, wismus und. Bolschewisten nie etwas zu t u n h a t t e und daß er nicht in bolschewistischer Anwandlung den Mord ausgeführt hat. Die Voruntersuchung im/Falle Schwartzbart ist abgefchlofssn und bte Verhandlung f Sirnj s-MlM SMg. M jüdische Bevölkerung von K«'ro ist Mrk tzSunruhigt durch drei Morde, die nacheinander an Juden von Banditen begangen wurden. In einer Beratung der jüdischen Rotabeln wurde beschlossen, die Regierung um bessere Schutzmaßnahmen anzugehen. Moskau. Im neuen jüdischen Distrikt in Cherson wurde die erste Konferenz eröffnet, die sich zu einer großen Kundgebung der jüdischen Kolonien gestaltete. Saloniki. Der Verein „Schomre Sabbat" nmnbte ft cf) an die Wälkökkunbiiga in Athen mit dcr Vibe um derunq des Sonniagsruhezwangs für Judm. Die Liga versprach, die Frage der nächsten Tagung der internationalen Union der Völkerbundliga zu unterbreiten. London. Nach Pressemeldungen wird der Chief - Rabbi Dr. I. H. Hertz am Sonntag den 3. April in der K i r ch e W h i t e fi e l d s Tabernacle einen Vortrag über „Die Bibel als Buch" halten. Es wird dies das erste Mal sein, daß Dr. i» ßiflßF AlsttilM MrU UZ Wstt fr greift. Jerusalem. Im Werlaus des Monats Februar sind 220 Einwanderer nach Palästina gekommen. Im Januar d. I. betrug die Zahl der Einwanderer 181; im Dezember 1926 513. favk. SHSlSNI das Attentat gegen konnte, entgegen den -der Petljura-Partei, daß er mit Bolschedie Antwort des Cinwanderungsdepartements ein. E heißt darin, daß die Schaffung eines solchen Gesetze« SzM mf mmmunmm XörmMt ifi m?? rr seit kein Mittel die Bist« älls LMmisjsMvM Wog zu erfüllen. Lin Jahr Beth Jakob. L o d z, 28. März. Das Organ der Benoth Agudas Jisroel in Polen „Beth Jakob" sieht auf ein Jahr seines Erscheinens zurück und feiert diesen Anlaß mit einer Prachtausgabe, die u. a. Beiträge von Jacob Rosenheim, Dr. Nathdlt ssimhaum, Dr. Dsutschländer, Hermann TlhWab, ^knatpr Menv^lsohn, 8^<ts»?>tiier ü<tu sstztzbiner T. Horwltz enthält. Die lesenswerte Nummer bringt auch reiches Bildermaterial. Wir haben augenblicklich eine grosse AlilS'WftM tomeim« ü. |lllSfflSßll(101167 Frühjahrs-Mäntel Kostüme u. Kleider in allen Preislagen und Größen Mo4&ni9 SlrldcLleiJiifl^ in aparten Mustern Wagener &SchlöteI Frankfurt a.Main, Goethestraße 9und 11 Lhaos in der Lodzer kehilla. L o d z, 26. März. In der Lodzer Kehilloverwaltung rief der Beschluß der Agüda-Fraktion, in die Opposition überzugehen, geradezu Verwirrung hervor. Anlaß dazu gab die mrms MM WM di« O^odo^rt die Majorität und die Leitung in her GemMNdsstubö. Trotz der großen Schulden schrak man damals von der weitgehenden Peßachaktion nicht zurück, brachte das Geld dafür auf und führte sie in bester Weise durch. Die jetzige Mehrheit, die aus Zionisten und Unparteiischen sich zusammensetzt, schrickt vor dieser Aufgabe zurück und appelliert an die Hilfe und Mitarbeit der Orthodoxie, während sie sich sonst über all ihre Wünsche glatt hinwegsetzen. Der Senator Oscher Mendelsohn besteht ist Ml erjtrrrtmlirrtj Sxxrouf, bofj dis jetzige Leitung das Stichs BudMt für die Peylllhuntkrstützung aufstelle und durchführe. Endlich erklärt aber die Aguda durch Herrn L i p s ch ü tz, daß sie, um nicht die Aktion zu gefährden, sich auch mit einer kleinen Verminderung der Subvenüon einverstanden erkläre. Die Vorschläge der Aguda werden mit kleiner Stimmenmehrheit angenommen. Nach dem Vorschlag der P o a I e SlüHilf ^‘tsroeI betrögt ber Bettvag dev Gswsinbe }rn Iti Wtzllkhllktilm 100 000 Zloly. SW ist, daß sämtliche Vorschläge her Aguda angenommen und die der Mehrheit abgelehnt wurden, was den B u n d i st e n Anlaß gibt, in ihrer Art Krawall zu schlagen. Um 3 Uhr nachts wird die Sitzung aufgehoben. Letzweiz. Die Iefchiwah in Montreux. Mrrussur, 27. Müri. Mn lang gehögtsf Traum, auch in der Schweiz eine Thoralehrstätte zu errichten, soll sich jetzt dank der Initiative des Herrn Botschko in Montreux verwirklichen. Es ist ein Gebot der Stunde, das Interesse der Judenheit des Westens auf dieses jüdisch kulturelle Ereignis zu lenken. Das Lehrinstitut. das ein Novum für die Schweiz fletil \yen cjröJRßffü^ ÖÖF, ÖliTÖ} tung einer Filiale der weltberühmten Litauischen Lehranstalten in der Schweiz unserer lernbeflissenen jüdischen Jugend die Gelegenheit zu bieten, sich vermittelst einer pädagogisch hochwertigen, altbewährten Methode gründliches jüdisches Wissen anzueignen. Wer einmal den Unterschied erkannt hat, der zwischen echtem, auf Quellentenntnis beruhendem Wissen und jenem Pseudowissen be- , steht, das nur aus zweiter und dritter Hand schöpft, wird mirtj Vif 8VP|ie htefer IleI)irmeiljS&l ÜFlfiRRQIl. Denn diese führt unmittelbar zu der „lebendigen Quelle^ der Thora selber, zu jenem unversiegbaren Born, aus dem das Judentum in all den Zeiten seiner an Leiden reichen Geschichte die lebenspendende Kraft bezog. Die geheime Kraft für die Unvertilgbarkeit des jüdischen Volkes liegt in der Hochhaltung und Pflege jüdischen Geistes und jüdischer Lehre. Jeder dahingehende Versuch, das jüdlsch-geistige Niveau in unserem, dem Zuzug frischer jüdischer Kräfte sich hermetisch abschließenden Lande zu Mm. ist Darum aufs märmrtc ®u DtgriiDfni r lieber den inneren Aushau hiests üshriustitüts in Montreux sei noch folgendes ergänzend mitgeteilt, Die