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Der Israelit · 1927-03-31 · Heft 13 (31.3.1927) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 13 (31.3.1927)
Date
1927-03-31
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Nr. 13 Der Israelit 31. März 1927 Für Sieben Mb liefern wir einen ologowbo*; Kwottttf mU Gläsern» Doublie obn« Faiatmtf; def el^ea» für Nund GesicLbbildtms: dsWMNMkL Ei iit siekl mV E M lis tältikft mtsi»;äU.:iL-oJ« ■ Kneifern 1? et eilen, die Azijjea JaJurcL rernacUaasi^en anj fcLaeügea. fie5precii«o Sie «ich -mit, aas.erea Fachleuten ohne Kaut Verpflichtung, wir beraten Sie gut und bedienen. Sie, sehr preiswert Lieferung für alle Kassen Orti&ozentrische Kneifer-Gesellschaft, Opernplatz. Für die Reise Feldstecher, Operngläser von 20.— Mk. an. Schutzbrillen und Kneifer in allen Farbe« Jeschiwah wird 2 Gruppen umfassen, die eine gebildel von litauischen o->v2n die der Elite der dortigen Jeschiwoth entnommen sind, die andere wird sich aus den lernbeflissenen jungen Leuten des Westens zusammensetzen, für deren Ausnahme in die Jeschiwah nllevbings talmubifdje S2or£enn£mffe SSorausf-etjung sind. Zwischen den beiden Gruppen wird ein enger geistiger Kontakt bestehen, wodurch eine Steigerung des-Lerneifers und eine gegenseitige Anregung, Bereicherung und Vertiefung des Wissens erzielt werden - wird. Durch ihre alteren, talmudisch gründlich durchgebildeten Kameraden unb burcf) bis her Ässchinroh gugeietlien brei ©ogentcrt, werden me Jünger des Westens nM der einziguingen litauischen Lernmethode vertraut gemacht werden. Diese zielt darauf hinaus, durch eine lebendige, geradezu plastisch-anschauliche Behandlung der Materie bei dem Schüler das Verständnis zu wecken, ihm eine leichte Erfassung des Wissensstoffes zu ermöglichen, und ihn zu selbständigem logischen Denken und Lemen zu erziehen. AMiM fftrt nT. mit m MM kliM mächtigen Thorastätte ausgebaut werden, die der Judenheit der Schweiz zur Ehre gereichen soll. Eltern, denen es um die Erhaltung ihrer Kinder in der jüdischen Pflichttreue zu tun ist, die ihre Kinder mit Thorageist bereichern, mit Liebe für das Judentum erfüllen und damit an der Sicherung der jüdischen Zukunst in QJiontreugv bie f. <8. ro. ^jar (3. Mai) «öffnet wird, auf las drinAendste hingewresen. Die Stadtratswahlen und „Agudas Jisroel". Jerusalem, 23. März. Wie bereits telegraphisch gemeldet, sind aus Grund der eingereichten jüdischen Einheitsliste vier Juden in den SlaDtMi MW! W Ip^if! LlU treuer Anhänger Rabbi Chajim Sonnenselds von streng orthodoxer Gesinnung allgemeines Ansehen genießt, ferner ein weiterer Sefardi, I. Eljaschar, der Zionist Chajim Solomon und der Arbeiterführer B e n Z w i. Zu dem bedeutsamen Ereignis äußert sichDoarha - jom wie folgt: „Dem Abkommen, das diese Woche zwischen Waad lsurni und NÜLtad ^nalr auf der? einen unb Qtgubos Slsroct auf Der anderen Seile gelrvMn wurde, ist politische Bedeutung ersten Ranges beiz u m e s s e n. Wer den Verhandlungen beigewohnt hat, muß zu der Ueberzeugung kommen, daß es an gutem Willen auf beiden Seiten nicht-gefehlt hat. Von selten der Agudas Jisroel wurden ernste Bestrebungen gezeigt, Gegensätze auszugleichen und man fühlte, wie sie bar (Sebanfe schmerzte, burcf> ein Nichtzustarldekommeri b? Ähkomm^ns mit einem Teil dcr arabischen Gegner zusammengehen zu müssen. Es ist der ehrliche Schmerz, der im Herzen eines jeden wahren Jehudi brennt bei dem Gedanken an einen Chilul haschem. So wurde das Gefühl der Brüderlichkeit und Gegenseitigkeit auf beiden Seiten gehoben. Schreiber dieser Zeilen hatte den Eindruck, daß es nach Schließung des Abkommens den Vertretern der Agudas Jisroel wie ein Stein vom Herzen fiel, denen es auf der einen Seite unmöglich schien, aus Te stnfrwl‘ft g" «m Ms m unasvsn f &ut noch unerttaglicher war, üm arabischen Partei die Hand zu bieten und damit den eigenen Brüdern Steine aus den Weg zu legen. Bis zur Unterschrift bekundete noch jede Partei den Ehrgeiz, nicht nachzugeben, und selbstverständlich gab es extreme, Elemente, an denen öas Ganze IjaHe fcfjexterrr fönnen. SrÜJefn. .ber SBilte betr STgubajäi^r-er stegtt w&«¥ stvr llnnlUU Dcmöpgift unD vas Mlommen wurde erreicht. . In der Hauptsache ist zu betonen, daß heute ein anderer Geist.in der Aglltzas Jisroel herrfAt und wir Hank diesem Umstande heute die Schlagworte vom „Handreichen an die Kvxokr" mit Bezug auf Verhandlungen mit dem Waad Haleumi nicht mehr hören. Auch verstummten.gll die Extremen, die es. in her Uebüstg.. hatten,, jedtzm,hgs Mäß des Kaschrus und der ZügehörigkÄt zur jüdischer' MrmGsAsj 8U MllMMN. , , Mein kann nun sagen: Hätten bk ^«dftÄs»«hjsen keinen änderen Zweck erfüllt als die Annäherung zwischen Aguda und Waad Hair, so wollen wir sie begrüßen. Diese Annäherung eröffnet einen neuen Weg' zu weiterem Zusammengehen' wenigstens nach außen hin, denn dieses liegt im festen Willen der Agudas Jisroel. Sagen wir es frei und öffentlich heraus: Bei unsherrschte eine irrige Ansicht über die Agudas Jisr o e t. Syctb^rx. mir uns jet oon ihnen meii entfernt unb 1 > > I wollten sie nicht verstehen. Wer aber nur einmal mit ihnen in nationaler oder Gemeindeangelegenheit in Verhandlung trat, spürte auf daser st e An klopfen, daß ein jüdisches Herz in diesen Kreisen schlägt, und dieses sucht eine befrtebigenbe ööfuttg. Das Abkommenvas heute auf Bemühen vcr Herren Jossef Mejuchas und Chaim Salomon vom Waad Hair, Jostef Eljafchar von der Sesardimgemeinde und Rabbiner Junggreiß, Katz en ellenbog en, Löbel und P 0 rusch von seiten der Agudas Jisroel getroffen wurde, soll uns als Anfang dienen, der zur weiteren Fortsetzung ermutigt. Es erübrigt sich zu sagen, daß Vereinbarungen CSongejjionen oon b-eiben Seiten ^beanjjjrucJ^en. Unb mii|jteil auch die ersten Conzessionen von Waad Haleumi und Waad Hair gemacht werden, so schadet das nichts, denn auf unser Nachgeben folgte auch ein solches der Aguda. Wenn wir von Konzessionen der Aguda sprechen, so muß betont werden, daß solche keineswegs auf Kosten der religiösen Ueberzeugung ver- (<ini)t roer&eii, Solche Opfer Alt heiliger Nerpgung dürssn und kännsn nicht v>s^lanst tusrdsu und urärßu auch nutzlos. In feinem jüdischen Gehirn kann der Gedanke auskommen, die Männer der Agudas Jisroel zu modernisieren, im Gegenteil, wir wollen wohlwollend zu ihnen Hinsehen, wie zu Juden, die der Religion treu ergeben sind. Rur eines verlangen wir von ihnen: Keine Phrase und keine Hartnäckigkeit. Und wie wir selbst uns der Toleranz befleißigen wollen gegen alle Menschen und Ätnfichten, so perfangen mir bie gleiche 5£oIe rem non ihnen, Toleranz im vollen Sinne des Wortes und in ihrer praktischen Ausführung, wie wir es von den Engländern in diesem. Lande lernen.können. Eine solche Toleranz der Aguda bedeutet die Zustimmung zur Kandidatur Ben Zwis, der gewiß kein Orthodoxer ist, aber auch kein Führer der Linken. Solche Toleranz bekundete auch Rabbiner Junggreiß in der Verhandlung, die er mit einem der sefardischen jungen Leute pflegte. Solche LMM!W »118111) Hlkin Bkkwm MM Bfn SDöDD Hair in den letzten zwei Monaten und in ihrem Beschlusse, daß für den Fall, daß die Juden nicht mehr als drei Kandidaten bekommen, sie auf eigenen Kandidaten verzichten und in Herrn Chaim Salomon ihren Vertreter sehen. Wird dieser Geist sowohl von der Aguda wie von Waad Haleumi weiterverbreitet, so ist die geeinte Front flflflj ÄUM IM! NIM skiN: UNÜ M MkÜM MlÜ W dätttt zu einem inneren Frieden. ausbauen. Das jetzige Abkommen ist aus der Notwendigkeit der Ereignisse herausgeboren und wird dem permanenten Frieden dienen. Es ist dies das erste Blatt an der Friedenspalme, der Agudas Jisroel gereicht," (lieber diese Aeußerung des zionistischen - Blattes wird noch mancherlei^zu sagen sein.. Wir möchten einstweilen nur seststellen, daß die von „Agudas Jisroel" bei den Stadtratswahlen eing>ehaltene politisch-e Linie ge- H8U UHlffi strtL BlüIÖttSiU« entspricht: bei voller Selbständigkeit der Orthodoxie jederzeitige Bereitschaft zur Blockbildung nach au.ßen .in.rein wirtschaftlichen und politischen Dingen. Red.). Personalien. Gedenkfeier für Rabbiner^Dr-. A. Lohn im Delhamidrasch. .... . .. , .. , ... Basel, 2.4. März. , Am. > Donnerstag atzendden/>A. Mdar.u veranstaltete das Israelitische Lehrhalls Bethamrdrstsch. sowie . Me Schonire- Thora-Deteine' (Männersind 'Jünglingsverein) im^Baslek -Bethtmridrasch eine Gedenkfeier Mpt-deM'MeMgten Pasleri: Rabbiner, Begründepides HeHamidpafch und jÄtwjiajrffrett.Jßetier ,.Jver S<f>omr« „.itboraJBteäfakte MWM Dl. NMtz ITBlWi J«»;. Nk Ä rMll - E > 6. niH Mgehalten werden kann, ihaMnMeÄBeröine WkÄ>iefe-Gedenkfeier den 7. Adar, den Geburstag des Basler Rabbi, gewählt. Zur festgesetzten Zeit nachmittags 8.15 Uhr hatten sich im Bethamidrasch, welches bisauf den letzten Platz gefüllt war, alle diejenigen eingefunden, diewährend vieler Jahre in diesem geweihten Raume den Lernvorträgen und den Worten des Basler Rabbinerslauschen konnten. Mit Rücksicht auf den Raummangel konnte eine Einladung an einen weiteren Kreis nicht erg.ßf>ßtt_ 311s Süßrireter b&r ®emeittbe tuor heuen [iSenl $err 8. ^reyfus-Brodski erschienen.' Nach dem Minchagebet ergriff der Vereinslehrer Herr M. Schwarz das Wort zu einem Hespeü, in welchem er die Verdienste oon Rabbiner 2r. Arthur Cohn s. A., die dieser sich -im Lause der vielen Jahre nicht nur um das Vethamidrasch, sondern um die ganze jüdische Gemeinschaft in Basel erworben hatte, in ergreifenden Warten -ürbigte. Er Zbb vesvEM m W»8ölW Ardmsrraft unv M ubemus große yMGfche GöMffen!- hastigkeit des verewigten Rabbi hervor, sowie dessen ausgeprägtes Verantwortlichkeitsgefühl für jeden jüdischen Menschen, der sich...seinem Kreis genähert hatte. Unter Anlehnung und Ausdeutung von Worten der Weisen und des Sidraabschnittes würdigte er den Rabbi, der jüdisches Leben und wahren Frieden in seiner aufopferungsvollen Wirksamkeit gleichzeitig gestiftet hatte, und ermahnte insbesondere seine Schüler, im Sinne ihres. Mjrcri MM in irran unö ju mm. IdMhh o?= rnnerte der Präsident und Mitbegründer der Stiftung des- Jsraelittschen Lehrhauses, Herr I. D r e y f u s - S t ra u ß an all die erhabenen Lehren, die bei jeder Gelegenheit besonders aber 'gerade in diesem Bethamidrasch den Hörern von Rabbiner Dr. Cohn vermittelt und ihnen im Laufe der Jahre zu einem wertvollen Besitze geworden sind. Er gedachte seiner großen Bemühungen um die Errichtung dieses Bejhsmidwjch und teilte mit, ich die StruMltaß des Lehrhauses beWHn Hube, diesem Bett^amiü-ra^d^ |ur bauemben (Erinnerung «u sftilsf! §ÜUI' der den Namen „Nachlath Äscher" zu geben. Als langjähriger Präsident des Schomre Thora-Männervererns sprach sodann Herr Charles N 0 r d m a n n; er sprach von dem Lerneifer, den der Baseler Rabbiner vor Jahrzehnten in einen Kreis oon jungen Menschen getragen hatte, die das Studium der Thora vorher nicht kannten, von der Ausdauer und Hingabe, mit der sich Herr Dr. Cohn seinem Schülerkreis, mochte er auch anfänglich noch so klein sein, stets in uneigennütziger und aufopferungs- Ä. WM WIE UIID BDIT m WWlWN Jflft väterlichen Interesse, das er jedem feiner Schüler entgegenbrachte. In Worten wehmutvoller Erinnerung gab sodann Herr Dr. Marcus C o h n den Gefühlen Ausdruck, die ihn als Sohn des Heimgegangenen Rabbi erfüllen, wenn er der Tätigkeit seines Vaters in diesem Vethamidrasch gedenkt und der Genugtuung und Freude, die dieser in den letzten Jahrzehnten an der stets wachsenden Schar der Schüler erleben durfte. Herr. Viktor Goldschmidt, der sodann als Präsident des Schomre Thora- Jünglingsverems zu Worte kam. verstand es in zu Here- MMMkll 3MM MlMen,MS MMWM ZW: kr in dem Baseler Rabbi, der nicht nur ihr Lehrer, sondern ihr persönlicher. Freund und Berater war, verloren haben. Das Gelöbnis der unauslöschlichen Dankbarkeit und der Treue über das Grab hinaus kam in dieser jugendlichen Rede in besonders ergreifender Weise zum Ausdruck. Zum Schluß sprach Herr Hermann Cohn aus Zürich, der jüngste Sohn des Heimgegangenen, Worte des wehmutvollen Schmerzes und des Dankes der Familie und las sodann einen Teil .der Rede seines Vaters, vor. öle Dicfcr Dor Mhezu M öaören Dei Der MMihmig M Böthamidküsch in Basel gehalten hat. Diese. Rede,.zauberte nochmals die Persönlichkeit des Heimgegangenen auf der Hohe ihrer. Schaffenskraft vor die Seele der, Hörer. Sodann fand die überaus würdig verlaufene Gedenkfeter,,-irn Maariw-Esebet ihren Abschluß. t ... Sulzburg (Baden)- 27. März^ ,Am Sonntag den 20. März trugen wir eine edle Mitschwestex unserer » alten Kehilloh zu Grabe, die es verdient, daß ihrer hier ehrend' gedacht werde. Frl. Bertha Bloch wurde uns nach einjährigem Kämpfen und.-Ringen imi Alter, von 63 Jahren entrissen. In-der HsimgssüNssnßn Nßrlisrt tmferß Gemmöfi.ßinQJiut udD Ju?® oLisißi uMüsta. u», f erer.' heiligen E m.u,n o h ,tren. gebliebene.. Mltschwester. Die Verblichene.! zeichnete sich hurch Geradheit ihres Wesens,, .und bei hoher...Auftastung vom den. Pflichten....des re.ligiöjen,..Lebens -durch >. eme-.. vpriiehm- Schlichtheit ausdie jedem,. der.ste.kennen-lernech durfk, deniEindruck einer prachtvoll geschlossenen Persönlichkeit ,chinterließ. /Der Gerneinbelehrer, Kcrntor BeHrcrcker,' se^ikbertb .rtm iebenirebe ^rauer^ait|e!n ' einer—41^1 ** :4ut^4ac^fc Letzen und Wirken der» CntschlasenM.' T Möge nun die edle Verschiedene -den himmlischen Lohn für ihr tugendreiches Leben empfangen. , »T32H fl- Berlin. 25. März. Am Sonntag, den 3. April.-s. Js., feiert der Synagogenverein A h a w a t h Z i 0 n däs Fest seines 25Mrigen Bestehens.^ i Aus diäfem Anlaß« findet m mchmms 1 W Äll! KUSMSWW MMMMkvcnvcr LvoraklnwsiSWs, «miws 8 Mr m FsManttll in GtzkSchtS FsMk»,i.WvigSKvüben % aNfchlkßsnd jüdisch-musikalische und deklamatorische Portrage statt.

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