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Der Israelit · 1927-03-24 · Heft 12 (24.3.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 12 (24.3.1927)
Date
1927-03-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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SU. 12 Sette 5 . 24. März 1927 ' ' Eine Anzahl preußischer Polizeiverwaltungen hat Lurch die allgemeine Ermächtigung des §10 II' 17 ÄLR. : Las Aushängen dieser Zeichnung in Schaufenstern ver- ., hindert.^ Eine dauernde Beschlagnahme wäre freilich nur . dann möglich, wenn die Staatsanwaltschaft in der - Darstellung eine Beschimpfung der jüdischen Religions- '7Ml«sW .M äm AWkzuW!iü WWiWn völkeruntzskveise. gegen die Juden erblickt. ' , Und es/scheint, erfreulicherweise, als ob sich nach an- ,-fänMchem -Zögern die Staatsanwaltschaften zum Einschreiten entschlossen haben. Das scheint auch der „Jllu- /st^ieifie Beobachter" fclbft geWÜrt zu haben, wie er in . Nu«t«t«r »erraerSi, um 7 bitrtltt ein* angeblilb MsskNfWMkHk KMSHkMH ' Problem äUKUschlisßM. Landesverband preußischer Synagogengemeinden. Berlin, 21. März. Der Syndikus des Landesverbandes Preußischer Synagogengemeinden, Herr Dr. Jsmar F r e u n d in Berlin, . versendet eine Mitteilung' an die Presse, worin er vorschlägt, Mitglieder kleiner Gemeinden systematisch zur Uebernahme der kantoralen Funktionen, sei es ehrenamt- IxtipJ'-ahki-c <xuc£> gegart W«zuhluug> ^eröttjtt&iÖVen. Während 7 sich sowohl der NeligionsunleMcht als auch vis 4?<i?4nW- Funktionen in kleineren Gemeinden zur Not durch Anstellung von Bezirkslehrern und Bezirksschächtern durchführen läßt, ist ein . regelmäßiger Gottesdienst natürlich nur möglich, wenn Kräfte am Orte vorhanden sind. Der :Rat des Landesverbandes hat Mk. 10.000. zur Ausbildung von Hilfskantoren bereit gestellt. Die öffentliche Tagung des Landesverbandes findet am 27. März und den folgenden Tagen im Sitzungssaal des ehemaligen VMUtzlschM MrMlMs stlltt. LllUMkgcnstüno ist Mt 'Entwurf eins Gesetzes belr. bre Vechisverhälluiss^ Äll- 'den in Preußens Wir werden den Wortlaut des Ent- , Wurfes in der nächsten Nummer veröffentlichen. Das Ergebnis der Wahlen zur Kölner jüdischen Repräsentanten-Versammlung. . Köln,. 14. März. Die gestern nach einem lebhaften Wahlkampf und mach Scheitern von Kompromißvorschlägen durchgejü^rien SBct^Ie« gur 3l«|>i:ä|«rtictni'em>crfammlurig bet jüdischen Gemeinde der Stadt Köln hatten das folgende Ergebnis: . Auf die liberale Liste entfielen 8 Repräsentanten und -4 Stellvertreter; auf die Liste der Jüdischen Völkspartei mitAchduch entfielen 6 Vollmandate und 2 Stellvertreter; auf die konservative Liste 3 Mandate und auf die Liste mr MgWli Witternrrn i wmmti Listenführer der Liberalen war Kaufmann, der Völkspartei Rechtsanwalt Jonas, der Konservativen Lissauer und der Mittelpartei Steimtz. Demnach haben die Liberalen ihre bisherige Mehrheit nicht halten können. «Kalizieir. feierlicher Empfang des neuen Rzeszower Oberrabbiners. 9? 19 ° \ 1* 3Äarj- Disnstag, dsn 22. Fsbruar fand dis fsisrliche Installierung des neugewählten Oberrabbiners von Rze-!fzow, Sejmdeputierter Aron Lewin, Präsident des Zentralrates der Agudas Jisroel, statt. Zu Ehren der sich außerordentlicher Popularität erfreuenden Persönlichkeit des ehrwürdigen Rabbiners konstituierte sich bereits einige Wochen vorher ein Empfangskomitee, das auch 'HW! AuMrkMllNll kW 8tM WMllW. Mk Delegation von 30 der. angesehensten jüdischen Bürger ^.der:(i Stabt'ijolie }6as neue Dberfjaupi von fernem uiv sprünglichen Wirkungskreise, Sambor ab, während eine große Zahl Gemeindemilglieder diese in Przemysl erwartete. . Die Samborer Gemeinde entsandte eine aus •80 Herren bestehende Delegation zur Begleitung des scheidenden Rarvs. Zahlreiche führende Persönlichkeiten der Agudas Jisroel waren aus dem gleichen ^lnlasse «rschienen. Unte^ itjnen wäre« g« bemerken Senator ' Msndelsohn, Deputisrtsr Sirkus. Kultusrat Rosönstld aus Warschau, Deputierter Stempel,- Senator Vauminger, Rechtsanwalt Dr. Benzion Feßler. Auf dem Bahnhof stand eine ungeheure Menschenmenge und erwartete die eintreffenden Gäste mit großem Jubel.' Die erste Begrüßung seitens der Gemeindeführer und der, Vertreter der Behörden fand in der Bahnhofshalle statt. Von dort -ays * &ieixiegte der Zug gur Synugug«, uro der neu. WwllhM mam feine Äümnsreve tntltl Del Dem aütitDs Der Israelit. stattgefundenen Bankett begrüßte seitens, des . orthodoxen Sejm- und' Senatsklubs Senator Mendelföhn, namens der Weltorganisation Agudas Jisroel Tobias Horowitz, namens her Polästina-Zentrale' Dr. Benzion Feßler und zahlreiche' Delegierte. verschiedener Behörden und Körperschaften.. ' ' Me Woche. : Berlin. Nach Austritt der Nationalsozialisten aus der V ö l k i f ch e n F r a k t i o n des Reichs- MM MUtz WM 8lZ 8 Us 8 k!? st ^trad?tet NSMM. 3m MkutziMll> Lllnmug Mft M Börlauf dst» Aussprache der völkische AbgeorDnete Danicke: Das Weltjudentum übt seinen Einfluß durch den Völkerbund auf die angeschlossenen Völker, namentlich auf Deutschland aus. In der staatlichen Kunstpslege geben galizische Juden den Ton an. (Gelächter links!) Der deutschnationale Abg. Oelze griff den Kultusminister wegen seines Verhaltens im Falle Jeßner und im Falle Lessing, wo, wie er sagte, die Studenten das gesunde, richtige Urteil gehabt hätten, an. — Bei den schweren Hakenkreuzler-Ausschreitungen in Berlin am WM (SOItntaa lOQtn W Wt!8NSl!k9iNststk" in geschlüssMSm Zuge unter Vommritt einer Musikkapelle durch Lichterfelde und Steglitz über die Kaiserallee nach der Tauentzienstraße. Zwei Herren und eine -Dame wurden von den Hakenkreuzlern mit den Rufen: „Raus mit dem farbigen. Pack aus Deutschland, schlagt die Judenlümmel tot" zu Boden geschlagen und so schwer mißhandelt, daß sie die Hilfe der Rettungswache am Zoo in Anspruch nehmen mußten. — Unter dem Titel: Menschen seid menschlich! veranstaltet der Groß-Berliner Landes- M flunijaliffienüns Deuts scher Di-äätsbüi'Zsr jüMftfren Glaubens am Sonntag den 27 März 1927, vormittags 11 Uhr, in den Spichernsälen, Wilmersdorf, Spichernstrahe 3,'eine Morgenfeier, bei der namhafte Künstler und Politiker zu Worte kommen. — Zum Bibliothekar der Berliner Jüdischen Gemeinde wurde an Stelle des verstorbenen Dr. Renzer Herr Dr. Ochser gewählt. — Köln. Bei dem Uebersall der Nationalsozialisten auf ein jüdisches Wahllokal wurden drei Juden durch Messerstichs verletzt. Sille öffentlichen Demonstrationen L« nÄinÄMMW ®«1PP «»kW vom Polizeipräsidenten verboten. Wien. Von einer Wähleroersammlung kommend, durchzogen Hakenkreuzlertrupps und Frontkämpfer die Hauptverkehrsstraßen von Wiener-Neustadt, brüllten judenhetzerische Lieder und . schlugen in einigen von Juden bewohnten Häusern die Fensterscheiben Bin. m m§ DDtriffnmgftw ftätrgte däs erstmstanzlichs Urteil, wonach eim jüdische Frau, die sich weigerte, von ihrem zivilrechtlich geschiedenen Gatten den nach dem jüdischen Gesetz vorgeschriebenen Scheidebrief (Get) entgegenzunehmen, durch Arrest zur Annahme des „Get" gezwungen werden soll. London. Auf eine Anfrage im Unterhause erklärte Minister Amery, daß man nicht daran denke, in Palästina die Prohibition einzüführen, da die Zunahme der Alkohol-Lizenzen der Zunahme der Bevölkerung entspreche. ffltftwooD fFßgfa ns me mm m Mjfi lischön Berwaitüng' des LMdes. wo Milch MD Honig fließl, sich in ein Land, tvü Vier und Whisky fließt, verwandeln soll? — Für den 22. Juni 1927 wurde nach London eine internationale jüdische Konferenz zur Bekämpfung des Mädchenhandels einberufen. Amsterdam. Zum Rabbiner der a s ch k e n a s i - s ch e n Gemeinde von Amsterdam wurde More G. be fiange gsrnählt. Sicherung einer Windestzahl jüdischer Abgeordneter in Polen. Warschau, 18. März. Zwischen dem Klub jüdischer Deputierter und Sena-' Iure« ln Pule« u«t -te r ^>ul«rschen war es in Den letzten Tagen zu einer gewissen Spannung gekommen, indem seitens der polnischen Rechtsparteien für die künfttgen Sejm- und Senatswahlen eine neue Wahlkreiseinteilung vorgeschlagen wurde, nach der die einzelnen Wahlkreise so zugeschnitten werden, daß die Kandidaten der Minderheiten, insbesondere die jüdischen Kandidaten, schwer'durchdringen würden. Die übrigen puluische« Pcrrtsrsu marett bereit,' biefer WahlkreiseintÜlUllQ SiMflNNMW. ß&s Geheimnis der guten T&sse Käffee heißt: Webef 5 Carlsbader! Eine Zutat davon entlockt dex* Kaffeebohne eine Fälle von Duft und Wohlgefdimack und verleibt dem Geden. vicl^Gfüluttteii goMtfäuneii jei CäüIsIiÄÄof KsTTsss. noö W wz „Webers Carlsbader" wird hergestellt unter. Aufsicht des Rabbinats der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel zu Berlin Zu beziehen durch: J. Anton Alexander, Berlin N. 24, Oranienburger Str. 2/3 Ad. Goldschmidt, Berlin C. 1, Neue Friedrichstr. 45 Samuel Haafi, Berlin C. 54, Gipsstr. 12a David Bauer, Frankfurt a/M., Börnestr. 29 A. Metzger, Frankfurt a/M., Börnestr. 39 Alls Wlklltm m ffiwfsrtf—ÄÄiiBi iani> im Sejm-Gebäude eine itttekpüktöiliche KonftllNZ Ml. die sich mit dem Vorschlag der neuen Wahlkreiseinteilung - befaßte. Die Zahl der Sejmdeputierten soll von 444 auf 300 herabgesetzt werden. Den jüdischen Deputierten wurden für den Fall ihrer Zustimmung zum neuen Wahlgesetz vielfache Garantien geboten. Der jüdische Klub hat jedoch das Angebot mit der Erklärung zurückgewiesen, daß er nicht willens sei, seine Interessen auf Kosten her übrigen Minherbeiten zu sichern. (I. T. A.) palafttna» Jüdischer Wahlblock bei den Skadtrakswahlen in Jerusalem. Jerusalem, 22. März. (Telegramm.) Die, wie wiederholt gemeldet, seit Monaten sich hinziehenden Verhandlungen der Agudas Jisroel mit den Vertretern des Waad Leumi und der anderen jüdischen Startete« i« rufette«t Hub«« «u«rnshr «rfrsulichermeife zu mm einheitlichen jüdischen WahlSlock geführt, der sich bemühen wird, für eine der Stärke der jüdischen Bevölkerung entsprechende Vertretung in den Organen der Stadtverwaltung zu sorgen. Die palästinensische Landesorganisation der Agudas Jisroel hatte von vorneherein ein einheitliches jüdisches Vor- Qffln M Wer NklWlWitj Ski ffi MWlk DykEtznicht in Frage. kommen, verlangt. 0itut, Panik unter den jüdischen Einwanderern in Schanghai. Berlin, 9. März. Das Zentralbüro von Hias-Emigdirekt in Berlin erhielt aus Schanghai die Mitteilung, daß unter den tmumm fimffTi MiMn?tn™?*****1*in in Verbindung mit den letzten politischen kriegerischen Geschehnissen eine Stimmung der Panik herrscht. Viele der Eingewanderten, besonders diejenigen, die Pässe der sog. Mukdener Regierung besitzen, verlassen die Stadt, da schon einige Einwanderer, die im Besitze solcher Pässe angetroffen wurden, verhaftet und erst nach einer Intervention befreit worden sind; sie mußten aber innerhalb U NIMM KMtüN WMfM. m KüNslllN Ml Mli schiedenen Länder in Schanghai nehmen sich der jüdischen Wanderer, die Schanghai verlassen, an, und verschaffen ihnen die nötigen Visen, mit welchen sie in - die verschiedenen englischen und französischen Gebiete auswandern können. Auch der amerikanische Konsul erleichtert den jüdischen Emigrnaten die Auswanderung nach den Philippinen. In einer besseren Lage sind die aus > Sowiet-Nutzland nüt Sowjet-Pässen legal eingewanderten diese BK<^ tar $tnnaljme!»«rch hi« Kanton-Truppen feine UnannelMlichfeiten zu befürchten haben. ünterifa. Der Aord-Prozetz in Detroit. Newyork, 16. März. Zu Veglnu des in Detroit ftattfindenden Prozesses —

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