Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 9 (3.3.1927)
- Date
- 1927-03-03
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Nr. 9 Der Israelit 3 Mörz m7 Für Sieben Ml 40 rfg. liefern wir einen eleganten Kneifer mit Gläsern, Double ohne Fassung, der eigens für Nase und Gesichtsbildung hergerichtet wird. Es ist nicht mehr n&tig, daß Sie sich mit schlechtpassenden Gläsern, falsch und schief sitzenden -Kneifern behelfen, die Augen dadurch vernachlässigen und schädigen. Besprechen Sie sich mit unseren Fach* leuten ohne Kaufverpflichtung, wir beraten Sie gut und bedienen Sie sehr preiswert. Lieferung für alle Kassen Orthozentrische Kneifer-Gesellschaft, Opernplatz. Für die Reise Feldstecher, Operngläser von 20.— Mk. an. Schutzbrillen und Kneifer in allen Farben äk üufc guMÄatfkW. MH 8«zu mm fremdes Kapital — evenll. in Form einer Seebad-Aktiengesellschaft — notwendig. Neben Palästina liegt Aegypten mit zahlreichen bedeutenden jüdischen Kaufleuten in seinen Hauptstädten Eairo und Alexandrien: unbegreiflicherweise hat man bisher weder kulturell noch wirtschaftlich die ägyptischen Juden für Palästina zu interessieren verstanden. Traurig ist auch die Situation zahlreicher öffentlicher jüdischer Institutionen. So sind die Lehrstätten des Talnidjt in ber iJ^ren Le^- rern ein auch nur einigermaßen genügendes Einkommen zu gewähren und für ihre Schüler auch nur bescheiden zu sorgen. Wie verlautet, soll auch die mit großen Hoffnungen errichtete Jeschiwa des Oberrabbiners Kuk aufgelöst werden, da keine Gelder zur Unterstützung der zahlreichen Schüler vorhanden sind. 3fm««il<t. Der amerikanisch-jüdische Kongreß. Washington, 22. Februar. Me neue Session des MerilllnMrMMlM Kon, grosses wurde heule ln Anwesenhell von über 400 Delegierten aus allen Teilen Amerikas eröffnet. .Den Vorsitz führte der Präsident Dr. Stephen S. Wise, der im Eingang seiner Rede die antijüdischen Exzesse in Rumänien und die Bedrückung der rumänischen Juden scharf verurteilte. Dr. Stephen S. Wise und Richter W. Julian Mack machten dem Kongreß den Vorschlag, sich ■an her im August 1927 in -einer europäischen Stadt ab zMllenven Konferenz für Mische Rechte durch Cnlsen düng einer Abordnung hu beteiligen.. Der Abgeordnete des polnischen Sejm I. Grün bäum hielt auf Einladung des Kongresses einen Vor trag, über die wirtsch ajf. t li ch e, kulturelle und politische Lage der Juden in den Ländern Osteuropas und bezeichnete es als notwendig, daß die amerikanischen Juden ihre Bemühungen, die -Rechte der nationalen Minoritäten in Europa zu sichern, erneuern. ' Personalien. B. Gyaramt, 20. Febr. Oberrabbiner Josef Israel Deutsch, V. Gyarmat, ist Samstag den 26. Schewat nach kurzem Krankenlager im Älter von 84 Jahren verstorben. Oberrabbiner Deutsch war einer der ältesten und angesehensten orthodoxen Rabbiner. Er war ein Sohn und Nachfolger von Oberrabbiner David Deutsch, des berühmten Verfassers der Werke „Ohel David" und „Goren David". Oberrabbiner Deutsch hat das Rabbinat von B. Gyarmat 50 Jahre hindurch bekleidet. Steinfischbach b. Idstein i. T., 16. Febr. Herr Heymarm <Steint>er-g Je verte am 13. ^ebtuar in Dotier Rüstigkeit feinen Tö Geburtstag im Kreise feiner Kinder und Enkel. vrny Burghaun, 13. Febr. Ein an Jahren kurzes, aber an Wirken und Schaffen reiches Leben liegt vor uns abgeschlossen. Abraham Strauß II ist in der Blüte des Mannesalters von - uns gegangen; ein tückisches Leiden hat ihn uns entrissen. — Herr Prov.-Rabb. Dr. C a h n - Fulda schilderte an der Bahre, wie der Entschlafene es verstand, als oi-w der Gemeinde unter aufopfernder Tätigkeit deren Interessen zu vertreten, wie er jederzeit mit offener Hand Not und Leid der Bedürftigen zu lindern suchte und ein selten harmonisches Familienleben führte. Herr Lehrer Berlinger würdigte die Verdienste des Verstorbenen als bUhrer der Gemeinde. Im Namen der tJtUUUi? toi^neteft Sjev Lehrer S. ^ero^eü», uni> Herr Lehrer S. Strauß, Gerodu, üefergreifende Worte des Abschiedes. Die überaus zahlreiche Beteiligung an der von nah und fern zeugte von der großen Beliebtheit und Wertschätzung des Verblichenen. Möge »"vn der tiefgebeugten Gattin, der hochbetagten Mutter und } len ein EßrensraB m nerfüßungi am bsf sBfin geschiedenen betrauern Prof. Dr. Eduard Banelh-Berlin seine Schwester, Dr. Vernarb Goitein in London seine Mutter. Max Goitein-Berlin, Max Goitein-Prag, Dr. Salomo Dav. Goitein-Haifa, sowie die bekannten englischen Schriftsteller Dr. Hirsch Goitein und Dr. Edward David Goitein-London ihre Großmutter. Kassel, 21. Febr. Die Firma Moritz Levr, Rohprodukten, Kassel, begeht am 1. März ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. Aus kleinen Anfängen heraus hat sich Herr Levi zu einem tüchtigen und allseits beliebten Geschäftsmann empörgearbeitet. Briefkasten. W. W. in B. Der am 19. September 1914 geborene Knabe wird Bar Mizwo am 1. Oktober der am 27. September 1914 geborene Knabe am 8. Oktober (irran)- I. E. St. 324. Betrag erhalten, Abonnement bezahlt bis 30. 6. 27. Langjähriger Abonnent. 1. Chalohgelder werden durch die Deutschholländische Palästinaverwaltung Frankfurt a. M., Große Eschenheimerstraße 23 weiter befördert. 2. Sie lassen am Besten die Exemplare nach Jahrgängen hindert. JnhaUsver. zrichni-s srksm« Gis auf Wunsch fiat uns. H_ Es bürste ble ^lbra gerveseri sein. K. S. Midraschim und Agodolh zu Purim finden Sie in Talmud Tr. Megillah Folio 10-16 und in Midrasch rabba zum Buche Esther. ..o_n„....r ___ S. S. Die Barmizwo ist am 10. Dezbr. 1927 den trauernden Geschwistern nvnr spenden und den noch! '2 unmündigen Kindern ein dw »att sein. jrswn Beschlüsse des amenkamschHüdischen MnZresses. Washington, 25. Februar. Der Amerikanisch-Jüdische Kongreß hat seine Pe rÄtttntzM beÄWt. In'der HchUW^Nj^würW! die fob genden Entschlüsse gefaßt:? .... *•,| Es wird an die gesamte zivilisierte Welt appelliert, SeMdieäntjjüdM Stellung ' zü neAmenund^sine Bssssrung. Vshcmdlung^ 4jj, s l r\ ff a; '.iiTÄij „ ' fordern,; \ ' Js ~~SrT'; Der AMLrikänisch-Siüdssl^. KpngM blGeüßi^den Abschluß des Wckommens zwif^en' dem PräMenten" der Ziotzistifchen Weltorganisation Dr. Weizmann und dem Führerder nichkzionistifchen . Palästsnafveunde Louis MaDall betreffend die Erweiterung der Jewish Agency Der Kongreß beschließt, sich der Erforschung der Probleme der jüdischen Wanderungen zu widmen und sich m dem Kougrosi m Achsruilü Der jüvischm Wchte. der in einem europäischen Zentrum abgehalten werden wird, durch eine Abordnung zu beteiligen. ... Dr. .Stephan S. Wise wurde zum. Präsidenten des Amerikanisch-Jüdischen Kongresses wiedergewählt. Der rumänische Gesandte in Amerika gegen Intervention. ' N e w u o r k, 13. Februar. Der' rumänische 'Gesandte in Washington, Herr Gratjianu^ ' tjat den t^m unterbreiteten SBor|t^lag^ ba^ ein nnpaneUsches aus Inden und Nichljuven sich znsammenfetzendes Komitee, nach Rumänien reifen. und die Berichte über antijüdische Exzesse auf. ihre Richtigkeit hin prüfen solle, abgelehnt. Dieser Vorschlag wurde dem Botschafter durch OskarLenard, dem gewesenen Vertreter des Joint in Rumänien,. uberbracht. E^fandter Gratzianu erwiderte, er könne dem- Vorschlag nicht zu- UNsin vön -fr mmänWfn Pfssifagentur verbreitetes Telegramm vor, in welchem es. heißt, daß die rumänischen Juden gegen die Einmischung von Ausländern in innerrumänische Angelegenheiten sind. Klausenburg, 21. Febr. Rabbi Moses Sch r e i b e r in Szeplak. ein Sohn des weltbekannten Preßburger Ober- Mülllöi-s „Kslas Sofsr" lsi am A. DchMlsi im Mr von 86 Jahren gestorben. Rabl»! Mofchä ^ch^tbef tLäf ein großer Gelehrter, einen offiziellen Rabbinerposten bekleidete er aber nicht. In seiner frühesten Jugend kam er nach Siebenbürgen, wohin ihn noch sein großer Vater begleitet hat. Dem Kesaf Sofer wurde zu jener Zeit in Siebenbürgen geradezu fürstliche Ehren erwiesen. Sein Sohn wirkte durch mehr als 50 Jahren stets zu Ehren des Judentums. Als berühmter Mohel war Rabbi Mosche Schreiber derjenige, der ein ganzes Dorf von Sabbatianern, die sich ganz zum Judentum bekehrt haben, in den Buti§ Abrahams aufnahm. Zu -seiner Bestattung kamen die Rabbiner und Gemeindevorsteher aus der ganzen Umgebung. Rabbi 2Jto|dje «Sdjreiber l^interliejj audj einige bisher: unverösfenlliWe gelehrle Werke. Bern, 24>Febr. Here Joses Weid'enfeld beging am 23i'Februar bei vollster geistiger Frische seinen 70. Geburtstags -Der Jubilar ist in Kreisen der Möbelfabrikation und -Gschäste eine ebenso bekannte' wie' geschätzte Persönlichkeit, ueberdies erfreut sich Herr Weidenfeld in der Berner Gemeinde vollster Achtung' und Wertschätzung. Gehört er doch zu den pi?e n g r e l i g i o s e n M i t glied ern-der.Gemeinde, hält streng den Sabbat, fehlt an; feinem’ ©ditesKehffe in - her Synagoge. (Er ist auch immer fjrfys&^rertj vbo es Möt Stets srievlich in Gesinnung und» AeußerunF; so fit ihm jedermann wohlgesinnt’ Witz wünschen ihm von Herzen einen recht sonnigew-Lebensöchend. Rakospaloka. 16. Febr. Efne Patriarchin des ungarischen Judentums verschied am 8. v. Mts.Nn Rakospalota knl Älter von 85 Jahren, die- Witwe des ehemaligen Oberräbbiners aus Högyen, Frau Elias M. Goitein geb. Amalie Ban et h n-y. Die Verewigte war bekannt als durch hohe Geistesgaben, edle Herzensgute und demütige GoNörgOMhöit llllSMöiHnoks w, 3|r Haus war eines dskjeurge», die dsm uttgärlschstt Judsntums weit, über die Grenzen des,Landes hinaus Ehre und Ansehen verschafften,, eine Pflanzstätte der . Thora und der innigen Gottesfurcht und Frömmigkeit. Ihre in verschiedenen Ländern verschiedene Berufe ausübenden Kinder bewährten sich als treue Anhänger echt jüdischen Lebens. Als vor 25 Jahren ihr Gatte ihr entrissen wurde, iand-sie im Hause ihrer Tochter in Rakospalota ein neues Heim, in welchem sie in stiller Zurückgezogenheit lebtet Schwere Schicksalsschläge ereilten sie . da, als -der Tod ihr drei herrliche Sahne —"Dr. Hirsch (Soitein, fRabbinev aus Kopenhagen. Dr. Eduard Goitein. Rabbiner aus BuvgkMMt uh& Kslnum Lsittirr aus LaudSn m. [swü ittne! edle SchrvregertLchter frühzeitig entriß, Trauer ertrug sie in edler Demut. Die Gemeinde Högyen wünschte^-daß die Beerdigung dort stattfinde, doch konnte dieser Wunsch aus religiösen Bedenken nicht erfüllt werden. Die Bestattung scmd unter großer Beteiligung der Ortsbevölkerung und der Högyener Gemeinde am Mittwoch, den 9. Februar aus -dem Trauerhause statt. Der Schwiegersohn der Dahingeschiedenen^ Oberrabbiner Mi- Msl DuMMs MMUSÜS m tem&un tofi» Äii müp diA^ Töcht^t^ Äl^ri^u. die Tochter des sit- Äsr I8aneth ^>77 und Enkelin d^s weltberühmtes.vto R. Jecheskel Baneth aus Neutra. Nach ihm.widmete ihr jüngster Sohn, R. Salomon I. ,Goitein, Rabbiner aus Högyen, ihr ältester Sohn Jakob L.. Gäitein aus. Frankfurt a. M. owie Rabbiner David Herschkovin, warme Nachrufe. Die Ehewra Kadischa stellte zur Bestattung der Verewig- A'arnMennathrichken. Bäkmizwä.- Iss es dMü lSeppy Soh» des Herrn Prov. Rabb. Dr. Gradenwitz, Hanau^ 'iips mznB nnur. — Simon. Sohn des Herrn Elkan Neumann, Fürth i. B., Moselstratze 13 I. rnvisrrnp'i. Vermählte: Rabbiner Dr. Artur Victor und Frl. Carola Stei, Hindenburg O. S./Breslau. LrankfMter BerWL ■pi " , '" b Agudas Ilscoel'Iugenügruppe Frankfurt a. 2tt. In der am Mittwoch, den 23. Februar/217 Adar 5687 im „Mekgr Chajim" stattgefundenen diesjährigen Generalversammlung der Agudas Jisroeb'. Jugendgruppe Frankfurt, a. M. fand sich ein bemerkenswert zahlreiches Publikum'ein, welches auch in seiner Züsammensetzung darauf schließen ließ, daß in der, Versammlung.Wichtige Dinge zub Spräche, gebracht würden, Es., mögen etwai ISO—160 Mitglieds ana»e|en^ *;• T Herr 2)ii Willy H o | m a iui ttöflnu« trt& üftaiwar«- Versammlung im' Aufträge^des. Vorstandes underteilte' einem Mstglied des Vorstandes das Wort zur Erstattung! des Geschäftsberichts' über - das verflosfene'^Gesthast^ähr^ (Veröffentlichung-des Berichts bleibt für eine der Nächsten Nummern Vorbehalten.) In der hierauf emfetzenden Debatte wurde zunächst von einigen Rednern zu, der Arbeit des Vorstandes Stellung genommen bzw...Kritik geübt. Im weiteren Verlauf der Debatte richtete Herr Dr. Harry Ab t an dsn-Vorstand die Anfrirge. obvom Vorder Agudas Jisroel angeht, ein Schreiben an cherrst Jacob Rofenherm gerichtet worden fei. - Von Seiten des Vorstandes wurde , daraufhin eins längere Erklärung,abgegeben, aus der hervorgeht, «daß der Vorstand Herrn Rosenheim nach dessen Austritt aus dem Vorstand der ,-Freien Vereinigung" eine spontane Vertrauenskundgebung, übermittelte, die ihm die Ueberzeugung geben sollte, daß die Frankfurter Aguda-Jugend hinter ihm stehe. Der Vorstand fühlte.sich hierzu verpfüchtet, weil die Befürchstmg berechtigt erschien, daß Herr Rüfenheim infolge der seine Schaffensfreude, beeinträchtigenden Vorgänge sich auch'aus. der Leitung her [rtl^er oder {^«Uer gurü^gjo^on Wochenkalender. tfom’ Sl - 12. 1927. I oo« 1. — 8. Adar B887? Samstag fraüäfi lliömag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag t? 5 tntt U »TIpS i 2 2 ■ 7 X 8 4 9 5 10 6 11 7. 12 8 Nlp'1 epe* vrm mit '3 a'bpv.nvis 1127 ntr».