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Der Israelit · 1927-03-03 · Heft 9 (3.3.1927) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 9 (3.3.1927)
Date
1927-03-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 9 Seite 7 3. März 1927 D er Israelit Es entspinnt sich im Anschluß an diese Erklärung eine sehr ausgiebige und zum'Teil lebhafte Debatte. Zwei verschiedene Auffassungen traten hierbei zutage,■ die eine, deren Sprecher die Herren Julius Ehrentreu und Dr. Harry A b t waren, die diesen Schritt des Vorstandes 1. als eine Kompetenzüberschreitung betrachteten,. und 2. hierin eine Stellungnahme zu den sachlichen Diffe- MgM PifÜili M ffflm ,»««**• s«co£. Rosmheim erBIidtm. Dies tonnten \\z als Anhänge der Politik des Herr» Dr. Breuer nicht mitmachen, zumal eine derartige Parteinahme für Herrn Rosenheim eine Ablehnung der Politik des Herrn Dr. Breuer involviere. Die gegensätzliche Auffassung wurde von den Herren Manfred Neuberger, Jacob Landau, Leo W r e s ch n e r, Leopold Oppenheimer, Fritz Stern, Dr. Willy Hofmann und Moses Nußbaum und von Seiten des Vorstandes durch Herrn Gerfon Schn erb vertreten. Aus den Ausführungen dieser Redner ging hervor, daß eine Kompetenzüherfchreiiimg M BökstinM? Mt pwliefba jeber Recht habe, zu üm Vorgängen innerhalb der Bergung Stellung zu nehmen, soweit diese nicht in den Kompetenzbereich des Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel gehören. Agudist fein heißt, beizutragen zu der Schaffung einer öffentlichen agudistifchen Meinung, wofür die Kritik ' unter - Umständen ein unerläßliches Mittel ist. Ferner wurde geltend gemacht, daß die Jugend das Recht habe, sich hinter ihren Führer zu stellen, wenn sie ihn persönlich angegriffen sieht. Der. Vorstand habe mit seiner Vertrauenskundgebung lediglich feine Gefolgschaft für Herrn Rosenheim zum Ausdruck gebracht,. ohne einer anderen Persönlichkeit zu nahe zu treten. Am Schluß der Debatte gelangte ein Antrag des Sjexxn Leo SBrejc^iter ’mtt erbrürfetib-e r W! ehrhört zur Annahme, M« Zeaeralversammkang Vorgehen des Vorstandes billigt und ihrer Verbundenheit mit ihrem verehrten Führer Jacob Rosenheim Ausdruck verleiht. —. Hierauf wurde dem Vorstand mit überwiegender Mehrheit Entlastung erteilt und zur Ersatzwahl des Vorstandes geschritten. Neues aus der Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Am Freitag abend/ den 4. März.v'^v '3 yrav sprechen MWW M Mihlussrs m riMMbn gemma^e« Fröiiag-Mend-Zusammentunste die Herren Nedatteur Sch a chnowitz und Gerfon Schnerb. Anläßlich des Jahrzeitstages von Kommerzienrat Feist >"t findet das Lernen am Schabbos, den 5. März, r>'^V?3 7iav 15 Minuten vor Mincho, also 12,15 Uhr im Vereinslokal statt. Die Stunden des hebräischen Sprachkurses des Herrn E. Äilitzky find wie folgt neu festgelegt: von 9 bis JO und Sonntag, abends von 8,30 .bis 9,30 Uhr. Neumterestenten wollen sich mit Fräulein Hansi Roos> .. FriedbergeF Anlage „13, M. Verbindung fetzen. Ä -?-WAeM Äßvs BortpMsI der Orts- /und Jügendgruppe am Gonn-tag, b«n 6. März in her Ältta der Real- ,am 8 ^MisH ,WÜ? W öM QßfDJU Herte Nottz in dieser Nummer. , Vortrag in der Orts- und Iugendgruppe. ' Wie'uns mrtgeteilt wird, wird Herr Pröoinzialdrabbiner' Dr. M e r z.b a ch - Darmstadt?" Sonntag, den; 6. März abends 8,30 Uhr, s. G. w. in ' der Aula der iRealschule, Am 'Tiergärten "8,. Men! Vottrag^ über das -ThÄna /,Bon 'Seele und 'Körper . Jisryels" halten,, wozu Mgüdas Jisroel Ortsunil JugendMuppe' DftjWder und SSstk E ' ' '' ' Man einer Anzahl angesehener Mitglieder unserer > GerUeinde ergeht, ein Ausruf zur. Stiftung eines nniv für unsere Synagoge F'riedberger Anlage, welches nach der ersten Jahrzeit unseres Raw am Mxn mv "jü dessen.-Andenken eingeweiht werden soll. Diese Stiftung soll aus dem Ertrag freiwilliger 1 Spenden! aller Kehillo-Mitglieder und Verehrer unseres Räw hergestellt weroen. Es. wird auch, einem fühlbaren Mangel MMgM. M "Ms*. MWölllUilh in Eköwllch flcheMß ' jvsis schadhaft gervuedätt ist. Alle ollg der lllktn Schul m der Schützenstraße sind, nach Möglichkeit für die neue Synagoge instand gesetzt worl^n,. dennoch macht sich! der Mangel einesneuen würoigen! Sahbat- N2is sehr bemerkbar. Da die Anfertigung Men" längeren Zeitraum beansprucht, so wird gebeten, die Spende umgehend (auf Postscheckkonto ° Ludwig Strauß, Sandweg 3 Nr. 62615) zu überweisen, damit bereits M Purim die Ausführung veranlaßt werden kann. Mn Verzeichnis der Namen aller Spender wfto ltt ÄNem Akt dem Archiv unserer Gemeinde, angegliedert./ MauwMcüDesMömm SMMniiHks, Sonntag» den 6. März, 4}^ Uhr -nachmfiiE findet im Festsaüle. Herderschule^ Wittelsbacher Allee 6, ein S ch a ll t ll r n e n -ställ^Der Jüdische Turnerbund erwartet vdn allen seinen Mtaliedern, daß . sie ihr Interesse Wch den Besuch-die^d ersten größeren-Veranstaltung 'bekunden. . ' Jstämtisches ^rauenheim. Bai ZMollMs tournößim ln MS NüWM SM <trh 38. ApM r, Ä. mm* mit föMM > MöiMMM Kurbetrieb beginnen und ist es zweckmäßig, schon jetzt die zur Ausnahme notwendigen Papiere sich' zu besorgen, dämit eine Aufnahme sicher gewährleistet ist. Drei betreffenden Papiere sind zu beziehen, von Herrn Franz Isaak Ettlinger, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 25.^ ' Der Verein Wohltätigkett — Chevroh Gemilus chasodim --- hält Donnerstag, den 10./März, im Zoologischen Garten eine Purimfeier ab,'zu der Frau Mathilde Brandeis-Cinzig vom hiesigen Schauspielhaus ihre Mitwirkung-zusagte. Außerdem wurden eine Reihe weiterer Künstler..geworben, so daß allen Besuchern eine recht stimmungsvolle P u - jrim|eier in 2tusjic^t n>evbert tarnt. Personalien. Frl. Frieda Fuchs, Lehrerin an der Israelitischen Volksschule, hat in der naturwissenschaftlichen Fakultät der hiesigen Universität mit einer wissenschaftlichen Arbeit aus dem Gebiet der Experimentalpsychologie die Doktorwürde erworben. Siegfried Löwenthal mr- An der Riviera, wo er Heilung für sein Leiden zu finden hoffte, wurde Siegfried Löwenthal vom Tode überrascht, und eine Familie, ein großer Freundeskreis, eine ganze Gemeinde ist in tiefe Trauer versetzt. Wir dnr^ten jju |einert Lebzeiten nicht otei non feinen Geigen« schäften und Leistungen sprechen, nichts ü&«r {eme Guttaten verlauten lasten, er kann es uns heute nicht mehr verwehren, daß wir es aussprechen, wie alle, die sich innerhalb und außerhalb der Gemeinde mit sozialer und Wohltätigkertsarbeit befassen, in ihm den warmen, Freund und stillen Teilhaber großen Stiles hatten! Der höhere Grad des Wohltuns, darin bestehend, daß der Arme nicht weiß, von wem er die Gabe empfängt und der Spender nicht erfährt, wem sie zukommt, lag ihm, dem Schwiegersohn Falk Goldschmidts hn, gar sehr, moa fnn hieß die Art seines Wohltuns, und viele Institutionen, insbesondere die F ü r s o r g e k a s s e, verlieren in ihm eine ihrer festesten Stützen. Schöpferisch und ideenreich, hatte er. ein echter in biß i-eJAen Setianlen uns» Plane zur ÄÄÜ letztgenannten Institution UNd «Steigerung ihrer Lerstungskraft. Sie wird seinen Rat schmerzlich vermissen. In schlichter Frömmigkeit verharrte Siegftied Löwenthal auf dem Wege treuester Pflichterfüllung gegen Gott und Menschen. Zu früh trügen wir ihn am Montag vormittag zur letzten Ruhe hinaus. Möge der Gattin und dem Sohne und der weiten Familie Trost erblühen. Ainderecke. vn •>as irrrm wto na na'n ET» CPVpSn rmaran nasVnn p nj?QK n»Ti naana d'aiipn nhirr prni avV ns innsi a'iss yas wvi \>y\ 'niian ns nvah ysnn asi .'na'n ssam a s o a I. Lubinski, Schweinfurt. s 1 n y r> Buch — “iso 1.1 II Darßler — Grenzstadt oder Grenze - isv Nichtige Lösungen sandten ein: Ruth Poppenheim, Frankfurt a. M.; P. Schneeberg, Kassel; wsef Weinberg. Neumarkt (Odernsalz); Arnold Katz im Israelitischen Wa'senhause zu Frankfurt a. M.; Josef Grünberg, Bratislawa; Willy Weiß, Gelsenkiichen; Israel Bergmann, Frankfurt a. M.; Kurt Rosenthol, GeiseNkirchen; Carl Lenz, Pforzheim; Isaak Tempelhof. Saarbrücken; F. Rubinsohn. Würzburg, Jsr. Krankenhaus; Isaak Spiro, 4j ^einnc^ <£>tu|erj 2Tiüncöert 31. ^©utiber, München; öiniöu Sabad, MunkfuN «• M, j Zuvmk. Frankfurt a. M.; Bella Wemreb, Frankfurt a. M.; Selig und Jakob Nutzbaum. Fulda; Isaak Nußbaum, Wiesbaden; I. Lupolianski, Karlsrube; G. Katz, Stuttgart; S Kaufmann» Gladbeck: Carola Stei, Breslau; Michael Lieber» Frankfurt a. M. n am Leo Hamburger rry- NsH föHHßn mip Bßim itfjrßiBeit Dißlßr Men es nicht fasten, mochten •es nicht roähchällött. dttß ÜSS HüMburger, der blühende junge Sohn unseres unvergeßlichen Nathan Hamburger so plötzlich von uns geschieden sein soll. Nur wenige Tage mißten wir ihn in der Synagoge und im Freundeskreise, und, als wir uns am Montag früh nach seinem Befinden erkundigten, hatte er bereits ausgerungen. Leo Hamburger war echter Sohn feines.. Vaters, echter Enkel seines Großvaters, Geheimrat Hx,<.Rüsenbaum Liebe und Aufopfernng. für- Thyrulernen, Geradheit des Denkens und Tuns, Recht Md Rechtlichkeit als.Lebensmaxime waren mit -ihm im. .Memhaufe aafaeroackisen. Von Diotiir;>aus; etaxissatt tefailci .jttrf» ■ TTTl|DTi i TT i J| .. .1 _ J! J Jl I] 1 Il'IK' I ljlll|' von ungemein liebenswürdigem Wesen beM er die. Liebe aller, .die treue Freundschaft. <der- Freunde „Md Genossen. .Es' lag ihm nicht, sich öffentlich/ hervorzUtun, aber die-zu' jüdischen, Zielen strebende Jugend, wußte ciU ihm einen 'tryren^ /FrMnd^M^Mim Mitarbeiter./ Nach dem frühen Tode.des Batxxs der in den Annalen-Mf^res. Thoralebens ebenso wie. als! Mensch -und Freund unvergessen bleiben wird,^.leitete'der^^ nunchehr/.HermgegänWne' jmsx Geschäft, ' das Lebenswerk von Bater und Groß-, optier-.-t»eiier_unietrden gleichen Änfpiezien uttb mit hem ' ' ' $>?x Hänttstn»' ,afs 8ßen|4 A»^ Skeichen Tefelge, früh gereift, und gleich ertüchtigt ward, von den Verhalt nisten , gedrängt, früh zum ' Manne. Ein höherer, uns unerfäßstchLr. Ratschluß hat nun den Mühvollende'ten abbeÄfen,'üöberusen von der Seite dex Mutter upd Geschwister, abberufen aus dem Kreise der Freunde und Genossen, die ihn so innig liebten. Biel heiße ehrliche Tränen fließen in tzitzstzS frühe Grab, das. flch^ einem' lieben - Menschen , fm Lenze des Lebens ' geöffnet hat. Gott .üÜeit^-'LZLltz es. »nie ans diesem tränengsdüngtörvt erblühen fann fÜr Äii htlüftzölPösPnz Mutter, die Familie und uns aür»- ' Wir werden Leo Hamburger nicht vergessen. Vereinskalender. Verein Mekor khastm. A amstä g vormittag nach Schluß der Synägoge Dinim, Herr Dr. E. Posen. Mchm. 3'/< Uhr im Dereinslotza Mikro, Herr Dt. M. H ofmann. — abends 8lh Hör im Vereinslsstsl, :nHa nv^Ä v^ava, Herr D. Rachelfobn^ . - «n ti morgens nach Schlntz L. BARBARINO Frankfurt a. M. INHABER A. STERN gegründet 1887 Cigaretten CIGARREN Tabake feinste Hamburger und Bremer Fabrikate Import von Havana-Cigarren und -Cigaretten Kaiserstraße 7 Kaiseratr 81 T*Ie,°" “*“* Zell 88;/ ' i Versand naeh auswärts Das Haus d«er gfülen Ubren tttatft Gr» Friedbergerltr.43,Ecke Schälergalfe Feinste Schweizer u. GlasbiHter PräzisioBS-Uhren - Preislage Moderne iu wefen, Gojd- und Silberwären ' ' — ’ ' ln gröfier Atuwslxl Das neue Besteck! 90 gr. Silberauflager an den Auflagestellen mit massiven SilüGrplQttonTerßtirftti rfiD!tf^«trelierwareuDbefreazt Haltbar! Eßlöffel u.^Oabeln, Dtz.t^? Niedepidigtt der OMEGA, die Uhr für s Leben $ ENKING? U Jt ti ia g . morgens nao B wiittwvtW SM IN o Witz. vm TV w j ,1,' w«,—___ vd'rm. 8^2 utst und EÄms tag eine Stunde nach Nacht Gmow ,PeWchim . Herr I. Soffer. — vormittags 91/4 Uhr (ebenso Dienstag abend) 61/2 Uhr Gemoro, Herr R. A.G. Pyfen. — abends 6 Uhr im Dtteinslokale -Brügestratztz 18, „Arba Potschfiaus", Herr H. Halvern. > . . öifliirajh Tfi?f8fns <ebcnio tüQtv TOTtDua r- J Uhr Küensö Mittwoch), Gemoro, Herr Dr.Äoseph Breuer. abends 8V4 Mr (ebenso Nmuelstag), Gemoro/ Herr .Dr Eltefer Posen. Dienstag, morgens nach Schul (ebenso Freitag), Misch'ua. Herr Dr. Elieier Posen. ' fftfcrflefetmo ließe Seite 8.) Oefen vonTIZ 10.-an Jfohlenherde von * 35.- £mai//.Qasherde von 105.- » EU #UAM ESCHENHEIMER . fl #1.0 E OlC« TOUl ®MT6AHTfN] für Den allgemewen TeN und das ckrutUeto« ttz» NranUnrt a. M.; Inserate i. B.: ^Schach» r. — Für die piidaaogische Beilage: Lehrer L. BeranttvorUtch S. Schachnowt.. , - D«--» .Israelit". T.m.b.H.,Frankls - Druck Hermon «erlag». Aktiengesellschaft, Frankfurt a.

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