Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 8 (24.2.1927)
- Date
- 1927-02-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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tstffg Hfl 8 £ e r a s r a c n i 2i Föüruar M? warten. Die Kläger forderten viereinhalb Millionen Lei Beschluß faßten, ein Sanatorium zu gründen. Mit einer > sönlichkeit eingesetzt, um das Gedeihen der „Etania" zu Zioilentschädigung Die Vertreter der jüdischen Ange« Zuversicht,. -wie sie mir das Bewußtsein verleihen kann MinM -KWenH keimen ParteiuntÄschieh ürtd w L an einem Werke im Menste Gottes zu arbeiten, erwarnichts UyMötzsicheStiWh Hn>..tyeWl.-«.S/. gE «Wm klagten legten die Verteidigung nieder, da das Gericht die ein Haus im Werte von mehr als einer halben Mden zu helfen. Für jeheN hatte er ein ermunterndes "nan Tljt* Million, 'belasteten sich mit der Sorge um die Deckung Wort, eirken wöhlgemein'te'n Mt und überall fand er der bedeutenden Verzinsung und arbeiten jetzt mit einem einen rettenden Äusweg. WeNn I. Rom zuBe- Vudget, düs alljährlich wohl an eine halbe Million hersuch hier in der „Etania" iseiÄ< ' daiür-'''strich1te-'"ßMe anveicht. Heißer Dank gebührt den Juden der Schweiz,! Warme durchs ganze. Hyup und senkte sich Wohltuend auf die Jahr für Jahr hunderttausend Francs für ein Werk die Kranken. Er war einer von jenen Seltenen, die ihr der Menschenliebe und der Thoratreue aufbringen, das ganzes Sein selbstlos iy den Dienst der.Menschheit steszum geringsten Teile Kindern des eigenen Landes zu len^ er wareiüer,dessen ganze Lebensarbeit iwiiriri gif»? Gute kommt. Aber Bewunderung und Verehrung den felke, seinen Mitmenschen, insbesondere seinem Judentum Idealisten, die sich nicht von nüchterner Berechnung " “ . ".. ^ab-en leiten hie deele in 2>ie Sjant) genommen" und Das nach menschlicher Voraussicht ünausfriyrbare gewagt, das „Und dennoch" zu ihrer Devise gemacht und bewiesen, daß Mut und Gottvertrauen auch das schier Unmögliche zu verwirklichen vermag. Ueber die Etania ist im Laufe der Jahre in diesen Blättern oft berichtet worden. In 'der letzten Zeit leider von einer Seite in unfreundlicher Weise. Von der Redaktion und von Kennern der Institution ist diese Charakterisierung zurückgewiesen worden. Für mich als einen,, MM M «8WNNt Mir WkMÄ MW « MI lMk , . . . t Wtt, so Doch grunMch in M Derhaimisie CinöliS zu! Nc u du r g r r , scimn 80. Mdummg m. MWei unü gewinnen, war es besütiders schmerzlich, daß dies Werk,! körperlicher Frische. Derselbe besucht noch regelmäßig den Einvernahme weiterer Entlastungszeugen ablehnte. Das Urteil lautete auf 6 Monate bis zwei Jahren Gefängnis für die Angeklagten, außerdem zur Zahlung von mehreren Millionen Lei an die Privatkläger. Das demokratische Rumänien trauert um seinen Führer Konstantin Mille, Redakteur der „Luptt" und Begründer der demokratischen Zeitungen „Adeverul" und „Dimineatza". der soeben verstorben ist. Konstantin Mille tttar etiier &er ett^rgt jtljpren (Befam pf er W antij^mftrjch Bewegung und, obwohl Nichtjude, -ein Vorkämpfer für jüdische Gleichberechtigung. Set ValSftitM, Brief aus Palästina. T e l - A w i w, 14. Febr. „Tsr7cr-elrr" kr'itr^i-er'te b-ie 9fictcfjric£;t bes „Dnrnnr", am NoWaschonay habe tri Der Kewazah Verth Aljeha die Grundsteinlegung für einen Stall stattgesünden. Rach meiner Erkundigung bei offizieller Stelle ist die Nachricht in dieser Form irrtümlich. Die Grundsteinlegung fand vor Roschhaschanah statt, nur die damit verbundene Festlichkeit wurde auf diesen Tag verlegt. Samstag den 5. Februar erreichte die Tempe ra tu r mit 5 Grad Wärme den Tiefstand dieses Winters. Heute herrscht ein orkanartiger Sturm.?«? M7IMM //MkflyllK fmuiinTj füll ÄM böstgSlöitststKU Anstalten des Landes, srn Herrn, das große Talmudgelehrte beherbergt, hat eine Anleihe von 1500 Lstr. erhalten uttb kann nun den feit Monaten unterbrochenen Neubau für weitere 100 alte Leute fortsetzen. Mögen dem edlen Werke große Spenden zufließen! Wo sollen die aus Rußland geflüchteten alten Leute sonst Unterkommen? m fff M Bim fflu MkZ Mfsratfjh&rDnuri herms begonnen worben.!bas Haus soll Aröeiterküche, Lesesaal usw. enthalten. ürneHTa. Eine Million Juden will aus Polen auswandern. Newyork, 17. Febr. Der Abgeordnete des polnischen Sejm, I. Grünbäum, ist t»on her ßettung dss Jlrrtertkarttseh-jühischsn KongresseZ kingeladcn worden, währendder in diesem Monat stattfindenden Tagung dieses Kongresses das Referat über die Lage der Juden in den osteuropäischen Ländern zu halten. Grünbaum äußerte sich in einem Gespräch mit dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen- Agentur über die Lage die Juden in Polen'dahin, daß die Verhältnisse noch immer sehr kritisch sind und wohl in absehbarer Zeit sich nicht bessern können und werden. Damit eine Erleichterung geschaffen wird, müßten mindestens eine Million Juden Polen verlassen, um in an- Bmn Mntim sich Ms Wstsnz zu dienen. Unb so begleitet dennauch diesen großen Mn ugsfx UMMi Mstki WS WM MW Ä8KUM yinnv in sein srüyetz Grab. HingedungsooM Ausopssrung dem Wühle seines Nächsten, dad Äar der Inhalt und der Zweck fernes Lebens. Dies können und wollest wir ivon ihm lernen: wix wollen dies als heiliges Erbe von Isaak Rom in uns. tragen —. es exblühen lassen, damit die Frucht reife, welche er gesäSt hat. Cr ruhe in Frieden! Wenkheim (Baden), 20. Febr. Am 15. Ädar (17. Fe- 6rirarf rerte ur:M »ff TfMiüWMSi Mir UM Personalien. A. 2. Rom ^7. Zürich, 22. Febr. Aus Zürich kommt die Schreckenskunde, daß der Generalsekretär des Hilfsvereins für jüdische Lungenkranke, A. I. Rom, plötzlich im Alter von 47 Jahren verschieden ist. Ein tragisches Geschick für die Familie, ein schwerer Verlust für den Hilfsverein, dem er die reichen Gaben feines Geistes und Herzens mit unermüdlicher Hin- UN unö miß sitz W pist «nt Abens ged!ent. Er war die Seele dieser ürganisation, die im Laufe der Jahre so unendlich reichen Segen gestiftet und durch die Gründung der Etania eine Institution geschaffen, die ihresgleichen wohl unter allen ähnlichen Wohlfahrtseinrichtungen sucht. Es war vor allem ein jüdisches Herz, das in ihm, wie unter seinen Mitstrebenden den Gedanken erstehen ließ, den an der Tuberkulose erkrankten Glaubensgenossen ein Heim zu schaffen, das durch das angemessene Milieu die Gewissensnöte überwindet nud einen Heilfaktor von überragender Bedeutung darstellt. Aus kleinen Anfängen heraus ist die Etania eatstarrberr. Z>ex ^il|s»erein^ mit 271 itgli«i>er&et trag ert^ ca. 6000 Francs uno Spenden von ca. so ööö"äroeüenD) aus denen er jüdischen Kranken aus der Schweiz in Davos Unterstützungsbeiträge zukommen ließ, faßte den kühnen Entschluß, ein eigenes Heim zu gründen. Wenige Männer sind es gewesen, die, von tiefem Mitleid mit den Armen ergriffen, die gezwungen waren, bei der Lebensgefahr, in der sie schwebten und aus der allein ein Höhenkurort wie Davos sie retten konnte, in nichtjüdischen Pensionen alles zu übertreten, was ihnen heilig war, auf alles zu verzichten, was ihres Daseins Sinn und Ziel war, den — wenn sie nicht von ihrem jüdischen Gottvertrauen getragen worden wären — geradezu unsinnigen eines der bewundernswürdigsten in der Hingabe an die Sache, hat verunglimpft werden können. Auf einen Punkt, der nicht erwähnt worden ist, möchte ich noch besonders Hinweisen. Es gibt wohl wenige Kranke, die so schwer restlos zu befriedigen sind wie die Tuberkulosen. Sie fühlen sich zumeist nicht krank, haben durch, die leichten Temperaturen noch ein erhöhtes Lebensgefühl und sind nun eingespannt in das Einerlei des Sanatoriumsleben und das nicht auf Monate, sondern oft auf Jahre. Was Wunder, wenn sie mäkeln, manchmal an her Kost, manchmal an her Wermaltung unb hann twt-e&er an iert Äoflsn, &te ja m ter Sal für £>en zcliien im Unterschied ga den akut Erkrankten oft ins Ungemessene gehen. Und doch habe ich in der Etania nur wenige gehört, die unvernünftig waren, der Institution als Ganzes nicht uneingeschränkt ihre Bewunderung zu zollen. Und wenn über die Höhe der Verpflegungssätze bemängelt wird, so haben die Tadler vergessen, zu erzählen, wieviele Patienten die Anstalt verlassen und die Restsumme für eine Reihe von Monaten schrrldrg btethert, hte' hte Dor malt urig als aerlorert buchen (nn|i VI? Twmff fpnnt? wirtschaften, wenn sie nicht das jüdische Erbarmen vor allem leitete. Denn das ist ja die Tragik, daß bei der Dauer der Krankheit auch den halbwegs bemittelten Kranken nichts übrig bliebe, als ungeheilt die Anstalt zu verlassen, wenn in der Etania nur die Kalkulation und nicht das jüdische Herz ein Wort mitspräche. A. I. Rom ist derjenige gewesen, dessen Andenken hunderte von Kranken segnen müssen. Auf ihm lag die ganze Last der Beschaffung der Mittel und er war derleniflC; Dcr; ddidodi er oft Mt ein imD ous miiitt immer ein gutes Wort für Sie eingelegt, die auf ihn seine Hoffnung setzten. Cr war es, der immer wieder nach Davos kam und wie ein Familienvater wurde er ausgenommen und an den wunderbaren Freitagabenden der Etania von dem Kreise seiner Verehrer gefeiert. Unvergessen soll ihm bleiben, wie er in der Gründungssitzung der Etania für die Auslandskranken eingetreten ist, die aus der begründeten Furcht heraus, daß die Anstalt von diesen im Uebermaß in Anspruch genommen werden könnte, durch statutarisch festgelegte Bestimmungen nur Rechte zweiten Grades erhalten sollten. „Und Gottesdienst morgens und abends und. erfreut sich allgemeiner Beliebtheit, was aus den zahlreichen Geschenkueü, die ihm dargebracht wurden, hervorgeht. Freiburg i. 8., 21. Febr. Am 2. März d. I. begeht Herr Oberlehrer Adolf Werl dahier in geistiger ündkörperlicher Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. Herr Weil, welcher von 1876 bis 1915 Volksschullehrer und Religionslehrer in Eichstetten war, im Jahre 1906 zum Oberlehrer ernannt wurde und 1915 in den Ruhestand getreten ist, hat als Lehrer und Erzieher insbesondere auf dem Gebiete des isxaelitijdjeti ffäfTl?* reich und mit großem Erfolge genuin. Die Oberschule behörde hat ihm anläßlich seines 40jährigen Dienstjubiläüms ihre Anerkennung durch die Verleihung des Goldenen Berdienstkreuzes vom Zähringer Löwen zum Ausdruck gebracht. Auch in der hiesigen Gemeinde, welche den Jubilar seit seiner Zurruhesetzung zu ihren Mitgliedern zählen darf, hat er sich um die Pflege der reiferen Jugend große Verdienste erworben. Seine Vorträge im jüdischen Jupw frfffüfn fißi ffffi ffnts gMWkn miWZ. Briefkasten. K. in S. Wir haben das Buch nicht empfohlen» sondern Ihnen auf Ihre Anfrage mit als Quelle genannt. Ueber Preis usw. müssen Sie sich bei einer größeren Buchhandlung erkundigen. 3. QL in QL 91 ad) b'asn ’ftsw?ur Stelle hatte MM «m EMßläS «u Zel? Üe-Lart 1 Familiennachrichten. Seinen 80. Geburts tag feiert am26.Februar- Herr Karl Beig, Tauberrettersyeim. In einer Höhe von 450 Metern, malerisch am Hang hingestreckt, am Rande prächtiger Tannen- und Laub- ____ _f..n_ wälder, inmitten prangender Wiesen, den Blick weit ins sollte öS wirklich^ geschehen, daß arme Lungenkranke UN-! Rheintal und auf die Vogesen eröffnend, liegt der Ther- \m Mr bssnWlMn «Mm. sz ist 4L Ms mh LlL Ml' MD Mftkllrott BüD>öllwßllßl!., M Ute» gM- Pfllcht und Schuid!atelt, ihnen zu helfen, denn sie sind fttgs klWüttsche Läge Vadenweilers, winbgeschutzt, ohne unsere Brüder, Glieder unseres Volkes, die in Leid und starke Temperaturschwankungen (allmähliche abendliche Freud zusammengehören." Beschämend ist freilich, daß - Abkühlung), eine besonders ozonreiche Luft, vereint mit feine Hoffnung, das Ausland würde sich durch Spenden j dem Gebrauche der Therme bürgen für Erholung und dankbar erweisen, so wenig in Erfüllung gegangen. Es wäre Ehrenpflicht der potenten Mitglieder der deutschen Orthodoxie — Deutschland ist mit mehr als die Hälfte der Patienten in Davos vertreten — eine Ehrenstiftung auf seinen Namen errichtete. Ein unabsehbares Gefolge geleitete diesen echten Jehudi und seltenen Menschenfreund an sein Grab. Uner- 'erlich. Das mar öfe Meinung aH?rf imD In . M Ml NM I t ttlttttjJ MMt«) «Ml« ttltll lli «til Trauerreden zürn Ausdruck, >ifl fein Verlust. Müg« ihm ein Nachfolger erstehen, der das Werk in feinem Geiste und mit einem solchen Herzen weiterführt. I. W. * Von den Patienten der „Etania" in Davos geht uns noch folgender Nachruf zu: Wie ein Donnerschlag brach am Sonntag abend, den 13. Februar, die Nachricht über uns herein, daß der Sekretär des „Hilfsvereins für jüdische Lungenkranke in der Schweiz", A. I. Rom in Engelberg plötzlich vom Tode ereilt-worden ist. Schauernd erzitterten wir beim empfang biefer Jrauerbotldjaft, roiffen tpir selbst ...... | ItllfJ t) Mit I» vuly am besten, was jeder einzelne von uns, mns das ganze Judentum an ihm verloren hat. Isaak Rom ist zu früh von uns gegangen. Nun steht die „Etania" trauernd da, ein Waisenkind, das den Vater verloren hat. Hier steht fein Lebenswerk, aus dem er mitten herausgerissen wurde. Von einer feurigen Liebe zu seinem Nächsten und zum Judentum erfüllt und getragen, hat erfolgreichen Kurgebrauch vom Frühjahr bis spät in den Herbst hinein. Angenehmsten Aufenthalt finden Sie im H o t e l B e l l e v u e. Taunus-Sanatorium Dr. Goldschmidt. Wir machen im Interesse unserer Leser darauf aufmerksam, daß das rühmlichst bekannte Taunus-Sanatorium ist M msm 88N NM sei 8bibnomint in alter Weise weiiergesührt wird. Die medizimschs Lsitung ist nunmehr in Händen von Herrn Dr. L e i b o w r tz, dem der Ruf eines kenntnisreichen, klinisch bestens ausgebildeten Arztes vorangeht. Neben der Pflege der religiösen Interessen wird auf die Durchführung der gesamten Untersuchung und Behandlung nach modernen klinischen Grundsätzen der größte Wert gelegt. Der Besitzer des altbewährten, streng rituellen Hotels- „ Villa Regina" in Bad Neuenahr wird auf vielfachen Wunsch auch in Montreux, dem schönsten Punkt der französischen Schweiz, eröffnen. Das Reftan- EttHJ (DOM mmOD) M MU MssW DR UM KM. Kväüs aus Baden (Schnrelz) und wird zu Peffach eröffnel werden. Beide Häuser werden von der Familie G o t t - schalk bei erstklassiger Verpflegung das ganze Jahr geöffnet sein. Das hebräische Lottospie.l, das so viel Anklang bei unseren Kleinen gefunden hat, wird nicht mehr von der er mit Hilfe der Schweizer Juden hier in' Davos den Wirtschaftshilfe vertrieben, sondern ist von der Kunstgejüdischen Lungenkranken der ganzen Welt eine Heim-^,! werbestube I. West hei nt, Schwanenstr. 6, zum vereine Heilstätte geschaffen. Zu groß ist diese Tat, um sie billigten Preise von Mk.. 2.50 (früher 5 Mk.) direkt zu würdigen zu können. Rastlos hat er besonders in den j beziehen. Das Spiel ist auch bei den hiesigen hebräischen letzten Jahren feine ganze Kraft und seine ganze Per-1 Buchhandlungen erhältlich.