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Der Israelit · 1927-02-17 · Heft 7 (17.2.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 7 (17.2.1927)
Date
1927-02-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 7 Sette 5 17. ^cbruar 10^.7 1 Ich Zwiesprache halten lassen, mft etttem MUssarbuche: Hier wirst du alle deine Schwächen und Fehler aufgezeigt finden und gleich daneben die Mittel und Wege dazu, dich von ihnen zu befreien. Nur durchs Mussarstudium wirst du zu völliger Klarheit über deine Aufgabe im Leben gelangen die Kra^t finden, den'Staub, den der WlrbelivMV von New- Tmnknlusi mk fßtjrfafy «»f dich gehäuft hat, abzuschütteln." Die Verkündigung dieser und ähnlicher Gedanken, aus den Quellen der ‘rrrr -geschöpft, im Zusammenhang mit der Organisierung des Thorastudiums hat den „Alten" ' zum Meister und Wegweiser gemacht. Mit feiner glühenden Begeisterung hat er Taufende von jungen Leuten an sich gezogen und ihnen sein Ideal eingeprägt. Er selbst war ein Muster aller Tugenden,und edlen Sitten, ausge- Tfötfßt Mit waftvei Menschenliebe und Gutherzigkeit. Durch seine OpftrioMgrm UM unermüdliche Arbeit gewann er segensreichen Einfluß auf ferne zahlreichen Schüler, die mit Eifer feine Lehre und Ziele verfolgten. So hat dieser große Rabbi Z0 Jahre geschafft und gewirkt im Kreise seiner Schüler und Verehrer. Fast alle Thorastätten in Litauen, Rußland, ttomrpoasenre« * ttardlirdteit Croz Jrsroal--Schrilrverk. Frankfurt th i4. Die Palästinazentrale der Agudas Jisroel teilt uns folgendes mit: Aus Anlaß der diesjährigen Adar-Aktion zu Gunsten des Erez Jisroel-Schulwerkes der Agudas Jisroel ist an alle in Betracht kommenden jüdischen Gemeinden in Deutschland die Aufforderung ergangen, die aus den r,mn und v'113 beim Aufrufen am obpv mna mv. vereinncrhrntsrr Gsldökfürdaso sadistische Schn lwerr in Ereg Iiyroet gu öestimnren. Wir hoffen, daß die Vorstände der Gemeinden in klarer Erkenntnis der Notwendigkeit, das thoratreue Erziehungswerk im Heiligen Lande zu fördern, auch dieses Mal unserer Bitte Folge leisten werden. An die Mitglieder der Gemeinden richten wir den ernsten Appell, beim S ch n o dern am 022? in weitgehendstem Maße unseres Schulwerkes zu gedenken. Wschstl im ißriUiDiinii fies 0, I, A, Berlin, 14. Febr. Nach fünfzehnjähriger aufopferungsvoller Tätigkeit als Vorsitzender des Bundes Jüdischer Akademiker (BIA.) hat Dr. Jacob Levy sein Amt niedergelegt, um einer jugendlichen Kraft Platz zu machen. Am 2. Februar wurde das bisherige Präsidiumsmitglied Joseph Stern. -_ Der Israelit_ DoulMmw, Polen und Amerika seine Schüler geleitet. Die bedeutenden Rabbiner des Ostens.sind von ihm ausgebildet worden. Dabei lebte er sehr bescheidenem der Oeffentlich-- keit trat er als ganz einfacher Mensch auf. Trotz seines hohen Alters ist sein Geist bis zuletzt jung und frisch geblieben. Er bewahrte seine Feuerseele und mipktL gssadü darum so starr auf luatnDnajs Menschen. Keiner konnte sich bester äU ev itt die Seele eines jungen Mannes hineinversetzen, keiner wußte so wie er, was dem jugendlichen Menschen nottut und ihn fördert. Vor drei Jahren gründete er eine Jeschiwa in Chewron und ließ sich selbst dort nieder. Im November 1926 erkrankte er, und man brachte ihn nach Jerusalem. Nach dreimonatiger Krankheit hauchte er an heiliger Stätte sanft seine große Seels aus. L!ns ZchAer Md Mvzhssr in der ganzM Welt trauern zusammen mit seinen Söhnen, die DTiiu. und Leiter der Jeschiwaus in Slobodka und Mir sind, um den Heimgang des geliebten Lehrers, aber sie fühlen auch die heilige Pflicht in sich, fein großes Werk> zu erhalten und fortzupflanzen auf neue Geschlechter. bsr bereits in der Berliner Bereinigung Jüdischer Akam-e^rer r>eraniiy3ßk]lt3ÄößlIß MßUltÖl BßS kleidst hat. zum Bundesvorsitzenöen gewählt. Ihm stehen als Mitarbeiter die Herren Rabb. Dr. Esra Munk, Dr. Fritz Hamburger, Dr. Jonas B 0 n d i und stud. jur. Ernst Leo Bodenheimer zur Seite. Kredite für- Wohlfahrlsansiallen. B e r l i n , 15. Febr. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden macht Dßiiiß nDtfjmais Darauf aaMAkskMi m :*eiToer" sicherungsanstfllt für Angestellte Ihr bebeutendä Mittel ZUk Verfügung gestellt hat, die in Darlehnsform den ihr angeschlossenen Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge für Erwachsene und Jugendliche, sowie Lehrlingsheimen und Altersheimen zugute kommen sollen. Die Zentralwohlfahrtsstelle ist daher in der Lage, diesen Heimen hypothekarische Kredite zu nachstehenden Bedingungen zu verschaffen: M KMM fMk Mit? 6ei' neito 98 fr°3a£us“ zahlung verzinslich. Die Darlehen werden für unbestimmte Zeit gegeben und können jederzeit von beiden Seiten mit neunmonatlicher Frist gekündigt werden, jedoch frühestens nach Ablauf von 3 Jahre n. Die Beleihungsgrenze beträgt etwa 20 Proz. des Friedenswertes von Grund und Boden nebst dem darauf stehenden Gebäude der Pfandgrundstücke. Unberücksichtigt bei der Einschätzung bleibt der Wert der inneren Einrichtung! Die Reichsoersicherungsanstalt kann unter Umständen unter Beibringung der selbstschuldnerischen Bürgschaft einer Synagogengemeinde oder bsrgf. eine (Mi §U ßttDfl 30—35 Proz.) gewähren. Die Zentralwohlsahrtsstelle rät dringend, diese Kreditmöglichkeit auszunutzen und sich mit ihrem Büro Oranienburgerstr. 13/14 wegen einer Kreditaufnahme in Verbindung zu setzen. , (Lösung des Bannes.) Das Besinn von Lodz, vas aufgefordert wurde, sich dem Munkurzer C herein anzuschließen, erläßt eine Bekanntmachung, wonach es beide c-'vin außer Kraft fetzt. Die versöhnende Kundgebung lautet: naa bv ni’ff’ai ntya bv ,i2'v»2 bnpn nsn byi aipart nsn bv" IJlJPDI V0«p21»1 21N» Mv'IM p«1 MvlN.1 718 f'l'N» 12« Vvrrptivi 21.1 by ln»»01 T?y2i 2 1NV1 21,1 bv bv 1"'2V ]’ir.in i»n» »j2 nv» bv 1"'2N pi'nvV OV21 ,1nyvi ."VV11 lliv NDS» «^1 rp»n»i nrrVu dhV nirv» 'm -ni>s» Mochenkalendev. vorn 15 — SB. ssöbv. 1037. I v»m 17. — UL Mar ÖS8T Samstag Febr 19 118 17 »2 rrvn Sonntag 20 18 Montag 21 19 vii2j?2io n»3jm Dienstag . 22 20 V112P212 Q’IISJ UtlUüJoc^ 23 21 Donnerstag 21 «8 Freitag 25 23 l^inn p2i2v Samstag 26 24>np»i Mauled Donnerstag nachm. 5 Uhr 6 m. Me Zvzwle WvhlsllhNsrsnis, Berlin. 15. Febr. Die Verordnung über die Soziale' Wohlsahrtsrente ist am 4. Dez. 1926 (Reichsgesetzblatt I S. 494 erschienen. Nach 8 27 des Anleiheablöfungsgesetzes vom 16. Juli 1925 erhalten inländische Anstalten und Einrichtungen der freien und kirchlichen Wohlfahrtspflege sofern ihnen Auslosungsrechte zustehen, die sie als Anleihealtbesitzer erlangt haben, auf Antrag 15 Jahre hindurch (bis 31. März 1941) eine Wohlfahrtsrente. Aufgewertet werden folgende Vermögenswerte: Kriegsanleihen, andere deutsche Reichsanleihen und dis meiften Staats(Länder-)anleihen. jedoch nur. soweit sie sich gegenwärtig nv^!m Einrichtungen befinden, also nicht verkauft worden sind. Die Verordnung definiert genau, was unter Wohlfahrtspflege, unter Einrichtungen der freien und kirchlichen Wohlfahrtspflege sowie deren Aufgabenkreis zu verstehen ist, und bestimmt, daß bei Einrichtungen der freien Wohl- |«I>rtspftege, die einem der 7 ©pi^enö-erbärthe, bei uns also;Dir. Zcniralwohlsah risstsiid -?«tschen «n geschlossen sind, die Vermutung dafür spricht,.daß.sie Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege sind. 8811hu. Lm-ÜNiliiM. Ri. R. H. 47 Bleidensfraße 47 (früher: Grosse Eschenheimerstrasse 3) SPEZIALHAUS in Nativ und atish'f tid?p HandarbeSls-GsfHütt j®Ä©? Art Die Zentralwohlfahrtsstelle hat für alle jüdischen Anstalten, Einrichtungen und Stiftungen die Bearbeitung übernommen. Die Antragsformulare nebst Anleitung gehen allen Einrichtungen, die ihren Altbesitz bei der Zentralwohlfahrtsstelle bereits vorangemeldet haben, zu, mit der Aufforderung um genaueste Ausfüllung und schnellste Rücksendung. Für rechtzeitige und ordnungsgemäße Weiterleitung der Anträge an den zuständigen Ausschuß wird m KuMMlMMMllk MM, dlb -frevle». nigte einheitliche Auszahlung derlööldsü ^kfolgsn lllllll, hat die Zentralwohlfahrtsstelle auf dem Antragsformular (Frage 13) ihre Bank als Einzahlungsstelle angegeb-n. Die Weiterleitung der Gelder an die Antragsteller wird dann selbstverständlich sofort erfolgen. Der Sitz der Ausschüsse für die Soziale Wohlfahrtsrente ist in den einzelnen Bezirken bereits bestimmt und die von den Landes¬ und Provinzia'lverbänden für jüdische Wohlfahrtspflege {Berkels ill WUÜllNlkWiglß Dßl MlMlMlW sahrtsstelle den Ausschüssen benannt worden. Anstalten. Vereine, Stiftungen usw., die Ansprüche auf die Soziale Wohlfahrtsrente geltend machen können, jedoch bei der Z. W. St. noch nicht angemeldet worden find, werden gebeten, schnellstens hie Anmeldungen nachzuholen und die Antragsformulare anzufordern. Deutsche Parlamentarier gegen das völkische Zerstörungswerk. lasiin, 27. 3anuar. In den Unionsfestsälen im Nordosten Berlins veranstaltete der Landesverband Groß-Berlin des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens eine große Versammlung, in der zunächst Reichstagsabgeordneter Wilhelm Sollmann über „Völkisches Neuland am Rhein" sprach. '„Gegen ein starkes Nationalgefühl ist nichts einzuwenden, solange nicht Gefühlsausbrüche, sondern der klare Verstand das üMimttmußlfm MMMH MMWM. mer Bei Nationalgefühl der antisemitisch-völkischen Bewegung, will Gefühle auswühlen, die in ihren Folgeerscheinungen barbarische Ziele haben und jenes Kraststoffeltum erzeugten, das uns überall lächerlich macht. Das Rheinland hat für die Völkischen von jeher einenschwer zu bearbeitenden Boden gehabt. Es ist bezeichnend für die Völkischen, daß sie sich gegenüber der feindlichen Besatzung vorsichtig zurückgehalten haben und daß sie sich zehnmal lieber gegen den eigenen Volksgenossen wenden «ls gegen J>en Jrembert. Der Kampf gegen den Separatismus ist nicht von ven Völkischen gesührt worden, sondern er ist niedergeschlagen worden dtirch die Gewerkschaften und das freiheitlich gerichtete Bürgertum einschließlich der Bürger jüdischen Glaubens. Unter den führenden Separatisten war nicht ein einziger Jude. Aber jetzt, da die Gebiete geräumt sind, versucht die völfn'ÖJB MkssH iM WkMllM? fT“Ö flu faffc"- Äie Mit is« AllssmsllNüNkinus llv." Neichstagsabgeordneter Ernst Lemmer sprach sorann über „Die Arbeiten der Völkischen im Reichstag". In diesen Tagen macht sich besonders der weltwirtschaftliche Antisemitismus breit. Er ist ein Verbrechen, weil wir wissen, daß heute die ökonomischen Beziehungen der Völker auf Gedeih und Verderb aneinander gebunden sind. Der deutschen verarmten 'Weltwirtschaft Fesseln anlegen zu wollen, ist eine Torheit. Der Kampf, den der Centralverein führt, ist nicht zu trennen von dem politischen Kampf um die Grundprinzipien unseres Staatenfefceits. 5tn gsmsinfamsn politischen Kampf muß das öcmokraUschc Prinzip dss deutschen Republik weiterentwickelt werden. (Stürmischer Beifall.) An der Aussprache beteiligten sich Justizrat Dr. B r o d nttz, der Borsitzende des E. V., Kaplan Dr. Lampe, Dr. Paul Nathan und Frau Abgeordnete Dr. Gertrud Klausner.!>er Sj^nLUus Ls ßänLseÖrB^l{lLj Berlin, Schweriner, zu mannhaftem Eintreten für den Kampf des Central-Vereins bis zum Siege des Recht»

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