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Der Israelit · 1927-02-10 · Heft 6 (10.2.1927) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 6 (10.2.1927)
Date
1927-02-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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9ti.6 Seite 5 i! io. Februar 18L7 , Die Tagung -der Landesversammlung soll Ende Kürz MslllzE'U ^'.7 Ueber eine Reihe von Beschlüssen her Lanbesoersammlung, die der Zustimmung des Rates bedürfen, referierte Dr. Freund. Die. Frage der Versorgung der kleinen Gemeinden mit geeigneten Vorbetern und Schächtern würde erörtert Besprochen wurde auch die Frage HW MMwirmvÄkk Dr. Klee referierte über die Verhandlungen, die im Jn- ' nenministerium stattgefunden haben und wies auf die Nötxvsndrgkeit einer grundsätzlichen Aenderung der- Ein- . bMgerungsprds 8!« EfMskWsM. Ültt denen sich die Landesversammlung besaßt hatte, wurde der Dezernenten-Konserenz zur weiteren Erledigung übrwiesen. Her Wohlfahrtsausschuß wurde dem Wunsche -der Landesversammlung. entsprechend um einen Platz vermehrt. Dem Wahlausschuß soll für diesen Platz die Zuwahldes. Herrn Alfred Berger empfohlen werden. ' Ueber den Voranschlag für 1927 referiert der Fiyanz- "dezernent Direktor Kareski. Der Etat schließt mit einem Äusgabenbetrag von 1.054.000 Mark. Die Ausgaben sollen irr - der. Werse nnfgebracht nrerdsN. daß durch BeilräW Dar Gemeinden MO.M Msk, ^^Pfen Staates 254.000 Mark gedeckt werden. Von den einzelnen Ziffern des Etats find zu erwähnen die Position zur Unterstützung leistungsschwacher Gemeinden zur Erhaltung des Religionsunterrichts und zur Aufbesserung der -Lehrergehälter mit 154.000 Mark. Für die Einrichtung von Bezirkslehrerstellen sind 50.000 Mark vorgesehen. 'Baubeihilfen - einschließlich;■ Darlehn erfordern 80.000 Mark, Beihilfen für Kultusbeamte - im Dienste 25.000 Mark und für Kultusbeamte außer Dienst und deren -^j|jtet"t>liebenej. 60.000 M«rk. Für- Flnchtlings-Nnbbiner mb bmn Wiimn sind 30.000 Marl 'eingestellt, für die Bildung von Bezirks-Rabbinaten sind 8Ö.000 Mark vorgesehen, für. die. Bildungsanstalten in Köln, Würzburg, Münster, Höchberg zusammen 25.000 Mark. Die Institute für die Wissenschaft des Judentums find mit 33.000 Mark bedacht, für Jugendpflege' und Sport sind 50.000 Mark eingesetzt, für. verschiedene andere Anstalten 15.000 Mark. Die Wohlfahrtspflege erfordert einen Betrag von 150.000 ftarn tür «MM m Tinttn u* 35000 gesetzt, für Stipendien an Semmaristen sind 15.000 llllurl vorgesehen. _ . Aus Vüden. Laden b u r g, 6: Febr. ' Der „Verein zur Wahrung der Interessen des gesetz es treu en Iuden tums i n Ba - den " hat im vergangenen Jahre, feine Tätigkeit erneut ausgenommen. In vielen Beratungen wurden die religiäsen 2£rtgelegertf, eiten hes ttjorcctreuen Sllhleniums ".ttt SBfla leir »Erörtert. An sNilMk Dsmügungfu und auch setzt , wieder, im Nahmen der leider klein gewordenen Mittel, die m a t e r i e l l e und i beeile U n - t e r st ü tz u n g von Kleinge m e i n d e n bei Herrichdem Anfang der' historischen Zeitordnüng, und. noch: dazu in einem so festen und unzerstörbaren Zusammenhang, ein Volk, das so oft sein Land, seine politische Unabhängigkeit, seine Gesetze, wenn nicht gar seinen Glauben verloren hat, - M fl® HD® pSIM fflKBfr DIFfHliSfli; fl® in .fef früheren Idee wieder gebären, sich Gesetze und fast auch den Glauben von neuem hat schaffen können, — nein« ein so zähes Volk, ein so ungewöhnlich starkes, energisches, solch ein in der ganzen Welt beispielloses Volk hat nicht ohne status in statu leben können." Daß diese Idee der Gottesgedanke und der unverbrüchliche Gehorsam gegen Gottes unwandelbares Gesetz war, daß diese Änschauun- - --.gen.'Äöh^.ÄeWyzelt. und., zu manchen Zeiten splittern und Müttern konnlen,'aber doch stets yon. „Sch'eiris Jisroel", von dem besten Kern und UeWresi Ästaels latent erhalten und trotz aller Fährnisse siegreich üMchgetragen wurden, nie§t- ^Lsckrscherf läßt sich sein bereits angeführtes 19V| pon U Mlt Vor 8Uf W Msi ljiki; sichtlich seiner Stellung zu den Juden un wenden. Ersieht in verblendeter Unduldsamkeit das Volk, dem Rechtschaffenheit, Achtung der Menschenwürde — der Würde jedes Menschen' —. Nächstenliebe, Demut heilig gebotene Pflichten und erstrebenswertes Hochziel sind, dem Wucher- und Ausbeutungshäng stöhnend, alle anderen Völker ächtend und sich stolz von ihnen abschließend, sie erniedrigend und verscheuchend und mit einem „einzigen goldenen Netz" umspannend. So wird der gefeierte Dichter literarischer Wortführer und Helfershelfer eines verloiterien,-^ür ben irtgrotfd^ert et n getretenen AllsarnmSn&FWrf) jo «mteanUl sich Lr höhe Menschenfreund zum Vertreter des Kastengeistes. Unb doch dämmert ihm in feine Verworrenheit und Verdunkelung hinein die Wahrheit und er bricht in den Ruf aus: „Hier handelt es sich um etwas Weltbeherrschendes und Ewiges, worüber das „letzte Wort" zu sagen die Menschheit vielleicht noch gar nicht fähig ist." Wie das zer- Der Isrartit tung von nw- .M i.k,w.o a u.s ün.d Gotteshäusern bor^ mit Qfreube festgestellt werden. daß sülche ünliörslützuilgien auch vom der Israeliten in jüngster Zeit in vielen Fällen befriedigend gewährt worden sind, und daß von dieser Seite in Fällen, wo eine nicht rückzahlbare Summe nicht in gewünschter Höhe gewährt werden, kann, Herne unter meindebedürfnisfe gegeben werden. Seiden* u. Garn-Handeisges. m. b. H. 47 Bleidensf raße 47 (früher: Grosse Esctienheimerstrasse 3) SPEZIALHAUS „;t,_.. Handarbeits-Garnen jeder Art Der „Verein zur Wahrung" hat auf Anfragen vielfach Rät erteilt und auch auf diese Weise, z. B. in der G a i- U8 fl 8ß[:ß0:ü IIÖ« ft. DtC « giösen Delangie zu wahren gesucht. Wenn gerade in b'eser Sache noch mchstder Erfolg, die -Besetzung des verwaisten Rabbinatssitzes, verbucht werden kann, so. hoffen wir,. daß es demernsten Willen der beteiligten Gemeinden, mit denen wir fortdauernd in Fühlung stehen, sehr bald gelingen wird, alle — scheinbaren! — Hindernisse aus dem. Wege zu räumen, so, daß noch vor nvv die Sache geklärt werden kann. Der Verein beschäftigte in der letzten Zeit eine wichtige Frage: die der rituellen Verpfleg u n g her 0'IIN' in den allgemeinen Heiluusiallbst Arbeiten In bl^s^t? ülllZölegenheit sind noch nicht abgeschlossen', und auch hier hoffen wir auf Erfolg und auf befriedigende Unterstützung durch die in Betracht kommenden Organe. Die Frage r,i t u e l I e r S pe iseg e le ge n h ei t e n in einzelnen ^Städten des Landes hat uns Veranlassung gegeben, mit dem „Hamburger Verein" in Verbindung zu treten, und es besteht Aussicht, daß für bestimmte Fälle eine Lösung gefunden wird, die dem dringenden Wunsche sehr vieler Glaubensgenossen entspricht. Die geistige Not l et ge ct n f bem Qnnbe, bis UNg enüg ende Berbrsttullg von jüMschem Wissen bei Äugend vml> §ÜUrf-Ur Mangel an Interesse für geistige jüdische Nahrung veranlaßt uns, diese Dinge unsere ernsteste Sorge fein zu lassen. Noch stehen wir hier erst wieder in der Ansangsarbeit. Es fehlt, wie überall, nicht nur an den notwendigen Mitteln, sondern, viel mehr an Menschen, die sich dieser „Misstonsarbeit" widmen; es fehlt am Nachwuchs jüdischer Jugend, die der Tauroh und 23>er&i?eTtrmcj Trtxnfcve|tcn& fcosfelfee -gegenbringt, wie dem heutigen dem — Sport. Wir haben zu' Chanukka unseren Mitgliedern, auf dem Lande vor allem, eine kleine Gab e übersandt: Rabbiner Dr. U n n a's volkstümlich geschriebene Lebensgefchichte des Wilna er Gaon, R. Elia. Es sollte nicht nur den Empfängern selber etwas bringen, sondern sie auch veranlassen, es anderen, jungen Menschen vor allem, in die Hand zu geben. In ähnlichem Sinne beabsichtigen wir in nächster Zeit da und dorthin b.s ls k, r e n d e V r o.s ch üre n zu versenden, die uns von Un fü? lit iflSifiOR Onurincn Rheinlands " in fveundlirhstkr und un^gennätzigsier Weise überlassen worden sind. (S p e i s e v o r s ch r j s - ten, Vorschriften für die Trauerzeit und furchte Antlitz Kowners durch die unerschrockene Kampfbereitschaft für seine Stammesgenossen, so werden die herben Züge Dostojewskis durch dieses ob auch mehr instinktive, ehrfurchtsvolle Beugen vor wahrer jüdischer ©rofte utemlänst. - Ote|]t ••!],.ii.Q.. Wochenkalender. vom 12. — 19. Febr. 1927. -I vom 10. — 17. Adar 8«87 Samstag Jan. 17 10 msn Sonntag 13 11 Montag 14 12 Q’33W 'TI Dienstag 15 13 Nkittwach 16 14 n»p n»*via yonner^ag 11 IS pp 222 fKS Freitag 18 16 Samstag 19 17 Reichelsheim i. Odw. In diesen Tagen kann die Mazzenfabrik W. Joseph, Reichelsheim i. O. auf 80 Jahre ihres Bestehens mrückblicken. Mit den allerbescheidensten Mitteln, als Handbetrieb beginnend, hat ste der verstorbene Vater, des jetzigen Inhabers ,it einem Musterbetrieb emporgeführt, der schon bet seinem Tode 1914 zu den bedeutensten Deutschlands und mit zu den führendsten Süddeutschlands zählen konnte. — Helle, hohe, luftige Arbeitsräume, modernste Maschinen elektr. Betriebs, Backöfen neuester Systeme im Verein mit einem Stamm alter zuverlässiger Arbeiter gewähren heute »ntaräBenpenbuna mir erfÜMafKsen 9Hater(ats ble Serftefflnlß äULJj.;;. Ui äit Ull? ml Zm BsszKNsK sm aononen wird, sondern sich such vdk dtt Festzett als Zugabe für ven WM» stückstlfchfür Rekonvaleszenten großer Beliebtheit erfreut. Joseph's Fabrikate haben heule einen Stegeszug durch ganz Deutschland anaetreten. Das Bemühen des jetzigen Inhabers ist darauf gerichtet, Betrieb und Fabrikat zurhöchstmögltchen Vervollkommnungheranzufübren. Besonders betont sei noch, daß die Fabrik unter streng religiöser Aussicht steht und daher auch orthodoxe Kreise ihren Bedarf ohne Bedenken decken können. dergl.). Leider konnten wir unsere Absicht, die bekannten, oot bem Kriege. so belieb ten „Jübis chen Volksbol>ön" ver „.Fielen Ver«in!säng^ e-ü. ren Mitgliedern zugänglich zu machen, nicht durchführen, da, wie uns auf Anfrage mitgeteilt wurde, keine Vorräte mehr im Besitze der F. V. sind. Vielleicht läßt sich auch in Bälde der V e r t r -i e b v e r b i l l i g t e r R i t u alien, der wie früher in den Händen unseres altbewährten Vorstandsmitgliedes, Herrn Samuel Jefelfohn (Neckarbischofsheim) liegt, wieder aufnehmen. Die W o - chen vor Pesach sollen uns Gelegenheit geben, zunächst einmal im badischen Hinterlande, mit unftren OrSHnJtTT W** G^mnnn^s^enossen in enge FühlubH zu tbstM. 3n Mosdüch Mwen wir si G. «. uw 3. April lsy'2n-",)eine Rauschchaudesch-Kundg'e b u n g veranstalten, der im Lause des Jahres an anderen, zentral gelegenen Orten ähnliche Zusammenkünfte folgen sollen. Der Verein war leider in die traurige Lage versetzt, infolge des allzufrühen Todes feines Vorstandsmitgliedes, Herrn Leopold Haas in Karlsruhe, die von ihm übernommene Arbeit, anderen Händen anvertrauen zu müssen. Wir haben Herrn Leopold S ch w a r z in K a r l s r u h e in unseren Vorstand berufen uitD itön um W MiMMg snfffff ^nter-lfen in ^rUruhe gebeten, wobei wir bääbsichtlgön, MbNbll ülb böw Sitze unserer Zentralbehörden in Bälde ein weiteres Vorstandsmitglied zu berufen. Noch von feinem Erholungsaufenthalt,. wenige Wochen vor feinem Tode ist Direktör Leopold Haas rry in Vereinsangelegenheiten mit uns in Briefwechsel gestanden! Möge es eine Mahnung feiii an alle unsere Mitarbeiter, und Vertrauensleute in Stadt und Land, daß die Sache der nrwrr kein. Ruhen und «-» MWH. WW HUMfir W iBWßa&'rrr arbeitet für sie? p« ox- Alle Ansratzen, die den „Verein zur Wahrung" betreffen, mögen an Herrn Prof. Karl Lsarmstädter in L a d e n b u r g a. R., alle Bei träge und S p « n - d e n an Konto 7 4 4 9 ' (Postscheckkonto Karlsruhe) des Vereins gerichtet werden. Die Gefahr eines Anti-lSchächtgefehes. München, 6. Febr. Dm Sanbteg ftanb am Freiing Allr fßeretung her f8s= Nlyl Des NciMUNgMUSWüM? Vr Abg. Dr. Vuttmann (Nättsnalsozjalift) und Genossen. Der Antrag verlangt, daß der Beschluß des Landtages vom 8. Juli 1926 betreffend Betäubungszwang für das Schlachtvieh alsbald durchzuführen. und ein entsprechender Gesetzentwurf, ohne -weitere Verzögerung dem Landtag vorzulegen ist. Im Ausschuß war dieser Antrag Buttmann abgeßp W 88M sin iniran Dr: WMMlWM; %znr Partei) angenommen worden, wonach „die Staatsregierung ersucht wird, in Ausführung des Landtagsbeschlusses vom 8. Juli 1926 den dort geforderten Gesetzentwurf vorzulegen, sobald die zurzeit im Gange befindlichen Versuche über eine den rituellen Vorschriften entsprechende Betäubung zum Abschlüsse gekommen sind. Sie soll auf möglichst baldigen Abschluß dieser Versuche hinwirken." Die Abstimmung im Plenum ergab Ablehnung sowohl des Antrages Dr. Buttmann wie des Antrages Dr. ScharnouL üür M WM MliMli nur r:r Volkspartei und die Demokraten. Damit bleibt es böt böM Beschluß des Landtags vom 8. Juli 1926, der die Regierung ersuchte, alsbald gesetzliche Anordnungen zu erlassen, wonach Rinder usw., die geschlachtet werden, vor Beginn der Blutentziehung zu betäuben sind, und durch gesetzliche Anordnung sicherzustellen, daß überall dort, wo es möglich erscheint, die Betäubung des Schlachtviehes statt durch freien Kopfschlag durch mechanisch wirkende Geräte <Schnßk»elzen nsw.) ersolgt, bis geeignet sind, die Dcmuvung atier övn s<?s>?NMnU Neres |«Li. zuführen. Eine Eingabe des Münchener Dierschutzvereins um Beschleunigung des Gesetzes über Betäubung der Schlachttiere wurde für erledigt erklärt.

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