Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1927-02-03 · Heft 5 (3.2.1927) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 5 (3.2.1927)
Date
1927-02-03
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2446951-2450442-2450447--73810-2531241
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

WMTTTWT^ ' T.* •■ 3. Mruar 1827 Der 3s r ot I*i t Nr. 5 Sette 5. Der' prpgrammatWe Hauptpunkt dieses Protö kollÄ Hat folgend en Wortlaute ii®BÄ imsMäis iiriHitEKs -- ffl TioVnn WwV nprn iio-n mW -OTM *»»W ’aaa ^na “partn ■nn wom obnm ^n ni ^ru'vvLvtrs) kw1 pK un ny&2 osr in»i a^tm» 7nnx iwx timnn rvnrrn bw (jx*>oo‘>»»Kp tnp’. p -iü^n’ ‘lttrsar -nn tid ip'n»' tmsrn nva .127 Auch dieses Protokoll wurde von den führen- )<m G^^lllW i» 5i*üfnlem unt-grsOrisflön. Di? PaMflmakoimmsfion hat hieraus die vom Verein „Schomre Thora" gegründete Schule in Petach Tikwah m eigene Verwaltung übernommen. Als ich die diesbezügliche telegraphische Mitteilung nach P e t a ch Tikwah gelangen ließ, war alles hocherfreut über diese Botschaft. Einige Monate später kam Dr. Moses A u e r b a ch als Leiter der Schulen nach Palästina und nach einem verhältnismäßig ganz kurzen Zeiträume entstand ein blühendes thoratreues Schulwerk, das man in der neuesten Geschichte Palästinas, in ideeller Hinsicht nflflj inner als m u ft it swk n 8 können. Welche Fülle von Hoffnungen hatte man an diese teils.reorganisierten und teils neugegründeten Schulen der Pälästinakommission geknüpft! In der Blütezeit umfaßte dieses Schulwerk in den Kolonien allein 12 Schulen mit insgesamt 50 Lehrkräften und etwa 1200 Zöglingen. Auch die Pekidimschulen in Jerusalem mit nahezu 700 Zöglingen hatten einen höchst erfreulichen Aufschwung genommen. Und w i e w e i t w ä r e n w i r schön heute in,- her thoratr-euen Erziehung der palästi- Nknsisch?N Wenn totr diese Hslll^tÜlttdg. diese sichtbaren Swtzpunkte des thoratreuen Jifchuw, vor dem Zusammenbruch in der Nachkriegszeit hätten retten können. Eine wehmütige, tiefbedrückende Erinnerung. Diese blühenden Lehrstätten der Thora sind nach achtjährigem Bestände infolge der kriegerischen Verwicklungen und des finanziellen Zusammenbruchs in Deutschland in anderen Besitz übergegangen. Nllv «Lch m ssOgOWg „D fl r o T Ml fl n"° Schule und die aschkenasische „3esch!was Zion " sind im Besitze der P e k i d i m geblieben. Kurze Zeit darauf hat die Palästinazentrale der Agudas Jisroel ein neues Schulwerk geschaf- TijL Unfl)?fflör 50 ßeDrrrüfle flgtäiigm M skll einigen Jahren rn etwa 9 UMA^tchkSanstalteN. Aber wehe! Nach so kurzem Bestände sind auch diese Talmud Thora-Schulen .von der Gefahr eines Zusammenbruchs bedroht. Seit 4 Monaten haben die Lehrer ihre kärglichen Gehälter nicht bekommen. N'irrV^ wt» nns nten?'22M Soll denn auch dieser neugerettete Rest keinen Bestand haben können? Die heranbrechenden 2 Adarmonate sind von der Palästinazentrale als W e r b e z e i t für das U^üliüd r.-lidr S[§ltä& filfilMfflf. Wsnn mir nun in e r n st e r S e l b st p r ü f u n g finden, daß jene mustergültigen Lehrstätten der Thora nur wegen des finanziellen Zusammenbruchs in Deutschland geschlossen werden mußten und damit zugleich die Würde und das Ansehen der rvestsuropärschen Orthodoxie erschüttert wurv?\ f eei ü>ti? äiy mehr gebesserten valutarischen Verhältnisse abermals vor einer schweren Katastrophe stehen? Der hochsinnige Mann, der auch d am a l s für seinen Teil einen energischen Rettungsversuch angebahnt hatte, gab eine Antwort auf diese Frage, die mit ganzer Wucht zu erneuter e r n st e r S e l b st p r ü f u n g mahnte. Die schwerwiegende Antwort klingt in den Vorwurf aus, „daß die Orthodoxie in ihrer OpferfreudigkeitihrenPflichtenindenletzten Jahren nicht nach gekommen i st." St{n llynTti? Zöit! Der Rückblick auf diese jüngste Vergangenheit, die Größe des Gegenstandes und die ganze Konstellation in Palästina, läßt wünschen und hoffen. daß diese Äa^nullg mäjl aüäs öcesmÄ küngslos verhalle; daß vielmehr die historische Zionsliebe i n unseren eigenen, h e i misch e n R e ih e n , ihre alten Triumphe, durch gesteigerte Hingebung und Opferfreudigkeit für Erez Jisroel feiern möge. ' liefern wir einen eleganten Kneifer mit Gläsern, Double ohne Fassung, der eigens für Nase und G esichtsbildung hergerichtet wird. Es ist nicht mehr nötig, daß Sie sich mit schlechtpassenden Gläsern, falsch und schief sitzenden Kneifern behelfen, die Augdn dadurch vernachlässigen und schädigen. Besprechen Sie sich mit unseren Fachleuten ohne Kaufverpflichtung, wir beraten S» gjit und bedienen Sie sehr preiswert Lieferung für alle Kassen. Orthozentrische Kneifer-Gesellschaft, Opernplatz. Für die Reise Feldstecher, Operngläser von 20.— Mk. an. Schutzbrillen und Kneifer in allen Farben legt wurde der bekannte bereits dem Verbandstag vorgelegte Gesetzentwurf und ferner der Entwurf für ein Steuergesetz, der von einer Unterkommission des Vormm Ul WIWN UM» mh ra des j^errn 2)r. \5smar Freund mit geringfüglgen Modifikationen ausgearbeitet worden war. An den Anfang der Beratung wurde die Austrittsfrage gestellt. Es wurde von mehreren Seiten auf die unbedingte Notwendigkeit hingewiesen, dem dauernden Anwachsen der Austritte aus der Gemeinde, ber&n Ursache in den rnsisten Fällen nur Steuerflucht ist. einen Riegel vvrguschstbrn, Herr Dr Freund führte aus. daß die Austrittsgefetzgebung den Bestand von Hunderten von mittleren und kleinen Gemeinden bedrohe, und auch Herr Rechtsanwalt Dr. Schleißer legte dar, daß die Verzögerung einer Neuregelung geradezu den Untergang einer Reihe von Gemeinden zur Folge haben müsse. Die Ansicht, daß der aus der örtlichen Gemeinde Austretende, der aber nach eigenem Wunsche Jude bleiben und der jüdischen Gemeinschaft auch fernerhin angehören wolle,, dieser auch weiterhin Steuern entrichten müsse, fand schließlich trotz von verschiedenen Seiten geäußerten Me ^«jütrimung &er Demnach dürfte der Entwurf des Ausschusses als wichtigste Neuerung den Grundsatz enthalten, daß derjenige, der aus einer Gemeinde austritt, ohne gleichzeitig einer Sondergemeinde beizutreten, künftig einem anerkannten, öffentlich-rechtlichen Landesverband zu Steuerleistungen verpflichtet bleibt.' In eingehenden Beratungen wurde dann der Wortlaut der Bestimmungen über Mitgliedschaft, Errichtung von Synagogengemeinden erörtert, ferner die Cinzelhellen über Vkt»iMkung?n w?* vw <^p«g°ge"- Ktnsindstt und ösksn svtl. Nörschmslzung. Auf diese Weise wurden die ersten 9 Paragraphen des Gesetzentwurfs durchberaten. Die Fertigstellung des Entwurfs soll bei der nächsten Zusammenkunft der Kommission erfolgen, die. sich von Sonnabend, den 5. Februar abends, bis Sonntag, den 6. Februar und, falls erforderlich, bis Montag, den 7. Februar erstrecken wird. llmezponOenrrv « ßacbricbten. Ve«tf«he» Reich. Einberufung des Gemeiudetags des D. I. G B. Berlin, 28. Januar. Am 27, Eisnnsr iil ÄäfltfH-58?Üölitischsn Gemeindebundes zu einer Sitzung zusammen, an der die folgenden Herren teilnahmen: Prof. Sobernheim als Vorsitzender, Prof. Apt, Kommerzienrat Berliner-Hannover, Emil Cohn, Dr. Freund, Geheimrat Goldfeld-Breslau, Rechtsanwalt Kollenscher, Dr. Alfred Levy-Hamburg, Justizrat Lilienthal, Justizrat Makower, Sanrtätsrat Dr. Nawratzki, Justizrat Salomon, Rabb. Dr> Salomonski,. Dr. Dandler, Geheimrat Julius Stern, Prof. Dr. Schaefer, Prof. Dr. Türk, und E. Waldstein- Dreslau. Gegetrstättd dse BsvntunK mt, zu öqü Frage des „Reichsverbandes der deutschen Juden", insbesondere zu der durch die Ablehnung der Dachverbandsvorlage seitens des Preußischen Landesverbandes geschaffenen neuen Situation Stellung zu nehmen. Die mehrstündige Aussprache in der Sitzung des Ausschusses hatte, das Ergebnis, daß der folgende Antrag Freund angenommen wurde: „Die Ueberleitungskommisftort bes Dsutsch-Jsraslitischsn Gsrnslndsbundes toirb beauumati 1, Mit den Landesverbänden in Verbindung zu treten wegen der in § 2 Absatz 2 letzter Satz der Verfassung vom 23. Januar 1921 vorbehaltenen Vereinbarung. 2. Die Ueberleitungskommission wird ermächtigt, den Gfermmbekicj einzubsrufen, Zu Betonen ist. vast Die Beschlüsse rin stimm lg w aßt wurden. Für die in der Zwischenzeit durch Todesfälle frei gewordenen Plätze im Ausschuß' wurden hinzugewählt die Herrn: Justizrat Dr. Brodnitz, Eugen Caspary und Rechtsanwalt Dr. Ist Kahn-Jaffa. (Der oben angeführte Satz der Verfassung vom 23. Januar 1921 lautet: Mitglied des Bundes kann auch eine Vereinigung von Gemeinden sein, wenn sie die Rechtsstellung einer öffentlichen Körperschaft besitzt. In ölkskM FM '!?*??$ *** 9te4*e 2°r Eff" 1}' als auch dis Pflichten (8 L B) &er Der Vereinigung MM! fchlofsenen Gemeinden ausschließlich von der Vereinigung ausgeübt. Insoweit eine derartige Vereinigung von Gemeinden die Gesamtvertretung der Gemeinden eines Landes bezweckt und die überwiegende Zahl der Gemeinden des Landes umfaßt (Landesverband), bleibt die NktzMklS 8k? KkkWlMkffk? Mischkst ^onbes“ »crBäni üe ffiiMlH&ÄeuHg vskSeholien.) lMötze Wochenrundschau.) Weilerberatung des Judengefehes. Berlin, 26. Januar. Nachdem auf dem letzten Verbandstag des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden beschlossen worden ist, daß zum März 1927 der durchberatene Entwurf für ein preußisches Gesetz betreffend die Verfassung der Synagogengemeinden vorliegen solle, trat in voriger Woche die Kommission, die mit der Beratung des Gesetzßnmmrfß Mtraut ni unter Dem mm Des flerrn öuttiis rats Makower zusammen. Der Beratung zugrunde gem SWlMlM vor Dem ranötaa. München. 33. Jan. Am Samstag kam im Verfassungsausschuß des bayerischen Landtags die Sch ächtfrage zur Behandlung. Der Landtag hatte sich am 8. Juli 1926 mit der Frage eines Schächtverbotes befaßt und einen Beschluß gefaßt, der die Staatsregierung ersuchte, 1. alsbald gesrusüSuiiHiiK zu Msm, mm$t XMßi 8Mfg. Ziegen und andere Wiederkäuer, Pferde, Esel, Maulesel, Automatische Schalt-Uhren für Schaufenster und Treppenbeleuchtung auch für SMMlMlIlW bestens empfohlen schon von Mk. 18.— an J. .Gischler, Frankfurt a. M. Gr. Bockenheimerstr. 52 - Telefon Hansa 5079 Bei Bezug auf diese Anzeige extra Rabatt Das Haus tltr grütfn Ukrfä matt Gr. Friedbergerftr.43, Ecke Schäfergaffe •Feinste Schweizer und .. Uhren• Goldu. Silberwaren, Juwelen Brillen und Scfiufznläser. Feldstecher. Tlteaferoläser LWüMlikM EOFflfältifl und Dreiiwirt Niederlage der OMEGA, die Uhr für’s Lsbs n 27

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.