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Der Israelit · 1926-12-16 · Heft 51 (16.12.1926) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 51 (16.12.1926)
Date
1926-12-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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:"«v.rV£V. A4 ©egemtter 133fi DZ r Ki i i.i n t mijöi Seite t finanzielle Kchwierigkeiken bei den Reformgemeinden? Newyork, 10. Dez. Wie aus einer Rede des Vorsitzenden des Verbandes der amerikanischen Reformgemeinden hervorgehtbefindet sich dieser Verband in einer finanziellen Krisis. Der Verband, der die bekannte ultra-liberale Rabbiner-Hochschule in Cincinnatti unterhält außerdem zwei Lehrerseminare in Cincinnatti und Newyork, kann seit längerer Zeit seine Einnahmen nicht in Uebereinstimmung mit den hohen Erfordernissen der von ihm unterhaltenen Institutionen bringen. Obgleich die Ursache wohl zu einem guten Teil in dem Mang-el an propagandistischer Rührigkeit liegt, ist Ue Salsach« [elUr i<4 Ä LtzWlM fÜ9 i geistigen Rückgang des Resormjudentums in Amerika und ein Zeichen des sinkenden Interesses, das es in den Kreisen selbst der. begüterten und gänzlich assimilierten Juden findet. Das Ergebnis der Wahlen in Tel-Awiw. Tel-Awiw, 8. Dez. <Ae^te^rr. die 2V«kflerr ^um <Si<xbtr<t±. Tel Awiw öurcDöQfüDrr. Trog des von den Hnusdesitzern proklamierten Wahlboykotts war dje Veteillgung eine ziemlich, starke. 66, Prozent aller Wahlberechtigten kamen zur Urne.. Das Ergebnis der Wahlen ist folgendes: gewählt wurden. 14 Arbeitervertreter, 7 Vertreter der polnischen Olim (Einwanderer), 4 Orthodoxe, 2 Vertreter der Poale Zion. Die Krise. (Spott unserem Korrespondenten.) Tel - A w i w , 7. Dez. General Sir Ronald S t o r r s, bisher Gouverneur der Distrikte Jerusalem und.Jaffa und jetzt Gouverneur. von. Cypern, machte vor. seiner Abreise nach dieser 3pi am itmwirn and MWköMksiiüs, Skl Magistrat von Tel-Arviro veranstaltete ihm zu lehren .einen Tee. Bei. diestr Gelegenheit hielt Storrs eine. Rede, in dex er den wunderbaren Aufstieg, Tel-Aw.iws hervorhob und die, Ueberzeugung, aussprach, daß die Kraft der jüdischen Intelligenz die gegenwärtige Krise überwinden und. dann. Tel-Awiw, weiter aufsteigen werde. Diese Hoffnung, hat man allgemein. Gegenwärtig ist aber die Lage geradezu trostlos. Die Stadt ist noch zu jung. Zuschüsse hat sie nie — weder von der Regierung noch, voy der Zionistischen Organisation — erhalten und so mangeln ihr . alle Fonds. Für die Einzigartigkeit der hiesigen Verhältnisse spricht eine Abteilung „Wechsel" mit 5 Beamten und eine Abteilung „Prozesse" im Rathaus. Dia Stadt bezieht ihre Einnahmen nur durch Vauge- ■LeeriauLnl||e unL i exx>&2rr» eerj und ist froh, wenn sie ihr Geld durch die hier lewer übliche Zahlung durch Wechsel erhält. Ein Ärmenamt gibt es im Rathaus nicht; diese Fürsorge haben die Kehillah und Vereine, — und auch diese bekommen ihre Einnahmen nicht durch direkte regelmäßige Beiträge. Für gemeinnützige Zwecke werden hier in .jedem Monat einigemal« „Bändchentage (Jeme Sevet)" veranstaltet. Jedermann wird auf der Straße angehalten, ein' Geldstück in eine Büchse zu werfen und erhält dann ein Päpierbändchen ins Knopfloch. Ohne ein solches Bändchen wird man an dem betreffenden Tage immer wieder angehalten. Junge Mädchen, ältere Schulbuben sind die Sammler. .So oott SSubert ble Red« ist: Tel-Ar»ir» gehört ber ÖUB'tnti. Qctjt; EhMMkllhi rtmn mtm in inn jeden Abend einen Umzug der Jugend mit den Schulsahnen und brennenden Chanukkahlichten sehen, oder man hört sie, bei strammem militärischen Marsch trommeln uM blasen-, Wie < gern übrigens diese Jugend Militär, spielt! Wohl auch eine Reaktion nach den Goluthjahrtausepden! - Wählend -er, Chan^kah-Ab«yde brenxch eine, riesig^ e^ktrMe.M^yoxah,,,ax(.spdM .höchstM. Turm der Stadt,. H.em Turm, des. WasserryerLes. . MWMUMW! kl.,WL- AU7i! .AWM -U: müserem Kreise eine üese Üücke riß. Ein langer unendlicher Leichenzug bewegte sich' vom Trauerhause, umi die sterblichen-Reste von Frau Charlotte Greils h e i me r der Erde zu übergeben. Herr Bezirksrabbiner Dr. Z loci st i - Offenburg' schilderte in ergreifenden Wor ten die Vorzüge der Verstorbenendie-«ine . v®rr im wahrem Sinne gewesen' und ihre Kinder zu guten D’Tirv erzog, eine wahre. Stütze ihres, Mannes iw Freud und Lew. Ihr Haus stand dew Armen offen; ihr Heim war ein ttjHi.isnp»: ein wahres Heiligtum. So war sie auch die Ratgeberin vieler, tonangebend bei allen religiösen Fragen ihrer Gemeinde. Tiefergriffen, in erschütternden Worten rief Herr Bezirksrabbiner Greilsheimer-Mosbach seiner verstorbenen Tante ein inniges oH®a nach, rrasan Berlin, 14; Dez. Oberregierungsrat Hans Goslar ist zum Ministerialrat ernannt, worden. Rom, 13. Dez. -Prof. Dr. Elia A r t o m ist zum Oberrabbiner von Florenz gewählt worden. Rempelt» itrg, IS; Dsz, 31m (Sorrrtotbertb ben 4. Dszsm- \>xv {anij!n L-er Synagoge Lle [.«,1 £ r Predigers Lion W o l f f statt, welcher im 82. Lebensjahre stehend, nach 57jährig«r Amtstätigkeit sich zur Ruhe setzt. Herr Wolfs hat fast 25 Jahre in der hiesigen Synagogengemeindeals Lehrer- und Prediger gewirkt und war nicht nur in seiner Gemeinde, sondern auch bei derhiesigen Bürgerschaft'geachtet, geehrt und beliebt. An dem-Gemeinwesen unserer Stadt hat der Scheidende'sehr regen Anteil genommen undin gemeinnütziger und selbstloser Weise gewirkt. Wir wünschen Herrn Wolfs, der unseren Lesern, auch als jüdischer- Publizist und Novellist wohl bekanntl ist und in Lehverkreisen durch seine. Agenden sich Sßopwfa trtiät emoriin hat. «tner, gef egneten Uttb ruhigen- -- Meimbresstn^ 9, Leg. feiert« das Ehe» paar Sal.- Goldwein dahier.das seltene goldene EhejühiMm. Das Jubelpaar, dem von allen. Seiten Gratulationen.' und, Aufmerksamkeiten entgegengebracht wurden, erfreut, sich noch einer, seltenen körperlichen, und geistigen- Frische. Cassel, 2. Dez. Für den von feinem Amt zurückgetretenew Gemeindeältesten Leo Lazarus wurde der Kaufmann. Siegfried Speier.hier zum Gemeindeältesten epf nannt. LangensMyld, 7. Dez. Lehper B. Weinberg in Barchfeld wurde als Lehrer und Vorsänger hierher versetzt,: Treysa, 7. Dez. Die Stadt ließ auf dem Schwalmberg für die im Weltkrieg gefallenen Helden unserer Stadt ein Ehrenmal errichten. Die: Einweihung fand unter großer 'Beteiligung : statt. Unter den' Gefallenen wären auch 2 jüdische Bürger.' Nach wem' evangelischen GeistlkWll imD Dm laWlslM Dförrer aus ZWkllNM sxt«V auch ProvinzjalräMM Dr. N. C v y n - Msirvurg, döstm Ausführungen viel! Veifäll fänden. 'Bürgermeister Stein betonte' di« ' Ha.rniönie der Konfessionen und wünschte, daß -er religiöse 'Frieden"dauernd sem möge. Gudensberg^ 14. Nov. Anstelle der bisherigen Gemeindeältesten L. Hoffmann und Leopold Mansbach I. würden vom Borsteherämt in Cassel Meyer Löwenstein und Hugo' Oppenheimer zu Gemeindeältesten ernaünt. Hebel b, Homberg, 14. Növ. Seinen 80''"'Geburtstag beging in' größter körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische Herr "David Goldschmid.t daher. Seit Auflösung der öffentlichen Schule, die damals nach Homberg verlegt wurde, ist er der der Gemeinde. Vermischtes. 8i Mi S’fÜ;?in Trr Suafu£ in SUMM (MglllM sucht Jzinui BcnoaudtM mit drmelben Namen in Frankfurt a. M. Angaben zu richten an Herrn Rabbiner S. Fisch-5, Filey Street. Sheffield England. Verliy, 13. Dez. Am mu n"i a*isr abends feierte der Synagogenoerein >,--2-' in seinem eigewM Haufe Berlin. SW. Alte Jakobstrahe 171, einen Sijum auf nap'.ä,.», die unter Leitung des Vorsitzenden des Vereins, Herrn Pinkus Pleßner, gelernt würde. Dem Fleiß und der Liebe zur Thora, die Herrn Pleßner zu 'eigen sind, ist es zu danken, daß die nav» gründlich" durchgearbeitet und zu Ende geführt wurde. Unter Erwähnung der verschiedenen. Schwierigkeiten, die in"deu Worten vn»iaiv na^a p'ivipi priivi pppisü liegen, beendete Herr Pleßner. die Hieran schloß sich die niav ntirv an, an der außer unseren Mitgliedern auch verschiedene prominente Der- Inei-er bes‘ tljoratreuert 9^erttns . JjJjY ^r-, ' üaLilner Ler israelMschen Synagogengememdc Adas Msrv-kt g» Berlin, Dr. Moses AMrSach, Dozent am Nabbinerseminar und Dr.. Meyer Munk, als unsere Gäste begrüßen, die >o liebenswürdig waren, jeder auf, seine. Weise, dem Feste dadurch, eine beson-ere Weiße' zü/verlell^u/ 'thrß' Me uns mit nmo'aäa. «rfreusen, die auf den. Gegenstand — die zu Ende , gelernte nav"-'v»,und. aus. die zu.'beginnende dö. ih der näH'vv.v.niFyrni'nv dem Bewußtsein, einer wahren nvm 5®. nn»® beigewohnt zu haben. Cmden» 5. Dez. Vor dem Großen Schöffengericht hatten sich zu verantworten: Obermusikmeister a. D. Rothe? aüs Wilhelmshaven, die Kassenbeamtin Elisabeth Rühmann aus Halberstadt, der Schlächtergeselle Erich Bruns aus Borkum ünd der Arbeiter Frerich aus Borkum wegen Vergehens gegen die Paragraphen 113, 130, 185 und 200 St. G.- B, Der Eröffnungsbeschluh legt dem Angeklagten Rothe, zur Last, am 20. Juni d. I. den öffentlichen Frieden gefährdet und verschiedene Klassen der Bevölkerung, zu Gewalttätigkeiten aufgereizt zu haben, indem er beim Abendkotlzert in Gegenwart einer Menschenmengedie bereits gegen, den jüdischen Rechtsanwalt Charig eine drohende Haltung einnahm, auf Aufforderung, der. Badegäste das Borkumlied spielen ließ. Die Kassenbeamtin Rühmann soll beim Singen des Liedes durch Gesten Charig beleidigt und Vrups und Frerich beleidigende Aeußerungsn gegen ihn getan haben. M LtzMz MM äflfflfltt 88» W WML» menge verfolgt. Das Urteil lautete gegen- Rothe auf Freispruch, weil ihm nicht nachgewiesen-sei, daß er das Bewußtsein gehabt habe, daß-er durch-'das Spielen des Liedes die Bevölkerung-gegen Dr: Charig aufreizte. Bruns und Frerich. wurden wegen einfachen' Ländfriedensbrachs m Tateinheit' mit öffentlicher, Beleidigung zu drei Monaten. Gefängnis verurteilt, Bruns wegen - Widerstandsaußerdem zu 20-Mark- Geldstrafe, Die,Angeklagte Rühmann erhielt; wegen. öffentlichisr, Beleidigung 100 Mark Geldstrafe. Das,? preußische. Innenministerium und das preußische ÄustrLrnrnistsrrEr habsrr, rv.ie mir erfahren, drs_ VroAsß- AiUii, - 8sMlk fflil'Stf. M8Sllchlett eines Vst?botes. bes., Bvrkumljedes. Mem^lsdorß 9. Dez.- Man« schreibt uns: Vor kurzem brachte Ihre Zeitungdie Notiz, duß'.in d?m unteWänkjschen Dörfchen Melnelshorf im, Jtzgrund der jüdische Friedhof doxtselbst geschändet wor-en istindem verschiedene.'! Grabsteine, demoliert wurden, Beim Lesen dieser Mitteilung war ich »ganz erstäunt, da ich an meine Jugendzeit zurückdenken mußte, wo gerade, dieser. Ort durch die Munifrzenz zweier Israeliten, d.er. Gebrüder, Nordheim, aus Hamburg, die aus. diesem Dörfchen stammten, in den Stand gesetzt, wurden, eine. Brunneuleitung zu erhalten. Die beiden Brüder N. ließen" durch, die, Wasserbaugesellschaft Bamberg die Lejtung Herstellen und, trugen die entstehenden Kosten ganz, allein. Bei der, Einweihung waren die Brüder; anwesend.. £>te Feuerwehr und sämtliche ^inwohtzer brachten ihnen einen Fackelzug und der damalige protestantische. Wy.tlrer! Vaumann hielt, eine Begrüßungsrede, Die Brüder R. dasikten und erwähnten in i^rer (Brrotberurig, betfj fie b,tes geittrt, bamtt, hier, bor» Ngc Friedhof, in dem. Ihre'Eltern liegen, stets m gehalten werden soll. Sodann, beschenkten die Brüder N, die Feuerwehr, und noch, ändere Wohltätigkeltsantalten daselbst mit reichlichen Geldmitseln. Darum wMdert, es mich, daß diese Wohltat-Lchon vergessest sei, wo doch die Einwostner, noch heut« v?m Nutzen der Leitung genießen. Karlsruhe, 9. Dez. Die hiesige Eisenbahndirektiotz hat ein aus der Station Säckingen gefundenes Exemplar des „ rroinsti'viiv». mit dein Namen: „Dr. Ringwstld" Herrn. Rabbiner Dr. Schiff, Karlsrühe, übersyndl und kann der. Besitzer sich an denselben wenden. Kreuznach, 7, Dez. Ein religiöser Geist durchzieht auch Bad Kreuznach. Es haben sich (vorläufig) einige Mitglieder On® ■>*ini®) vereint, um jeden na® zu leryen. Herr A g u i nik hat es freiwillig üb ernammen, lins ytow und '"®stc>s ®»in vorzutragen. ßt-eunfl. (Srs. SB.oIfljagan), 7_ Dez, llnfare ©ßm-&tnbe am . LSe ^eier ihres 0 j a % 5? I % » IB % » st ech e n s. Der Feier wohnten die Mltglteber «US Breun«, OberKstingen und Wettesingen bei. Ein Breunaer Kind, Lehrer Goldwein, erfreute uns durch schönen Gottesdienst und sinnreiche Predigt. Gleichzeitig weihte er die den zwei im Weltkrieg Gefallenen der Gemeinde errichtet« Gedenktafel «in. Köln, 30. Nov., Der Studiendirektor des Jüdischen Lehrerseminars in Köln bittet uns anzuzeigen, daß er infolge vielfacher Anfragen von Gemeinden nach Lehrern und Kultusbeamten ehemalige Schüler und Herren, die sich verändern wollen, ersucht, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Zünch, 13. Dez, Auf Einladung des Züricher „Misrachi" sprach Herr Oberregierungsrat Hans Goslar aus Berlin über „Gesetzestreues Judentum in Palästina". «Der Redner beschäftigte sich eingehend mit dem Gegensatz zwischen Äguda und Misrachi und suchte nachzuweisen. m MisvM WigM BßgBQffi tnnßjöotD Der itoitiftii schon Rethen arlretie, ö>öil ÄAül* filH ZlBl verwirklichen gu können hoffe. Wenn man dem.Misrachl voyverfe, daß er die gesetze^vidrigen Institutionen - des Zionismus unterstütze, so dürfe man nicht übersehen, daß der Zionismus viel größere, Beiträge für die gesetzestxeuen Iüstltütioneu hergebe. ' Zum Schluß , legte der Referent ein leidenschaftliches Bekenntnis zur gemeinsamen Arbeit aller. Orthodoxen ab. Wenn auch die vorhandenen Differenzen. zur,- Zeit - nicht überbrückt werden können, so sollte Doch, die Bekämpfung-äüfhören. Jeder solle die Ueberzeugung: desi änderest achten! mn-i^ nicht wegen jeder Kleinigkeft,daS:.Kri«äsbeil.äusgraben,.,Jy.der,Diskussion. >zeichMe Herr.Dv^ttvLbrner L öw e n ste i n!, in tlarM' Worttzn?den.!'abweiche!Üden:.Ständpunkt! dfir'.Aguha». Ji-xoeÜ! eMürte'i sich'-abßr! iüsofexn Mit, dem.: Referenten MUMM Müm, rn. MMkkgM Stimmung, bis nach Mitkernächt Mammen und trennten' fich rn halte.

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