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Der Israelit · 1926-12-16 · Heft 51 (16.12.1926) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 51 (16.12.1926)
Date
1926-12-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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160 -Df-echW.Ws. Der Israelit Nr. 31 Seite 3 „MarMx">'§U voy Wer auf die' Fanatiker der IW, mit einer göwlfsen Verachtung herabzüblrcken ixevoobtii ftttb?tütriter fblange, bis bte ÜsläGelten Ideen Me Well umgrftuttet Häven), begnügten sich naturgemäß Mit den Segenswirkungen des Austritts r e ch t e s und waren nicht geneigt, die starken Bindungen gemeinsamer Geschichte, gemeinsamen Blutes und, Geschickes, zu zerreißen, die tatsächlich die gewaltigsten Hemmungen des Austrittsbezw. des Selbständigkeitsgedankens, insbesondere irn Zeitalter des epidemischen Judenhasses, darstellen. Aber Herr Dr. Freund möge sich nicht täuschen! Auch diese Kreise, die Kreise der Gemeindeorthödoxie und der Achduth, werden nicht so löscht sM, Llls im RScht zu mrzichim^ das die Voraussetzung ihrer Erfolge bildete und das — unter der Herrschaft anders gearteter Zeitströmungen — eines Tages sich wiederum als Existenzgrundlage für sie erweisen könnte. Von einigen jüngeren Heißspornen abgesehen, denen der Kampf gegen rechts zum Lebensinhalt geworden ist und die dem „Einheits"-Bekenntnis der Achduth ernstlich jenen verhängnisvollen Inhalt geben, den ihm die besonnenen Führe/— siehe die Unna'sche Propagandabroschüre — bestreiten, wird Herr Dr. Freund in der Forderung der Aufrechterhaltung des Austrittsrechtes ausnahmsweise einmal die ganze Orthodoxie einig finden. Äicrs Sr- ^re:un:& iifeer ^UA^ßlich §1811!^= mäßige „innere Struktur" der größeren Ge-! meinden erzählt, ist so tatsachenfremd, daß es kaum der Widerlegung lohnt. Weiß dieser Rufer im Streit wirklich noch nicht, daß es der Orthodoxie in ihren gemeindepolitischen Forderungen nicht auf die individuelle Lebensführung der einzelnen neologen Gemeindemitglieder, , die niemals zum Austritt geführt hätte, sondern auf die Institutionen der Gemeinde, vor allem a u>f die von den Kanzeln v e r. hü n d e te L e.h r e ankommt?? Solange uns Herr Dr. Freund nicht nachweist, daß von den Kanzeln zu. H a l b e r st a d t, H a - n a.ü u-ll d A bt y n a dasselbe nivmp'srri mr» verkündet rpjrd wie von den liberalen Gemeindekanzeln zu Berlin, Frankfurt, Breslau ufw-, wird er Mt seinem Versuche, alle diese Gemeinden in einen Topf, zu werfen, bei denkenden Menschen rvsnig Glück hcrbsn^ tmrb. er bis Tatsache rttcfjf aus 5er Welt Waffeu, saß Halversta^, A«n«u, Altona o r t sss.d o,x e, Berlin/ Breslau, Frankfurt n e o l o g e (oder präziser: orshydyx-neologe, d. h. religiös neutrale) Gemeinden sind. Herr Dr. Freund selber fühlt, daß sein radikaler Standpunkt an der Wucht der Tatsachen scheitert — er begibt sich also nach Aufrollung seiner programmatischen Forderungen gleich auf eins Nückgugslinie und konzediert die Wiederherfleövmg &??? viW 18?8 üllt Bl? Erschwerung jedoch, daß der Altstretende ' entweder einer andern Synagogengemeinde beitreten oder seine Beiträge an den „Preußischen Landesverband" leisten muß. Da ja neben diesem auch ein geseßestreuer Landesverband besteht, so dürfte sich mit Herrn Dr. Freund wohl in praxi zu einer Verständigung, gelängen lassen. Wir hielten es aber dennoch nicht für überflüssig, die Argumentation des streitbaren Herrn einer Prüfung zu unterziehen, damit nicht unkundige Beurteiler innerhalb und insbesondere außerhalb der jüdischen MhsN pllsch stk!fskgks«hst werden. IVochenrundschau. Die Judenmissiön ist Eeez Jisroel. In dem neuesten Jahresbericht der „Gesellschaft zur Verbreitung des Evang e l i u m s u n t e r d e n I ud e n " befindet sich, Mio wir öinöw ArMsl MMM8 INI Jkwish EUllr nicke entnehmen, folgende Stelle: „Wir haben reichlich Grund, Gott für den Segen zu danken, der auf unserem Werk in Palästina ruht. Sein Wachstum ist wunderbar. Im Jahre 1921 hatten wir nur einen Missionar dort, jetzt besteht unser Stab aus 10 Personen, und diese werden durch eine Anzahl ehrenamtlicher Helfer unterstützt. Damals hatten wir nur ein einziges unmöbliertes und reparaturbedürftiges Haus, jetzt haben wir ein wohlausgerüstetes Missionshaus auf dem Berge Carmel Und ein anstoßendes Grundstück ist angekauft worden. Im Zentrum der Stadt haben wir Säle gemietet, in denen wir mit einer großen Anzahl Juden in Berührung treten können, die 'anders nicht erreicht werden können. Nicht nur folgen Versammlungen verschiedener Art in rascher Folge aufeinander, sondern das Missionshaus ist auch völlgedrängt bei meien. btefer Bsrsammlungon linb bte starke Aafmcritjamteit. bsv Suiirn Uv svfmgeüffJjm gegenüber ist bemerkensWert. Die Gottesdienste werden in hebräischer Sprache abgehalten; doch werden auch Vorträge in Jiddisch, Arabisch, Deutsch und Englisch gehalten. Außerdem werden die jüdischen Kolonien regelmäßig von unseren Missionaren besucht, die meistens eine herzliche Aufnahme finden und so eine Gelegenheit haben, für das Christentum bei denen Zeugnis abzulegen, dir sich tzsmLM ihr Mal durch W.MlMWu ihres nationalen Heimes in dem alten Vaterland zu verwirklichen." Man darf annehmen, daß der Jahresbericht der englischen Mission darauf angelegt ist, durch Ausweisung möglichst großer Erfolge die Gebesreudigkeit der nahestehenden Kreise anzuregen, immerhin scheint es uns, als ob man dieser starken Entwicklung der Missionstätigkeit in Erez Jisroel selbst nicht die nötige Aufmerksamkeit schenkte. In der furchtbaren wirtschaftlichen Krise, in der sich das heilige Land zur begrübet ttrtb irr ber irtbevie oon Farnilisn, Die Dor kurzem ihren knappen Lebensunterhatt fanden, der Proletarisierung anheim gegeben sind, bedeutet der Aufschwung der seelensängerischen Tätigkeit eine gar nicht hoch genug anzuschlagende Gefahr. kV .tki und wer einmal, wenn auch ohne jede innere Anteilnahme, aus rein äußerer Spekulation heraus, in die Netze der Mission geraten ist, bleibt der Regel nach dauernd dem Untergang verfallen. Genauere Berichte von jüdischer Seite aus Palästina wären jedenfalls sehr erwünscht. Orthodoxie und Kapitalismus. Das in der Ueberfchrift genannte Thema, das wir vor kurzem im ÄNWU8 SU kiuk SiWlMlw dss Hökl»» Dk. HMAch Eühsn in Köln in einer redaktionellen Anmerkung behandelten, hat in der gesinnungsperwandten, aber gegnerischen Presse naturgemäß Widerhast gefunden. Während Herr Dr. Ernst Simon die Gelegenheit selbstverständlich benutzte, um den „Israelit" und die von ihm vertretenen Kreise in ihrer Verständnislosigkeit für die Forderungen des Tages wieder einmal gebührend zu geißeln, ist uns ein Anwalt in Herrn Moritz A. Loeb erstanden, der darüber im „Wochenblatt" selbst eine recht einleuchtende Polemik gegen Herrn Dr. Simon führt. Wir sehen an sich keine Veranlassung, zu dieser Weiterspinnung der von im), behandelten Gedankengänge noch einmal Stellung zu nehmen, möchten vielmehr nur auf einen einzigen Punkt Hinweisen. Wogegen wir uns wandten, war die iMM.r wieder zutage tretende und nach unserer Meinung in mehr oder minder bewußter Partei- *J3«r-ge^rrl>e Ärrssassrrn^ als 5l> Bll Deutsche Orthodoxie in höherem Maße von kapitalistischer Gesinnung durchtränkt sei, als andere Gruppen der zeitgenössischen Judenheit. Wixd diese Behauptung zurückgezogen und dahin eingeschränkt, daß man eben von der Orthodoxie, u Das soeben erschienene Novencher-Heft der Esra- Führer-Blütter. hviügt.- den ausführlichen Bericht über den im August stattgehabten: Bundestag, aufder HUysburg bei. Halberstadt. Die Bedeuwng, die dem- „Eska" als ErzWuntzsstStte. .fürr- Dausen^- von jüdischen Kindern aus gesetzestreuen, Kreisen, heute. innewohnt, rechtfertigt eine kurze Betrachtung dieses. Berichtes. Wir setzen dafaji; den Verlaus des Bundestages als bekannt voraus und beschränken uns auf. Ergänzungen. Der - Bericht des Ceraa StsroebQImtes zsiibrdsi. si<b durch OffenberLigkett ZAl M M VS MM MMM W MW. M M rrchiersraÜLr dekeüni, döß die dötz CeeK- Amtes im Bunde vorerst leider Nicht? ernst tzenomchen worden sei und zwar auch nicht von denen, die sich mit besgyperersiEnerM' für zentrale!.-B§We,rtung, de.r Crez JthMl/Ärheit prygragutzätisch eingesetzikhasten. Die, spätere. ÄuHspNchev ijajfetm „MiM" dje' -trphitionelle und eine von mödernWi StrgchgMen Wrfj H? einflußte Auffassung der wn miteinanKx. ^Wnstjen. AMKßr einen, S.este. die klare G-^kennW^) daß, MN auch inMrM^7ErMUßroels..,elNj sehx; stnooMMMiM stnst, zwieMlstgexu Mansch untz,.iMii7,rr^Mn^ eip ihWsM grch- —. bis, -,,zg< qjpem- . griffen GriM harmgch^ scher nun -Jude sein könne —-1 d^-, mDrH». Seite die romantische Verneinung aller Möglichkeit der nun-Realisierung im „kapitalistischen Staat", der Traum Mas.in- Crez. Jisroel' vorhandenen, „theokratischen- Staates", ja sogar der zionistische Wahn, „jede Tätigkeit in Erez Jisroel sei jüdisch, weil sm ^n wiv^ geschieht." Man darf aus dem Berichte- Wseßen, daß die Vertreter der zuletzt, angeführten Meinungen^ heute Menfalls noch, stark ist best MWxHe.lt. stnö. Mrst!ätzgloW"seMäe^Mnaen' spielte sich auch auf dem^ GeKiete ab. - Während die Referentin 8er Mäochenleltüng eine prächüge, ürjüdischen, Geist nsit, moderner. Begrisfspstch tzung einende Apologie 8es alten jüdischen M»2» (dgs Wort im weitesten Sinne genommen) vortrüg, kämen von einigen Vertretern der männlichen Jugend auch anders, ger.ichte.te Tenhenzey (staeWptjon. im weitefj-xn UmfqM. als. Äittelj zur HeinMtung^ W( TriMehxns) zM. AMdrust- Mr die/„prlshtxmätgchest Rstturew/ güst deren, Cr.hältüstg Ms. ggsetzestreue Jüt^stgsti. mit Recht agch niM gssxzichtest Hartz forgte, hin. Referat, über „Fraüestproblemss,"; hjer, scheinen, umgekehrt, in tzer Dest.ä t.t e Mi W. .. . dtx, Positiv, j ü d t f ch e n, EstmMte der VetrachtWg^ gur stärkeren Geltung gebracht, worden zusein. i Mtz MMMi Mkk: WM WsWWlü Ab LMtk. HMMtz ist. WMMnhar'. sie MnK ein. MlhM, zu. begruheudes. EleMstt dest Wxns sind.Hrr Besrüchtüstg. ble,Wn/ fosMge. hie,. .uygMM. Hehrheit, 8er jusitzen, zweifellos der Fall. >W?etch^ Bewgndfnis^ es-mii Äesex. Syäagqgeistnst mit» dem Mansie, jMxst Mmest siestträgi, hah tzarstber erfahren wir strst palästistensischen. BlätteH solgeydes: hrOlchchh Muda^ lWM. Wlwhe, MzMUe W, WL iMer>. Sticht, OWiidistt tz M -MgW. 'SWröy. IM Ram« JMv^CmMl mberstefert-oon^iMtz'rchHsimen-stemes Paters. des- Wachastl Mwi/ daß» er^)einer plMv den. Habba? lrWn war, der m Begleitung' des bekäünten C h ä j im MäTach sich . MW Ende des 17. Jährbünderts nach Palljstisisi begabest üm dort die für dle. nachftx. Zukunft vomustgxsagte chnösung abzuwarten. Während Chajim Massich/in der Türkei in die Sabbatei Zew.stB.ewegung - hineingechgesi wurde, begab sich, Rabhi Jehüdä Ehgssid in 'Begleitung eiües größen/Äntzynges direkt näch/Jerufälem, fsir Hessen Mtechelle und geistige Bedürfnisse er bestens sorgte. Die Ankunft m, Jerusalem erfglgte am drsttssn Cheschwan des Jahres 1701. Dort erwarben sitz einen. Höf, in dem sie ihren Sammelplatz hasten und der bis aufdxn heutigen Tag, „i^hgrba des Nabbi JehuM Chastid" heißt/ Die große Sysiggoge wurde später MW: üstß Won wkUM Lage nach vrr Einwänvsrung ihr Führer, Rabbi Jehuöa ChWd, kaum, ein Vierziger, verstarb und sie sich führerlos in alle Winde zerstreute. Rabbi Jehudq Chassid ruhten einer kleinen Grüst am Abhang dxs Lelhertzes/ Än'er feines Anhanges, Rahkst Gehalja aus Symjatisch, kehrte, wie vrtzlx ändere, nach Europa zurück und verfaßte Wexk-Ä'vrß getzruÄt 'in Berlisi 4^6. Tine' ausführlichtzr-r Schilderung all dieser VöWnsse?befrndet sich i'n der Sa'mmelschrlft i-nnv» hbrs, aus der Feder des bekannten Gelehrten David Kahana, der alle einschlägigen Quellen genau studiert hat. RUHM EyM«. über dtö MDWä MenpWxme. Fämender. VrLef, des. kürzlichwemaroenen. Philosophen R. Euffen, Wrst unß-zux, VxMguM, gestellt: . Jena, 23. August 1915, .Hgch9eehxtex. Her--,tzegM , Hohen: Me yeMndlichsten Dank für den. freundlichen- Brief und die liebenswürdige Zusendung Ihres

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