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Der Israelit · 1926-12-09 · Heft 50 (9.12.1926) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 50 (9.12.1926)
Date
1926-12-09
Page
– (sequence 7)
Language
German
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BB ^DezemsterlWe v D er #® » r « eItt vtr. ou vene i Stern auf ihrem Grabe auf; das ist der Stein auf dem Grabe bis. auf den heutigen Tag/' — Das Urteil in dem Prozeß ist noch nicht gesprochen. (Nach telegr. Mitteilung der „Frkftr. Ztg." hat das Gericht inzwischen auf Grund des biblischen Beleges zugunsten der Regierung entschieden.) Die Versendung der O r a n g e n hat bereits begonnen. Von den Plantagen bis zum Hafen Jaffa sind Kamele das Beförderungsmittel. Vorige Woche ging ein Schiff mit 22 000 Kisten Orangen nach England ab. Die Preise wichtiger L e b e n s m i t t e l sind sehr hoch. Cs kosten Milch 80 Pfg. das Liter, Fleisch 2 Mt: das PsttlM KiiMM 1? M: f ®ier 7 Stii££ 1 d (in Uv Carson gab m für Men Dslrag lg—20 Sma.) Dagegen kann man für 20 Pfg. 10, manchmal 18 Orangen oder Zitronen bekommen. Nach kurzen Regenschauern herrscht seit 10 Tagen wvedssr das schönste Sommerwetter: — und das kurz vor Chanufkah! Smevila. Königin Alarm in der Synagoge von Chicago. Et)ttago, 16. Nor>. Bic Königin Marin RumLnlen («fuchle heute in Chicago die neuörbaute Synagoge der rumänischen Juden. Die rumänisch-jüdische Gemeinde hatte sich fast vollzählig eingefunden, um die Königin zu begrüßen. Die Königin hielt eine Ansprache an die Versammelten, in der sie erklärte, die Juden in Rumänien seien ein wichtiger und sehr geschätzter Teil der rumänischen Bevölkerung. Drei Jüdinnen, die sich in der Mitte der Persgmmes? ten befanden, erhoben laute Protestrufe dagegen, daß die Königin vpn Rumänien, in Heren Land die Juden grausamen Verfolgungen ausgesetzt find, von einer rumänisch-jüdischen Gemeinde begrüßt chird. Polizei schritt ein und verhaftete die Protestlerinnen. Am Tage vorher veranstaltete ein Teil der Arbeiterschaft in Chicago eine Protestkundgebung gegen den Enwfang ver Königin in UteTer GM. CM swmr LlUM Kommunisten verbuchte die Postgeiketle zu sturchbttchM und sich dem Wagen der Königin entgegenzustellen. Die Demonstranten riesen: „Nieder mit der Blut-Königin!" Es kam zu scharfen Zusammenstößen mit der Polizei. Das amerikanische Komitee für die Rechte der religiösen Minderheiten erließ eine Protestkundgebung gegen jene amerikanischen Bankiers, die in Anleiheoerhandlungen mit Rumänien stehen. Es wird gesagt, es dürfe kein amerikanisches Geld nach Rumänien gehen, solange dort nicht Gleichberechtigung für die Angehörigen aller Konfessionen herrscht. * * * Wie die ITA. aus London erfährt, erklärte das Unterhaus-Mitglied S. Finburgh einer rumänischen Abordnung, er werde sich solange der Gewährung einer Anleihe an Rumänien widersetzen, als dort die Juden erhielt joe&eri eti offizielle Mitteilung der rumänischen Regierung, daß eine Untersuchungskommifsion zur Prüfung der antijüdischen Anschläge eingesetzt worden ist. ttonab«». Die jüdische Einwanderung in Kanada. T o r o n t o, 28. Nov. Den Mitteilungen des Einwanderungsamtes ist zu entnehmen, daß in den ersten sechs Monaten des Jahres 1926 1792 Juden in Kanada einwanderten. Die allgemeine Einwanderung in der gleichen Periode betrug 77 900. Die Mehrheit der Einwanderer siedelte sich in den Westprovinzen Kanadas an. (ITA.) Gelehrter und ein Meister des Wortes. Neben seiner rabbinischen Tätigkeit interessierte er sich lebhaft für alle Angelegenheiten der jüdischen Lehre und des Wohltätigkeitswesens. Er unterhielt die freundschaftlichsten Beziehungen zu den Leitern der aschkenasischen Amsterdamer Gemeinde und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit Mainz, 8. Dez. Am kommenden mv begeht Frau Johanna Hirsch geb. Simon, rra} ihren 70. Geburtstag. Frau Hirsch, die sich in den letzten Jahren meistens hei ihren auswärts wohnenden Kindern aufhält, widmet sich in voller Rüstigkeit und unermüdlich jener jüdischen Hausfrauenarbeit, die zwar öffentlich nicht gefeiert wird, die aber Nicht wenig wichtig und bedeutungsvoll ist für die vorbildliche Erziehung einet künftigen jüdschen Frauengenerätion. Möge es der Jubilarin, die überall, wo Mll stc rennt; mm imr MNMM UM MlM heit, gllhrt und geachtet WM noch lange vergönnt fein, rüstig zu wirken als bm nv»! nrny Preßburg (AJPB.), 22. Nov. Herr Abraham Chaim David Schreiber, bisher Großkaufmann und Grubenbesitzer in Dryhobicz-Böryslaü, wurde am 15. Kislew per Akklamation zum Oberrabbiner der orthodoxen Gemeinde in Hrefow (Eperias) gewählt. Der neugewählte Oberrabbiner ist ein Enkel des Ksaw Sofer und Sohn des bekannten galizischen Großindustriellen Rabbi Jizchok Leib Schreiber.' Im öffentlich-jüdischen Leben trat er sowohl als Nässt des Dröhobyczer Kölel für Erez Jisroel als aüch als langjähriges Mitglied der obersten Leitung Der Aguöss MsFvktMktwrgWiMkn Aikgikhotrn, 1ö. Nov. Wenige Stunden nach Sabbaiausgang (den 30. Okt.) verschied hier in Stockholm nach langem, mit größter Geduld ertragenen Leiden Heymann llfathan, NMige. Pag«! nach seiyech 79. Dburtstage 'Ä' 2/Köpeüiber, utiter für hiesige GWe ' getragen. -M'-HMMP» b.mnnfyx KMnhaOmr Fanrrste stammend, hat en in MöMülmmW'M'Uf- 'JaM'd'ls streng orthödoM -WM'.'hüK' JustemünL - aüfrW behalten. > - k Äls VoWeNr W WWM ' ÄrünW der' hiesigen Gynagoge AdM'Jisroel hat es verstanden, mit seltener BMeisterung JntereM M unsere Religion öN erwecken, sich so mehr wird seist Hinscheiden allgenrein beklagt. Sem Haus war ein beliebter Treffpunkt für alle Ausländer ustd ist bei ihm jeder Fremde mit abrahamitischer GastfrDstdschaft ausgenommen worden. Er vereinigte in seinex Persönlichkeit tauro im deröch erez und Wstgß auch bei Andersdenkenden die höchste Achtung. ■ 'im 3ü fören fand Sonntag, den 7. "November, in M MMWn HyMl'gfk f ft Drsuchtet HesM-DMtZNrnst statt, wobrl in längen Reden seine' seltenen Berdkenste besonders gefeiert wurden. Der Verlüft rMM',wtttlf.chi?n Perlechirdnicht nur von her MstDn Jüdenh^it betrauerst'sondern auch im yn- und Äüslynde' bei seinen zahlreichest Freunden wird das Hlstscheiden dieses wahrhaften Zädiks stark empfunden werden. Er hinterläßt Sohn und Tochter mit vielen Enkelkindern. rrawn. Vermischtes. Budapest» 27. Nov. Der Freitagabend 's 7 na» wurste in den Hallest des w'nmn n->rrsnzu einem großen Ereignis. Der hier zu Besuch seines ehrw. Vaters anwesende Rabbiner Samuel Reich aus Verbo wurde mit der Abhaltung einer nw-n vonselten des Vorstandes der „Tifereth Bachurim" beauftragt. Sämtliche Räume des Tifereth Bachurim-Lokals reichten nicht aus, alle zu asten, die sich an dem Feuer des temperamentvollen Redners Wärmen und an den min des Redners erbateexx vbbtlten. Stus^e^fenl) x>ptr einem 3üiiira|(^n>ori, das einen Vers des Wochenabschnittes zum Mittelpunkt hatte, entrollte er ein Bild der jüdischen Gegenwart, wie es nicht packender gezeichnet werden kann. Berlin. 18. Nov. Der Provinzialverband Brandenburg für jüdische Wdhlfahrtspflege eröffnet in allernächster Zeit ein nach modernen Grundsätzen geleitetes, rituell geführtes Mittelstands-Altersheim in Landsberg an der Warthe. Aufnahme finden jüdische Damen und Herren, die das sechzigste Lebensjahr erreicht haben und aus Brandenburg, der Grenzmark, den abgetretenen Gebieten und Berlin stammen. Die monatlichen Pflegesätze betragen Mk. 75.— bis 80.—, welche teilweise von den Kommunalverwaltungen als Alters- oder Sozialrente angefordert werden können. Sehr schnelle Meldungen, denen eine geeignete Empfehlung beizufügen ist, sind zu richten an Herrn Rabbiner Dr. M. Salomonski, Berlin W. :0. Bendlerstraße 18. Personalien. Oberrabbiner 3. Palache ^"^7. Amsterdam, 6. Dez. »Wffnfi m isntfr v?i f?sWW- Mn Nabbineiseminars in Amsterimm ist in ver Nucyl von Mittwoch zu Donnerstag verstorben. Der Heimgegangene kam schon in jungen Jahren als Schüler und später als Student an das genannte Seminar, wo er 1879 das Maggid-Diplom und 1885 die n*mn nnnn erlangte. Schon damals trat er in den Lehrkörper des Seminars ein. Im Jahre 1900 wurde er Oberrabbiner der portugiesischen Gemeinde in Amsterdam, nächstem dieses Amt beinahe 80 Jahre lang nicht besetzt gewesen war. LMtsssmkt Pslstzs ms sin gninm > WWKsrWist Sprechsaal. Line Lungenheilstätte für deutsche Juden. Die Entgegnung des Herrn Wronker auf meinen Artikel betr. der Lungenheilstätte Ctania begrüße ich, da Sflfflwf sssWW ist, M ksssstk vvn M-nn ^fstf SchrMe ist Me Wege geleuel ststliüen, um Dm Dem Mittelstand > uftb den ärmeren Kreisen angehörigen tüberkulosen - Krönten eine Heimstätte zu schaffen, und Wnsche, däß'Mt GWes Hilfe tHs Porhaben bald zur Tat reifen möge. \ \ Ich bin absolut kein Gegner der „Etama", sondern rvunsche) daß stiese Anstalt auch weiterhin die Untertützüng der Ausländer finden Wöge, auch die deutschen Juden sollen sie, .falls nötig, späterhin wieder unterifiöi) 8B«r SMlwSE ist si Pstitzt assF SkMMn Kreise, in erster Reihe die Gelder füreine deutsche Lungenheilstätte zu reservieren, damit unseren Lungenkranken, die sich die Pflegesätze der „Etania" nicht leisten können, entsprechend untergebracht werden können. Herr Wronker ist in seiner Entgegnung mit keinem Worte aus den Kernpunkt meiner Behauptung, daß die Automatische Schalt-Ühren für Schaufenster und frejupenbeleuchtumr fluah Itii SabbalbbeleuchluDfl bestens empfohlen schon von Mk. 18.— an J. Gischler, Frankfurt a. M. Gr. Bockenheimerstr. 52 - Telefon Hansa 5079 Bei Bezug auf diese Anzeige extra Rabatt Gr. Friedbergerftr.43, Ecke Schäfergaffe •Feinste Schweizer und Glashiilter Uhren# Qualitätswecker in jeder Preistage Juwelen 9Gold-u» Silberwaren Brüten und Gebrauchsoptik mm besonders gut und prels^erf riesige Auswahl Teilzahlung G. Sage & Go. Am Eschenheimer Tor 3, früher Stadtgarten JULIUS SCHMIDT ANNONCEN-ANNAHME zu Originalpreisen ♦ Frankfurt am Main Langesirasse 7 Telefon Hansa 4641 Postscheck-Konto Frankfurtmain 142 353 Einzige Inseraten-Annahme für Frankfurter Geschäfts-Inserate des »ISRAELIT« Annahme von Inseraten für sämtliche hiesige und auswärtige Tageszeitungen, Wochenu. 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