Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 50 (9.12.1926)
- Date
- 1926-12-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 50 Sette 8 S. Dezember 1926 L er | ) t 11 1,1 EinO.Z. Kneif er vergoldet mit O. Z. Gläsern und Etuis Mk. 7.40 ) Der. niedrigste Anschaffungspreis ist nicht maßgebend, auch nicht Maßenbelief erung, auf die Leistungen, E haltung und Schonung der Augen kommt es an. O. Z. Augengläser (modern hohl geschliffen), O. Z. Kneifer, O. Z. Brillen, die wir zu billigsten Optikerpreisen 'Verkaufen, sind hochwertige Sehinstrumente, welche die Augen stärken und erhalten. Oriliozentrisdie Kneifer G.m.b.H., Opernplatj r I ° Für Weihnachten sind unsere O. Z. Artikel gern gesehen u, nützliche Geschenke. 0. Z. Operngläser 16.-, O.Z.Feldu, 0. Z. Barometer 10.-, O. Z. Lorgnetten 5.- usw. WIMM WMW ÄH M", s»M rat mMm Nörsr'pWmWsitz gMmmt. 3© will m aber MW unterlassen, noch einmal laut zu rufen. Man darf nicht schweigen, wenn das Schicksal so. vieler hochwertiger Existenzen auf dem Spiele steht. Die Lage verschlimmert sich von Tag zu Tag. Wenn nicht Hilfe kommt, dann find mehr als 10.000 Familien dem Hungertode preisgegeben/ Das ist gewiß keine Phrase, sondern eine Illustration der wirklichen Lage der russischen Juden in Deutschland." Delegierlentag des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. , Berlin., 29. Nov. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldai e. n hielt am 28. November die Hauptversammlung dieses Jahres, im Lvgeyhaus, Kl.eiststrahe 10, yb. Die Tagung war von. zahlreichen Delegierten aller Landesverbände gnd vieler Ortsgruppen stark besucht.und zeigte im Verlauf ihrer lebhaften und auf hohem geistigen Niveau Petzenden Diskussion das rege Interesse, das sich allent- Jjalbert iteti-Sßrobletnett gegenüber seigi, hie her 91. j. F. als Hüuptpünltt .stiNLk Lüllgkfst «»f , ^ne r schrieben hat: Berufsumschichtung der deutschen Juden durch Schaffung.von Siedlungsmöglichkeiten auf dem Lande, Abwehrkampf gegen den. immer stärker werdenden Antisemitismus, Ausbau der. sozialen Organisation für seine Mitglieder und ihrer Angehörigen, sportliche -Ertüchtigung der jüdischen Jugend. Das erfreuliche Anwachsen der Mitgliederzahl und der Ausbau der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift „Der Schild", der sich als beachtlicher Faktor im jüdischen .Geistesleben bewährt .hat, haben der Versammlung bewiesen, daß der Gedanke des Zusammenschlusses der jüdischen Frontsoldaten zum Äbwchrkampf immer stärker Boden faßt. Der R. j. F. ist m Sinzigs DFflflnifanqn nfttM? Dii mur solche in ihren Reihen ausnimmi, und Sie durch ihre strikte politische Neutralität jedem ehemaligen jüdischen Frontkämpfer die Möglichkeit gibt, in seinen Rechen positiven Zusammenschluß und Aufbauarbeit zu leisten. Die Tagungen der Landesverbände im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Düsf eld orf, 1. Dez. In den letzten Wochen fanden Tagungen fast aller Landesverbände des neutralen Jugendverbandes statt. Dem Beispiel des Westd. Bezirksverbandes folgend, hielt der Bezirksverband Rheinland-Westfalen in Essen eine Tagung ab. Frl. Sachs-Bochum referierte über „Einführung in das Bibellesen". Den Vereinen wurde aufgegeben, das Thema „Der Talmud" zu behandeln. — Der Bezirks- -rierhctttb Norhwestdsutschlnnh tagte in Vraunschweig. f>er= 'Wvt uni ßanUsrolUner Sr. SB. Brunschwig sprachen über „Die Jugend als Träger der religiösen Erneuerung". — In Saarbrücken fand eine Tagung des Landesverbandes Pfalz-Saar statt. Der Landesverband Baden versammelte sich letztens in Karlsruhe. Der Württembergische Landesverband tagte in Stuttgart, der hessische Landesverband hielt in Offenbach a. M. eine Delegiertentagung ab. Der Landesverband Sachsen hielt seinen 7. Delegiertentag am 14. November in Görlitz ab. Die Themen lauteten u. a.: „Jugend und Bibel", „Jüdische Jugendarbeit", „Die Jugend in der Gemeinde". Die TNißklänge bei der Jahrhundertfeier der Münchener Universität. München, 28. Nov. Die Bemühungen des Rektors Boßler, die aufkommenhen 9Jltfefitmmuttgen, hie ft cf) aus her üßiefjteittfabimg her lüdifchrn und d«r paritätischen (nicht rein arischen) Korporationen ergeben haben, auszugleichen, sind ohne Erfolg geblieben. Da die erwähnten Korporationen, auch die im Jahre 1919 gestifteten großen B. C., beim Fackelzug und beim Festzug zum Nationaltage ausgeschlossen waren, haben sie auch die Beteiligung an den weiteren Festlichkeiten abgelehnt. Unliebsames Aufsehen erregte es, daß am Gefallenendenkmal der Universität im Lichthof, an dem alle Ehrengäste Vorbeigehen mußten, eine Kranzschleife mit einem ungeheuren Hakenkreuz niedergelegt war. - Wie die Zeitungen ' Mitteilen, ist das Ergebnis der Sammlungen für den Jübiläumsfonds hinter den Erwartungen empfindlich' zurückgeblieben, was, wie man pc^er annimmt, mÜ btef«n 95orJommntffett Düngt. — Gerade m den Lagen s?? wurde bekannt, daß von den fünf Danziger Studenten, die sich zur Ausnahme gemeldet haben, nur zwei Arier als Deutsche, drei jüdische Studenten als Ausländer inskribiert worden sind. Die deutschen Pazifisten gegen den Antisemitismus. Mannheim, 6. Dez. Aus der Generalversammlung der Deutschen Friedensgesellschaft in Mannheim wurde auf Antrag von Prof. Ueberle, dem Vorsitzenden der Mannheimer Ortsgruppe und der Badischen Arbeitsgemeinschaft, die folgende Resolution beschlossen: „Die Generalversammlung der D. F. G. lenkt die Aufmerksamkeit der deutschen Oeffentlichkeit auf den vom internationalen Friedenskongreß in Genf einstimmig angenommenen Antrag, der gerade vom pazifistischen Standpunkt aus alle Pazifisten auffordert, den entschiedensten Kampf gegen den, den inneren Frieden schwer gefährdenden Antisemitismus aufzunehmen. Die WnMMUmiÄung forDßrt iWrlSlls alle MMUP pen der D. F. <I. auf, den Aampf gegen den Anlistrnrtismus als einen unerläßlichen Bestandteil ihres Äufgabenkreises anzusehen." - Das Präsidium der Friedensgesellschast hat jetzt in einem Rundschreiben an die Ortsgruppen diese Entschließung in. Erinnerung gebracht und dazu aufgefordert, sie für die Tätigkeit der Ortsgruppen zu beachten. Kttgdvn. Pie Vahl der Vertreter der israelitischen Konfession für das ungarische Oberhaus. Budapest,!. ,Dez. 2>er ixrri> IZrtteinrtcfjtsrrtirtij’ferlix^t freute cttxe Derorvnung über die Wahl der Derlreler ver israeliti? sitzen Konfession im Oberhause veröffentlichen. Im Sinne dieser/Verordnung sind zur Ausübung des Wahlrechts die selbständigen israelitischen Religionsgemeinden berechtigt. Filialgemeinden, Bethausvereinigungen und Tempelrayons können an der Wähl nicht teilnehmen. Die Religionsgemeinden üben, das Wahlrecht durch je zwei Delegierte aus. Einer dieser Delegierien ist der Präsident, im Falle seiner Verhinderung der Vizepräsident der Religionsgemeinde, der zweite aber der ordnungsgemäß gewählte Rabbiner. Die Budaer, Obudaer und Köbanaer selbständigen autonomen Religionsgemeinden, fowie die Bildapester orthodoxe Gemeinde nehmen an der Wähl durch je zwei Delegierte teil, während die Pester neologe Kultusgemeinde außer diesen zwei Delegierten noch toetierc 18 Üöelegxeirle ertlfertbei:- Drs 9E5af)I auf Grunv einer Nominierung Die Kanvivierungsrommifsion der auf der Kongreßbasis stehenden Organisation bringt drei Seelsorger in Vorschlag. Von diesen muß einer Rabhiner der Pester neologen Religionsgemeinde, ein zweiter Rabbiner einer Kongreßgemeinde in der Provinz und ein dritter Rabbiner einer Status-quo-ante-Religionsgemeinde sein. Die orthodoxe Organisation kandidiert drei orthodoxe Rabbiner. Die Kandidierung, sowie die Wahl der in das Oberhaus zu entsendenden Rabbiner erfolgt in geheimer Abstimmung. Die Wahl der Rabbiner gilt für Lebensdauer. Itelcn. Oberrabbiner Lewin nach Rzeszow berufen. L e m de r g,. 1.. Dezember. Der bekannte Sejmdeputierte und Führer der polniftif&rx- OrtRobofTc, Ot€rra6&fncr Äera t rr aus I ) S Ol wurde nach Rzeszow als Nachfolger seines vor kurzem verstorbenen Vaters, Rabbi Nathan L e w i n, berufen. Herr Rabbiner Lewin hat seine neue Stelle bereits angetreten und ist in Rzeszow mit unbeschreiblichem Jubel empfangen worden. Rücksendung eines rumänischen Ordens. Warschau, 6. Dezember. Der jüdische agudistische Sejmabgeordnete Waclaw Wyschlicki schickte dem rumänischen König den ihm im Oktober 1925 bei feinem Besuch mit der polnischen parlamentarischen Abordnung . tjt Bukarest verliehenen hohen rumänischen Orden zurück und teilte in dem Begleitschreiben mit, er tue dies als Zeichen des Protestes gegen hie Vergewaltigung der rumänischen Judenschaft rri bert leijien «rrtrjültschsn 8xzssssn uttl als ^ei^ell Mitgefühls mit Den unglücklichen rumänischen Juden. ,_ (I. T. A.) Für die Jeschiwaus in Zentrallitauen. Wilna, 1. Dezember. Das Zentralkomitee für die Jeschiwaus in Zentral- Litauen hielt in Wilna unter Vorsitz von Rabbi Chajim Oser Grodzenski eine Sitzung ab. Der erstattete Rechenschaftsbericht bietet erfreuliche Ausblicke. Das hohe geistige Niveau ist in allen Jeschiwaus erkennbar, die Schülerzahl vermehrt sich überall trotz der kritischen ökonomischen Zustände, unter denen die Jünger zu leiden haben. Vom Central-Relies in Amerika waren die Unterstützungen im vorigen Jahre nur für vier Monate genehmigt. Die Städte und Städtchen selbst Mü mehr als ihre Pflicht zur Unterstützung der Lehranstalten, in denen sie die Seele des öffentlichen jüdischen 'Löbens erblicken. Die Propaganda in der Provinz bedarf noch der weiteren und stärkeren Entfaltung. Am Donnerstag morgen könnte das Komitee in feier- (ictjer das ^oini unb des ©efftraf- NelW NllM Ähron i e i l e l v a u m aus Amerika, w grüßen. Die Begrüßungsrede hielt Nabbi Chajrm Ofer Gro'özenskl, dem sich noch viele Rabbiner mit Dankesworten anschlössen. Es wird betont, daß'nicht nur die Jefchiwa, sondern auch die Chedarim und die Talmud Thora-Schulen sich in großer Not befinden und der Unterstützung harren. Rabbi Teitelbaum beantwortete die Ehrungen mit' einer längeren Rede, in der er über die amerikanischen Leistüngen berichtet und die Schwierigkeiten schildert, mit denen dort die Propaganda verbunden ist. Es ist tief bedauerlich, sagte Rabbi Teitelbaum, daß die geistigen Leiter der Jeschiwaus selbst hie Geldsorgen ihrer Anstalten auf sich ntzmen unb in eigener Person in S^merila cm lie Siiren müssen. Der Redner schließt mit einem Hossnungssreüdigen Ausblick in die Zukunft. Es wird dann ein. Brief , des „Chöfez Chajim" verlesen, der sein Fernbleiben mit seinem Gesundheitszustand entschuldigt und der Versammlung seinen Segen und seine Wünsche ausspricht. In der nächsten Sitzung hält der Tsch etler Raw ein groß angelegtes Referat über die Not der, jüdischen Schulen und Thoranstalten. Es kommen noch viele Redner zu Wort und die Versammlung schließt mit einer eindrucksvollen Schlußrede des Rabbi Teitelbaum. Litauen« Das Sonntagsruhe-Gesetz in Litauen. ' K o w n o, 2. Dez. Die administrative Kommission des Sejm hat die Gemmiiüm nDir m 8MMWUU mrnm rnmmm Erleichterungen der Zwangssonntagsruhe vorsieht, in allen drei. .Lesungen angenommen. In den nächsten Tagen wird das .Gesetz vom Plenum des Sejm zur Erledigung gelangen. Gebild. religiöses, jüdisch. * träufeln gesetzten Alters sucfif sofort Sfeffung in frauenlosem Hause. Off. . unter 23147 an die Erped. Große mökf. Mansarrle per sofort zu vermieten. Zobelftrahe 3, 11 Guterhalten., koschere, nicht große SSefer-liiorci zu kaufen gesucht. Offerten unter 23437 an die ffixpeb. " 2 möblierte, frcunbl. ^eite DasKon-Ämmev in schönster ruhiger Ostendlage einzeln od. zusammen znvermieten.Zllg'E. In rituell.Hause zu Frankfurt wird für eine ältere, hochgebidete Dame freund!. möbkevte« Zimmer mit voll. Penston per sofort oder 1.1.1927 gesucht. Gefl. Ang.m Preis u. 23428 Erp. Zu vermieten schöne miibl.3Zin)mer Küche, Bad, an nur streng rituell. juna.Paarab l.Febr. 1927itt Berlin,Oranienburg. Str. 32, vorn III, b.Stetnberg geeignete schabbosfreie kaafni. Lehrstellen für Jungen und Mädchen, die Ostern die Schule verlassen. Kost und Logis im Haus. 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