Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 49 (2.12.1926)
- Date
- 1926-12-02
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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y » r « ritr 2- Dezember 1S2S Seil« L Nr. 49 kann, sie niemals imstande ist, den Schatz des Torawisjens zu verdunkeln. „Wer sein Verlangen setzet in die Lehre Gottes und in seiner Lehre sinnet bei Tag und Nacht, der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbäche, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, dessen Blätter nicht verwelken und alles, was er macht, gerät." (Ps. 1.) Menschlich Fühlen, zartes Erbarmen stamme aus reiner Quelle, fei geboren aus dem „Tau des Himmels", der sich überall auf Erden niedersenkt, wenn Nacht sie deckt und die sengenden Gluten des Tages ihre Adern ausgebrannt haben. Wohl dem, der sich einen kinderreinen Sinn bis ans Ende bewahren kann! ib um? bildet die Waffe Gottes gegen aP rtny» gegen wpy ibr gegen die, die des Herzens Gelüste nicht zähmen können, gegen die, die pflanzliche und tierische Vorgänge des Naturlebens ins heilige Dasein des Menschen übertragen möchten. Heil dem, dessen Alter seine Jugend nicht zu beschämen braucht! Sollte das wissende Herr aber jemals in Konflikt geraten mit dem reinen Wfjon. in Wl uns Dia AU mofflian in diid Min wigs „Makkabäern" zu Nutz und Frommen dienen, die er an seinen fortziehenden Sohn Eleasar richtet, der modernen griechischen Geist studieren will: „Werde nie so reich am Geist, daß a r m du würdest am Herzen!" (1. Aufzug.) Ein weises und reines Herz kann ganz brillant leuchten, es kann aber doch auch kalt sein wie Stein, wenn in ihm der Schöpferfunke Liebe erstorben ist. Wie der Weltenschöpfer von seiner ins Dasein gerufenen Welt nicht die Schönheit und das Imposante rühmt, weder Duft, noch Farbe, noch Ton, sondern nur, daß alles g u t war, so ist es auch beim menschlichen Herzen, seine Krönung ist die Güte: aiv ib Das gute Herz hat die Aufgabe, früher oder später den Kampf mit dem sn zb aufzunehmen, das die ganze Welt von Kains Zeiten her für seinen Genuß und seine Unersättlichkeit erraffen will. aiv ib als der geborene Feind vop jedem snn is\ zwingt durch die sieghafte Kraft seines Optimismus, durch seinen unbeirrbaren Glauben, daß alles zum Guten gelenkt wird, die bösen Kräfte mit einem Amen zu einem Bekenntnis für sich. Ein weises, ein reines, ein gutes Herz, 4M echt jüdisches Herz uns zu erwerben, das ist unsere Aufgabe für Schule und Seöen. •inan tja ddjifh mnmn Auf ein so geartetes, gebildetes Herz sieht Gott.!'$n «a^ aaam /D’kj v't»a (2 ,nr» im (1 :dtk bv insi D*a’m» wiai nvbv •ns2 nem (3 Waren unsere Weisen etwa Diesseitsapostel, daß sie uns von einer schönen Wohnung, von eleganter Einrichtung oder einer anmutigen Frauengestalt Erweiterung unseres geistigen Horizonts verheißen? Gerade sie waren es, die vor der belastenden und zeitraubenden Sorge der Güter vor den Salonhelden und Kaffeehausgrößen in den Pirke owaus recht eindringlich warnten. Darum faßt der smpn n"bv diesen zitierten Satz in f;o^crcm ©tnne auf. SXfccicfj feiner ©rttarung ftnb ble srns B’>s di? Organ? d?s menschlichen Körpers im Diensteifer der Mizwaus: psa mwb --irraiaai *3x2 p awiv -parr! Dann kann man sagen: ra->bi oa-nem mnt53 dtiks’i nrrviva 00022317- Aus Unreinheit und Unfreiheit habt ihr euch zu göttlichen Werkzeugen emporgebildet. Die ntu rirna ist das Herz, wo die Gefühle für alles Weise, Reine und Gute verschwistert nebeneinander ruhen. Und die mvrma nt« ,nt« .ir?x stellt unsere reien Seele vor. Die alten Griechen schon hatten einen Spruch, der übersetzt ungefähr so lautet: „Wer nie geplagt ward und geschunden, der hat zur rechten Bildung den Weg nicht gefunden." Nur durch das Leid, das wir selbst erfuhren und tapfer ertrugen, können wir fremdes begreifen und verstehen. Wären wir nicht Fremde in Aegypten gewesen, so hätten wir keinen Einblick in die Psyche des Fremdlings, der so viel verloren hat. In engstirnigem Nationaldünkel würden wohl auch wir mit maßlosem Hochmut ihn mit unseren Blicken streifen. .Darum — wie ein Vater sein liebes Kind zieht, nimmt uns Gott in Zucht. Muß er unsere Seele verwunden, so bat er Mite ein vorsorgender, verhütender Arzt bereits ssi Mlmitißl MHüffön. Sonor MM Wnsn am Berge Sinai stehen durften, um der Gottesoffenbarung gewürdigt zu werden, mußten sie das vierhundertjährige Golus Mizraim erdulden; ehe sie das Land, wo Milch und Honig floß, betreten konnten, mußten sie in der Wüste vierzig Jahre hungern und dürsten. So bleibt auch unser Aufstieg zur rran obn ein Dornenpfad, nur durch ein an Entsagugnen reiches Leben gelangen wir nach den wahren »"nn tusir Verdienen wir die Leiden nicht, Sind wir von Geburt an ganz edel, ganz rein, ganz gut, ganz heilig? Oder haftet an unserem Wesen doch noch etwas Schlacke von der Scholle, aus der wir ans Leben stiegen? Ohne inneren Läuterungsprozeß, den wir überwinden müssen, würden wir nicht zum gediegenen Edelmetall; der Diamant selbst bedarf des Schliffes, ehe er mit dem Brechen des Lichts in herrlichem Farbenspiel unfer 9fug?e erxigücteri £crrtrr_ ^DrejUrr ^cimp£ um - T*'»«** a^attr mtaa — ans ^-erg an Seele in <§eele gemeinsam führen, damit einst am Ende der Tage an uns auch sich erfüllen kann •>»^1 nvb 12a nnm oms: 12a -rasm Gott will sich einst mit uns rühmen, schmücken und verherrlichen. Begreifen wir unser rrasunseren "ns, den in uns gepflanzten kategorischen Imperativ, dann werden wir?gleich den Vätern ovn nirras, das Volk, das das Heer einer Imperative der Welt vorlebt. Und der Herr Zebaot wird in unserer Mitte das mrr, das ragende Denkmal, von dem Himmel und Erde in gewaltigen Harmonien singen, ns-n vsnai aiv aVa in* D’Vit«, Erlöst jauchzen wir ihm zu, endlich wieder mit gutem, glückesvollen Herzen, ins a^a mit einstimmiger Volkseinheit; mit unbegrenztem Vertrauen, das ausklingt in einem neuen Lied '"Wn- Aus Baden. Lehrer Emanuel Wertheimer in Hardheiw ^xt* -■pron^n kVi pinxi Vnn '-pon *im Ein Frommer hat vollendet! Jammer und Klage — über den unersetzlichen Verlust. „W'ozar b'milin mi juchol,,, wer könnte mit Worten zurückhalten? — wo ein schönes gottgefälliges Leben seinen Abschluß gefunden, wert, daß wir es andachtsvoll überblicken, taür^tg, Safe mir ss SBoirtttt fel'rtfieflert. ,£>ai Ste jii&ijtlje ßel;retpjell im allgemeinen — j» ijai £»ie ge* setzeslreue Lehrerschaft im besonderen einen ihrer besten und edelsten Vertreter verloren, dessen Tage, Stunden und Sekunden ohne Ausnahme das Gepräge unddie Weihe des heiligen hohepriesterlichen Berufes im Gottesdienste seiner Glaubensgenossen wie auch all seiner Mitmenschen unverkennbar an sich trugen. Der Lehrerberuf war ihm nicht nur Broterwerb, sondern eilt jiat^n wie er ja auch jede seiner Handlungen als eine naiay ein Gottesdienst auffaßte, und auch die kleinste Tat mit einem pivs aus dem unversiegbaren, immer sprudelnden Quell seines reichen jüdischen Wissens begleitete. Ein selten aufrichtiger Kollege, ein allzu offener Charakter überhaupt, lag Wertheimer die Lehrersache stets am Herzen. Noch ist uns in Erinnerung mit welch glühendem Feuereifer er einmal auf einer Generalversammlung des „Bundes gesetzestreuer Lehrer" in Anwesenheit vieler Rabbiner in Frankfurt gesprochen hat. Mit immer jugendlicher Begeisterung war er nicht nur für die materielle und soziale Besserstellung der Lehrer bedacht, sondern er eiferte, wo er auch konnte, die Kollegen zum Lernen an. Seine Parole war nun f'anv zu sein. gern gesehener Kollege, fehlte er bei fast keiner Lehrerversammlung UHU KME Wsk, MllWM MWWMM 38f denen er bezirkstnäßig nicht gehörte, tlttd wie tauschte man — Rabbiner und Kollegen —, wenn. Wertheimer anfing zu „darschenen", zu erklären, oder in humorvoller Weise würzende „Diwre Tauroh" auszusprechen. War doch die Tauroh allezeit Kräftigung seinem Geiste, Labsal seinem Herzen. In des Wortes wahrster Bedeutung war er ein Schüler Ahrons, man nrr amtt min^ paap»i durchglüht von edler Menschenliebe war er, was doch die Hauptsache ist. — wie selten einer — ronn m hdtb Schon im Würzburger Seminar war er nicht nur selbst misaa pp» sondern rügte auch in offener, freier, aber nie verletzender Weise auch den kleinsten uw«, den er bei einem Mit- Wlkk 88MM, TCS2 'ISS - Hflf! 7TS JTf!T ™ •pjm UDN mm mrr -pn uDmu mäwa Dieses maleachische Prophetenwort ist aus den Verewigten anzuwenden, deshalb war sein Wirken überall erfolgreich, deshalb ließ man sich von ihm belehren und nlgte seinem Beispiel. War doch sein Wort das treue Abbild seiner Gesinnung, — beiden aber entsprach auch die Tat. Zahlreiche Schüler sind von dem Heimgegangenen im Verlaufe eines halben Jahrhunderts mit anähnlichem Wissen ausgestattet worden und seine Schule atmete wahrhaft jüdischen Geist. Des Menschen Arbeitsfeld endigt nicht an den Grenzsteinen seines engen Berufes. Durch zahlreiche, unzählige Fäden war der Verewigte mit den Personen und Ereignissen seiner näheren und weiteren Umgebung verbunden. Gerade auf dem weiten Gebiet der Oeffent- Uchkeit steht der Mensch in allen seinen Eigenschaften zur Schau, offen und frei zur allgemeinen Beurteilung. Ueberall empfand man für ihn: Achtung, Liebe, Verehrung. Man mußte den Zauber, der von seiner Persönlichkeit ausging, miterlebt haben. Und er, dessen Herz die heilige Schauer der Gottesnähe stets empfand iua SM in 'trug-unter Dem KlkiD WIM KIM Gürtel und mit dem Worte wvip nimm aus dem Munde versäumte er kein wnin« ni». So war er ein einzigartiger .pas ein unerreichter Tiia» t>va, keine Normalerscheinung. An ihm erfüllte sich buchstäblich, was wir täglich, wenn auch meist gedankenlos, im Gebete wünschen: „O Gott, bewahre meine Zunge vor Bösem und meine Lippen, daß sie nichts Trügerisches reden usw." Verpöhnt war ihm „Loschon Hora", „Lasset die Leute in Ruhe" sein stehendes Wort. Wem ein Einblick in das geheimste Seelenleben des "°vnn p-ns~ vergönnt war und sich fragte: "Twn nns n»~? der darf, öhen zu übertreiben mit dem Bilde des Propheten antworten: rfiD am 71112» mm wm»— „ich sehe einen Leuchter, aus Gold, ganz und gar, zwei Oelbäume daneben, mit reinem Oel die heiligen Flammen nährend". Bei ihm waren nur "wbv '»'« Tage des Qluffii-eges zu tjeraettfjnen, sein Streben "bbsrt naittb" mäM »ifiaada Hrlt., tga nav^BBm Süifaengp Mmr .Oekensfonne l»is zu tljrem Unlsrgang-e lhll §?- priefen ber Sftame bes &n>igen. Slnb verstummt nun seine Lippen? Nein! Wer mehr als ein Menschenalter hindurch mit gewissenhafter Hingabe, mit seltener Begeisterung als Lehrer und Diener Gottes, dessen Wort verkündet, dessen reine Seele kann sich wohl vom Körper lösen, um, von irdschen Banden beftett, ins Reich der Ewigkeit einzugehen, dessen Name muß immer wieder genannt werden, dessen Wort muß immer wieder nachklingen "iap 7113311 Tminsv-' — seine Lippen bewegen sich auch im Grabe. Und 'bn rrisiv ■»sn bsr 82*33 8j? Kisya" „um die Schötihert, die da im Grabe der Erde vorgeht, weinen wir., Äusgelebt ist ein Leben voller Tauroh, Awodoh> und GeMilus Cbafodim; wer von ihm im Leben schied, nahm von ihm der Vorschrift gemäß ein gutes jüdsches Wort mit. Er selbst lernte ja so fleißig, so daß in allen seinen Seförim Bemerkungen, Zusätze u. dgl. — also seine Spuren zu sehen sind. v»vn »2 is n32»« y>t wi Seine Hände hielten fest und treu aus, bis seine Lebenssonne sich neigte, und wir dürfen ohne weiteres sägen oan.i'pTii pmt i’an -an 7i»l7,wenn ein solcher Mann stirbt, sind alle seine Verwandten". Die gesetzestreue Lehrerschaft ganz besonders ruft schmerzvoll aus: mpn „Man wird dich verträten", deine anspornende Persönlichkeit wird uns, fehlen. Wie sehr der teure Verblichene selbst auf däs Seelenheil seiner verstorbenen Kollegen bedacht war, geht aus dem Umstand hervor, daß aus seinen Vorschlag hin beim Ableben eines Kollegen in feinem Bezirke während der Minn non MU» mmm kill Willi Milli wurde. Auf der letzten Konferenz führte er den Beschluß herbei, daß diese fromme Uebung künftjghin ohne weireres Pflichtsache sei. Ein tragisches Geschick wollte es t.un. daß sein Antrag gerade bei ihm -als Ersten praktisch zur Anwendung kam. War der Heinigegangene für viele, viele Kollegen einfach „unser Wertheimer", so nannten ihn die Kollegen seiens großen Bezirks schon früher „unser Rabbe". Einen schönen Lohn darf er mit ins Jenseits nehmen; denn „ln Anerkennung der großen Gelehrsamkeit, der seltenen Frömmigkeit und der unvergänglichen Verdienste" wurde dem teueren nsu zu seinem längst gehabten 120 nun auch der um» -Titel verliehen. Solche aber wie er war, möge es viele, in Israel geben. 12'^y p* w-ian rrasnn- Der jüdische Lehrerberuf und die Schechilah. Aus Kessen. Herr Kollege Schlotz-Diersburg Mden) hät unter obigem Titel in der vorigen Nummer von „Erziehung und Lehre" eine Angelegenheit behandelt, die der Beaih- M'-ois» mon* ist Oö« fcot Ä^»»» SjjiUQQ}; tuttg tocttejter «Jretje wert tjt. (Ur nar Svarntt oen auf eine Wunde am Körper des deutschen Judentums gelegt, für deren Heilung einzutreten unabweisbare Pflicht der jüdischen Oefsentlichkeit ist. Wie Kollege Schloß bereits ausgeführt, ist es in der HMptfache in den Mittel¬ und Kleingemeinden vielfach üblich, daß die von unwürdigen Personen ausgeübt wird. Das ist aber nicht nur der Fall in Landschaften, in denen man die Einr-chiung von Bezirrsrabbinaten nicht kennt, sondern auch in Gegtnden, wo die Landgemeinden in> religiöser Fürsorge von Rabbinern betreut werden. Daß es orthodoxe Rabbiner sind, die es in dieser Beziehung an jüdischer Gewisserhaftlgkcit fehlen lassen, ist sicher nicht anzunehmen. Der biflaemetne deutsche 3tab6meruerbanb hat in fßinoF am i unD 8. WM in Bqmddof llllUOllüBll Borstandcsitzung Stellung zu den wieder hervortretenden Angriffen gegen das rituelle Schlachten genommen und die im Jahre 1894 abgegebene Erklärung erneuert: „Die rituelle Schlachtmethode ist eine religiöse Satzung des Judentums, die im biblischen und nachbiblischen Schrifttume ihre Begründung hat." Dem Allgemeinen Rabbinerverbande gehören wohl in seiner Mehrheit Rabbiner der liberalen Richtung an. Es dürfte darum anzunehmen sein, daß auch von den Herren liberalen Rabbinern nur solche Männer zur Ausübung des Schächtamtes autorisiert werden, die, da doch auch gemäß obiger Erklärung den liberalen Rabbinern die Schechitoh eine religiöse Satzung des Judentums ist, die jüdischen Qualitäten eines »mp besitzen. Kollege Schloß hat wohl hauptsächlich die Verhältnisse im badischen Musterländle im Auge. Wir haben besonders die Zustände vor Augen, wie sie schon seit Jahren in vielen Gemeinden unseres Hessenlandes, besonders in Oberhessen herrschen, die jeden denkenden Juden mit tiefer Betrübnis erfüllen müssen. In Rhein-' Hessen wird es wohl auf diesem Gebiete nicht besser bestellt sein. Eine im Januar ds. Js. für den Kreis Fried-- ffMJJ’fJlf 'Sdjfucljtor&nung enthält unter anlercm Den Passus 1 „Die SchSchrüng Dms nur Durch erprvhir, von dem zuständigen Rabbinat zugelasiene Schächter ausgeführt werden. Jeder Schächter hat sein von dem zuständigen Rabbiner auszustellendes Fähigkeitszeugnis den Polizeibeamten und dem beamteten Tierarzt jederzeit auf Verlangen vorzuzeigen." Wir gestatten uns nun die bescheidene Frage, ob es der Würde des Judentums entspricht, daß dort Leute die Schechitoh ausüben, die wirklich in keiner Weise den religiösen Vorbedingungen zu entsprechen imstande sind, die man an einen Schachet zu stellen berechtigt ist. Es sind Leute als Schochtim tätig, denen die Heilighaltung des Sabbat schon längst ein überwundener Standpunkt ist, die sich um alle religiöse Satzungen einen Deut bekümmern. Aber dessenungeachtet wird frisch darauf los geschachtet. Wir wollen noch gar nicht davon reden, daß diesen Auchschochtim die Kenntnis der npiai Titnn» maSn oft eine terra incognita ist. 35tB tann mim mm von DJMnmrni Die vor reiner örr« Istzung ippnü sino? Do? MWllsM daoungon dos AHM, lums zueückschveckLtt, sewaetsn, daß sie gewissenhafttz Schochtim sind? Da laufen Schochtim herum, deren religiöse oder vielmehr nichtreligiöse Lebensführung derart ist, daß man das von ihnen geschächtete Fleisch unmöglich mit iva bezeichnen kann. Daß solche Zustände in den Landgemeinden dazu führen, in der jüdischen Bevölkerung das jüdische Empfinden auf den Nullpunkt sinken ' zu lassen, dürfte wohl alsnatürliche Folge leicht zu erklären sein.