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Der Israelit · 1926-12-02 · Heft 49 (2.12.1926) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 49 (2.12.1926)
Date
1926-12-02
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 18 Nr. 49 Der Israelit 2. Dezember 1.926 " Schalem Alechem-Llub. Der Schalem Alechem-Club, Frankfurt a. M., veranstaltet anläßlich seines einjährigen Bestehens am Samstag, den 11. Dezember cr., abends 7.45 Uhr in sämtlichen Räumen der Loge zur Einigkeit, Kaiserstr. 37, ein Chanukafest, verbunden mit Theateraufführung. Zur Ausführung gelangt ein Drama in 4 Akten von Jakob Gordin unter der Regie von H. Frommer. Abraham Hofmann W m Jlüchl gu fjrcitaa um Dauörto Der Mannte SegriinMr unö Zntzadsr üs* hetzvarfchsn Bachhc.nL.lung A. I. Gasmann, Abraham Hofmann, im Alter von 74 Jahren seine reine Seele aus. Abraham Hofmann war ein Mann von echter schlichter jüdischer Frömmigkeit und Rechtschaffenheit, von dem man,, wie sich ein Redner an der Bahre ausdrückte, mit Hinblick auf die heiligen Bücher in feinem Geschäftshause sagen konnte: airow na m w',> Als onso -om war er von musterhafter Gewissenhaftigkeit, geleitet von geschäftlichem rm-v, aber auch peinlich darauf bedacht, daß kein aus seiner Hand komme, daß die von ihm verkaufte heilige Ware wie o’vnnx ,mnra auch vollkommen religiös einwandfrei fei. Als langjähriger regelmäßiger Besucher der Klaus, bot er der Klausgemeinde das Musterbild eines frommen Jehudi, dem abrahamitifche Andacht und Innigkeit beim Gebete so eigen war, wie ihm Liebe und Freude bei der Ausübung aller anderen göttlichen Gebote öins Frucht langjähriger strenger «Selfcjierjjiefjung flön» jef len einer, at er [eine tM GktstL llkl Thora und der Gottesfurcht erzogen, und er durfte an der Seite der gleichstrebenden Gattin die Freude erleben, seine Söhne als gehämmerte Jehudirn, thorakundig und treu zur Thora haltend, zu fhen und die Tochter an der Seite eines Mannes, in dessen Hand er schon zu Lebzeiten vertrauensvoll fein Lebenswerk legen durste. E i n Sohn — er lebt noch in unserer aller Erinnerung — -mußte noch kurz vor Friedensschluß als Leutnant fein Leben auf dem Schlachtfelde lassen. Im Gedanken an Gott, den Lenker unserer Geschicke, fand der Vater den Trost nach diesem harten Schlage. An der Bahre in der Friedhofshalle der Israelitischen Religionsgesellschaft widmete, neben dem offiziellen Hesped im Aufträge der Kehillah, der älteste Sohn, Herr Dr. Willy H o f m a n n, dem Vater ergreifende Worte der Ehrung und des Abschiedes, dankend und gelobend und all das bsrvordsbsnd. ross tm fiebert des 23erftor= ÖÖHM &SH als le««l[lenl.es Äochstä dtkNkN kVNlltL und für alle Zeiten dienen soll. rrasan. Agudas Jisroel in Amerika. Herr Dr. E h r m a n n, der erprobte Pionier der Agudas Jisroel, erzählte von Agudas Jisroel in Amerika: Amerika, das Land, in dem alle Interessen straff zusammengefaßt sind, Amerika, das typische Land der festgefügten Organisationen, hatte bis vor kurzem keine Organisation der thoratreuen Judenheit, trotzdem zahllose thoratreue Juden im Lande wohnen. Die Organisationsarbeit der Agudas Jisroel war nur mit ungeheurer Geduld und Zähigkeit durchzuführen: türmte sich doch ein Berg von Hindernissen dem Werk entgegen. Nicht nur, daß es in Newyork z. B. keine jüdischen Gemeinden gibt, sondern nur Bechäuser, nicht nur, daß die Rabbiner in einer skandalösen Abhängigkeit vom Mlim!Ukl scmeuiDenutQiUDer laQüit kraß km WilA Leben in unzählige kleine Zirkel sich verkrochen hat, die zu einer Einheit zusamme-nzuschweißen unsägliche Mühe machte: es galt auch den Kampf aufzunehmen mit einer wohldressierten Presse, die in amerikanisch-sensationeller Aufmachung aus Befehl von oben Tartarennachrichten und Lügenmeldungen, Verleumdung über Verleumdung auftischte: Zur Charakterisierung der Mittel, die die zionistische Presse anzuwenden sich nicht entblödete, diene die niedliche Nachricht: Agudas Jisroel verhandle mit Mussolini über Palästina. (!) Aber den Bcseyl der Leitung. Agudas Jisorel totzuschweigen oder totzuschlegen, vermochte die Pressemeute doch nicht in die Tat umzusetzen. Das war nicht zuletzt — die Wege der Vorsehung sind wunderbar — das Verdienst des schon zur Genüge bekanten famosen Stephen Wise, — desselben, der den Ort seiner „Rabbiners-Tätigkeit jetzt in die Kirche verlegt hat —, der zur rechten Zeit den mit seinem Namen verknüpften Skandal entfesselte: Der blamable Umfall des Misrachi, der nach üblichem Protest sich wieder beruhigen ließ, führte der Agudas Jisroel Scharen klarblickender Jereim zu. So bestehen zur Zeit in Newyork allein 11 Orts- und 8 Jugendgruppen, im übrigen Lande, ja, selbst in Mexiko sind Kruppen gegründet bezw. im Entstehen, der rabbinische Rat umfaßt 120 Rabbonim, die agudistische Presse l}at muti8 KNM-f SUWlllNNMkll: Ammill Wi ÄgllvW Iisrve! notig, Agudas Jisroel braucht Amerika. Die. Opferwilligkeit und Bereitschaft der amerikanischen Brüder ist groß und hat schon Großes geleistet: Jung und Alt drüben arbeiten für Agudas Jisroel. Noch ist vieles zu tun, aber man glaubt es dem kampferprobten Redner, wenn er der Hoffnung ist, daß Vertrauen auf die göttliche Wahrheit der von Agudas Jisroel vertretenen Prinzipien, daß Geduld und Zähigkeit das begonnene Werk zu Ende führen werden. Lehrgut „Hirschhof" der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel. Für die Eleven unseres Lehrgutes in Falkengefäß (Odenwald) benötigen wir jüdisches und deutsches Lesematerial. Diejenigen, welche bereit sind, uns für diesen Zweck Bücher zur Verfügung zu stellen, belieben der Lehrgut-Verwaltung, Adresse: Julius Blumenthal, Frankfurt a. M., Moltke-Allee 94a (Telefon Maingau 4834) entsprechende Mitteilung zugehen zu lassen. Die Bücher werden alsdann durch Boten abgeholt. Vortrag im Beth Hamedrafch Ostendftratze. Im Beth Hamedrajch Ostendstr. 18 hält am kommenden Sabbat wann 'v 4.30 Uhr Rabbi Mosche K a r p e l eine Drascha über naw ,0022. „ Mitteilungen" der Heatfdfute der Rrligivnsskssüschasl. Das dritte Heft der „Mitteilungen", die sich im großen Kreise der ehemaligen Schüler und Schülerinnen der Realschule allerorts bereits große Beliebtheit erworlen Halen, ist erschienen und gelangt diese Woche zum Versand. Hiesige Interessenten können das Heft in der Kanzlei der Schule Am Tiergarten beziehen. Neuerungen im Liwjath Chen-Verein. Vom Vorstände des Liwjath Chen wird uns geschrieben: Der überaus starke Besuch der Vorträge am Sabbatnachmittag im Hörsaale, Friedberger Anlage, legt dem Verein die Pflicht auf, eine Maßnahme zu treffen, die eine Abweichung von seinen bisherigen Gepflogenheiten bedeutet. Der Sabbatvortrag pflegte bis dahin in Trauerfällen bei Mitgliedern im Trauerhaus abgehalten zu werden. Um aber dem großen Publikum, das IN einsin PrrvaLhauss nicht unter- ZUbrilWN ist, ösn IMWi lltchl 3« enldle^en, ist MMMöhp diä Einrichtung getroffen, daß rn Trauerfällen am Sabbat der Vortrag im Owel-Haufe nach jeweiliger Bekanntgabe vormittags stattfindet und der Nachmittagsvortrag im Hörsaale davon unberührt bleibt. Es fei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß der Verein Liwjath Chen, dex im nächsten Jahre n-v2 auf sein hundertjähriges Bestehen zurückblicken kann, nach wie vor nur Lernzwecke verfolgt, auf dem Wege der öffentlichen Sabbatvorträge wie täglicher Lernschiur während der „Schiwo" bei Mitgliedern. Um auch weterhin nur diesem Zwecke gerecht zu werden und den Segen des Thoralernens auf recht weite Kreise zu erstrecken, ist der Vorstand etnschlossen, trotz der gesteigerten Ausgaben es bei dem bisherigen geringen Jahresbeitrag zu.belasten. Neue Mitglieder sind erwünscht und wollen ihren Beitritt beim Vorstande anmelden. Es wird aber stam Betont, Daß au® sn iO tmi 181iiää» uiß Gäflt zu den Sabbütvorträtzen im Hörfaal allezeit willkommen sind. Stellenvermittlung. Bei dem Angestellten-Ausfchuß der Agudas Jisroel- Jugendgruppe liegen verschiedene Vakanzen für Lehrlinge vor. (Manufakturwaren), Leder). Um Offerten an obige Adresse wird gebeten. Vereinskalender. Verein Vlekor Lhajim. Freitag abend nach Schluß der Synagoge, Mikro- Vortrag, Herr Dr. Rothschild. Samstag vormittag nach Schluß der Synagoge Dinim. Herr Dr. E. Dosen. — nacbm. 3L Stunde üor fflmtoo intMtniMaL MöilWm, AMD?. W. Hosmann. — abends 8 Vs Uhr im Dereinslokal, Herr B. Rach el so hn. Sonntag, morgens nach Schluß'der Synagoge (ebenso Mittwoch) ms»- Herr Redakteur 6 Schachnowitz — vormittags 9lU Uhr (ebenso Dienstag abend) 6V2 Uhr Gemoro, Herr R. A. G. Posen. — abends 6V2 Uhr im Vereinslokale Langestraße 18, „Midrasch", Herr H. Ha Ipern. Montag, morgens nach Schul (ebenso Donnerstag), Mischna Mitgliederlerlernen. — abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch), Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Joseph Breuer. — abends 8V4 Uhr (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. Elieser Posen Dienstag, morgens nach Schul (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. Elieser Posen. Allabendlich 8% Uhr im Vereinslokale Schaaslernen, Herr Herz Halpern. Jahrzetrs-Stiftungen: Samstag, 5. Dezember. Hanna Falk-Stiftung, vonntag, 5. Dezember. Lazarue-J^aak-Stiftung Mittwoch. 8. Dezember. Recha Löwenstein ged Kahn-^tistung. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. (Das LMimuM tft QüöffiMi Glmmss »sHrmttrz von 3 10 Üb* sböttds. Montas—Donnerstag Ms. von 7—10 Uhr, vorm, von 10—1 Uhr, nadjm. von 3 bis 10 Uhr). Sonntag bis Freitag morgens 8—9 Uhr, D’iznvö dp min» Herr Leopold O pp en heim er. - 9—12 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeder Art, Herr Herz Halpern. — 12—1 Uhr Weltschiur •>ar> tp, Herr Herz Halp ern. — 21U—d1U Uhr nachm, pprrp mm, Herr Ch. Jacobowitz. — 6—V28Uhr Stenografie-Kursus, Herr A. Guth. Montag vorm. 9—12 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeder Art. Herr Herz Halpern. — 12—1 Uhr Weltschiur »bi» Herr Herz Halpern. — 3/49—10 Uhr abends ebenso Mittwoch abends Dtf V!21N- Herr R.-A. Murtin Katz. — V29 1/2^0 Uhr Turnkurs gemeinsam mit dem Esra, Aula der Realfch. Am Tiergarten 8. — y29—V2IO Uhr rw'2» '2 mm, Herr Hirschberg. Hegelstriche i3. - 3/49 10 Uhr srwp, Herr Ernanuel Wois. Freitag abend 8 Uhr. Gemütliche Zusammenkunft in vergrößertem Rahmen. — nach Schul Mussarschiur des Herrn 93. Rächelsohn, Zeil 2. Schabb os 7'/4 Uhr vorm, jvnmp. — ValÖ—11 Uhr iwjr oui Cs« m. VüttNr fteraartcn 10—n Uhr ynt; snbV ßMp. DerrLoutsKahn. — lll/4 Uhr vorm. „Mischna", Herr Herm. Frank e nth al. — 12— Uhr rvw», Herr Lehrer Hirschberg. — 1 Uhr nachmittags nniv- — 3-4 Uhr. mm, Herr Ltppmann Kurzweil. — 3—4 Uhr kv'' '3, Herr Dr. W Hofmonn. — 3—4 Uhr Dl? Vvin **Bn, Herr Emanuel Wolf. — 4--5Uhr virr "n. Herr A.P u n. — Vd 5 Uhr NL'2 mm, - Herr Leo S ch n e r b. — 3ki-sU Uhr und M ontag abend von 3l&—3UiO Uhr „Gemoro Kidduscbm", Herr Tarschich. — bis Nacht, j Geist d. jüd. Gesetzeslehre Arbeitsgemetnschast unter - Leitung von Herrn Dr. E h r m a n n. — mit Nacht im Anschluß — nach Nacht Schach- - spiel zur freien Verfügung. Agudas Jisroel-rNädchenzruppe. svnnrall llvvsi DMüllraMMrsus^ Den A. Guly. Montag 9—10 Uhr -r-jn, Herr S. Unna, Kl. Obermainstr. 30. — Dienstags 8 Uhr Stenografie-Kursus. Herr 91.; Guth. — 7 8 Uhr Sprechstunde der Stellenver-' mittlung. — Vr9—V2W Uhr v'rfrn. Frau Hilde Joseph. — 9-10 Uhr upjrnn, Herr Dr. Weger, geschl. Arbeitsgemeinschaft. Donnerstag 7—8 Uhr Sprechstunde der Stellenvermittlung. — */29 bis 10 Uhr nach Vereinbarung Führerinnenkurs, Herr A. Merzbach, Röderbergweg 9. — 3l29bis 3/4i7 Uhr D’aH, Herr Lehrer Hirfchbera. — 9—10 Uhr Kleiderausgabe der foz. Kommission. — 9-10 Uhr Arbeitsgemeinschaft, Frau Dr Rosenbaum. Grünestraße 42. m?i tag MIM 8 mr iur ^=10 Mßttaoßinßfnj Masl. Herrn Dr. Ehrmann, Hanauerldstr. «5. — abends gemütlicher Heimabend bei Frau Dr. Lange, Wittelsbacherallee 9. D ch a b b os nach Schluß der Syagoge Frl. Marcus. — 4—5 Uhr nachm, Herr Lehrer Hirschberg -- l*/4 Std. vor Nacht ,TW», E erc Arnold M e r z b a ch, Kap. 13—21. it tägig. — 11^4—12'/4 Uhr Hastauroh - Schiur des Herrn Jul. Lew in. — nach Nacht Schachspiel zur freien Verfügung. Liwjath Lhea-Berei». Samstag 41/4 Uhr, im Hörsaale Friedberger- Anlage, Chanukka-Vortrag", Herr Redakteur S. Schachnowitz. «1 Sl Hiffirantnirt ll. M.) Stellenvermittlung: A. Gesucht wird: 1. Pharmaceutischer Chemiker. 2 Hauslehcerstelle im Rheinland. 3. Zahnärztl. Assistent in Universitätsstadt. B Ferner sucht: Zahnärztin Assistentenstelle. Die neue Adresse ist: Rechtsanwalt Martin Katz, Frankfurt am Main, Röderbergweg 71. V. 2. A. (Berlin.) Stellenvermittlung des B. I. A. (Berlin, Oranienburgerstratze Nr. 39). Angebote: Günstige Niederlassungsmöglichkeit für einen Kinderarzt oder Kinderärztin in einer süddeutschen größeren Stadt. Gesucht: Niederlassungsmöglichkeit für einen praktischen Arzt (Spezialarzt für innere Krankheiten) in Westpreußen. v"V-Verein Ofiendfiraße 1* Rabbiner S. Weber, mazp 'on von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends nach aama 2'NV». Veshamidrasch, Osiendstrahe IS. Von Sonntag bis Donnerstag einfchl. allabendlich »ott 3/48 -9i^t ^-jg-jg 'SS, msii iiM; nach Schul»SMllvvnrug". Den Rabd. M. Karpel. Geheizeile». ^2ian riuv Freitag Abend 4.00 öamstag morgen 8.— Samslagnachmittag 4.— :: Samstagabend 5.15 lvochengottesdienst: ■ Morgens 6 55 Nachmittags 4 — Tefilin-Legen am Morgen 6.55

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