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Der Israelit · 1926-12-02 · Heft 49 (2.12.1926) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 49 (2.12.1926)
Date
1926-12-02
Page
– (sequence 17)
Language
German
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2. Dezember 1926 Der Israelit Seite 17 Nr. 49 Vermischtes. Vobl-Göns. 22. Rov, In wenigen Monaten wurde Wr Mö iioing mi njürDCDDiic ümmm mi Einweihung Verselben sindel am 3. Dezemver, vormittags 11.15 Uhr in feierlichster Weise statt. Im Anschluß wird eine Gedenktafel für die Gefallenen des Weltkrieges enthüllt. Die Weihe wird von- Herrn Prooinzialrabbiner Dr.. Hirschfeld, Gießen, vollzogen. Riga, 14. Nov. Auf der Strecke Moskau—Riga verunglückte ein Personenzug, der zahlreiche Auswanderer als Passagiere hatte. Unter den Opfern befinden sich viele jüdische Auswanderer, die auf dem Wege nach Amerika waren. Briefkasten. Mme. Maurice Klein, Srasbourg. Frs. 80.— für Abonnement erhalten. E. S. in P. G. Einladung zu einem Balle oder Berichte über den Verlauf eines solchen bringen wir nicht. Es wäre u. E. Pflicht der die Einweihung vollziehenden Rabbiner ihren Einfluß dahin auszu üben, daß eine religiöse Feier aus Anlaß einer Synaaoaenetnweihuna nicht mit der unjüdischen Finale mm MM MMMK Z. SLBUßLUSst. 3M ANNllMö. vlly es M um eine gewollte Kommentierung handelt, können wir nicht beipflichten. Wir teilen vielmehr die Ansicht unseres bewährten Mitarbeiters, daß dem redaktidnellen Uebersetzer. vielleicht wegen mangelhafter Kenntnis der deutschen Sprache, schwere Jrrtümer unterlaufen sind. Wir willfahren Ihrem Verlangen, die differierenden Stellen miteinander zu vergleichen. Originaltext des „Israelit-. Das orthodoxe Organ „Zstdo Ujsag" besaßt sich nm mit einem einzigen TWstttz «nferes fa{4 {letett Spalten umfassenden Artikels. in dem wir als bemerkenswerte Begleiterscheinung aus den gewaltigen Gegensatz hinwiesen, der zwischen den neologen Landesvätern von damals, die mit fanatischem Eifer denSchulchan Aruch bekämpften und ihren Epigonen von heute, die im Lichte der neuenZeit „vorgeblich" auf Basis des Schulchan Aruch stehen wollen, besteht. Uebersetzung des „Zsido Ujsag". ... die sich aus Basis des Schulchan stellen wollen. Datz in diesem Hinelf ein n<r«4ntßnisii^-- wertes Beispiel für Deutschland, und Erez Jisrael vorgezeichnet wäre,glaubt..ZsidoUjsag" wohl — mit uichten. Die „Atmosphäre des friedlichen Nebeneinanderseins-, die nach Verbitterten unglückseligen Kämpfen mehlerer Jahrzehnte erreicht wurde; das mutvolle Bekenntnis, daß man bisher den falschen Weg gegangen ist. indem man eine aewaltsame Unifikation erzwingen wollte; daß man miiiM* Bin m$m Weg suche und Me erste Etappe auf auf diesem Wege erreicht habe: das haben wir nicht nur für Erez Jisrael und Deutschland. sondern für alle Länder der Diaspora, allüberall, wo es jüdische Partetkämpse gibt, als nachahmenswert empfohlen. Das tun wir auch heute. dätz feiifai ffiDiQDüen Ml Deutschland uuß Erez Jisroel ein nachahmenswertes Beispiel wäre, will Zsido Ujsagnicht anerkennen. Diesen Hauptsatz, der den Kernpunkt der ganzen Artikelserie widerspiegelt, hot der Uebersetzer des „Zfido Ufsag' in seinen drei Aus, ätzen vollständig übersehen. Die Alternative: gewaltsame Verschmelzung oder freiwilliger ,Z usammenschlutzist nun einmal durch zeitgeschichtliche Ereignisse zur Erörterung gestellt. Die Frage, welches die zweckmäßigste, zur Beruhigung der Gewissen llllv ziMMtiBinfMfsM Erledigung varstem.muß gelöst werden. Die Alternative — muß gelöst werden: entweder gewaltsame Hineinschmelzung oder freiwillige Anschlietzung. man muß die Frage lösen. welches die zweckmäßigste zur Beruhigung Gewissens unb jur Verstellung öesSrisöen? führende Lösung sei. Noch dieser Feststellung erscheint die ganze Polemik des „Zsido Ujsaglediglich als eine selbst gesuchte interne, an sich ganz berechtigte Auseinanderjstznns mit hem Präsidenten der Neoloaenaemeinde. ©AJ UM .3(1*8 111(80« DQM ÜM MDlDQHl My, rem in den Mund gelegte und AlSi annehmbar bezeichn ete generelle Bekenntnis, daß die Neoldgie für die Schätzung des jüdischen Namens der Außenwelt gegenüber mehr leistet als das orthodoxe Judentum; daß die Neologie durch ihre gesellschaftliche Position die Rechtslaae der Juden mehr kräftigt als die Orthodoxie; daß sie nach, außen hin mehr Wohltätigkeit üben, find Ansichten, die auf Vorstellungen beruhen, die nur relative Wertung beanspruchen können. Aamiliennachrichlen. Barmizwo: Paul Grünewald. Zögling der Israel. Waisenanstalt. Barmizwo in Bad-Nauheim, pp» »2V. Stlbere Hochzeit: Schneidermeister Simrm Stern und Frau Betty geb. Seelig feierten am i Dezember das Fest ihrer silbernen Hochzeit und gleichzeitig 25jähriges Gefchäftsjubiläum. Frankfurt am öflcnbflrafec 17. Frankfurter Berichte. Ehanukkafeier der Jüdischen Frauenvereinigung. Bei den Festen, der Jüdischen Frauenvereinigung kommt es in der Hauptsache auf den letzten Zweck an: den Reingewinn. Zum Kriegführen braucht man drei Dinge, nämlich Geld, Gled und Geld! Das gilt doppelt, d. h. in diesem Falle s e ch s f a ch'oom Kriegführen gegen den Feind aller Feinde, das wirtschaftliche Elend, die Mndernot. Die Jüdische Frauenvereinigung, unter Leitung ölt UlllMMlMli MM ^?sty?ss, öiefen ^e8 mit allen Mitteln 0er movernsien Strategie, und vag« braucht man Geld, Geld, Geld! ... die Feste sind ein bewährtes Instrument für das Geldmachen. Es soll aber damit keineswegs gesagt sein, daß der gute Zweck am Dienstag Abend im Zoologischen Garten Mittel zu heiligen hatte. Die Mittel waren auch an sich gut, das Fest schön für die Augen und anregend für Geist und Gemüt, und die jüdische Rote klang doch durch, trotz dem bißchen Jazzmusik und den mehr oder weniger neuen Anekdoten eines Konferenzier von Fach, der seine Ausgabe zuweilen vielleicht fachmäßiger aufsaßte und löste, als für diesen Anlaß gut war. Zum Schönsten und Erfreulichsten, das man an diesem Abend sah, gehörten die allerliebsten Kindergesichtchen aus der Bühne, die Kleinestn der Kleinen, die sich anmutig im Reigen .drehten und glückstrahlend ihre Kunststückchen zeigten, im stolzen Bewußtsein, hier statt zu empfangen, Chanukageschenke zu spenden. Sie spendeten sie im wört- (iffjfn TmnH iTiVfffi st? ®a<^en « in die Hand der Vorsitzenden für den Hvri legten, sx?ndeten sie im höheren Sinne, indem sie so viel Frische und Freude in unsere Herzen leiteten, wie es eben nur Kinder dieses Alters tun können. Ihre Namen alle zu nennen, dafür sind sie zu viel und zu klein, aber der kollektive Dank sei ihnen hier ausgesprochen. Von den Leistungen der älteren Mitwirkenden seien genannt die sinnvollen Rezitationen der zwei Festleiterinnen Aenne Marx und Jetta Rosenheim, denen die „alte" und „moderne" Zeit mit Gretel Marx und Liesel Blumenthal folgten, und es war gut, daß „beide Zeiten,, noch im letzten Augenblick von der lieben Chanukafigur der Jda Hackenbroch unter Anwendung von etwas sanfter Gewalt in den Strahlenglanz der M e n o r a h gezogen wurden, sie wären ansonst für diesen Anlaß gar zu unjüdisch geblieben. Hinter den tanzenden Kleinen stand, gleichsam als ruhender Pol und Sammelpunkt, wirkungsvoll in Maske und kindlich schlichtem Wort, das „Chanukalicht" des Willy Reubergsr. Datz der leine Künstler Erwin Offenbacher nicht UNÄ ÜllLN MMdlWM DOrßiQlMlQßl! IM1 MM ej:toas anzüglichen KouMi &U SUfsStztö, vSkstShl sich von selbst. Zwischendurch marschierten dröhnenden Schrittes die „Makkabäer" unseres I. T. B. über die Bühne, bauten Pyramiden, reckten die Arme und die Muskeln und zeigten in allerlei gelungenen Vorführungen, was I. T. B. kann. Es war eine lebendige Lichtreklame für den Jüdischen Turnerbund, der, der Zeit Rechnung tragend, eine Körperkultur in gegebenem Maße und nicht auf Kosten des Geistes pflegen will. Ein kleiner Einakter, für den wie für manches andere Frau Hilde Joseph geb. Lange als Autorin zeichnete, kam noch gegen Schluß sehr hübsch zur Aufführung durch Hansi Rapp und Bella Stern. Als Referent eine Stunde nach Mitternacht sich nach Hause begab, schwelgte der Saal noch in gespannter froher Hoffnung, denn die V e r l o - l un g war noch nicht zu Ende gegangen und die letzten Resultate noch nicht bekannt gegeben. Es war, alles in allem, ein Fest für die Kleinen und Großen und, wie wir hoffen, in erster Reihe auch für die Kassiererin der Frauenvereinigung, die viel, viel Geld braucht für die hohen Ansprüche, die die Vereinigung an sich selber teilt. Die gemütlichen Zusammenkünfte der AgudauiiBoit) am jtenafl aöenöi 'Die Freitag Abend-Veranstaltungen der Agudas Jisroel-Jugendgruppe erfreuen sich feit Jahren guten Zuspruches und auch dieses Jahr war bisher alles nach Wunsch. Jeder, der in der Jugendgruppe einen angenehmen und stimmungsvollen Freitagabend verbringen wollte, fand, was er suchte. Jede Woche wurden andere Vrevfker gemonnnenj Sie Jteto Steues, önterefjantes, gum Xieil auch mit humoristische rwer die danken sprachen und anschtteßend daran fanden sich junge Sänger bereit, Smiraus und jiddische Liedchen oorzustngen. Run, diesen Freitag Abend am Schabbos Chanukka soll dieser Heimabend ganz besonders stimmungsvoll und gemütlich verlaufen. Als Redner wurden die Herren Red. Schachnowitz und Hermann Frankenthal gewonnen und nebenbei wird es an Gejangsoorträgen und Humor nicht fehlen. Für allerlei Darbietungen ist reichlich Sorge getragen. Am Freitag abend nach Chanukka ist eine ganz besondere Veranstaltung geplant und zwar feiert an diesem Tage der Welt-Schiur-Daf-Hajaumi seinen Sium auf die Mesechto Kidduschin. Aus diesem Grunde findet die Freitag Abend-Veranstaltung ausnahmsweise im Lokal des „Mekor Chajim", Langestr. 18 statt, da die Sium-Feier im Rahmen der Freitag Abend-Zusammenkunft begangen wird. Prominente Persönlichkeiten haben ihr Erscheinen zu dieser Veranstaltung bereits zugesagt. Eingeladen zu dieser Feier sind nicht nur alle Mitglieder der Orts- und Ängendgvupps. sondern auch alle Jreunde und Gönner 835 2181« miml lomlß MMMstM Dil MMSlkUM ütt* Mltzlis-ö!> SSL „Mökor> CUM". MYM MUMMllchung folgt in nächster Nummer dieses Blattes. Chanukka-Veranstaltung der Agudas Jisroel- Jugendgruppe. Für Mauzoei Schabbos, edn 4. Dezember, lädt die Jugendgruppe alle Mitglieder und Freunde zu einem gemütlichen und heiteren Spiel- und Unterhaltungsabend ein. Für Spiel in kleineren Partien und Unterhaltung ist Sorge getragen. Tee und Gebäck wird auch nicht fehlen. Die Zusammenkunft begint 8 Uhr. Gäste können eingeführt werden. Rege Beteiligung erwünscht. der Agudas Jisroel- Zu einem gemütlichen, stimmungsvollen Spiel- und Heimabend ruft die Mädchengruppe ihre Mitglieder für Montag den 6. Dezember ins Agudo-Heim. Die Zusammenkunft begint pünktlich 8.30 Uhr. Für Spiel und Unterhaltung ist gesorgt, allerlei Darbietungen werden nicht vergessen. Gäste willkommen. Chanukka-Nachmittag für die I. T. V.-Jugend. Am Sonntag den 5. Dezember, nachmittags 3.30 Uhr veranstalten wir in der Aula der Realschule Am Tiergarten 8 für unsere Jugendabteilungen einen Chanukka- Nachmittag. Für Aufwartung und Unterhaltung ist bestens gesorgt. Gemeinsames Minchagebet und Entzünden ist vorgesehen. Die Uebungsstunden unserer „Alten Herren-Abteilung" finden von nun an stets Donnerstags Abends von 9—10 IXtjT in t>er SeuijA^errnmtttetf^uIe an 8&?TTTiWn’?TÜ$'e ^S-adjjenljciufei: Setie^ n>le jeü^etr flaii. Einige Herren können noch an diesem Kurse teilnehmen. Ehanukkafeier in der Hermann Lehmannschule Offenbach a. Al. Die unter Verwaltung der Jüdischen Frauenvereinigung E. V. Frankfurt a. M. stehende Schule feiert ihr diesjähriges C h a n u k o h f e st am 12. Dezember nachmittags 4.30 Uhr im großen Saale der jüdischen Gemeinde Goethestraße 1. Freunde und Gönner der Schule sind höflichst eingeladen. Verein israelitischer Gehörloser. Der Verein veranstaltet kommenden Samstag, den 4. Dez., abends 7.30 Uhr seine Chanukafeier mit Verlosung im Cafe Hauptwache 1. Stock. Gäste sind höflichst eingeladen. der EimiCHTSPjELE ZA Langestraße 22 - Am Alierheiligenfor HEUTE DOMNERSM! ERSTAUFFÜHRUNG Oer LebenskünstJer nach dem Roman von R. Voss mit li Erna Morena,Grete Mosheim,OJaf Fjord H *' . Preis von 80 Pig.-M, 2.- II YorstGihingsni ti? w«?i?* 2868410^^1

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