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Der Israelit · 1926-11-25 · Heft 48 (25.11.1926) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 48 (25.11.1926)
Date
1926-11-25
Page
– (sequence 16)
Language
German
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'- i,:" - :[-S^'^-'■St-1' cutis sn.si »Olgi 81*8111 «laiiet Ifü Ij ^T'lJ. -Jt'.'-r'MLi.W*;-' 2o. November 102ff Jisroel stünde ein Häuflein von vielleicht 3000 Seelen in Erez Jisroel. Das Ergebnis der von uns veranstalteten Volksabstimmung, die ohne nennenswerte Agitation zur Unterzeichnung unserer Eingabe durch 7240 Familienhäupter führte — was mindestens 35 000 Seelen entspricht —, wird die Mandatarmacht wohl eines SkMM Mtm Men. Wik rmnWsns mzMu nichts Unversucht lassen, um die öffentliche Meinung Englands für unsere gerechten Forderungen zu gewinnen, von deren Erfüllung der Friede Erez Jisroels und die Erhaltung eines unverfälscht jüdischen Gemeindelebens im Heiligen Lande für die kommenden Generationen abhängig ist. Traurig genug, daß die Unduldsamkeit unserer jüdischen Brüder uns auch in Erez Jisroel — wie in den Ländern der Gola — zwingt, um der Thora willen an den Gerechtigkeitssinn her md^übifc^erc MarMMs M lMkst Ueren. Die Beratungen über die wirtschaftliche und kulturelle Arbeit der Aguda in Palästina leitete der Direktor der Palästina-Zentrale Dr. S. Ehrmann mit einem längeren Referat ein, dem wir folgendes entnehmen: Referent stellte fest, daß im gegenwärtigen Moment, wo die bekannte Wirtschaftskrise in Palästina herrscht, .sich die Tragfähigkeit der palästinensischen Einstellung b?r a*rb«§ M ifffiigfen gm M Mim aiÄußi nicht, Daß Palästina heute Ne natiüüüle Heimstätte des gesamten jüdischen Volkes werden könne, für sie ist Palästinas Besiedlung in Wahrheit eine „Mizwah"( religiöses Gebot). Sie erstrebt seit jeher in Palästina dasjenige, was Sir Herbert Samuel vor kurzem als religiöses Kulturzentrum bezeichnet«. Der Redner gab dann ausführlich Bericht über die vor Jahresfrist gegründete Kolonie „Machne Israel", die sich infolge der Wirtschaftskrisis in Polen nicht gut entwickeln konnte. Die Palästina-Zentrale beschloß, unter dem Titel „The Habajis Company Ltd." eine Aktiengesellschaft zu gründen. An der Spitze derselben stehen die Herren Dr. Emil Hirsch und Jsaac Nußbaum, Halberstadt, Leo Wveschner und Julius Holländer, Frankfurt a. M. Zweck der Gesellschaft ist die rein» wirtschaftliche Kolonisation in Palästina auf rein wirtschaftlicher Basis unter Ausschluß jeder politischen Arbeit. Es sind bisher gege» io ooo PWö Men flöimommsn Mr>ösn. liuu eines fynönnQnnßs uni 10 Arbeitern fyat die erste Tätigkeit bereits begonnen. Der landwirtschaftliche Betrieb soll zu einem Drittel Weizenfelder, zu einem Drittel Futterwirtschast und zu <mem Drittel Plantagen umfassen. Die Ansiedlung hQnittelter Elemente soll gefördert werden. Um die Gesellschaft arbeitsfähig zu machen, muß das Aktienkapital in Höhe von 25 000 Pfd. aufgebracht werden, die zu Stücken von je 20 Pfd. zerfallen. Außer dem Boden von Machne Jisroel hat Agudas Jisroel durch die Palästina-Zentrale die bekannten großen Ländereien bei Ölarn nnb Madar erroor&en. ttp MsWMLffMZ ist ratsam, Mim zumindest 100 Kolonisten gemeinsam nach Ausarbeitung eines Wirtschaftsplanes und mit den nötigen Kapitalien versehen die Kolonisierung beginnen. In Amerika und Europa haben sich bereits Käufergruppen gebildet. Der Redner berichtete über das von der Agudcch in der Nähe von Darmstadt erworbene Besitztum, das zu einem Lehrgut für spätere Palästina-Kolonisten ausgestattet ist. Be jungen Eleven sind von dem Willen durchdrungen, ihr Ziel zu erreichen. Die Lehrzeit der Eleven dauert zwei Jahre. Neben der' wMschgfüWn Arbeit wird für geistige und religiöse Fortbildung gesorgt. — Der Redner wandte sich nun der kulturell-religiösen.. Tätigkeit der Ägudah in Palästina zu, wo die Agüdah 16 Schulen ««ter&att. die non 1190 Kin^rssj MsM llNsi M drnen ^8 Lehrkräfte lang sind. . Sie unMMen dem rabbmischen Rat der Agudas Jisroel in Palastma, an dessen Spitze Rabbi Chaim Sonnenfeld steht. Für das gesamte Schulwesen ist ein Monatsbudget von etwa 600 Pfund erforderlich. Bedauerlicherweise war man mehrere Monate mit der Zahlung der Lehrergehälter im Rückstände, jetzt aber soll ein regelmäßiges Budget für dieses Jahr sichergestellt werden. In hervorragender Weise haben sich die Tschechoslowakei, Deutschland und die Schweiz an diesem Schulwerk beteiligt, neuerdings leistete das Joint Distribution Committee bedeutende Zuschüsse. Für den kommenden Monat Adar ist ein Werbemonat für die Palästinaarbeit der Agudas Äisrssl »orgefefren. Der Redner jcffto| irr 2(nletjnwj]g an em? tm „Svhar mit Den 253orten. „Ein Volk wird Israel nur sein im Lande unserer Vergangenheit und unserer Zukunft". Der G. A. hat mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, daß die Palästina-Zentrale ihre Bemühungen um die gedeihliche Fortführung der wirtschaftlichen Arbeiten der Aguda in Erez Jisroel mit Erfolg fortsetzt, und daß für die Erhaltung der Thoralehranstalten der Aguda in PüiMn« m Bern ffitoc wcäicntr cammmiioen, gesorgt wird. Diese Aktionen werden m nächster Zeit von Dr. S. Ehrmann und von Rabbi Mosche Blau in den mitteleuropäischen Staaten durchgeführt. Ueber Keren Hathora referierte Herr Dr. Deutschländer. Dem Referate entnehmen wir folgendes: „Die Lage in den Ländern des Thorastudiums hat sich im allgemeinen wenig gebessert. Wie der Kassenbericht zeigt, sind von der Krakauer bis zur Berliner Zentralratstagung für Zwecke der Jeschiwaus allein ca. 80 000 Dollar zur Verteilung gelangt. Trotzdem sind einige Länder, Mm fflowaUl Ungarn imö Bisher noch gsf nicht berücksichtigt worden. Auch das russische Problem ist bis zur Stunde keiner Lösung zugeführt worden. Dagegen ist das Erziehungswerk Bes Jakow in bedeutendem Umfang gefördert worden. Ein zweiter Fortbildungskurs für die Lehrerinnen wurde in diesem Jahre in Jordanow veranstaltet; 64 Schulen mit 70 Lehrerinnen und mehr als 8000 Schülerinnen find gegenwärtig im Unterrichtsbetrieb. Die nä^jie bringenbf MfgM fitfUQt HI DQIH AllSbllll Des Zentralmstitutös itt Krakau. Rabbiner Dr. Jung hat eine Grundstiftung auf den Namen seines Vaters, Rabbiner Meier Jung errichtet und ihr bereits ansehnliche Kapitalien zugewiesen. Eine Reihe von Zimmerstiftungen für den geplanten Semnarbau äuf den Närnen edler, verstorbener Persönlichkeiten sind bereits bei der Zentrale angemeldet word'en. Für die Aufbringung der Mittel zur Förderung des Bes Jakow-Werkes sind Die Mädchengruppen > in Holland, Deutschland und der Schweiz mit besonberem Sifks Mg MMsM Dtö ObganisaUon des Keren Hathora m den westlichen Ländern schreitet günstig fort. Herr W. S. Jacobson, der rührige Leiter des deutschen Keren Hathora, hat in den letzten Monaten England und Holland bearbeitet und dort bemerk kenswerte Erfolge erzielt. In Oesterreich und Mähren ist es dem Berichterstatter gelungen, auch fernerstehende Kreise für die ideellen und materiellen Ziele des Keren Hathora zu gewinnen. Es erhebt sich die Frage, wie weit sich planmäßig mtfere Arbeit audf auf fesftfsstßhAM Kreise erstrecken soll. Das MDürsms nach religiöser und jüdisch-wissenschaftlicher Belehrung ist unverkennbar vorhanden. Während weite Kreise der Jüdenheit, die in religiöser Beziehung links orientiert sind, dem Keren Hathora Sympathien entgegenbringen, erfuhr dieser leider durch die gesinungsverwandten Kreise und Organisationen Anfeindung und Schaden. Zur Belebung der Tätigkstt des Ksren ^cr- Glwie m Belgien oder Hole land eine gemeinsame Konferenz der westeuropäischen Länder stattfinden, zu der außer den Delegierten der Zentrale, prominente rabbinische Persönlichkeiten aus dem Osten erscheinen werden. . Ferner ist für alle Länder eine Ehanuka- Aktion in. Vorbereitung, aus deren Erträgnissen es mit G. H. gelingen wird, wenigstens einen Teil der bisher unerledigten Subventionsgesuche,, deren Zahl gegenwärtig etwa 400 beträgt, zu befriedigen." Ueber die Debatte, an 8er sich die Herren Rabbiner Dr. MM Lm MMMaM (TgoMow), NllvDMöl Tobias Hsböivltz, Dr. Lewenstem (Zürich), Rabbi Blau (Jerusalem), Dr. S. Ehrmann, Rabbiner Dr. Polläk> Jacöb Rosenheim, I. I. Braun (Bratislava) Und der Referent beteiligten, wird demnächst berichtet. Rach einem Referat legte er einen Finanzbericht über die bisherige Tätigkeit des Keren. Hathora vor. Auf Grund seiner Vorschläge wurde beschlossen, im Monat Dezember in Äntwerpen eine Keren sät Ölt iLesUMn Länder zu veronstaltön. Die übrigen Sitzungen wurden mit internen Organisativns- und Finanzfragen ausgefüllt^ Während der Tagung des G. A. fand Dienstag; abend eine imposante öffentliche Massenversammlung statt, an welcher Dr. Pinchas Kohn, Jacod' Spork und Spiel am Sabbat in Palästina. Ein die ganze erste Seite des „Kol Jisroel" deckender Ausruf des Rabbinates Sonnenseld wendet sich gegen den Sportunfug und die Sabbatentweihung aus dem Spielplatz, und wird jedem, der es mit dem Judentum ernst nimmt., Tl»m mm nn«5 ’ ans -f>er3 gefegt, oom liefe*- fsrn gn 0leiben, heißt es u. a. im Ausrufe, „gibt es noch Irrende, die glauben und glauben machen, daß solche Spielereien notwendig seien für den Aufbau von Land und Volk. Wer aber an die Worte der heiligen Thora glaubt, weiß, daß nicht in der menschlichen Kraft die Hilfe verbürgt ist, sondern nur in der entfalteten Kraft im Dienste der Thora und der Gottesgebote. Der Gedanke, daß wir uns die Geula mit körperlicher Kraft erkämpfen könnten, wurzelt in einer gottverleugnenden Anschauung." Der Aufruf warnt die Jugend, sich durch solche Verirrungen aus der jüdischen Gemeinstjiaft anszns-Hfrsßen, dann axnfj ß{8 Wtrv ünl (Brliker und asss, tzjx sststg ÜllkUUs sM0, Nachkommen derer zu sein, dis am Sinai gestanden, den Untaten irgendwie Vorschub zu leisten. „Wer diese Spiele fördert und ihnen zuschaut, hat kein Anspruch, teilzuhaben an dem letzten Siegesfeste, das mit der Erlösung unserer harrt." Aus wehem, in Liebe für Israel lund feine Thora erglühtem Herzen kommen die lapidaren Sätze des Aufrufes, die auf jeden, in dem noch ein jüdischer Funken glimmt, den Eindruck nicht verfehlen werden. Unterzeichnet sind Rabbi Jossef Chajm S o n n e n f e l d, Rabbi Elijahu Klatzkin, Mordechai Löb Rubin, Dow Zewi Krellenst-ein und Jizchak F r e n k e I. TOM IBISfi 5181 Ans gtfdjritOen: Der Humyrist Des «Doar Düjom-, Asmoth. schreibt über die „Savbatheillgung" des „Makka b i' )tn der Nummer vom 7. Marcheschwan u. a>: „Der l Makkabi erinnert an den Mann, den man am Sabbat rauchend in seinem Zimmer antraf und der sich damit entschuldigte, daß er vergessen hatte - nämlich die Türe abzuschließen. Auch ..Makkabi" vergaß die Türe abzuschließen. Ausgerechnet am Sabbat veranstalteten die Mitglieder des „Makkabi" einen F u tz b a l l w e t t k a mp f mit den Engländern, und dieses Mal nicht, wie sonst, weit außerhalb der Stadt, sondern auf dem neuen Sportplatzin der Nähe des Bucharenviertel. Und nun kann jeder u,”b f.^ert; TOfe f ®ß{fcr Dil lMtlttlL: Wen Derb««ft Tv?töeni wie Die DlmDlsr Eis mh Süßigkeiten seilbielen. wie die jüdischen Gäste im Auto angesaust kommen usw. usw. M In Wahrdt^8er^erlebtm wir"diesen Sabbat einen doppelten Match, einen mit den Engländern und einen mit der „Schwarzen Garde" unserer Chassidim. Kaum waren wir aus dem Platz, als ein ganzer Stoßtrupp von jungen Leuten in die Arena einorang und einen Krawall hervorrief. Ihn er entgegen ein anderer Stoßtrupp von den lange*' englischen Polizisten, die nach rechts und links ohm Erbarmen drausschlugen, ohne zu ftagen, ob Agudisi??br Kukrst, so. daß die geschlagenen Menschen wie die Balle kugelten vor den Füßen der Polizisten und ihrer Pferde. Die Ruhe trat damit nicht ein. die protestierende Menge nahm im Gegenteil noch zu. die die Spieler mit Schmährusen beleoten. und mn?er oorinK«3W M Unfls zu svrgö» h Tfit Den mm nicht Und damit die Komik auch ins Gotteshaus getragen wird: In der großen Synagoge wurde an diesem Sabbatmorgen ein Jüngling aus dem..Makkabn aufgerufen und er spendete bei der offenen Thorarolle emen Schilling für den „Chaschmonai" zu Ehren seines Fußballkampfes gegen die Engländer an diesem heiligen Tage. Der in solche' Dinge wenig eingeweihte Ehasan kündete mit erhobener Stimme nVnpn rmnn m- *ru» iiasroxatr aü(§ dieses „Mischaberach" nichts, denn die Niederlage kam und war groß. ü.ffffn?. HÖV detzgnnms DeDiugunse» und Derpflichlungen entgegennahm zur Wahrung des Sabbat auf dem Sportplatz. die Bedingungen nun eingehalten werden, ergittt sich aus der Plauderei des Asmoth. Auf dem Sportplatz selbst wird wirklich nicht gerauchtdenn dort ist das Rauchen polizeilich verboten ... .

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