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Der Israelit · 1926-10-14 · Heft 42 (14.10.1926) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 42 (14.10.1926)
Date
1926-10-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
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14. Oktober 1926. <Mtzi isfc HlüErMM: ifc?* äM«i‘ »iit tist: uh n Hill WWgM>M , ,_Ä_est veri- .3£s%:.~2 ar/njsää.; ti n: -3# ÄPÜTl §ez.) P. Eucken stistzÜZHützen. ißt». tXik/VftMtiAifhii llleWerüM sind/) die sdelken M' ^_tri„v...w.,.!..7.,.f..,^.LtM'iMbisWK' GtzistLS- WiWWM DtzAeiWstst^Aü^jdEWögest'ster äW^M^W- LMWür^HMKtt^' Wfe'fMcht''Hst ihnen. Jn'iwiiffMWWchMWertEcnst.' Destitz- Mr unter Schaden erscheinen VM dW'gWichtz^Waöxhöitfstns'Heist. 'Mich: wir iiiirttäii'i'iri'' fiir hie •’i5fm+tffA! ffWnittnm-; hAr/i^Wf^nfilis rtü'rf esttMawßrst das praktische Met ins- Astge gefaßt werden, das theoretische bildet'sich"dann von selbst. Männer wie Eucken aber bilden die Vorläufer auf diesem Wege der Menschheit zum Dulden und Vertragen, zur ÄereMgkeit und Liehe, sie behestest'den jWeg) auf!dem beteinst' Ctlöste -schreitest'werdest.-" - r<! ' ■' V: ' ’ Es ist wohl beachtet würDen, sogar in der völkischen Presse, daß Stresemann die bekannten versöhnenden Worte in Genf in dem Augenblick gesprochen hat, da'auf dem ganzen Erdenrund, wo jüdische Zungen sprechen, das innige „Neujahrstzebet" Zum Himmel stieg: „Gib die Ehrfurcht vor Dir in die Herzen all Deiner Geschöpfe.-^ H >•)■ Nun sind politische Reden nicht immer ernst zu nehmen. Häufig dienen den Diplomaten die WMz-'tticht p liME Mtzrvtt ZUM Nsptzsvgen ihrer Hedgstkesti Us gibt aber doch eine Geste, die'bezeugt) ob die Worte ehrlich sind oder nicht. ' Als ein einst gekröntes Haupt nach dem ersten Bibel- und Babelvörträg vüst Friedr: Delitzsch, dem entarteten Sohne seines ehrwürdigen ustd oerehrenswürdigen "großen Vaters' Franz Delitzsch, die Worte geschrieben Hütte: „Es ist gut, daß;dem^ Volke'JsraW^der Nimbus genommen ist", da haM es sich gegen Gott Und die Geschichte versündigt/und sein Nimbus wurde wie ein Schleier zerrissen. Denn der Nimbus des jüdischen Volkes ist kein Machtprodukt feiner Arbeit, sondern dieser historische Nimbus, der hat getroffen sein sollen, besteht in der göttlichen Mission, die Israel gegeben ist. Und ihre Leugnung bedeutet die Leugnung des Gottesdaseins, wie nach den Worten eines Berliner Hofpredigers der Beweis für das Dasein Gottes das Dasein des jüdischen Volkes ist. Jeder Angriff — nicht gegen Israel — wohl aber gegen seine Aufgabe, gegen es, als Träger der Gotteserkenntnis, wertet einer Gotteslästerung gleich. Jeder Angriff gegen die Tauroh, als Gotteswort und ihren Inhalt als göttliche Wahrheit, also auch gegen die 58eru|ung Israels ift eine menschliche Ueber- Hebung gegen Gott. 8in Gegensatz bnzu Netz rv der bescheidene Sinn des damaligen Generalseldmarschalls nach der Schlacht von Tannenberg nicht zu, daß man ihm und seiner FeldherrenkUnst Huldigungen entgegenbrachte, sondern er sprach in Demut: „Gebet Gott die Ehre". Diese Den- D e r Israelit nr kungsart erhob HenMlatz7* auf. dem er vtzr'Mbnst iiMi W MnfcWMö dMrotzen, ««MoMokMr MrsMcküMRHlBRMöuMtzr,r 'söMMWr le^MzGMelsi^^MM MEaMdW nM MM MWrlieMW M'MbMMtzM' WW M)MkWMAeff gMM?mMt'Wr t mödsmeMWO Mst"GM gMevchestlustv^n FäüNAMSZM'iMtÄ MMtdMtW « UMalMst' ersi8hlich"DiegaM Wett ihr.'Autze unv 'ihr Oyr aus den Redner in Genf gerichtet hielt, ^vlch gyldene manst sMtr^nöch'cheU' MtungsberMen: -„Mer M gaK'-jkien- Wlkern verschiebend! Blutströ^re^nEr gab.Ähst'en NDsteMgtmst)Wer Seele Mre MiA tdrsprüch'e, ErkgW -ihnen mMHeimstt Landest persWdentzr Natüst^ Wer es-kastn sticht)M Sjnn einer g ö t t.l'i ch e n) .Weltordnung sein,)daß.die Mestschest ikjre 'naWWeck'^HWsitesMttd^' geKn einander kostest * Md k-Mst Wie ^stlltzWeine Kullturentwicklung immer wieder ^zurückwerfen. Der MW der Menschhest ant'istestten Wnest) wiest wüstzelnd im eigenen-Volk,'das chsn sEsch und oeistig (Seqelberie Aitr fjöcfifien 58edeiilnrtg enimic£elt ltrth « :! r;' .:l-;: y ' 'A '! ‘ft: ■! Damit, üOer öle ‘ Grenze Des rigtnetr Vottes hinauswachsend, der gesamten Menschheit etwas zu geben vermag, wie es die Großen aller Nationen getan hüben, deren Namen in der' Menschheitsgeschichte niedergeschrieben ist:" Nach unserem Empsinden stellen diese Worte eine Heiligung des göttlichen Namens in weitester Oeffentlichkeit dar,? esne' Tat, die sicherlich ihre Pelohnung ,'stnden - durfte. Dieser .großen Tat gegenüber wäre es fast) kleinlich, halblaut zu frägest, ob Vresömänn aüch 'dem Volk), H'US der erste HrjngÄ biös^s weltburgerlichest'HedWenS von Ist'ose bis Jesajas, ' von Hayid' bis Secharjah war, das bescheidene Plätzchen an) der Sostste des Völkerfriedens einraumt, auf das "es im Namen der Gerechtigkeit Wspruch hat ' der Dornenkrone wegen) die ihm Jahrtausende lang auf das Haupt gedruckt würde, weil es für diese Idee, die Stresemann einer Zujubelnden Welt verkündete, gekämpft und gelitten hat, gemordet und verbrannt wurde. Im allgemeinen ehrten die Männer in der Geschichte, die in Wahrheit Gottsucher waren, äuch Seine^ Botest. Nicht für uns, sondern Um de^en Kamen rDitlen^ bem allein (Btjve gebuhrl, möge Israel) als Dem Gottesvolte enöitco DÄechtigkeit werden. '' " Der Uakholikenkag In Breslau. ^Seitdem die' Freie Vereinigung für die'Jttteresien des orthodoxen' Judentums in Deutschland ihre Getreuen nicht mehr zu einer großen Heeresschau zusammettruft, haben wir keine Stätte Mehr, von der wir) die deutsche Orthodoxie, Worte vernehmen könnten über das, was erfordrelich ist und darüber was geschehen ist. Wir sind gezwungen, das was uns frommt und was w i r aussprechen und was wir erkämpfen müßten, als stille Teilnehmer am — Katholikentag durch den Rundfunk der Presse zu erlauschen. Zwei Referate, die dort gehalten wurden>, verfolgen wir mit größtem und eigensten Interesse. Auch wir verlangen und müssest kraft des Gebotes „ihr sollt eure Kinder lehren", „du sollst das Wort Gottes deinen Kindern einschärfen" das Erziehungsrecht verlangen; denn wir haben eine Gott geordnete Erziehungspflicht. Wir müssen Gewissensfreiheit fordern. Es kann uns nicht genügen, daß für eine Bekenntnis eine MMk gkMffm mrtfJ]?KNN, Mpkltt stk m u tz MchllfM merDen. Dto ONhMwrw ist aDor in besonderer Lage einer Minderheit in der Minderheit. Denn eine Schule von als Juden geborenen Lehrern braucht drum für uns noch keine jüdische Schule zu sein, so wenig wie eine Klasse einer öffentlichen Schule, die zufällig einen jüdischen __Nr. 42 Seite 11 Klassenlehrer hat, eine jüdische ItzlM iU,)2üdisch MUßkDor-aSm das"Lebest 'der^'LHver'sejm, -miuftd AiM^dd^.SchUle- 'WLtzböw unh/Par-rm .auch #n stör MhE UnH westn eine -fotzestannte jüdische ÄHW G MtiPwvt MU? jüdW'Witef^wjrd, VüW istlein^stölche -Schule für?4>ie!Orthöooxje kMfst eW^bststtMfchul^UDer'fK'athÄikstst Jurist besstr öamst)stlttz wjlj. ^Er EmnLeiste stehMr>))die W zusagsn,''le)icht'epfirchen.KWe ^Mrj'hi^ sich ifm-fepne ^religiöse EMstellyng zUxi-Verfijgung sidlken,'!Wnerr 'ihm? genügen.-? Usts kanchUd-e r Ldbreb alfer -kÄst Erzieher für ustsetze Kinder sein. »er wai ^-nrir «nirmcmn rtwarrwr, atst '^chabbos) feina Uinkäuse .besorgt.; üAä das jüdische Msetz ch'as'Le ö?an 'uMfühtz muß der jüdische Mhrer auch pd^bikdlich k e'bs^n. Er muß der!? w n i W!z i e-p;te;fkM^nst'ch üuu.njz-)S- Üst't ekr riil^tiseist)' EM; solches Wben. ZU; etzwing)en) ist; Unnsöglich'.) Wn^Heuchl.er/ web ssth zwingest läßt!-^Abgesehen;davom! daß eine solche GesiMünMiecher^> Mder') unsere Dache, -.noch W MöglMeit-miäre') gastz stechiß ahev'stnferer Säche/stjchstPienest;)würde^ Wir brauchen wphre Mestschestj^überzeUgte: Judest,!; - Wotzdafürsorgt dst ^Weimarer Verfassung nicht 7^'odxr her-Begriff -chös; Bekeststtstiss.es- :Müsite jo umschrieben werden, daß die-H'efjstition uns befriedigen kann. Es muß immer wieder und wieder? betont'werden, daß-die -deutsche:Jstdenheit -7^- leider, leider.— sticht estiste siPekestntniffes ist. Wenn der moderntffctfcf>e Subefetn Kind-m feinem Reifte erziehen W?TOT rr VI? ^»1? ihren Bekennern auserlegt, —. so sie welche sind seinem Kinde nicht stuferlegen; will upd daher Lehrer haben will) die solche Erziehung mitmachen, wenn er sein Kind im Geiste der antifemstischen Bibelwjffenschaft belehrt sehest möchte und Lehrer gewinnen ^wist, die diesen „wissenschaftlichen" Standpunkt vertreten, -habeat sibi. Dann muß er aber, wenn er sich schon liberal nennt, auch tolerant sein und - darf' u n s e r m Bekenntnis auch keine Steine in den Weg legen. Dann muß er auch unsere Berechtigung vollkommen anerkennen, unsere Kinder nach unserer steberzeugung zu erziehen. Ja> wären die liberalen Kreise der deutschen Juden so liberal, wie sie z. B. in Holland sind und würden alle Einrichtungen der Synagoge ausnahmslos einschließlich der Schule religiöser LeiMng überlassen, dann hätten wir in Deutschland eine jüdische Einheit und ein jüdisches Bekenntnis. Solange aber Machtfaktoren die Gemeindestube beherrschen oder' wirkliche Ueberzeugung, die von unserm Standpunkt allerdings eine historische Irrung genannt tnerben mujjj, die Ortlpobojie perlporres giert, solange mutz Diese für ihre SelbstänDiglett und somit für ihre Rechte kämpfen. Vom Staate muß die Bekenntnisschule des § 146 Abs. 2 und 147 der Weimarer Verfassung der Orthodoxie, als eigenen Bekentnis, zugestanden werden, wenn selbst eine jüdische Schule am Platze ist, die aber dem orthodox, jüdischen Vater: eine Erziehung' seines Kinbes in seinem Sinne nicht gewährleistet." ' ' Wie aber steht es mit der Bekenntnisschule, der Einheitsschule und der höheren Schule überhaupt? Auch darüber wurde in Breslau auf dem Katholikentag referiert. Die Gegner der Bekenntnisschule, die Lobredner der staatlichen Einheitsfront, wollen unifizieren und durch ein Drillreglement gleichen Schritt und Tritt erzielen. Dem individualistischen Bestreben der heutigen Pädagogik, der Arbeitsschule, die jeden Schüler sich in seiner Eigenschaft entfalten lassen will, den freien Themen bei der Aufgabestellung für den Aufsatz, der Förderung der Selbständigkeit in wissenschaftlichen Arbeiten auch auf Gebieten, die außerhalb des engen Rahmens der fundamentalen Schuli?kl?hkst ttkgkll llfi?r ll?ipkksj?NM kistk sklihk üsr lmiung sMursttllttg. Kor rnvlwinm MDagvgU muß die Bekenntnisschule ein ebenso großer Faktor individueller Pädagogik sein, wie die Weltanschauungsschule und die ganzen Forderungen der modernen Pädagogik überhaupt. Friedrich Wilhelm Förster hat die konfessionelle

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