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Der Israelit · 1926-10-14 · Heft 42 (14.10.1926) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 42 (14.10.1926)
Date
1926-10-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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SeUe 5 Sr. iö 9(1 Qf(81 i tt 03tifttpörte es natürlich diese „liberalen“ Hen-en/^ß-die 'HHL-ar"«ssvgar5wagtpn> poy^ üMin Hon seik^a^m>^WttlÄMÄM^.Wstf^LN. ßfitit liegt aUdf'bte WMeinde-'Dürsten ^tnrt. eiMr '-Reihe sott. :Änter!- gemeiybön)^deren-' liberale 'Vorsteher" auf RaW fürdiie erlittene ' '"-L^HM«deMgL!'"bWöteK^' Nachdem 7 für ' 3>ic foMgi' Gememdewähl"'Äe Wahlliste 'bereits':? ausgelegt wär,"wolltst MaN"Ud"ch kurz -östr Toresschlüst den: Wahl« rechtSraÜb' vörNehmeN NachdöM bereits' :po?tyer ttrP Ungesetzlicher Beschluß in dieser Hinsicht Maßt würden war, ohne daß man den ostjüdischen Vertreter hinzugez'ügen hättet röüröün ausge^Hnet> zu' Erefv :Sck^wÜaüS 1925 die 'Repräsentanten wüstDörsten, '3§for, Bottrop, Hörst-Emscher, und Gladbeck in das Restaurant Rheins golb m" Gladbeck^eiMelst-en, prn'Kber>^le Entrechtung der, ausländisches Gemeiydpmitglieder zubeschließen. Wr einzjge -Repräsentant, der dqs, ^efigwnsgefetz.üchtete, eben der osfiüdische Vertreter, batury Verschiebung der Sitzung,' da er am Hhewuaus nicht.'Ar Sitzung fahren könne.' Diese Bitte wurde ybgelehytz und sowürde Heyn in "„brüderlicher" Eintracht der.Anwesenden der Haub am Rechte ' jüdischer Brüder, vollzogen' ^Natürlich-war auch hier wieder die. Freude der Dorstener PewalttgeN nicht von langer Dauer, da der Oberpräsident von WestffllSH Ml jltr iM-ejesj Äeschlusses versagte. Nun beschloß man in dieser schönen Gemeinde vün neuem," (August ^1928) sich 'direkt an den Minister zu wenden, zu : dsin män wahrscheinlich mehr Vertrauen hatte.. Man. wallte um eine persönliche Audienz bitten, da man sich doch wohl etwas scheute, schriftlich die Ostjuden herabzuwürdigen.- Eine Abordnung wurde gewählt, geführt von dem Gemeindevorsteher, einem, aus Masuren nach Westfalen eingewanderten Herrn, der wphl deshalb zur Führung der Delegation besonders geeignet -erlebten, metl flirte ^eimat nur toerttge Kilometer vom oflsüdlschen Volksrrservoir -entfernt liegt, der sich jetzt abe^Ävicht scheut, als Vorsteher der Ost- und Westjuden in gleicher Weise umfassenden Chewrah zu betonen, daß ein scharfer Trennungsstrich zwischen diesen beiden Gruppen gezogen werden müsse! Doch vergebens waren auch dieser Beschluß und die Wahl einer so gut für ihr Amt prädestinierten Delegation, die den Minister um eine Audienz an einem Schabbos im September oder Anfang Oktober hat. Keinen, anderen.Weg wußten nunmehr die Führer der. Juden von Dorsten und Umgebung, um den verhaßten Feind abzuschütteln, als das geheime Wühlen, die Verborgenheit widerrechtlich einberufener Sitzungen, die. Schaffung von Unterausschüssen zu verlassen und aus der Isoliertheit heraustretend, den Gedanken von Klal-Jisroel zum Kampf gegen jüdische Mitbürger zu mißbrauchen. Der. ganze Jndustriebezirk sollte mit vereinten Kräften das/Recht zu Fall bringen. Folgendes Schreiben wurde an die jüdischen Gemeinden vcnandt: Synagogenhauptgemeinde Dorsten in Gladbeck. Gladbeck, den 30. September 1926. An den ' Vorstand der Synagogengemeinde „In der gemeinschaftlichen Sitzung des Vorstandes und der Repräsentanten der Synagogenhauptgemeinüe Dorsten am 27.9.26 ist folgender Beschluß gefaßt worden: „Es wurde Mitteilung Aber dem Stand der Angelegenheit betr. Neuwahl der Repräsentanten^ gemacht. Ein Schreiben des Geheim. Oberregierungsrates Paul in Berlin vom 16, Juli 1926 wurde bekannt gegeben. Zur weiteren Bearbeitung' der Angelegenheit wurde eine Kommission, bestehend aus den Herren: Zwillenberg, Heymann, Eichengrün und Faßbender 'gewählt. Es ist zu empfehlen, diese Angelegenheit mit verschiedenen anderen Synagogengemeinden wie Recklinghausen, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Oberhausen, Duisburg, Herne, Wanne, Mühlheim-Ruhr, Eitel, Altenessen und Hamborn zu besprechen und dann weiter zu verfolgen. Als Ort der Besprechung käme vielleicht Wanne in Frage." Qi hälldlll sich um et ne Siaiuienürtiterung und evckf UM eine Aenderung des Judengesetzes vom 23. 7. 1847, um zu verhindern, daß die ausländischen Juden im Vorstand und bei den Repräsentanten die Oberhand gewinnen, was auf die Dauer im Jndustriebezirk ohne Aenderung der maßgebenden Bestimmungen nicht zu verhindern ist. Dieserhalb schweben seit langer Zeit Verhandschlüß gebracht werden konnten. " , /// ‘-g, DiL'^nMegÄihöE^sttailg't. Ich daher utlf ümwo und wany.Ihnen/ einst W- Angelegenheit, die ' äüch im dortigen teresse.,liegt, wünschenswert erscheint. Ich werde dann gez. Fr. Zwillenberg." ' Es ist wohl die Hoffnung her ^orsten^^^bstralen, durch das gemeinsame Vorg^hen'aÜer. Wemuden W'Bezirks Las 'Herz ^es ^ÄAni^s'z'u erweichen.ist sicher , die Gefahr, die chem Deutschtum der 'i&etnjtimep or-öbt', da'' es: tatsächlich ist' me^M geflirteten' Bezirk.eine treÄM'M, steänÜiruchtstn di,^'^ÄichtliMra'len 'bei st§n "Mahlest •t maxil;?n sl» ‘ -Mi Jl..r-frft«..vr,..«.. '-«L warnendes Mi^ie?LüfgenomMn werden, Hamit vön Hy Luslänbriten Stellen ilre Noitrr»enblaen Voröeugunäsrnatz- » 'si;)n?j} M':! i;n r. » i nähmen gegen ocratilge MMsMN Dersuche gelroffen cherden. Die großen jüdischen ^rgänisattonech denen 'jene liberalen Kreise anzugehören'pflegen, werden zuAnter- ^üchen-,'.habrn^''oö ''sie 'das Verhauen' ihre'r Dorstener freunde mit iprA. ' eigenen 'Grundsätzen' vereinbaren können. Wir' zeigen diesen träursgÄ''.Fall' einer entarteten „'Demokr!atie" als Wärnüngssignal,' Ihr Alle, denen echte Jüdischkeit Bedürfnis und: Forderung ist: Seid auf der Huts"" '; PelkNr Der Rabbi Mn SNermewih c v , - Warschau, 29. Sept. Am Dienstag den 28. September verstarb in Skierniewitz im Alter'von 69 Jahren der in der chassidischen Welt"berühmte" Rabbi von Skierniewitz, Simon Kadi sch. Der Verstorbene war ein Sohn von Rabbi Mendeli Wurker. Die Bestattung fand unter der Teilnahme von Tausenden Chassidim aus mehreren Distrikten' Polens, darunter viele Hunderte aus Warschau, statt. Cr hinterläßt 6 Söhne, von denen der älteste ihm in der Würde des Rabbi von Skierniewitz folgen wird. Die neue Regierung Pilfudfki und die Juden. : Warschau, 8. Okt. Der Vize-Premier der eben vom Marschall Pilsudski gebildeten Regierung, Pros. Bartel, empfing heute den Präsidenten des jüdischen Klubs, Abg. Hartglas, und. die Vizepräsidenten Abg. Farbstein und Abg. Kirschbraun und unterhielt sich mit ihnen über die Form der Beziehung der neuen Regierung zur Judenfrage. Dis mit &4Ü srÜhlrStt SftegietTUttg ffierrief: gep||logen«n ZKsrhuschlungen wurden noch einmal durchgesprochen, und Pros. Bartel erwiderte den jüdischen Deputterten, daß sich hi rin nichs geändert hat. Die Angelegenheiten seien im Stadium der Ausarbeitung und werden allmählich zur Erledigung gelangen. Litauen. Das Gefehprojekk über die jüdische Autonomie in Litauen. K o w n o, 7. Okt. Die jüdische Fraktion des litauischen Sejm wird demnächst ein Gesetzprojekt über die jüdische Autonomie in Litauen einbringen. Der erste Teil des Projektes betrifft die Organisation jüdischer autonomer Gemeinden, der zweite Teil das jüdische Schulwesen und andere kulturelle Angelegenheiten. Basis der autonomen jüdischen Organisatton ist die Kehilla. Mitglieder der Kehilla sind mechatttftä) alle btejerttgert, hie ttx bert SJlairtfen als ^UÖen schrikl'cn sind. Die Gememveverwlllwng Hai bas Röcht, die Gemeindemitglieder zwangsweise zu besteuern. In jeder Stadt darf nur eine Kehilla existieren. An der Spitze der jüdischen autonomen Organisation steht der Rattonalrat, dessen Mitglieder nach demokratischem Wahlrecht von der gesamten jüdischen Bevölkerung gewählt werden. Die jüdischen Schulen verbleiben weiter unter der Ver- 11. L8WM1M p±: -MrttmsT^s-TPuterrichtMWster^NNMO ionen gehen - jsdM. zM^Mation MeidDM'MKWWtb ffWMkgetro tungsf MaiÄ tionatWDmW UMeWhAMmffWMMgi «i. ickch-0' Eft Ä>' iiÄ-MMÄ ÄeöKW.U HttManfe. Die große SyrMögel iwa in einen Am 5 fÖt' 7* . Oktober wurde die GroMjSynagoge vonr^ultawä dem ^üdMen^ÄrbeÜe^kAstil^M^SUi'ffüng ryön kulturellen Emnchtungen in dem Gebäude. übergeben. Der ersten m der Synagoge abgehaltenen, Klubversammjung wohnten etwa 1000 .Personen bei..7 , s . - h> L i ,-itr NLEMWÄ-, 6. Oft. ° Wie kurz v'ör'den''F'östeE' soHÄt^eEMeich nöch -den Festen eine starke Rückwanderung'WgeMt/ Diese Wörbe 'dürftest von Niil'Hä'fen Jaffa g 'eWMBu Dst^ 1^1* n e n 'äbgefahrest selst.^'" t Man ''Dht hier isti 'Allgemeinen dieser 'Rückwanderung ruhig gegenüber. Man sagt, die meisten der Rückwanderer seien' nicht ^Äüs LiM' $ii ^läMästWderü''O»M8e der st'illMWW.MUWkMMMkMMUM M Palästina durch' ^rrvou>trb: fo^- ^jhn^n di< ^räft, MiHzlMlten/ " V; 'Wnn Liefe Ansicht aüch ihre Perechtigüng' hat^ 'so muß^doch gesägt-Äörden, daß nichts geschehen ist, diese Massen' im Lände'' ^u halten,' — Und'' dä'öhätte/i'weNn die jüdischen Behörden etwas von StaatSkÜnft versMen würden, ihre erste Sorge'sein müssen': Alle veräntwortlichen Instanzen''haben kein Verständnis" der'',Situation und' öaher"keiNe' Initiative gezeigt.' ' Cliquenwirtschaft und Bürokratismus' hüben' stuf ntanchen - verantwortlichen ISli« linoßoiöMs» M»» Pptzt. -1 iinr j Vor emigen Tagen hat sich endlich, nachdem das meiste nicht Mehr gut zu machen' ist, die Zionistische Exekutive bewögen gefühlt, dör Bürgerschaft in Tel-Awiw ihr Interesse zu bekunden: Oberst'Kisch,-der Leiter'des politischen Departements, war in TelÄwiw^ und konferierte mit den' Führern der Stadt wegen Maßnahmen zur Besserung der wirtschaftlichen «Situation. Sowohl aus seiner Rede wie auch aus der des Herrn Disingoff, des früheren und wohl auch des künftigen Bürgermeisters der Stadt, war nichts zu enMehmen, was soforttge Maßnahmen versprach, — und n u r s o f o r t i g e u n d großzügige Handlungen können 'noch retten, was in einigen Monaten nicht mehr zu retten ist. Personalien. Tödlicher Anfast, eines - Kantors. Berlin, 6. Okt. Am Simchas Thora, Freitag, den'W. Tischri, abends gegen 7 Uhr, wurde der blinde Kantor Isidor Eichenyg«m in m MM SchMhllüUrMb fiimßnftfa&ß. bah einem AuilwmiMüs vor Linie 9 WörfähM^ mtt ihm sein Führer, der Handelsmann JonaS Greif, 'beide in der Linienstraße 21' wohnhaft.- Der - schwere Wagen Aberfuhr beide, .sv!-> schwer, daß die. Feuerwehr sie-aus ihrer qualvollen Lage befreien mußte .und. Eichenbaum- .-ins Virchow-, und ' Greif' ins Friedrichshäin-Krankenhstus brächte. EichenbauMstarb schön kurz nach der'Einlieferung ins Krankenhaus, da seine Verletzungen-furchtbar waren: Die- Räder, waren ihm; über Kopf,,-Brust und Rippen hinweg. gegangen. Greif erlitt ebenfalls schwere Verletzungen an Hals und Brust, und wird an seinem Aufkommen gezweifelt. ' ' 1" Kantor Eichenbäum war aus Wien gebürttg und 39 Jahre, alt geworden. Schon in jungen Jahren erblindete er.und. widmete sich dem Vorbeterberuf.- Die letzten Gottesdienste hätte er äm letzten Rofch-häschana und Jomkippurim Saale des Garde-KafMo in der Sophienstraße abgehalten. Allen Teilnehmern' wird: -er unvergeßlich bleiben: war er doch ein gottbegnadeter Sänger, der die Gebete und Gesänge ausfreiem Gedächtnis vortrug. Wir alle, die-ihn kannten und durch seine innige, fromme Vortragskunst, erbaut wurden, werden dem blinden Göttessänger, der auf so furchtbare Weise sein Sieben , fetffett ein. TrggHWz ioeioenl (Eichenbaum hat im Winter im vorigen Jahre auch hier in Frankfurt a. M. in der Synagoge Hermesweg gesungen und alle Hörer mit seiner wunderbaren Sttmme und seinem Chasonus entzückt. - Sein tragisches- Schicksal: wird. auch hier aufrichtige Teilnahme. Hervorrufen. D. Redaktion.) Gersfeld, 10. Okt. Was vörauszusehen war, ist leider allzufrüh eingetrosfen. Meier Wahlhaus, einer un-

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