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Der Israelit · 1926-10-08 · Heft 41 (8.10.1926) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 41 (8.10.1926)
Date
1926-10-08
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Nr. 41 Der Israelit 8. Oktober 1826 Darin liegt eine doppelte Forderung: .ein Vorbereiten für das spätere Lernen und ein Wiedererkennen des Stammwortes. (Ich möchte die Verfasser der genannten Bücher bitten, jeder einzelnen Lektion ihres Merkchens unvokalisierte Worte als Uebungsstücke anzufügen.) Im Anschluß hieran wird der grammatikalische Unterricht erteilt. Für die Mittel- und Oberklasse ist er Wiederholung und gleichzeitig Erweiterung des Grammatikstoffes. Hier sind unfern Zielen enge Grenzen gesetzt. Das Allernotwendigste wird gelehrt, da uns nur wenige Minuten dazu zur Verfügung stehen: Artikel, Zahlwort, Präpositionen, Adjektrv und Substantiv in Einzahl und Mehrzahl, Substantiv mit Poffesivpronomen, das Verb im Kal, Niphal als Leideform, Hiphil als kausative und Hispael als reflexive Form, vielleicht auch noch die wenigen Verben von 3~3 und Um dem Unterricht die Weihe zu geben und dem Kinde den Gedanken an das Höhere, Göttliche und an unsre Pflicht nWn ovn ia Tram einzuprägen. ist in unfern Schulen wohl allgemein eingeführt, vor DM llMMW 0=10 MUMM vm R MMktt oder das flotte üsfsn zu atzen. Wenn schon unser ganzer Unterricht sich auf das später auftretende Lernen einstellen soll und wir jedes Wässerlein und Rinnsal zu lenem großen Flusse leiten müssen, um Kraft und Stärke zu gewinnen, müssen wir auch die allmorgentliche Andacht dazu benutzen, sie für das große Ziel dienstbar zu machen. Dieser 5—10 Minuten-Uebersetzungsunterricht ist Gesamtunterricht. Alle beteiligen sich daran; auch die Kinder des zweiten Schuljahres, wenn auch vielleicht erst in der zweiten Hälfte des Schuljahres. Mit seltenem Eifer arbeiten die Kleinen, um es den Großen gleich zu tun. Es kämmt in hiefen QJi in liiert ja nicht barrauf alt, recht nie! III üterfeljen, sondern 'einmal das Äiud 8N DSß selbsttätige Lernen zu gewöhnen und zu zweit den alteren Schülern einzelne Gedanken in ihrer Konsequenz und Tiefe, in ihrem Zusammenhangs und ihrer Bedeutsamkeit für das Leben an der Hand von Hirsch, Nascht usw. zu übermitteln. „Mussar" nannten das unsere Alten, rechte Weisung zu religiöser Innigkeit. Um die rechte Auffassung religiösen Pflichtenlebens zu erzeugen, wenden wir uns aber nicht nur an das Gewissen und Gefühl, sondern auch an den Intellekt. (Im „Jeschurun", Heft 11/12 des 7. Jahrgangs verbreitet sich Dr. Heinemann über den religiösen Gesinnungsunterricht. Ein jeder möge des Näheren darüber Nachlesen. Er gibt Anregung und Fingerzeige.) Im Lause der Jahre wird durch diese Art der Behandlung eine Menge von Stoff durchgearbeitet und dem Kinde die Quelle mancher Freude und auch Stecken und Stab zur Lebensführung gereicht. — In der zweiten Hälfte des 2. Schuljahres wird rain und nten übersetzt. 3., 4. und 5., eventl. auch das 6. Schuljahr arbeiten zusammen. Hier wird fleißig übersetzt und der häusliche Fleiß des Kindes scharf in Anspruch genommen. Im Dienste des späteren Lernens übersetzen wir bei Wiederholungen im Tickun, soweit solche vorhanden sind. Es fällt den Kindern nicht allzu schwer, das Be- {annte zu lefen. Wissen hie Schüler, datz späterhin nur aus U 2tJun ä ton» lösM fifi Das Wort nicht nur mit den Augen, sie prägen sich das Wüvtbtld auch ein. Mit Ende des 5., vielleicht auch erst des 6. Schuljahres ist die ni-sn und das ran fast vollständig übersetzt. Das 7. und 8. Schuljahr ist nun in diesen Stunden sich nicht selbst überlassen. Sie sind das beständige Korrektiv der Abteilung, die wachen Auges und Geistes mitarbeitet. Sie gewinnen hierdurch die Leichtigkeit des Ueberfetzens, die größere Klarheit des Verstehens und die Festigkeit des Wissens. „Repetitio water atuckioruw est" Vom 5. Schuljahre ab genügt eine Stunde biblischer Geschichtsunterricht. Die biblische Geschichte bis zum Tode Mosis lernt das Kind durch den vmn -'Unterricht kennen. Diese Geschichten verweisen wir dorthin. Für die.Kinder und ihre Entwicklung ist es unbedeutend, wenn sie nicht von jedem der jüdischen Volkskönige etwas zu erzählen wissen. Wissen sollen sie, wie die ganze Zeit dem Untergänge entgegenraste, um die Propheten in ihrer Größe zu begreifen. Um die Gestalten der Propheten lebendig werden zu lassen, greife man einzelne Haftoraus heraus und lasse sie lernen. Auch einzelne Psalmen können zum Äfft Der EMIMMM Brg Psnlrmn Tfwwm wrtwnrn Geschichte imro in EinzeMMrn Dis gur DstztMtt weitergeführt. Sterns Anhang zur biblischen Geschichte und Müllers „Nachbiblische Geschichte in Einzelbildern" können sehr gut Verwendung finden, wenn auch, letztere mit Vorsicht. So haben wir wieder ein Mittel mehr, um die Auffassungsgabe des Kindes zu schärfen und zu wecken. Wir haben durch diese Art des Fortschreitens den Grund zum Lernen gelockert und Zeit dafür gewonnen. Das Kind vermag das unvokalisierte Wort meistenteils zu lesen. Das unvokalisierte Wort hat seine Schrecken verloren und erscheint oft als ein lieber Bekannter. Die Rafchischrift ist den Kindern geläufig geworden durch das 5—10 Minuten vmn'und Raschiüberfetzen, das wir täglich an den Anfang des Unterrichtes gestellt haben. Die Kinder der mittleren Schuljahre sind gehalten, dem Unterrichte der Oberklasse zu folgen, um dadurch ihre Lesefertigkeit zu erhöhen und eventuell mitzuarbeiten. Sie sind meistens wohl imstande, die Mischnejaus zu Übersetzen. In bem Unterricht bsr Uni&rffaffß hat sich fast m<s «--i-d-ri «r ifi fMN> Mbiete Nur hinzu kam das Lesen rmvokaksrerter Worte und dte Rafchischrift. (Es dürste wohl überflüssig fein, zu bemerken, daß wir bei unfern Ausführungen nur allein die einklassige Landschule im Auge haben.) — Für das 7. und 8. Schuljahr verbleibt eine Stunde biblischer Geschichtsunterricht und in vier Stunden kann gelernt werden. Unterrichtsstoff ist leichte Mischnah ohne Bartenura, eventl. Kizzur. Empfehlen möchte ich Mischnah. Die notwendigen Erklärungen werden gegeben, Abkürzungen gemerkt, aus die Ausdrucksweise hingewiesen, Grundsätze eingeprägt. Nach und nach gehen wir daran, die Mischnah auch mit Bartenura zu lernen. Wir werden unsre Helle Freude haben, die Kinder werden frisch aufleben und mit Begeisterung sich an ihre Aufgabe begeben, wenn wir ihnen in Aussicht stellen: Wir wollen die ttdk ’pis als Mischnajaus lernen. Die Kinder werden mit Erstaunen erfahren, was ihnen gar nicht bekannt war, daß niaK ’pia auch Mischnajoth ist. Es ist für sie eine Quelle der Freude, den Bartenura dazu zu lernen und sie haben eine gute Gelegenheit, ihr richtiges Lesen des unvokalisierten Mischnahtextes an Hand der nbsn zu kontrollieren. Der Traktat 711212, sowie derisi» 110 sind dem Bildungsgrade unsrer Volksschüler angemessen. Sie enthalten nicht die mannigfachen Schwierigkeiten wie die poetisch gehobene Sprache der ni-vTi mit ihren vielen Synonima. Sie sind klar, führen ins jüdische Leben ein, MM lMMMA AMliMttMUlM fÖF 8K MktW religiöse Letzen, erklären es, verliefen untz lasten hinab - sehen in das Jungbad, das uns frisch und gesund erhielt und das uns rettete in allen Zeiten an das jenseitige Ufer, wenn die Wellen über uns zusammenschlagen wollten, das uns immer wieder in Irrungen und Wirrungen die Klarheit des Geistes und Gemütes gab. Interpretieren wir Erlebnisunterricht als Unterrichtsprinzip einer gefühlsbetonten Anschaulichkeit, dann finden wir keine besseren und dem kindlichen Geiste angemessenen Söffe als die Mischnah. Hier spricht Anschaulichkeit und Klarheit aus jeder Mifchnah. Führt uns ti’nas mit greifbarer Plastik zu bem nos -Feste, so sltztlllUZ mi ruik sitz zirMMMr» KlssM im m* m- Pieter. Sßtr sehen dre hehr^ Gestalt bäe im Heiligtume, sehen seine gottesdienstlichen Handlungen, empfinden die Ergriffenheit des gesamten Volkes: Ein geeintes Volk, geschart um seinen Gott. Ein belebender Gedanke voll Kraft und Wucht. 71212 führt uns hinein in die Laubhütte, zeigt uns die o»3»ö LZirb zeigt uns Israel in seiner Freude vor Gott. In mvn mci klingt der Schofar. Flammenzeichen auf den Bergen zur Verkündigung des Neumonds. In Tram sehen wir Israel in Leid und wie es Hilfe acht bei Gott. Hier liegt Erlebnis auf Grund von Wissen. Es ist nicht unsere Absicht, die schulmäßigen Stoffe m Einzelnen vorzüführen Das wäre eine Ausgabe für 'ich. Hier in der Mischnah liegt das Leben. „Greift nur hinein und wo ihrs packt, da ist es interessant." Wir sind am Schlüsse unsrer Ausführungen. Nicht alles konnte in Ausführlichkeit behandelt werden. Es ollte nur eine Anregung sein, lein Bild des Aufbaus des jüdischen Unterrichts in der einklassigen Landschule gezeichnet werden. Aus Einzelnem setzt es sich zusammen und erzeugt den Gesamteindruck und -ausdruck. Soll das Bild von Bedeutung und Wert sein, muß der Künstler ein ganzes Wesen, seine ganze Schaffenskraft und Schaf- MßflMDS M DM MM DM ®Qi MM. MN Ms ruhen und StchgehönlassM darf 45 hierbei nicht geben. Hier muß viel und intensiv gearbeitet, die ganze Kraft eines ganzen Lehrers eingestellt werden. Wir tragen das Geschick unsres Volkes in unfern Händen, wir bestimmen mit den Zeitengang durch unsre Arbeit. „Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben, Bewahret sie! Sie sinkt mit Euch! Mit Euch wird sie sich heben!" Generalversammlung des Jsr. Lehrervereins für Bayern. Würzburg, den 29. August. Der israelitische Lehrerverein für Bayern hielt seine diesjährige Generalversammlung in Würzburg ab. An die Verwaltungssitzung am Sonntag, den 29. August, schloß sich ein Begrüßungsabend an, zu dem sich auch viele Mitglieder der Würzburger Kultusgemeinde eingefunden hatten. Nach den Ansprachen der Vertreter DO MllMlUMMNlMI UM ÖfF TkMMM YM :antor HernnnnnsAngsvnrg -einen Bartras uDsr Dis Enitehung der Synagogengesänge, woran sich dann 7vorzetragen durch die Kantoren von Würzburg, München, Augsburg — Rezitationen unb Gesänge aus dem letzthin erst erschienenen Wrek Kirschners, T'hillos l'kel eljon, anreihten. Die Hauptversammlung beschloß in Hinsicht auf die tatkräftige Hilfe, die der Bersorgungs- und Gemeindeverband den Altpensionisten und Witwen angedeihen läßt, von Haussammlungen für die Unterftützungskasse des Vereins in Zukunft abzusehen und den Ueberschuß aus den erhöhten Mitgliederbeiträgen (30 Mk.) und freiwillige Zuwendungen nur für besondere Notfälle bereit zu halten. Der Antrag Rosenfeld-München, dem Lehrerverbande beizutreten, fand ebenso die Billigung wie der Antrag von Brückheimer-Marktbreit, daß der Gemeindeverband in dem zu entwerfenden Gemeinde-Normalstatut -estlegen soll, daß in rabbinerlosen Gemeinden der Lehrer >er Kultusverwaltung mit Sitz und Stimme zugehöre. Lebhaft diskutiert wurde das ausgezeichnete Referat Dr. HammölburgörMurztzurgi „Hie prüerunsen Mlen wir äYt dsn jüdischsn Geschichtsunterricht untz Mae Lehrmittel?" Cs wurde über den Mangel eines guten Lehrbuches Klage geführt und mehr anschauliche Darstellung durch Verwendung der heimatlichen Geschehnisse verlangt. Nur in jüdischen Volks- und Mittelschulen, so meinte der als Gast anwesende Rabbiner Dr. Hanover, könnte ein solcher, den Schüler bis in alle seelischen Tiefen erschütternder Geschichtsunterricht erteilt werden,/Bei nur zwei Wochenstunden Religionsunterricht , in den Lehrplänen der höheren Schulen würden alle diese berechigten Forderungen Papier bleiben müssen. Die nächstjährige, in München tagende Konferenz will feststellen, wie das Prinzip des Arbeitsunterrichtes auch der Religionsstunde dienlich gemacht werden kann: Brückheimer. Buchbesprechung. 3*3 iry.Crn Schrur-Vuch für die Hand der Lehrenden und Lernenden in Gemeinde und Familie. 1. Teil, gesammelt und geordnet von Nathan Adler. Verlag: I. Kauffmann Frankfurt a. M. Preis 2,25 Mk. An guten Stoffsammlungen für Schiur-Vorträge ist bekanntlich fühlbarer Mangel. Was an solchen Werken vorhanden ist, geht meist entweder zu sehr in die Breite, dem Vortragenden nichts überlassen wollend, oder das ZWWlW OMI HI MM @töff M AllMW. DÖffi Merkchen sucht besonders ersterem aus dem Wege zu gehen. Es gibt Material in gedrängter Kürze und überläßt den Vortragenden die weiters Ausarbeitung, wie sie eben für Ort und Zeit und vor allem für das jeweilige Publikum paßt. Zu bedauern ist, daß der Verfasser für weiteres „eigenes Lernen" dem Leser keinen genauen Quellennachweis zu den einzelnen Anführungen bietet. Und das eigene Schöpfen an der Quelle, das ist doch für den Vortragenden nicht nur Pflicht und größter Genuß, sondern es macht ihn erst zum Beherrscher des Stoffes. Und das sollte doch nach Möglichkeit jeder zu ctm.il: Sytifert mÖg tretet hartrt. &ezr rr»lr*^v ftc^e^r t-ei «Jcrtexr tuatgen 2. Auslage unb bei etwaigen Fortsetzungen fernes Merkchens gexne diesem Wunsche nach einem Quellennachweis sowohl der Schriftverse als auch der tvwk und wvii» Nachkommen. Das Schriftchen bietet Vortragenden iü lehrerlosen Gemeinden, jüngeren Kollegen und elbst manchem älteren Kollegen guten Stoff und wird vielen, wie es der Verfasser wünscht, „Weiser und Schatzgräber" sein. Gs. Mitteilungen. Aus Baden. Am 3. Juni ds. Js. hielt der Landesoerein israelitischer Lehrer und Kantoren seine Generalversammlung in Mannheim ab. Die Vorstandswahl ergab die Herren Neuburger-Philippsburg als Vorsitzenden,. Kaufmann-Mosbach als Schriftführer, Rosenfelder-Ladenburg als Kassier. Es wurde die Schaffung eines Vereinsorgans „Mitteilungen" beschlossen, welche in zwangloser Folge erscheinen. Durlacher-Heidelberg sprach in ^esselnder Weife über „die neuen Bestrebungen im hebr. Unterricht". Nr. 5 der „Mitteilungen" enthält einen Aufruf von Rosenfelder-Ladenburg, in welchem zur Mitarbeit an der stofflichen Bearbeitung und künstlerischen Ausgestaltung einer hebräis«Hen Fibel, die den methodischen NächMuz Mzt, aufgerufen wird. TUederaula. Der 2. September bildet ein Ruhmesblatt in der Geschichte unserer Gemeinde. Galt es doch einen Mann zu ehren, der durch jahrelange pflichttreue und erfolgreiche Tätigkeit sich ein Denkmal gesetzt, dauernder als in Erz gegossen, bleibender als in Stein gehauen. Unser allverehrter Lehrer, Herr Jacob Gans, feierte unter allgemeiner Teilnahme fein 40jähriges Amtsjubiläum, das sich zu emer eindrucksvollen Feier, zu einem wahren ovn wit»p gestaltete. Um 2.30 Uhr versammelten sich sämtliche Gemeindemilglieder und zahlreiche Festgäste in dem im Lichterglanze strahlenden und im Blumenschmücke prangenden Gotdeshause. Beim Eintritte des Jubilars fang ein Chor 821 inn* Herr Salomon Levi richtete als Vorsteher unsrer Gemeinde an die Festversammlung Worte der Begrüßung. Herr Provinzial- . rabbiner Dr. Cahn-Fulda umriß in einer Rede, die von herrlichen nun in gewürzt war, die Gestalt eines echten jüdischen Lehrers und wies daraus hin, wie der Jubilar stets bestrebt war, diese Jdealgestalt zur Wirklichkeit »erben jtt I'a||en. Sy^rsrc Schulrat SBenbetin sprach Herrn im Namen ber Sck^ulbo^Lrde Sani «nl> Anerkennung aus, ebenso Herr Landrat Kirschbaum als Vertreter der Staatsbehörde. Es folgte Herr Lehrer Levi- Höchst, der im Namen der ehemaligen Schüler dem verehrten Lehrer in wohlgÄungener Rede den Kranz unvergängliche Dankbarkeit zu Füßen legte. Die früheren Schüler des Jubilars glaubten ihren Lehrer am besten dadurch zu ehren, daß sie an seinem Ehrentage eine „Lehrer Jacob Gans-Stiftung" ins Leben riefen, deren Erträgmsse zur Unterstützung erholungsbedürftiger Gemeindekinder dienen, soll. Der Ortsgeistliche, Herr Pfarrer Heppe, dankte Herrn Gans für fein stets vorbildliches selbstloses Wirken in der Ortsgemeinde. Herr Lehrer Schaumberg-Neukirchen sprach im Aufträge der hessischen , jüdischen Lehrerkonferenz, Herr Holzhauer-Mengshausen'- ' für den Bezirkslehrerverein Nvederaula, Herr Hirschberg- Frankfurt a. M. für den Bund gesetzestreuer jüdischer Lehrer Deutschlands und Herr Spiro-Fulda für den „Jeschurun". Voll tiefer Ergriffenheit und >ergreisend dankte Herr Gans für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Die Gemsintze tjfltt? sänMM WsN gn **«9*« in Den ©aal Der Gastwirtschaft Levi eMgelndem Hsttsrs Toaste würzten das Mahl. Nur zu schnell schlug die Trennungsstunde. Mögen die allseitig zum Ausdruck gebrachten Wünsche, daß es dem Jubilar durch die Gnade Gottes beschieden sein möge, noch recht lange segens- und erfolgreich zu wirken, mit Erfüllung gekrönt werden.

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