Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 39 (21.9.1926)
- Date
- 1926-09-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 39 Seite 8 igjue r^J e-ria e t t t 21. September 1926 diesen Pogromen führend tätig. 4. Die allgemeine Auffassung über die Pogrome in den Kreisen der Soltzateywar dip, Petljura -Hätte, befohlen, die JMen ÜMMrW,en.^,,Kch^öhech^OFizrere heriefen Wh qMFeu Befehl P^tljuras. 5. In dem Material ^inoel^sich,,eine Rerhe^ von Aussagen vMvLiMtz..PEllks sklöst A«Mnr-,§^ gtMne;.W K. Sen WMen,^ iy denen. _fie M wMKM,.tMen,^.WWeti. Cs sej hie.x astch molch eiMahMaüf Hmgerpiesen, daß.Petljura.selbst, bei Ueb,ernahme, d^s knapp staih Mm Pxoskurower Progrom^ ^-...seiner Besänftigung,MmMDen Gelbem anwesend Mr. 6.. .Schließlich sei noch auf d^MMKHßSqObÄwutstäntsMp,MWn^o..Mgemiefep, wpnuchiMnjura dem. ÄLchyast, S a K o?. l o t y.o,-j HnAüftrgg erMtchat,,Judenprogpistne ZU^Manstqsteü-.. .rvpstjdyourch öie. Bauernschaft gechostnen^wMen kann. — Mag,danach das strtell;uber,.Schwfl.rzbart. äusf.asten wie immer, has UrM her gesiMen Welt über Petljura und feine Banden, steht fest. U Die gesetzestreue Bewegung in Polen, von der Kraft und dem.Willen der aron der Assimilation unBstMtsn Mrlsrykn Wfn iih,iiTii wiederum kräftige und schwungvolle Anläufe, die nicht, unbeachtet bleiben dürfen. Fast scheint es so, als hatten die Reserven im Hintergründe nur auf den Sammelruf gewartet, der mit der Agudas Jisroel auch erfolgt ist Agudas Jisroel hatte nur den. Rahmen der Organisation zu bringen, den Inhalt für diesen Behälter, den besten und reinsten, den man sich denken kann, bringen die Menschen, die sich im Stillen vielleicht seit Jahren nach einem wirksamen Schutz ihrer unter tausend Fährnissen einer alles auf den Kopf stellenden Zeit bedrohten heiligen Güter gesehnt hatten^ selber mit.' Wer den verzweifelten Kampf der orthodoxen Fraktion im Sejm von Warschau, wer den Kampf der Orthodoxie um die. Führung in Vorstand und Verwaltung und schließlich den Elan, mit dem die orthodoxe Jugend, in „Z eireAgudasJisröel" vereinigt, um ihre Rechte ringt, verfolgt, der muß hoffnungsfroh konstatieren, daß bei vielem, was im Osten. leider verloren ging, der besie^Reft noch wirksam ist und neue Positiüststt täglich srobört. Davon zeugt am besten, daß öas Organ der polnischen Orthodoxie „Der Jud" in Warschau, der vor Jahren infolge finanzieller Schwierigkeiten eingehen mußte und vor etwa Jahresfrist als Wochenschrift wieder erschien, nunmehr wieder als Tageszeitung zu neuem, frischem Leben erwacht ist. Zu dem Erfreulichsten innerhalb dieser Bewegung gehört, neben der „Bejs Jacob "-Tätigkeit, die sich dem bis dahin leider unbearbeiteten. .Felde der M y d che n e r z i e h u ng zuwendet, das kraftvolle Auftreten der, in der OrggrrjsatiM „Poale Agudas /Jisroel" zufammengefäßten g e. f,e tz e streuen A r b e it e r.. . J.n einem, (eigenen bestxedigierten Or- 8drie ■iinteir'bein S&xiet „ ö £ b b,i fcb e 2t rb ,e i i e.*•- * Tf!)i, . •:!i'.< . :i ff h i i; I \y. . i i fliMM,e",wissen sie ihre Wünsche.nach..Innen uyd .Mßen in ehenso wirksamer wie anmutiger Form züm.Musdrgck. zu bringen, die- Außenwelt für die ,resigiöfen Arbeitenden Maffep zu. interessieren und eine hochwertige. ErAehüngsarbeit in dep. eigenen-Kreisen , zu entfalten. Me .uns vorliegenden Nummern atmen Kraft und Lehen. Hier herrscht der Wille, der Welt zu. zeigen, daß Thprä undArb eit keine Antithese.darstellen, sondern vielmehr e i n e Sy n th e seMr.den Mischen Äxheiter zü.bilhen. haben. .Hier, sind politische Mitteilungen aps,aller Welt, die.-den jüdischen Arbeiter der Mühe.entheben, nach ander-.n Zestungen zur Orientierung, über die Weltereignisse..zu greifen. In. einer Nusstmer, die wir aufs gradewohl aus dem Stoße der bis jetzt erschienenen herausgreifen, finden wir, im belehrenden und unterhaltend^ Teil Aufsätze wie „Religio n u n d Arbeit" von Rabbiner Tobias. Hzpsvitz, „D.iktstuv8bss AsröchNg; k e i>t."., die „ T f ch u w o t a g e " , Auszüge aus Büchern von Isaak, Breuer und S. Schachnowitz, Artikel über Erziehungsfragen, Schilderungen aus, dem Leben in Chafsidimkreifen und Thorahallen u, n. v. m. Möge diese Arbeit, die ja nur geleistet werden kann, wenn sie den richtigen Resonanzboden bei den großen Massen findet, von vollem Erfolge gekrönt sein. Unserer Sympathien kann die Bejs Jacobwie die orthodoxe Arbeiterbewegung, beides köstlichste Früchte an dem ragenden Stamme der Aguda-Bewegung, wie überhaupt die energische gesetzestreue Arbeit in Polen, auf politischem, gesellschäftlichem und kommunalem Gebiet sicher sein. .Mittelbar ryird.die Rückwirkung dieses Neuauffchwunges auch auf u n s e r e Arbeit im Westen nicht ausbleiben. . ... ... - Das llEv-Prinzip als Grund-;ug der Mdischen Ethik. Bon N«bbmer Sr. Ansbochrr in wirsvnhrn.^j Als jener Heide zu Hillel kam, um auf einem. Fuße stehend die gesamte Tauroh zu lernen, war es bekanntlich der. Satz *»30 iVsn Tism KV “panV „was dir verhaßt ist, tue deinem Nächsten nicht", die populäre, konkrete Anwen- *) Eine Sammlung ähnlicher Abhandlungen ist vom Verfasser zu beziehen. düng des imv 'jbib.pänrri'...in. die Hillel die ganze jüdische, Sittenlehre zusammenfaßte. Käme jemand zu uns und verlangte die Einordnung der gesamten 0’j?n in einen einzigen Satz, es gäbe vielleicht keinen geeigneten als den -yro v'KVv sntn-KV i) 2). „dein F-eld säe nicht in Mischun-, gen", ein.©« f@£, bas ft^>. ni&)t nur ausroivti im, Mischungsvrrhyt «Vif Pstangen, inste[ondere Weinberg in verschärftem Matze (NN3.1 tion)' auf Kleidung (rzvvv) und Verwendung - verschiedener. Tiexe bei unserer Arbeit, das übertragen auf alle Gebiete des Lebens gleichsam kristallisiert .den,. M i t t e l p u n k t der -jüdischen Weltanschauung darstellt. - Wenn das jüdische Haus ein Wikdosch, der Tisch ein Mißbeiach. sein jsoE -wie . dort anp' m kein Unheiliger-.und Unberufener,.zur, Aw.audoh nahen darf, -um, sie uicht ^zu, entweitzep,! wie., aych, - hier aru jüdischen Haushglt ^keiuech- Unzuperläfsigen und Unkundigenkeinem,, Andersgesinnten. oder gar Andersgläubigen -die Ueberwachung .des Kaschrus. überlassen werden darf, welches Gesetz ruft diese Forderung-lauter .flus als. das, wie ein. roter >; Faden die,,,jüdische Küche . durchziehende von das. Mischungsverbot voy Milch und Fleisch, das Prinzip i m D a us OüOT , UnD; all Bit TvtstMrBsUj Bis das Aüfgehett Ustssröt? Etzsnsrk als Am fsguloy verhüten sollen, von den unerlaubten Gattungen, deren Verbot uns. gegen schädliche Einflüsse ab* schließen rr^bis zu dem'iv3^ Dv und anv. die dem intimen Verkehr mit Andersdenkenden Vorbeugen,, die in 25 Kapiteln des Jore - deoh niedergelegten Vorschriften über naviyn und n^na sind lle etwys. anderes als die . Anwendung des v'u^ä-Grundsatzes? yim kV iiV- Von der Erzeugung und Gewinnung bis zur Zubereitung und Einnahme d e x S p e i s e nichts als die geradlinige Fortsetzung ein und desselben Prinzips. Wie sinnreich, ja ergreifend, sagen unsere V'<m von dem jüdischen Richter Simson, der sich seine Gattin aus fremdem Kreise wählen wollte, in Anlehnung an das Schriftwort'l.nn^vn '»12 iv iKyi „und seine Eltern begleiteten ihn. bis zu den, Weinbergen vor Timnath": ai2n mVv . inuan ..sie zeigten ihm das Verbot der Mischungen im Ltt Äiy Stätts, ms das tzssonders dem Genuß dienende Lebensmittel, Wein, erzeugt wird, tritt, uns besonders scharf das Kilajim-Verbot entgegey. Sie sagten ihm also damit: du willst in der wichtigsten Frage des Lebens, unter der Knechtschaft der Genußsucht i) Der Satz, der sich in Wirklichkeit unmittelbar dem obigen anschließt. D’smj? 's 19, 19. barung gewollten Leben führt, wird das Universum und seine Pulsierungen sinngetragenes und sinnvolles Sein werden, von dem Wärme, Licht und Beglückung ausstrahlen. III. Nicht, allein die Entwicklungsphasen eines Zweiflers — (der Jegliches verneint und unter Gefahren bei intensivster Kraftentfaltung den Kampf wagt, des Lebens Heiliges in Denken und Tun, nur durch selbsteigenes Suchen zu finden) — ha t G 0 t t durch den sog. Koheleth uns Menschen zeigen wollen;— (um dadurch uns zu ersparen, imer wieder denselben gefährlichen Kohelethweg prakttsch durchleben zu müssen, vielmehr uns begnügM zu lassen mit dem Kohelethergebnis nach erlebtem Studium) — sondern durch Koheleth soll der jüdischen Menschheit die nicht oft und laut genug zu r>s fiiinbenb •& SOS «hi?bsitgsscrgtssin.dah sie cs boc^ ctfs eine unnoll ge Sergeu^urtg der Bolkskrasl und eine unnötige Verzögerung der Heileszukunft erkennen möge, wenn sie alle erdenklichen Mittel und Wege probieren will, um die Lebenss 0 r m z u f i n d e n > d i e a l s,M e n f ch z u l e b e n d i e richtigste'und günstigste ist. — Durch Koheleth soll der Geschichte der Menschheit der Spiegel vorgehalten werden, wie sie.tatsächlich nur koheletische Entwicklungsstadien .(Nationalismus,, Naturalismus, Materialismus, usw.) immer wieder versuchte.. Und so sollten, wir einseheud wepden, .daß wir uns doch alle anderen Stadien schenken kö.pnte.n> da sie. kaum Logischer uyd. umfassender erlchtMe.kd.en können,, als.mie sie vom klügsten und reichsten" König erlebt, oder geschaut wurden. Wir müßten vertrauend das Versuchen unterlassen; wir mühten, auch erwachsen noch der Sttmme der inneren Natur folgen, deren Spuren wir. als Kinder unbewußt und nicht zu unserem Nachteil gefolgt sind. Wollte das Gesamtisrael feine Volkskraft daranfetzen, die am Sinai geoffenbarte Lebensform zu kennen und zu hüten, dann würde das Buch Koheleth eine Didaktik sein, die grundlegende Bedeutung für Israels Zukunft hat, da es schnell fortschreiten würde, in seiner Entwicklung zur Heiligkeit, um dadurch reif zu werden für das heilige Land. Uleines Feuilleton. Das Kalenderjahr 5687. Das am Donnerstag den 9. September begonnene neue jiihtfrfje Jahr ist in rnshr als einer Hinstiht bsmerkcnsrncrt. Qunäi^fi fcljört &esljal6, RB§ SBö Sllf l§^8Sbas raas gup ßolgs hat, baß Wahrend eines ganzen Jahres, d. h. von diesem bis zum darauffolgenden nos kein 3iv oy> auf Freitag fällt und 21s überflüssig wird. Nur ungefähr zehnmal im Jahrhundert tritt dieser Fall ein, während die drei anderen Kalendertypen, d. h. nvs anr am Montag, Mittwoch oder Freitag je dreihigmal in 100 Jahren statthaben. Ferner ist erwähnenswert, daß .die 54 ni-nv.„getrennt gehen", was nur in mangelhaften Schaltjahren vorkommt, die mit einem Donnerstag anfangen. Auch wird in diesem Jahre^rrM no cun Schabbos vor ni7i2Vgeleint, und nicht nachher. Die im Ehoreb von Rabbiner Hirsch Vst in Kap. 108 § 665 gegebene Regel, daß vor msiav immer gelesen wird, ist also nicht richtig. Diese Ausnahme tritt sowohl in mangelhaften als in überzähligen Schaltjahren ein, deren erster Tag rwn v«i ein Donnerstag ist. Das Zusammentreffen der genannten' kalendarischen Sonderheiten steht natürlich in Konnex miteinander und ist eine natürliche Folge der Gesetze, auf denen unser heutiger Kalender aufgebaut ist. Die iiaxn 'van haben bei Aufstellung ihrer Regeln auf religiöse und praktische Verhältnisse Rücksicht nehmen müssen; deshalb ist der jüdische Kalender zu allen Zeiten der komplizierteste unter allen Kalendern gewesen und wird noch in der Gegenwart von den Gelehrten, die sich mit Chronologie beschäftigen, bewundert. Mit welcher Voraussicht unsere Weisen bei der Einführung des konstanten Kalenders vorgegangen sind, davon gibt das Jahr 5687 eine besondere Probe. Der Moled Elul dieses Jahres ist, wie z. B. der Hermon-Luach besagt, an einem Samstag abends 9 Uhr 31 Min. 0 Sek: Demnach schließt das Jahr, da der Moled eines lltzonats gegen den vorhergehenden sich um einen Tag, zwölf Stunden 44 Min. 33 Sek. verschiebt, an einem Montag B8?fflitl88 10 llhr> 18 Min. 3 mi NW m HUMMl. monai) der ^ste T»g Hl»» »ttH ätt d-M TtM MVleds Trschri festgesetzt wird, falls dieser vor Mittags 12 Uhr stattfindet und es nicht Sonntag, Mittwoch oder Freitag ist, hätte n-i des nächsten Jahres am Montag sein müssen. In der Tat ist aber rri 5688 am Dienstag, und es findet die unter der Bezeichnung «"spv^vabekannte Ausnahmeregel Anwendung, d. h. falls in einem auf ein Schaltjahr folgenden gewöhnlichen Jahr der 'nvv ibw auf einen Montag vormittags nach 9 Uhr 581/1080 fällt, so wird rvi auf Dienstag verschoben, damit das Schaltjahr 383 und nicht 382 Tage zählt. Nur äußerst selten findet eine solche Verlegung statt; zum letzten Mal war es im Jahre 1758 (5518) .der Fall. Wir überlassen es den Freunden kalendarischer Rechnungenherauszufinden, wann dieses chronologische Ereignis wieder fällig wird, wollen aber gleich hinzufügen, daß die Lösung des