Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 38 (16.9.1926)
- Date
- 1926-09-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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16. September 1926 L er 8ir a e l t t Nr. 38 Seite 8 liefern wir einen eleganten Kneifer mit Gläsern, Double ohne Fassung, der eigens für Nase und G estcbt^bildusg hergerichtet wird. Es ist nicht mehr nötig, daß Sie sich mit schlechtpassenden Gläsern, falsch und schief s Umden Kneifern behelfen, die Augen dadurch vernachlässigen und schädigen. Besprechen Sie sich mit unseren Fach* leuten ohne Kaufverpflichtung, wir beraten Sie gut und bedienen Sie sehr preiswert Lieferung für alle Kasten. Ortfiozentrisclie Kneifer-Gesellschaft, Opernplatz» Für die Reise Feldstecher, Operngläser von 20.— Mk. an. Schutzbrillen und Kneifer in allen Farben der Weife. Da eine Mahnung an eine gewisse Presse zur Celbstzchk Dollfommett zwecklos ist, werden Bchmd und Rabbinat angerufen, Abhilfe zu schaffen. & ^oricre|{uti«|en ju &em!« len jii scheu Gemeinden Oes VNnaer Gehiekes. Wilna, 8. Sept. Nachdem in Kongreßpolen die Vorstandswahlen in den israelitischen Kultusgemeinden bereits vor 2 Jahren stattgefunden haben, wurde das Recht zur Autonomie der jüdischen Gemeinden in den neu angeschlossenen Geibieten erst jetzt vom polnischen Ministerrat anerkannt. -In Wilna und in dem Nowogrodeker Kreis hat bereits der Wahlkampf eingesetzt. Der Kamps gegen den religiösen Charakter der Gemeinde wird von dem Zionistenlführer Dr. Wygodski-Wilna geleitet. In einer Konferenz erklärte Dr. Wygodski: „Das religiöse Moment darf nicht mehr den ersten Platz in unseren Gemeinden Hinnehmen. All jene, die für einen nur-religiösen Charakter der Gemeinde eintreten, sind die Schleppträger des Antisemitismus und der Assimilation." An der Spitze der Verteidiger des altreligiösen Charakters der Gemeinde steht Rabbi Chaim Ojser Grodzenski in Wilna. Das Wilnaer Rabbinat plant dis Einberufung einer Konferenz, zu der .alls £ftaf>t>tne£, alle 93orfieI>er her Gemeinden und Böt- Die neue Währung für Palästina. — Die Basis: Lin Kund Sterling. £>r-i±rfc£?e London, 2. Sept. x>er-öf fertiitcfji . foeten et chäufer, 'sollen. WVC «Uc vrthvbvßen tpa^Merx d r Sb Setzsveiz. Beschlüsse des Völkerbundsrales belreffend die Alandatsländer. Genf, 5. Sept. In der gestrigen Sitzung des Völkerbundsrates wurden die neue Resolution Unden, sowie der Bericht der Mandatskommission angenommen. Laut derneuen UndeN-Resolution muh die Mandatskommission' vor der persönlichen Einvernahme von Petitionären' ästs den Mandatsländern die Meinung der Mandatsrnächte einholen. Im einzelnen lauten die BeschlüM:'^ , Der RÄ nimmt die Jahresberichte betreffend die acht MMdatsterritorien, den Bericht der Ständigen MandatskommlssiM über ihre Arbeiten im Verlaus der 9. Session, die Darlegungen des beglaubigten Vertreters einer der Mandatarmächte, sowie den Bericht des schwedischen Vertreters zur Kenntnis und beschließt: Allgemeine Fragen. 1. Vernehmung der Petitionäre: Der Rat beauftragt den Generalsekretär, die Mandatar- (JW ^rjut^erij i^re äCnjic^ten batil&er £>«tanni ob es oppvrlM M, daß me Slllnmge ManMis» ^ormrri ^ou in gewissen Äusnahmsfällen Petitionäre aus h°rt. 2 <^raaebr?^" betreffend Mandatsterritorien B u. C. -Der Rat »lucht G-n«r<q«,r-tär. die Formular« d°- sFragebogens zunüch,? "°n M°nd°t°nnach««n zu unter. Ibreiten. - 'Petitionen: Was dis Petl^.^nen betreffend Palästinä «Mgeht, -billigt der Rat dis Bsschix^..^ Mandatskomvchstion und. ersucht den Gensrälsskretu^' biese Beschlüsse yz Mandatarmocht und den resMtlvett Pe^tionären zu ermitteln. -' . v ' .!%» "i^ilommumque iioej Die Währung 9wn wut» mitgeteilt, daß der Kolonienminister einen Ausschuß zur Fertigstellung des Projekts einer eigenen palästinensischen Währung, die auf dem Pfund Sterling basieren soll, eingesetzt hat; der Ausschuß soll auch die palästinensische Valuta kontrollieren. Dem Ausschuß gehören die folgenden Personen an: P, H. Ezechiel, einer der Kronagenten für die Kolonien, als Vorsitzender; Leslie Couper, Hauptleiter der Bank für Britisch-Westafrika; A. I. Harding, Beamter des Kolonialamts; F. Philips, Ehrenmitglied der Schatzkammer, und H. C. Ranfom als Sekretär. Sitz des Ausschusses ist: 4, Millbank, Westminster, London S. W. 1. Zur Vorgeschichte dieses Regierungserlasses ist zu sagen: Die Regierung Palästinas hat im April 1924 ein spezielles Komitee eingesetzt, chas die Frage, ob Palästina eine eigene Währung braucht und welches Währungssystem für das Land am geeignetsten sei, prüfen und darüber Bericht erstatten sollte. Zum Vorsitzenden dieses Komitees rourbe her Ecfjafemeiffer hör VaIästlN<trSglerung, Mr. Luwes, krnqnntj «ls gehören ihn, an S. Hoosim von der Anglo-Palestme Bank. Herr Jacobus Kann und Herr Van Vriesland von der zionistischen Exekutive in Palästina, ferner zwei arabische Vertreter, Ali Cffendi Mustakim aus Jaffa und Suleiman Bey Nastif aus Haifa, sowie die palästinensischen Vertreter der Anglo-Egyptian Bank, der Credit Lyonnais, der Imperial Ottoman Bank und der Banco de Roma. Die Palästina-Regierung hat in.einer damaligen Mitteilung erklärt, die Frage der Schaffung einer eigenen palästinensischen Währung sei dadurch aktuell geworden, daß Palästina, wo gegenwärtig das ägyptische Pfund als Währung. zirkuliert, jährlich eine große Summe Geldes dadurch verliert, daß die Zinsen für. die in Palästina zirkulierenden Banknoten der ägyptischen Nationalbank, nicht aber dem palästinensischen Fiskus zufließen. Die von der Regierung ernannte zweite Kommission zwecks Fesffetzung der Benennungen der neuen Währung (diese Kommission setzte sich aus jüdischen und arabischen Palästinensern zusammen) beschloß im Januar 1929, daß das Pfund Sterling, welches die Währungseinheit zu bilden hat, in Palästina „Dinar" heißen soll. Der zehnte Teil des Dinars (2 Schilling) sollte hebräisch „mmr uhd VMM ."MMl" WM, FMir re? es einen „Hnlbschekel" oder „Haldmisköl", süwls kill „Vierteffchekel" („Darkmon") oder „Viertelmiskal" („Dirhem") geben. Es sollte noch den tausendsten Teil eines Dinars geben, der hebräisch „Pruta", arabisch „Salf" benannt fein, soll, (ITA.) ' Jetionalira. «Engfanfe. Zur Ikage der Salenderreform. ^7 , London, 4. Sept. Wie i ’*r Mwlsh Wroniclk" ÜU8 Wllf MINE M die Unterkt Immission des Völkerbundes für die Kalend^k reform der Vollversammlung des Völkerbundes zwe/ Vorschläge u. ut-erboeitet, die beide im Falle ihrer Verwirklichung di 'e schwersten Wirrnisse für das religiöse Leben des Jul. Dutums heraufbeschwören müßten. Die Kommission schlä. DOf, entweder das Jahr in dreizehn Monate zu 28 Tt ^en mit einem. Blankotag einzuteilen, oder jedes Viertelst m zwei Monate zu dreißig und einen Monat zu 31 2-trgen, wobei. ebenfalls ein Blankotag vor dem ersten v ^QnMör hinzugefügt werden müßte. In wieweit die Vorschi der Kommission die Billigung der verschiedenen kirchlu Instanzen gefunden haben, -bleibt abzuwarten. (Die heutige ftummt T umfaßt 16 Seiten.) Surfet. Der Verzicht der türkischen Juden aus die ' ANnderheikenrechke. .Konstantinopel, 30. Aug. Herrn LüÜlö Uarshülls, des Prastdenterk .des' Amerikanisch-jüdischen Komitees, Anklage gegen die türkif^.en diesen wegen des Berzichtes auf Sie ihnen aus dem ZaUfsMek' Vertrag zukoMMLllden Minderheiteiikechte i Feigheit öönüökf, hat ^'>5 berwunderMg hsksöMrufen. Herr Franco, -sk Vizepräsident des Dreizehner-^ötNitees, bH Ä4 itiüd StäÄtM 8ss MisHm DsmzsMkk guSW arbeiten hat und das ^«r den Verzicht auf die Minder- Mtenrechte oerankwoMch' ist,, sprach sich gegenüber dem MÄ-Vertretei'^,hahin au^> Darfhalls Stellungnahme gegM' die türkischen Juden nHk ganz gerecht ist, indem er glD^ hie Juden gegen ihcetl Hillen' verteidigen zu müssen. - In, Wirklichkeit war ^Verzicht äuf die MinderheAestrechte nicht bedingun^stos... Diese Rechte hätten in M Türkei , keine gesetzllch.e Mgch.tz da hier der Schweizer gilt, wonach alle türüWl, Bürger Berlin. 5. September. Der Berliner GemeinderafeHner, ^err i&r. SJi. ist mit ■ \ o t m i tj > hya. «wj1 l^ircetr ttno^etts^u|tcirTö iftröjrrigunö selben bis gum Dezember d. H. von feinen amtlichen Verpflichtungen dispensiert worden. Herr Dr. Petuchowski, geboren in Wilna, war lange Jahre als Nachfolger des Mecklenburg-Schweriner Landesrabbiners Dr. Salomon Cohn an der Berliner Tiergarten-Synagoge an der Potsdamer Brücke tätig, ehe er in den Gemeindedienst übertrat. Mit seiner Vertretung ist nun Herr Rabbiner Dr. Freier betraut worden, der zuerst das Rabbinat in Efchwege bekleidete, später während des Krieges Oberrabbiner von Sofia war und augenblicklich in Breslau wirkt. Hamburg. (Unliebsam verspätet.) Im fast vollendeten 73. Jahre ihres reichgesegneten Lebens ist hier in der Nacht des 16. Elul die Witwe des verewigten Prager Oberrabbrners Dr. N. Ehrenfeld Frau Jda Ehrenfeld geb. Posen sanft verschieden. Als würdiger Sproß frommer für Thora und Judentum in seltenem Maße begeisterter Eltern verstand sie es, der Väter Traditionen in glücklicher Weise durch ihr ganzes Leben in Treue zu wahren und als Beispiel und Vorbild einer wahrhaften t"n nm zu wirken. Als Lebensgefährtin ihres als hervorragender Talmid Ehochom wie als Kanzelredner gleich verehrten Gatten fühlte sie sich mit ihrer Frömmigkeit und mit den ihr eigenen ©ci|i;es^aben in bie (ScbanJettmeli tfjtGS ^um DOtt A)SVVWt wirkenden Ctrl «rtk tüttrie jhtll iittl treue Gehilfin und Mitarbeiterin auf allen Gebieten des jüdischen Gemeindelebens. Den Jüngern, die sich insbesondere in der Prager Amtszeit im Rabbinerhause zu den regelmäßigen Lehrvorträgen um ihren Raw in großer Zahl versammelten, wie auch den Gelehrten, die sich zu den abendlichen Schiurim hier vereinigten, brachte sie jederzeit eine anheimelnde Gastlichkeit entgegen, so daß sie sich allenthalben der größten Hochachtung und Verehrung erfreute. Als eine besondere Gottesgnade pries sie es, daß alle ihre Kinder in echt jüdischen Häusern in achtunggebietender Stellung das Werk ihres Vaters nach dessen Vorbilde fortsetzen und so das Erziehungswerk ihrer Eltern krönen. Leider waren die beiden letzten Jahre ihres Lebens durch schweres Siechtum getrübti Doch ertrug sie alle Beschwerden mit großem Gottvertrauen geduldig, zumal sie in dem Hause ihrer jüngsten hier lebenden Tochter mit unendlicher Liebe und Fürsorge von dieser und ihrem Gatten (Herrn Dr. Moses) betteut wurde, ttan ’d p'tm fand unter großer Beteiligung die Ueberführung nach dem Bahnhofe statt, von wo sie ihre letzte Reife, antroten sollte, um an der Seite ihres von ihr so geliebten Gatten zur ewigen Ruhe gebettet zu wsrden. Forderungen nach GegMgarantien jüdischer Rechts' und Ansprüche. Herr Marschall. .irrt,.. weM! er meint, däß jüdische Rechte verraten' worden sind. Ja Karlsruhe» 5. September. Heute fand hier ein Hesped für Rabb. Dr. Salomon Breuer''"?^'.statt, dessen Bedeutung für das ganze Judentum vom Referenten DIS WklM mm an SHrffwois uirD MwrusH gewürdigt «mrve. Rahmen einer Veranstaltung der hiesigen Ortsgruppe der Agudas Jisroel zeigte Herr Dr, Michalski unter Zugrundelegung der c>i>is *tV nsm nitnn 'isi, haß Salomon Breuer W in . seiner Persönlichkeit und durch sein Wirken das Pr^g^rmm der Agudas Jisroel und im . l^jonderm der Agudas Jisroel- Jugendorganisation gleichsam verkörpere. RsH Eem Midraschworte hätte eigentlich die Stelle 'nb durch Punkte hervorgchoben werden sollen. Statt dessen sind die punktiert worhen, Wir und. unsere Kinder fpllstt bis in Ewigkeit alle Worte dieser Tauroh. zu verwirklichen, streben und dadurch unser Leben weihen; Dies und nichts anderes ist ja auch das Programm der Agudas Jisroel und soweit es die ^Jugend betrifft, der Agudas Jisroel-Jugendorganifaüon. Lichtvoller Weise führte der Redner des Abends diesen Gedanken aus unb reihte andere ,-m »m a.n, sie zuM^Pi^ramme der Veranstaltung trefflich in Bszishung setzend- Ä. öfm il mul P Bank- ' drcsrläk Leopold Haas \>~i dem Kreise seines Wirkens Wochenkaletider. vom18. - 83. Sept. 1988. / vom lO. - 17. Tischri 56E7 Sep. 18 10 nw, Sonntag 19 11 Montag 20 12 Dienstag 21 13 Mittwoch 22 14 Donnerstag?3 15 i Freitag 24 16 Samstag 25 17 NS1VN 71N na» •voa m» pb'van ans? mao ans? niaot'» nv> -