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Der Israelit · 1926-09-02 · Heft 36 (2.9.1926) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 36 (2.9.1926)
Date
1926-09-02
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 Nr. 36 der Gesamtheit. Wir kennen das Machtprinzip in feiner ganzen Schwere und sind glücklich, wenn wir nur das leise Säuseln des Rechts, den leichten Atem desselben verspüren. Froh und leicht wird es uns, es wächst der Seele Kraft, des Gemütes Tiefe, es drängt empor in uns das Gute, das Edle. Alle möchten wir umfassen mit Liebe, alle umfassen mit dem Geiste des Rechts. Wir wachsen ins Große, es sproßt, was unser Vätererbe war, es keimt und treibt Bluten, was Erziehung und Vätertugend in uns wachgehalten hat. Was wir im tiefsten Grund unseres Herzens verspüren, was uns geworden ist mit den Worten na-ia n-n „werde zum Segen", das müßte Gemeingut aller werden. Alle und alles müßten beseelt sein von der Reinheit der Gesinnung, alle müßten streben nach diesem Ziele; dann wäre der Kampf aus auf Erden, dann würde dem blutigen Morden ein Halt geblasen, wir ständen dort, wo wir stehen sollten: in den Vorhöfen Gottes. — Aber wie weit entfernt sind wir davon. Das Bild lockt von ferne, jenseits des Berges Höhen erscheint es. Wir sehen es. doch es liegt so fern. s" fern W MMlk. M unü Ött bliM srinr örn ihm MMhmven Tlrahlen auf. Mm Mcht DOm Fr!e- Vensbund, man spricht von der Gleichheit des Menschengeschlechts, man arbeitet an dem sozialen Problem und kommt doch nicht zum Ziele. (fb -p von r-nüsn)3fTn 1'NiPi nTjrr’hnyfnx v'rr „Sie helfen ein jeder seinem Nächsten, zu seinem Bruder aber sagt er: Sei selbst stark." „Es tritt eine Unterstützung von Hilfsbedürftigen ein. Allein nicht der abrahamitischen Menschenliebe, nicht dem Streben: Segen zu verleihen, entstammt diese Hilfe, nicht Liebe, sondern berechnende Klugheit bewegt sie. Ein jeder unterstützt nur den, an dessen Erhaltung er selbst ein Interesse hat, der ihm ein yn ist, auf gleicher Weide gehend; zu dem aber, dessen Ruin ihn selbst nicht in Mitleidenschaft ziehen würde, der bloß als rw, als Bruder hilfesuchend vor ihm steht, spricht er: Sei selbst stark! Hilf dir selbst!" Haben wir unsere Aufgabe begriffen, haben wir uns Gott geweiht, sind wir eingetreten in fein Reich, strömt jeder Atemzug chm zu, sind wir eingetaucht in das Gottnahesein! Solange wir nicht vip ’t» und D’ina va^aa geworden sind, solange wird das Bild trughaft vor uns erscheinen und wieder verschwinden. In dem männermordenden Krieg ist alles Heilige untergegangen. Material und Materialismus siegte, das Geistige verstummte — starb aber nicht. Mit Kriegesende setzte eine Wandlung ein. Wie alle Kulturerscheinungen und Entwicklungen aber nur langsam, unmerklich reifen und die Menschheit in ihren Bann schlagen, .so auch böl bem Wachsen her reltgtöfen Idee. Wie der aeliüb Materialismus erft Die Kopfs ber Maste ergriff unb so großes nicht auszuvenkendes Unheil schaffte, ihre Gedankenwelt revolutionierte und Irrungen und Wirrungen erzeugte, als er schon längst bei den Besten und Tiefschürfenden abgetan war, so verspürt man auch heute schon das Ringen wahrhaft führender Geister nach Tiefe, nach Ewigkeitswerten, nach religiöser Begründung des Daseinzweckes. Das Volk wird folgen! Nur muß die Bahn geebnet, die Gedankenwelt in jene Richtung hin bearbeitet werden. Es darf der neue Gedanke nicht überraschend über es hereinbrechen. Er muß ihm bekannt sein; jeder einzelne muß Aehnliches erlebt und ersehnt haben; er darf nur in Worte gefaßt finden, was ihm in der Seele lebte. Dazu bedarf es Jahre anstrengender Arbeit und methodischer Arbeit. In des Kindes Geist muß hineingeträufelt werden die goldene Saat, damit sie als herrliche Ernte hervorsprieße. Ist uns auch in der min das Lebensgesetz gegeben, so müssen wir uns doch auch einfühlen in den Geist der Zeit, um zu wissen, was sie in ihrem Schoße birgt und was sie gebären will. Wir leben einmal inmitten dieser Geisteswelt und müssen alles nützen und jedes Mittel ergreifen, um unsere Kinder jüdischer zu machen. Alles muß daraufhin eingestellt werden, jede Strömung von unserm jüdischen Standpunkte beschaut und bewertet werden. Wir können und dürfen an den Problemen der Welt nicht vorübergehen, ohne sie in unseren geistigen Blickpunkt zu ziehen. Rektor Professor Dr. Hoffmann sagt: „Die jüdische Gesetzeslehre und der jüdische Gottesglaube erwünschen und erwarten nicht die Verdummung. WUM Ml (Mülpime unk MMMtis \\rer Irenen BököNNök und Vetätiger. Nur ber erleuchtete Geist ist empfänglich für die Weisheit der jüdischen Lehre; nur das veredelte Gemüt findet Wohlgefallen an der Reinheit und Lauterkeit des jüdischen Sittengesetzes; nur der durch Wissenschaft vervollkommnete Verstand findet seine Befriedigung in der Erhabenheit des jüdischen Glaubens an den einig-einzigen Schöpfer des ganzen Universums, an den allmächtigen Leiter der Geschicke der Völker und an den allgütigen Ernährer und Erhalter aller seiner geschaffenen Wesen." Es würde sich bitter rächen, wenn wir Auge und Ohr verschließen oder die uns umströmenden Probleme totschweigen wollten. Das jüdische Kind darf nicht mit geschlossenem Auge an dem Abgrund vorbeigeführt werden. Es fielen uns schon so unendlich viele dort hinein. Der Zeitmoloch hat ihre Seele erwürgt. „Wer darf ruhig stehen bleiben beim Blute seines Nächsten!" Wer empfindet es nicht als einen Nackenschlag, als eine Demütigung, wenn einer unserer Schüler abwendig geworden, vielleicht durch unsere Schuld. „In Schems Zelten soll dem jüdischen Gesetze ein dauerndes Heiligtum errichtet werden, das nicht wieder durch fremde Sitten entweiht, durch Schmähungen und Angriffe von äußeren und inneren Feinden verunglimpft und verächtlich gemacht werden soll. Denn nur im jüdischen Gesetze liegt das vollständige.Heil verwahrt, weil es alle Gedanken und Gefühle, alle Reize und Genüsse, alle Bewegungen und Handlungen an den einen Gottes- Der Israelit gedanken knüpft, von dem allein sie die Richtung und Regelung zu empfangen haben." Mit diesen Worten kennzeichnet Rektor Professor Dr. Hoffmann die Aufgaben des jüdischen Unterrichts. Herrlich und riesengroß fürwahr ist die Aufgabe. Nur eines, heißt es: Nichts versäumen. Nichts versäumen! Wie unendlich viel haben wir versäumt! Mit der Treue zu unserem Judentum ist es nicht besser geworden; trotzdem ein Zug von Jüdifcherwerden durch unsere Jugend geht. Für viele ist es aber ja so schwer. Es ist für sie ein Leidensweg sondergleichen. Nur nichts versäumen! Und wir haben es getan! Lassen Sie uns in unsere Schule und in unsere Gemeinde sehen! Vor 30 und 40 Jahren gab es noch Männer in den Dorfgemeinden, die lernen, die aus den Schriften unserer Alten sich selbst Herzstärkung holen konnten; für die es eine Erholung und Erquickung war, wenn sie hineintauchen konnten in das Meer der Geistigkeit, um sich die Waffen selbst zu schmieden gegen Abfall und Leugnung. Wie steht es heute bamtil Der Quell her Beglückung iss xxlstM, Öflfjin sai Äiimpfe Murmeln de^ sMsshxlwcn DllMs. Alles ist füll unb stumm in uns geworden. Fast niemand taucht ein in das Jungbad, tot liegt alles, kein Geist ist darin lebendig. Wen wollen wir anklagen? Die Leute, die Zeit, die Zeitenströmung, uns! — Allmählich langsam senkt sich das Tagesgestirn. Nach und nach zieht die Dämmerung über die Erde und die Nacht deckt alles mit ihrem Schleier. Aus der Nacht wird gemach der Tag geboren. Einzelne Strahlen durchbrechen den Nachthimmel. Eine abgetönte Röte erhellt das Gewisse aus dem Ungewissen. Glänzender und heller wird der Schein. Die Dinge treten in ihre wahre Gestalt. Herauf strömt die Sonne und überstrahlt alles mit ihrem Glanze. Eim kostbares Bild und eine herrlich sprechende Mahnung. „Leicht ist es, noch zarte Seelen zu formen; schwer, mit uns gewachsene Fehler auszurotten." i'i by naina mi» .na-i r»rin naV Ti” laii-n ,iaiK miarr p yv rpina nn Vynawa thV ,nain 8in nab ,pi aaPni ,vnn Oder wie Luther sagt: „Es ist schwer, alte Schälke fromm und alte Hunde gelehrig zu machen." Was die Natur uns lehrt, das ist hier in Worte gefaßt. Es kommt nur darauf an, das Erkannte rechtzeitig und richtig anzuwenden. Wir mühen uns redlich in unserer Schule. Wir glauben, auch unsere Pflicht zu tun. Wir haben die Anforderung, die die allgemeinen Bestimmungen von uns forderten, erfüllt. Wir haben versucht und wohl auch erreicht, daß die Kinder teilnehmen können an dem öffentlichen Gottesdienste unb sie dekanns QffilSiifll HÜt U& ffiejLüen unjerer chssfYWtk, Wlk hllÜeN M gelöhkll bte gange nV’sn^gu übersetzen, llUlh 005 VMN UNd sie durch die biblische Geschichte geführt bis Mendelsohn und vielleicht noch weiter. Es steckt darin ein ganzes Kapital von Arbeit, — nur schade — es war vergebliche Arbeit. Hand aufs Herz! Genügt das, was hier gelehrt worden ist! Das Leben lehrt! Doch nur das, wozu der Grund gelegt war. Wir haben für das jüdische Leben keinen tragsähigen Grund gelegt. Was der aus der Schule entlassene 14 jährige Schüler bedarf, sieht anders aus und nennt sich anders, wenn er Jehudi bleiben will und kann. Er ist verloren, er ist ratlos verloren, wenn er nicht selbst das Wort des göttlichen Gesetzes zu nehmen und die jüdischen Geister der vergangenen Zeit zu sich reden zu lassen versteht. Er soll und muß sich entscheiden zwischen Gott und Baal — und weiß nicht und kann nicht wissen, wo Gott, wo Baal, wenn er nicht Gott aus seinem Gesetz selber kennen gelernt. Ohne Quelleneinsicht weih keiner mehr in diesem Wirrwarr von Judentümern, in welchem Lager er Israel und die Bundeslade zu suchen habe. Darum lernen! Lernen unser und der Völker Vermächtnis, damit die heilsuchende Menschheit das Heilvermächtnis ihres und unseres Gottes aus unseren Händen empfängt, damit doch schließlich triumphiere das Jakobsprinzip. Wir sind die Siegelbewahrer der Weltenwahrheit. Wir müssen uns erfüllen mit dem Verständnis für unsere Sendung als Sendbote des Jakob-Prinzips und des Abraham-Segens nana n'n- Es gibt keinen anderen Weg, es ist das unsere einzige Rettung. Mit n^'sn unb vain lehren töir nur feine einstige Stellung als IM im Misr UV Welt unb Ze^tchtej aiev brn I n - halt seiner Aufgabe selbst wird das Kind noch Nicht kennen und allem Schwanken und allen Ablenkungen nach rechts und links ausgesetzt sein. Darum müssen wir das Kind einführen in den Kreis der Chachomim und es einweihen in die o"av min? denn das praktische Leben beruht darauf. Es muß soweit gefördert werden, daß es selbst eine einfache Mischnah und einen Din lernen kann. Wir müssen uns überflüssig machen können. Das ist der Weisheit letzter Schluß: „Die schlechtesten Aerzte sind jene nicht, die sich im Krankenhaus entbehrlich machen wollen; die schlechtesten Erzieher jene nicht, die sich in der Erziehungsstube entbehrlich zu machen suchen. Du sollst meiner nicht mehr bedürfen, spricht der weise Arzt zum Kranken, der edle Erzieher zum Zögling. Werde gesund, du Kranker! Werde Mann, du Kinh! Das ist der Sinn und Geist aller Heil- und Erziehungskunst." (Sailer). .•nnPy inn nn m zm ’3 ,n’8’3i 'n dj? da p' ’n Darum muß schon das Kind hineingeführt werden in den Geist des Lernens. Lassen wir aber die Schuljahre unbenutzt verstreichen, dann läßt sich nur in den seltensten Fällen der gereifte Mann dazu bereit finden. Mit tausend Rätselaugen schauen ihm die unvokalisierten Worte entgegen. Er bangt vor ihnen und verliert den Mut. Worte, Ausdrucksweise und Satzbildung! erscheinen ihm so fremd und schwer. Das Gedächtnis hat an Elastizität verloren; das Wortbild prägt sich schon schwerer ein. Darum muß im frühen Kindesalter die Schwierig- 2. September 1926 keit abgetragen werden. Das Kind muß schon lernen, Unvokalisiertes zu lesen und zu übersetzen. Hebräischer Sprachunterricht _ im Sinne des Arbeiksprinzips. Referat erstattet in der Versammlung des israelitischen Lehrervereins für Bayern von I. B. Hirnh e i m e r; herausgegeben vom Verein. In den Gefilden der pädagogischen Literatur sprießt und wächst es eben ganz mächtig. Die Könige der Pädagogik haben die wissenschaftliche Grundlage der Reformoewegung geschaffen, die neuen preußischen „Richtlinien" chr den Weg geebnet. Nun sind auch die Kärrner gejchäftig, und die pädagogische Literatur schießt so gewalüg ins Kraut, daß es immer schwerer wird, die Zahl oer Erscheinungen auch nur äußerlich zu übersehen. Leider tann das non den E^^einUssgM tzA WlslM WlW nicht gefagf wffösiu Ansätze zu Mira SfßBen sind tt-ohl vorhanden, aber um neue Bahnen zu erschließen, fehlt es vor allem an der wissenschaftlich-theoretischen Grundlegung, , fehlt es vielleicht mehr noch an der sprachlich-praktischen Befähigung der Lehrenden. Da ist es denn eine besondere Freude, über den oben angezeiglen, wirklich wertvollen Vortrag berichten zu können. Hier spricht ein Mann — das bemerkt man beim Durchlesen der kleinen Arbeit — der die moderne pädagogische Literatur wissenschaftlich verarbeitet hat und aus diesem Studium gangbare neue Wege für die Schularbeit zu gewinnen weih. In wenigen lapidaren Sätzen stellt er das Ziel für den jüdischen Religionsunterricht — d. h. nur für einen solchen, der die ehrende Bezeichnung j ü - d i s ch mit Recht für sich beanspruchen will — klar auf und zieht in richtiger Auslegung des nur zu oft falsch verstandenen Begriffs Arbeitsunterricht aus seiner Zielsetzung die rechten Folgerungen, was sowohl hinsichtlich des Unterrichtsgangs als auch des Umfangs des Lehrstoffs jede jüdische Volksschule und jede gute Religionsschule leisten kann. Es hieße den Wert der Ausführungen Hirnheimers herabsetzen, wollte nun der Rezensent oen Inhalt des Vortrags hier kurz skizzieren. Lese ein jeder, nein, studiere ein jeder für das Thema Interessierte recht eingehend den auch in ansprechender Form gehaltenen Vortrag. Man wird nicht in jeder Einzelheit mit dem Vortragenden übereinstimmen, der Weg als solcher ist richtig gezeigt. Schwierigkeiten dürfte vor allem der Mangel an richtigen Lehr- Und Lesebüchern bereiten. ®?Sl m MlMlllM TcDDn in Dam 88» Um 8UrtragenDen gewünschten Sinns ^arbellA; eine $\Ut ist im Entstehen, es wird noch viele Arbeit kosten, bis sie eine brauchbare Gestalt gefunden hat; für die Mittelstufe fehlt es an jeglichem Lehrmaterial. Auch die vom Vortragenden empfohlenen Werke Gordons (Haloschon, Prosdor und erster Teil), an sich vorzügliche Schulbücher, sind für ganz andere Zwecke und unter gänzlich verschiedenen Voraussetzungen geschrieben und kaum zu verwenden. Aber es scheint, der Vortragende ist selbst der Mann, der befähigt ist, seine Vorschläge lehrplanmäßig auszuarbeiten und in Zusammenarbeit mit anderen Männern der pädagogischen Praxis und der eingehenden Kenntnis der hebräischen Sprache brauchbar zu gestalten. Wird sich ein solcher Kreis von Arbeitern zusammenfinden? Bachur. Mitteilungen. Vor einigen Wochen konnte Herr Kantor und Lehrer Abraham Oppenheimer in Mainz sein vierzigjähriges Ortsjubiläum im Dienste der dortigen Israelitischen Religionsgesellschaft feiern. Nachdem bereits im Hauptteile unseres Blattes von dem Jubeltage des Herrn Oppenheimer berichtet wurde, verfehlen wir nicht, uns den dort ausgesprochenen Wünschen aus vollem Herzen anzuschließen. Möge es dem werten Kollegen, der stets ein treues Mitglied des Unabhängigen Hessischen Lehrervereins sowie unseres Bundes war, vergönnt sein. NvlH eine lange Reihe non Jahren in Rüstigfßit linD (BßflinBIjiit lllt ,2ien^e jetner Eemeinbe and bkS Judentums zu verbringen. Wir erhalten ferner die Nachricht von dem bevorstehenden vierzigjährigen Ortsjubiläum eines Kollegen, dessen Name in der gesetzestreuen jüdischen Lehrerweli ein Programm bedeutet. Dazu schreibt uns ein Kollege aus dem Bezirke des Jubilars: „Am 2. September ds. Js. darf Herr Kollege Jakob Gans von Niederau l a auf eine vierzigjährige gesegnete Tätigkeit in seiner Gemeinde zurückblicken. Seitens der Gemeinde werden Vorbereitungen getroffen, den Ehrentag ihres pflichttreuen Beamten in würdiger Weise zu begehen. Die Tätigkeit des Herrn Lehrer Gans beschränkt sich nicht nur im Rahmen seiner Gemeinde. Sein Arbeitsfeld erstreckt sich auf alle Fragen unseres Standes. Seit zwei Dezennien ist er Vorsitzender des Unterstützungsvereins Jeschurun. Mit seltener Umsicht und Geschicklichkeit lenkt er das'oft gefährdete Vereinsschiff über alle Klippen hinweg. Auch im Ausschüsse der hessischen Lehrerkonferenz darf er für die ideellen Bestrebungen der vorwärtsschreitenden Lehrerschaft Mitwirken. Durch diese Personalunion hat Gans sehr viel dazu beigetragen,, die Einigkeit in der hessischen Lehrerschaft zu erhalten. Wir gratulieren dem hochverehrten Kollegen zu seinem Ehrentage und wünschen, daß es ihm vergönnt sein möge, an der Seite seiner liebenswürdigen Gattin noch lange zum Wähle der jüdischen Lehrerschaft, seiner Gemeinde und des zu wirken." Den Wünschen des Einsenders schließt sich der Schriftleiter aus vollem Herzen an: onpn nua ny aan rPx!

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