Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 35 (26.8.1926)
- Date
- 1926-08-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 35 Seite 5 Auch die der Jeschiwa angegliederten Schiurim für Schüler (10 Gruppen) entfalten weiter eine segensreiche Tätigkeit, die gerade in der letzten Zeit, was wir hervorheben wollen, auch von der Schule bei jeder Gelegenheit anerkennend gewürdigt wird. Die Zahl dieser Schüler- WiUNM ITI MH WwllWMM Mkl Mgüyl ausländischer Schüler, deren Eltöev ctUS biQMlflU chen Gründen es vorziehen, daß ihre Kinder einen großen Teil des Nachmittags in der Volksschule beaufsichtigt wexden, etwas zurückgegangen. Das Gesamtbild ist ein recht erfreuliches. Durch den leider erfolgten Heimgang unseres unvergeßlichen V"jrr rw’B« hat unsere Jeschiwa einen unersetzlichen Verlust erlitten. Wir hegen die zuversichtliche Hoffnung, daß das unendliche rn:i des Verewigten diesem seinem großen Lebenswerk auch in der Zukunft beistehe, so daß es ihm vergönnt fein wird, seiner heiligen Aufgabe im Dienste der Verbreitung gründlicher Thoralenntnis in immer reicherem Umfange nachzukommen. Wopkions- und Pflegestellenvermittlung. Berlin, 19. August. Die Zentralstelle für jüdische Adoptionsvermittlung und Pflegestelleinwesen des Jüdischen Frauenbundes E. V., Geschäftsstelle Elberfeld, Genügsamkeitstr. 7 sendet an die jüdischen Gemeinden Deutschlands folgenden Aufruf: „In den letzten Jahren haben sich die Fälle gehäuft, in denen jüdische Kinder in christlicher Umgebung erzogen wurden und somit dem Judentum verloren gingen. Der »Wz pfiltH W MEBalB W lfMit M? WlW tions- und Pftegestetfenvermitttung ausgenommen. Die Aufgabe der Adoptionszentrale ist einerseits, armen, elternlosen Kindern ein Heim zu geben und andererseits kinderlose Eltern durch ein Kind zu beglücken. Die Adoptionsvermittlung hat schon eine erhebliche Anzahl Kinder in Familien untergebracht und dadurch, wie so vielen Zuschriften an uns ersichtlich ist, in manche Familien Glück getragen. Die jüdische Gemeinschaft aber ist der Sorge für diese Kinder enthoben. Da nicht alle Kinder für Adoptton in Frage kommen, auch nicht alle für Anstalten geeignet sind und im Grunde r er I » ra e11 t jede Familienerziehung einer Anstaltserziehung vorzuziehen ist, hat sich aus der Adoptionsarbeit heraus die Pflegeftellenvermittlung entwickelt. Bisher hat es kaum jüdische Pflegestellen gegeben, so daß in vergangener Zeit und leider auch heute noch jüdische Kinder in christmm WuMn ulMsgrksWt Ml Ksf gfMr- — bsmühh Pflögestöüön zu Msu. Eine groMre Anzahl steht schon heute zur Verfügung der jüdischen Gemeinden. Diese, sowie die Adoptionsarbeit kann nur durchgeführt werden, wenn der Zentrale für Adopttonsvermittlung und Pflegestellenwesen die ideelle und finanzielle Mithilfe weitester Kreise gesichert ist. Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn auch Ihre Gemeinde mit Hilfe ihrer Wohlfahrtsorgane diese Arbeit aufnehmen, sowie einend jährlichen Beitrag bewilligen würde (Mindestbeitrag Mk. 20.—) den Sie uns gütigst überweisen wollen. Zu näherer Auskunft über die Art der Arbeit steht die Zentralstelle stets gerne mit ihrem Material zur Verfügung." Es wäre wünschenswert, wenn diesen wichtigen Aroeitsgebieten größtes Interesse entgegengebracht würde (Man wird freilich darauf zu achten haben, daß die Kinder in solche jüdische Familien kommen, in denen Gewähr für jüdische Erziehung wirklich geboten ist. D. Red.) Subvention für eine Jeschirvah. Subvention für eine Jeschirvah. Munkacevo,17. August. Siabtrat »on- SDJunface»» b«r Sefrf)t*öal) pon SEnuTitaceoo eine Subvention oon 10.000 fejcf,ec^,en* fronen zukommen zu lassen. Der Antrag wurde von Orthodoxen und Zionisten in gleicher Weise unterstützt. HttmSttien. Die Eisenbahnexzeffe in Rumänien. Ezernowitz, 18. August. In Verbindung mit der überhandnehmenden antisemitischen Propaganda, dem Ueberfall auf den israelitischen Tempel zu Radautz und den AusschreiMngen gegen jüdische Reisende auf den rumänischen Eisenbahnen sandte der jüdische Deputierte von Ezernowitz, Dr, Mayer Ebner, ein Telegramm an den Innenminister mit dem dringenden Ersuchen um Bestrafung der Schuldigen, damit nicht in der Bevölkerung die unrichtige Meinung platzgreife, als stünden die Juden nicht unter dem Schutze ber - bie|e burc^f bic 9lac2>cr ®cljörben t> er - Dratttc irrige Auslassung von üet TiraslvMrtt für «n Juden begangene Verbrechen gefährdet die öffentliche Ordnung und Sicherheit. (ITA.) Holland. Weltkonferenz des Misrachi. Antwerpen, 10. August. Heute, nachmittags 5 Uhr, wurde die Misrachi-Welt- Konferenz nach einem Referat des Rabbiners A m i e l, über „Intellektuelle Probleme des Misrachi" eröffnet. Ihm folgten die Wahlen ins Präsidium und als dritter Punkt die Programmrede von Rabbiner Meir Berlin, Hierauf wurden die BegrützUngstelegramme verlesen und die Wahlen in den Permanenzausschuß vorgenommen. Die ZNisrachi-Welkkonferenz. Antwerpen, 16. August. Ueber den Verlauf der Konferenz ist zu berichten: Zum Präsidenten der Konferenz wurde Sejmabgeordneter F a r b st e i n, zu Vizepräsidenten Rabbiner Dr. Ho ff mann, Rabbi Amiel, Rabbi Ostrowski, Rabbi de V r i e s, Barth, Hermann Struck, Rabbi T e i t e l b a u m, Rabbi Federbusch und Rabbi N e uf e l d gewählt. Nach den Reden der Herren Rabbiner Miß! uno M. Birmu mi du Draus DMlMl wurde, begrüßte Herr Jean F t sch e r die Konferenz im Namen der Zionistischen Weltorganisation und gab, ohne zur religiösen Frage Stellung nehmen, zu wollen der Hoffnung Ausdruck, daß Misrachi beschließen wird, Palästina auf dem jüdischen Wege aufbauen zu helfen. Am zweiten Tag referierte Rabbi F i s ch m a n über die Arbeit in Palästina. Die Misrachisten ziehen ins Land mit der Thora in der Hand und hatten nur ein Ziel vor Augen: Palästina aufzubauen in jüdischem Geist. Er skizzierte die Stellungnahme des Misrachi zu innerpalästinensischen Fragen, wie Assefath Haniwcharim, | Großer Umsatz, kleiner Nutzen (Jür die (feievfage empfehlen wir unsere besonders große Auswahl in Kinder-Schuhen und Stiefeln, welche wir zu den niedrigsten Preisen verkaufen und lassen dieselben in Bezug auf Qualität, Paßform und schöne Ausführung nichts zu wünschen übrig. Gleichzeitig machen wir auf unsere außergewönlich billigen Einheits - Preislagen für Damen' und Jßecren'Scfiufie und Stiefel von aufmerksam. Zell 123 Roßmarkt 1 Scbuhumrenftaus M-A Goethestraße 34 Große Friedbergerstraße 22