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Der Israelit · 1926-07-08 · Heft 28 (8.7.1926) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 28 (8.7.1926)
Date
1926-07-08
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 2 Nr. 15 D er As raer Bl ü t t e r. 8. Juli 1326 damals notwendige Konsequenz aus diesen elementaren Ereignissen zu ziehen und die Arbeiter nach Abschluß der notwendigsten Hachschara- Arbeiten zu entlassen. . Es>. wurden daher mehrere hundert Dunam Land für Rechnung der Palästina-Zentrale mit Gmcwc wätjmn 1000 mnam elnap aus der Arbeiterschaft gebildeten Kooperative zur selbständigen Bearbeitung pächtwesse bis zur Ernte überlassen wurden. Allein diese vorübergehenden Maßnahmen konnten natürlich nicht ausreichen, um o h n e Eigen-Kapital eine pl anm ä hist e und volkswirtschaftlich produktive Beslhaftigung der Arbeiter auf die Dauer zu sichern. Die Palästina-Zentrale mußte daher im Siwan zu Arbeiterentlassungen schreiten, die — obgleich sie nur vorübergehenden Charakter tragen sollten — naturgemäß eine starke Erbitterung bei den an dem Boden hängenden und der Erwerbslosigkeit ausgesetzten Arbeitern hervorriefen. Dennoch war die Maßnahme unvermeidlich, weil $s Mi m alltm aalt, miß LlM für M Uöögkfühkllttg des Veiriebes m eine nach wirtschaftlichen Grundsätzen m it eigenem Kapital arbeitende' Kö l o n i s a t i o n s g e s e l l - schaft vorzubereiten. . . Diese Vorbereitungen sind in dollem. Gange. An der Spitze der Gesellschaft, für die ein Anfangskapital von Pfund 25 000.— vorgesehen ist, — ftn rotfcmiltOer Teil M Dßtßits üMillmoi — ft sh SN dis HöMM Dr. Cmll Hirsch ynb ^saac Rutzbaumin Halberstadt, ersterer als führende Persönlichkeit des Wirtschaftslebens, letzterer als erfolgreicher landwirtschaftlicher Fachmann allgemein bekannt. Es ist zu hoffen, daß durch tatkräftige Mitwirkung an dieser Kolonisationsgesellschaft von Seiten aller Freunde des agudistischen Aufbauwerkes in Palästina bei einer methodischen nach rein wirtschaftlichen Grundsätzen durchgesührten kolonisatorischen Tätigkeit nunmehr eine größere Zahl von Arbeitern Beschäftigung finden werden, welche auch die Aufgabe haben werden, das Terrain der' Vodsnkäufsr für dis Besiedlung 1 ppvgwtereikn. Die vorbereitenden Schritte zur Auswahl der geeigneten führenden Sachverständigen an Ort und Stelle find bereits erfolgt, so daß die Hoffnung nicht unbegründet ist, daß das kommende Wirtschaftsjahr, nachdem nunmehr die Anfangsschwierigkeiten überwunden sein werden, einen weiteren Fortschritt in dern rrürtsc^a^tli^em Aufkwwsrf b«r 2lgudas Jisroel Dringen rötrD. All erdings werden dazu ganz erhebliche finanzielle O p sie t der gesamten Orthodoxie erforderlich sein, die sich endlich einmal bewußt werden muß, daß es sich um d i e R e t tu n g des jüdischenLandes für Sott unb sein Gesetz h an de l t. von. Amerika Maßgebend gewe.sen: Me ÖxtzgüM sätion, 'Propagierung ^der Äguda-Jdee.ssrlvet^ dann speziell die. Förderung der Evez Jisroel-^ Aufgaben.' Wenn heute moch.keine Agudas Jisroel he Die Agudas Jisroel in Amerika. Unterredung der IPZ mit Dr. S. Ehrmann. Om % t) r m a n n Der von mim m folgrsichsn AMSfikS-T^UPttee naä) sechsmon«ilicher Tätigkeit nach Europa zurückgekehrt ist, weilte dieser Tage in Zürich und hatte die Freundlichkeit, der „JPZ" nachstehende Informationen über die Entwicklung der Agudas Jisroel in Amerika zu geben: „Zwei Gesichtspunkte sind vor allem bei der agudistifchen Tätigkeit in den Vereinigten Staaten eine Agudas Jisroel zu gründen. Mit seinen vier Millionen Juden, aus Men Hindern tekrutierend, bietet die Judenheit Amerikas ein getreues Spiegelbild der gesamten Diaspora. Rur,-mit dem Unterschiede, daß die in Europa territorial getrennten Gruppen der Orthodoxie.hier aus relativ engem Raum zusammengedrjingt sind. Litauen, Polen, Ungarn, Weißrußland und schließlich Westeuropa haben in den letzten 50 Jahren integrierende Bestandteile der amerikanischen Judenheit gebildet, aber noch sind sie in einem chaotischen, unorganisierten Tohuwabohu, welches die wesentlichste Ursache der Schwäche des orthodoxen Einflusses ist/ Schon aus diesem Grunde allein bedeutet die Organisations-Arbeit der Wilds ms Q&bsumM&ertVtQhU fS* Masten in Amerika.. So sind beispielsweise in Nerv-Port, das zirka zwei Millionen Juden bewohnen (25 Prozent der Gesamtbevölkerung), gegen 1000. «Synagogen vorhanden, aber noch keine einzige' organisierte jüdische Gemeinde. Es wird vielleicht mehr Thora in New-Pork gelernt, als irgendwo in der Welt, aber die Thoragrößen, Bit gelingen Mhn Diß Otaöölner Bor MZslnsn Syttätzögen nehmen längst nicht bkN Platz ein, welcher ihrer Würde und der Würde der von ihnen vertretenen Thora entspricht. Wie ein Damokles-Schwert schwebt über jedem Rabbiner die Möglichkeit, nach dreijähriger Amtsdauer sein Amt verlassen zu müssen, wenn er den Unwillen der Gemeinde-Gewaltigen erregt hat. Dieser Umstand, im Zusammenhänge mit nicht allzu günstigen materiellen Bedingungen, wirkt naturgemäß lähmend auf die Energie, aus die Schaffensfreude und den Bekennermut der Rabbiner. Es ist beispielsweise charakteristisch, daß ein Rabbiner Jurmann in Waterbury, welcher sich aus reinster Ueberzeugung der Agudas Jisroel an- PfijfflffßH öäiMshm n«ch ^chsjaiirigcr Amtsdauer von dem Vorstande seiner Gemeinde vor die Alternative gestellt wurde, entweder Agudas Jisroel oder sein Rabbinat zu verlassen. Es war Aufgabe der Aguda, sozusagen das rabbinische Rückgrat zu stärken.. Durch die Gründung eines Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel, dem über 120 Mitglieder angehören. üaruntgr üia pWMirzsntzstLtt Thörö-Gelehrten, ist ein wesentlicher Teil dieser Ausgabe gelöst worden. An der Spitze des Rabbinischen Rates steht der für längere Zeit in Amerika weilende Gaon Rabbi Meir Don Plotzki. Die eigentliche Leitung der Aguda in Amerika bildet ein 40köpfiger Zentralrat, an dessen Spitze der bekannte New-Porker Großkaufmann William Fishmann und.,-hie Herren Joseph H. Cohen, Rechtsanwalt-Königsberg, Rabbi Pride u. a. mehr stehen. Aus der Mitte des Zentralrates ist eine neungliedrige Finanz-Kommission und eine neunliedrige Exekutive gewählt. Bei der örtlichen üisüßlmung uur »oWnUg, in Nerv-Aort selbst außer dem Hauptossice eine größere Anzahl von Zweig-Gruppen der . Aguda zu bilden. Bis zu meiner Abreise entstanden ferner Aguda-Orts-Gruppen in Chicago, Cleveland, Philadelphia, Pittsburg, Providence, Buffalo, Denver, Detroit, Seattle, Washington, Los Angeles, Ponkers, Boston, Baltimore und schließlich in Mexiko-City. In allen diesen Orten exi- -stHxen außer den. Ortsgruppen Jugend- und' Mädchengruppen, teilweise Frauengruppen und Wndergruppen, (Pirche Agudas Jisroel.) Das organisatorische Ziel, der Landesorgani- MiZn ist. zunächst hie MÄlKWE GWUMrvß-s LUglgsrr^Ton» -H»! -Will m Philadelphia, von welcher iu erhoffen ist, daß. sie das erste Parlament der amerikanischen Orthodoxie darstellen wird. "FMn'vön jeder Partei-' mäßigen EiNenstMgHMWMtzMMstM erwarten sein, welche der amerikanischen Ortho^si doxie selber zeigt, welche reiche, ihr selbst unbe-T wußte Kräfte in ihrschlummern. Natürlich be- > darf es der angestrengten Hingabe der Leitung,) um dieses Ziel zu erreichen. Für Ihre Leser in» der Schweiz dürfte es von besonderem Interesse! sein, daß Herr Rabbiner Dr., Jung und Frau, geb/ ' Rothschildebenso wie- Herr -Henri D." Weill- (Zürich) prominente Mitarbeiter am Agudawerk i in Amerika find, - \ , . -Als ein. wesentliches Charakteristikum der, a'Nlitzrikanischsn 9I^uba i|± wotjl byy Üinftülld ßü vf^ichucu, daß str Die Feuerprobe ihrer Existenz-/ bMchtigung mitten' im härtesten Kamps gegen ihre politischen Gegner dadurch bewiesen hat, daß/ es ihr gelungen ist, sowohl im fast ausschließlichen/ Dohm-Town mit seinem rein-östlichen. Einschlag,, wie auch im Up-Town, wo das eigentliche amerikanische Element dominiert, nicht nur zahlreiche ' Mitalieder, sondern innerlichbegeifierie Stnfyärtcjetr Bsv 3T£ii&cJ3&ce qu gfwmnfni Ünö hierzu hak - vor allem die gegnerische Presse beigetragen. Man / hat systematisch die Aguda unmöglich zu machen versucht, hat ihr aber dadurch gerade jene ' Publicity geschaffen, rbelche in Amerika unerläß-' liche Vorbedingung für jede organisatorische^ Arbeit darstellt. Außerdem hat die Aguda, unter! der/tüchtigen Leitung von Herrn Samuel Bettel--'.: heim, ein eigenes Presse-Office eingerichtet, wel- - ches in einem wöchentlichen Bulletin nicht nur die! Mitglieder der Landesorganisation, soydsrn vor' allem auch mit. Hilfe der englischen Zeitungen die / große jüdische Oeffentlichkeit über Agudas Jisroel / orientiert. Die Sorge für die agudistische Er«?./' Ztöhung dsr rncrnistftibrre ssßftfx istT ber/fcünDung einer JugmD-Zentralewelche einheitliches Lehr- und Erziehungsprogramm für sämtliche Jugendgruppen ausarbeitete, auch in dev/ Uebernahme einer Mädchenschule in. WilliamsburZH (New-Pork). / Ein Hauptaugenmerk wurde aber, wie bereitsoben erwähnt, dem Ausbau des Keren Hajischuw; gewidmet, welcher in gegen 100 großen ö^eni» lrchen «nb zahlreichen kleineren Parlore Meetings inauguriert wurde und der Aguda vom Seiten des Herrn Lipsky, Vorsitzendem der zion. Organisation in Amerika, den Vorwurf einbrachte, daß das Schlimmste, was bis jetzt die Aguda begangen hat, darin bestehe, daß sie Geld, sammele. Eine unbeabsichtigte Quittung über den ’ finanziellen Erfolg der Keren Hajischuw-Sammlung — ein Erfolg, der auch nicht überraschend < ist —, wenn man an die Aeußerung eines Mis-. rachi-Führers denkt, wonach 80 Prozent der, Keren Hajesod-Gelder in Amerika von ortho-' doxsn Inden bezahlt mürben. (Bvt&äijrti jei audjj ' bffZ?ins ^kihe prominenter früherer mtsrachis stischsr Führer, wie .Rabbi Herbert Goldstein,! Vorsitzender der Union of. Orthodox Congre-, gatjons, Lawyer Kömgsberger, u. a. Mehr sich dev Aguda angeschlossen haben. Einen weiteren ' Zweig der Palästina-Tätigkeit der amerikanischen Landesorganisation bildet der Verkauf von pa-: lästinensischem Boden durch die Agudah Land? und Building Co. Hierbei haben sich Gruppen Posisch^ Deutschland, Hamburg Nr. 24753 Landesdirektorium des .Keren Hatorah (P. Sch. A." Hamburg). -Keren Hatorah-Kommissariat Frankfurt a.M. Nr. 41666 (P. Sch. A; Frankfurt a-Mtl Keren Hatorah-Kommissariat Nürnberg Nr. 18440 (P. Sch. A. Nürnberg) Keren Hatorah-Kommissariat Köln Nr. 50131 (P. Sch. A. Köln) GiWDW- 3 .Keren Hatoräh-Kommi!! '* i*! I J V -1 ä-r». ■ it. i*..n W Amm11 iommissariat Leipzig Nr. 70147 (P. Sch. A. Leipzig) Keren Hatorah-Kommissariat Hamburg P. Sch. A. Nr. 40953 für Dr. Julius Baer Keren Hatorah-Kommissariat Kartsruhe, Markus-Stern, Bankkonto-Ignaz Ellern. .

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