Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 28 (8.7.1926)
- Date
- 1926-07-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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fiegqugflegefen pW de? LancketzprSMi/yMa dee Iflftudcu-Jiseoef in VeatWl^aM \2T Jahrgang ' " Frankfurt a. ift., 8. Iuli ,^26? 2'6. Tammus 5686' ' ' Ztunimer 'j.5! gesetzestreue 3n ernster Stunde wenden wir UNS sin die jüdische OessenMlhkeit. Anser palSstinensisches Schulweg das wir irn letzten Jahre unter den größten Opfern nicht nur erhalten, sondern auch erweitert und aüsgestaltet haben, befindet sich angesichts der Vittschaftskrife in schwieriger Lage. Jeder Jude, der von dem ” ^er t)erantoorfun^ gegenüber der jüdischen Gesamtheit erfüllt ist, sei sich dessen bewußt, was es bedeutet, in der Gegenwart 15 06 Kind er in Lrez Jisroel vor areligiöser Erziehung zu bewahren und sie dem überliefetten Judentum zu erhalten. JBc« fatm feine helfende Hand zurüllzieyen. wenn es gM, das gesetzestreue Erziehungswerk in Erez Jisroel vor dem Niedergang zu schützen. Gedenket daher unseres Schulwerkes in den Wochen von p2 ö'NLvN' die wie keine andere Zeit im Jahre dazu berufen sind, wahre pan nan in einem Jeden zu wecken und ihn zur opferbereiten Tat für rrcmpn p» zu veran- Vereinigt Euch mit uns in dem Bestreben, unsere Unkerrichtsanstalten über diese schwere Zeit hinweg zu bringen und helfet durch reichliche Spenden. Frankfurt a. W., Tamus 5686. Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel. Zahlungen erbeten auf das Postscheckkonto der Palastina-Zentrate der Ägudas JiSröelAr. 53906 Frankfurt a. W. •> .v--v A:. .«i. t Lin Mr agudiMcher KolonWioysarheit. Die neue Kolomsationsgesellfchaft. Sim 16. £arnixs t»c»r ein SaI)* ttÄtfflöffött, seitdem in anspruchsloser und doch von starkem Vertrauen beseelter Feier der erste Spatenstich züt Anläge "der ersten kleinen Kolonie der Ägüda in Erez Jisroel „M a cha n e I i sr 0 e l" im Emek erfolgte. Es war für „Agudas Jisroel", die hei all ihrer historischen Verwurzelung in Jahrtausende alten Zusammenhängen doch 0 r g a n i s a t 0 - risch ein recht junges Gebilde ist, wahrlich kein leichter Entschluß, neben all ihren gewaltigen Und Dielpiip APben in Al Ävl«, neben öe» glösen und kulturel5en Wichten im heiligen Lande, in völliger Selbständigkeit das schwierige Gebiet des eigentlichen „Jifchuw Erez Jisroel", das Gebiet der k 0 l 0 ni s a t 0 r i s ch e n Arbeit zu betreten. Fehlten ihr doch — warum sollte man es verhehlen? — so gut wie alle äußeren Vorbedingungen für eine rationelle Kolonisationstätigkeit. Sie besaß weder freie F 0 n d s von nennenswerter Höhe, um aus eigenen Mitteln •Qartb 31t fanfen itnb attf3nf<l)Itefeen, ttöcf) siandsN ihr FÜHm S n ner zur Verfügung,!!e m!iem Chaos der Meinungen über die zweckmäßigsten Formen und Bedingungen palästinensischer Siedlung ein entscheidendes Wort sprechen, die ihre Autorität für die Leitung der Auffchließungsarbeiten hätten einsetzen wollen. Nur e i n Aktivum brachten die Männer mit, die den Mut besaßen, große Strecken palästinensischen Bodens in den Besitz der Aguda zu bringen und gleich an die Ansiedlung jüdischer Menschkll auf kmkM Mil DtcTes Bvsms yksgsigllUNfll' das Bewußtsein, daß sie ein reines Werk im Dienste Gottes begannen, und daß zwingendste sittliche und r el i g i ö s e N o tw en d ig k e it e n d e r organisierten gesetzestreuen Judenheit die Pflicht auferlegten, m einem Zeitpunkt von historischer Bedeutung die mit unwiderstehlichem Drange nach Erez Jisroel strebenden östlichen Massen nicht im Stiche zu lassen, ihnen vielmehr alle organisatorischen Kräfte der Gesamtheit zur Verfügung zu stellen. Der Mangel an eigenem Kapital schien durch den glühenden Opfermut der polnischen Massen, die ihre Habe versilberten und weitgehende finan- Zlöllö DöMlMlllllllm mr MMDlllNMkM sttf sich nahmen, ersetzbar. Im übrigen sollte der in Entwicklung begriffene „Keren Hajischuw" helfen. Die fehlenden Erfahrungen gedachte man, ob es auch — das war von vornherein klär — Fehlschläge und Enttäuschungen geben werde, durch fleißiges Herumhören im Lande, durch Literaturstudiüm und durch den festen Entschluß zum zähen Ausharren wettzümächen. Än und für sich hätte die Palästinazentrale ihre Aufgabe darauf beschränken können, für Rechnung der Käufer und zwar nach Einzahlung der auf jeden von ihnen entfallenden Beträge, die wllkNMnlk kille mmmmi Di Di fite smsttllllmg, Vrunnengräben und primitive Wege-Alllatzö vorzunehmen und im übrigen abzuwarten, öb und wann diese Käufer, mit den notwendigen Kapitalien versehen, sich einfinden würden, um den erworbenen Boden nach ihrem individuellen Ermessen zu bearbeiten. Es war sogar damit zu rechnen, daß ein größer Teil der Käufer sich jeder etwa beähsichtigten Beschränkung' ihrer Verfügüngsfreiheit rn'der Art' der Verwendung'des Bodens w.idersetzen werde. ' Wein - es galt ja, Nicht nur den kapitalkräftigen .Hsvenkäuferch sondern auch den mittellosen agudistischen Arbeitern, den Poale Agudas Äsroet/ nnb dev Ü/mdarbtzit M EköZ S\tSl*ööt sich sehnenden I u g e n d ä ö e r h a u p l {9 tatt wie möglich zu helfen und ihrem Sehnen nach persönlicher Betätigung Erfüllung zu sichern. Diese Möglichkeit bot das von Davis T r i e t sch ausgearbeitete, von Dr. S 0 s k i n ergänzte und berichtigte Heimst ä tten-Prospekt, mit dem die PaWnä- Zentrale bereits im Februar 1925 m die Oeffentlichkeit getreten war, und das eine große Zahl von Kolonisten bei intensiver Bewirtschaftung in einerhalbstijdtischen Siedlung zusammenfassen Um dieses Projekt im Än?ch!u^ an rrDn Hachscharä-Aufgaben vorzubereiten, wurden mehr als vierzig jüdische Arbeiter, die bereits irn Lände anwesend und erwerbslos waren, nach MachäNe Jisroel gebracht und gegen festen Lohn' — er war, wie sich später zeigte, wesentlich über dem ländesübkichen Durchschnitt — angestellt. Einige Bodenkäufer mit ihren Familien fanden sich bald ein Und wurden entweder ebenfalls als Lohnarb e i t e r beschäftigt oder zu einer irst Interesse der Kolonie liegenden F a b r i k a t i 0 n S - oder B a n d g i s r a n 0 r r f r »MW, Für die planmäßige Einteilung des ganzen Terrains als Gartenstadt, wobei für die Peripherie auch Körnerbaü vorgesehen war, stützte sich die Palästina-Zentrale auf die' Vorschläge und Pläne des Architekten Levy in Jaffa. Die eigentliche Bauleitung lag in den Händen eines deutschen Zimmermeisters Heinrich, die,, gärtnerische Leitung in denen des Herrn Adam. Die reinadministrativen Aufgaben — Buch-, Wirtschastsführuna usw — wurden im September 1085 im LüM B11 aguMstischm MillMlsZ amtes in Tel-Awiw, Dr. Rädert W e! ß, übertragen. Was vorläufig fehlte, war ein durchgebildeter erfahrener Agronom für die eigentliche landwirtschaftliche Arbeit; hier mußte man sich mit einigen jüngeren, anderwärts vorgebildeten Instruktoren behelfen. Während des Sommers und Herbstes war die Arbeiterschaft in Machane Jisroel mit der Herstellung zweier Brunnengylagen, dem Bau von 40 Holz- und StaUßziegelhäusern, Entsteinung, Wegebau, sowie mit gärtnerischen und landwirtschaftlichen Versuchsarbeiten produktiv beschäftigt. Allein schon zu Beginn des Winters zeigte sich, daß die inzwischen eingetretene W ir tschsftLkgkllllrovdö IN Dolen es m b 0 p p e (t e v Hmsicht unmöglich machte, den ins Auge gefaßten Trietsch-Soskinschen Besiedlungsplan kraftvoll durchzuführen. Vor allem fehlte der Palästina-Zentrale die zweifelfreie Vollmacht hierzu; die Käufer, zum größten Teile verarmt und entmutigt, konnten nicht mehr daran denken, nach Erez Jisroel überzusiedeln, wollten aber gleichwohl nicht auf. ihre Perfügungsrechte über den bezahlten Teil ihrer Parzellen verzichten. Es ist klar, daß. schon hierdurch ein Moment starker Unsicherheit ist die wirtschaftliche Planarbeit der Palästina-Zentrale rourbe. - ' . - Noch schlimmer mar jedoch Das völlige Ausbleiben der von den Käufern fest zugesagten, in die Hunderttausende von Dollars gehenden Rätenzsthlungen, zu deren Ersatz die Eingänge des „Keren Hajischuw" nicht im entferntesten ausreichten. Monatelang konnte sich die Palästina-Zentrale dennoch Nicht dazu entschließen, die an sich schön