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Der Israelit · 1926-06-24 · Heft 26 (24.6.1926) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 26 (24.6.1926)
Date
1926-06-24
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Sette 2 Nr. 14 24. Juni 1826 Entsprechend solchem Verhalten gestaltete sich unsere Kasse gemäß vorliegendem Ausweis. Auch die Werbung neuer Mitglieder läßt zu wünschen stbrig, wi^stberhfluyt noch mancherlei bßs ÄüföMgüng vvtt >etwas Intelligenz And Gewissenhaftigkeit ganz leicht besser gestaltet werden nwKt! Alles in allem genommen aber hat die Agudas Jisroel in Deutschland in den abgelaufenen zwei Jahren an Verständnis und Anhänglichkeit bei ihren Mitgliedern gewonnen. Es ist insbesondere das Bewußtsein des Volks-Sonderberufes von Jisroel stärker eingedrungen. 16. Die Landesorganisation hat den Heimgang ihrer Vorstandsmitglieder Semmi Hesse- Hamburg und Koschmann Wreschner zu beklagen. Die übrigen Vorstandsmitglieder, deren Amtszeit im Februar 1926 ablief, sind: am bisherigen SBororj }jf MMI Iff. Mök>- MH AUiMH, Rabbiner Dr. Isaak Auerbach, Rabbiner Dr. Frankl, Gottfried Goldschmidt, Menko Max Hirsch, Hermann Schwab; ferner die Herren Gottfried Altmann-Beuthen, Meier Altmann-Karlsruhe, Rabbiner Dr. E. Biberfeld-Berlin, Rabbiner Dr. Klein-Nürnberg, Julius Löwenthal- Efchwege, Rabbiner Dr. Munk-Berlin, Leo Munk-Köln, Heinrich Sichel-Breslau. Der Vorortsvorstand von Halberstadt verabschiedet sich nach fast dreizehniähriger Amts. f«hWN8 nunmffl von Don LsksgMptzö«, d-rnkt irjnen für dis echastene Unterstützung, klagt nicht mehr über die versagte und grüßt Sie alle herzlich unter warmen Wünschen für Ihr persönliches Ergehen und für die Förderung des Werkes, dem wir alle zu dienen haben, des Werkes der Agudas Jisroel. Die Vorkonferenz der Zerre- und Poale Israel in Vesigalizien und Schlesien. Auf der KsUkrmz der Wm und Vssst Asroe! uon Westgalizisn und Schlesien wurde nach vielen Referaten udn ausgiebiger Verhandlung folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die Konferenz beschließt, eine Monatsschrift für Westgalizien und Schlesien zu gründen und sie in die Hand einer Pressekommission zu legen, ebenso eine literarische Monatsschrift. 2. Das Erziehungswesen soll im altjüdischen Geiste unter Anwendung der besten pädagogischen Methoden ausgebaut werden. Alle Zeirim-Gruppen haben die Pflicht, das Beth Hamedrafch-Lernen zufördern. Ebenso Kindergärten, nach Geschlechtern getrennt. Als nötig wird erachtet die Gründung einer Lehranstalt für Meladim. Diesem Zwecke sollen auch Bibliotheken. »ortrogyamfie imö gMütliA MsLwwentflnfte dienen. . 3. Cs feien Lehrgüter einzurichten zur Ausbildung der einheimischen Chaluzim in der Landarbeit. Die Keren Hajischuw-Tätigkeit soll gefördert und die Musterkolonien in Palästina sollen mit Büchern versorgt werden. Der Palästina-Zentrale und Herrn Dr. S. Ehrmann wird Dank und Vertrauen ausgedrückt. 4. Die Konferenz macht es den zuständigen Instanzen zur Pflicht, das Recht zur Erteilung von Zertifikaten an orthodoxe Olim zu erwerben. 5. Die Konferenz protestiert gegen das geplante Kehm°^-Gbfktz m WlWna imö öMützt fcu zur Schaffung Gemeinden. ... % Etz Lhlfsük haMgI Als Antwort an W. S. I. (Blätter Nr. 11) verweist .in einer Zuschrift Herr Saly, Geis-2^l-Awiw Darauf, daß. die Schulen Hillels >und.Schammais^ bei -tiefgehender, AbweichUNg in halachifchen Entsebsibungsr, glCitfffflßitiQ gsiSMüttle». ,<SUT meint S)Vil Geis, 811 niühien auch Äguda und üfrlsrachr einander gegenüberstehen. Er übersieht dabei eines: Den Häusern Schammai und Hillel war. unterschiedslos die Thora als" alleinge bietend in Jisroel eine selbstverständliche. Voraussetzung; beide hatten ganz die selbe einzige Grundlage für ihre Welt- und Lebensanschauung, für ihr Verhalten und Wirken, und darum behielt in der Tat beider Forschung — trotz des Ergxbnisunterschiedes in vielen Einzelfällen — gleichheitlich ihre Geltung als Ausfluß der Worte des lebendigen Gottes. Beim Misrachi aber ist die B a s i s eine andere als bei der Aguda. Misrachi erkennt die Thora als das alleinige Schöpfungs¬ und Erhaltungs-Clement des jüdischen Volkes - n sw '2 1'»' Tat -nicht an. Die Folge davon ist eine andere jüdische Weltanschauung als die «nferef fjn Hnßrrcs Mr Balten 11HÜ iU völlige stnmvglichreii einer grundsätzlichen Uebereinstimmung Mit der Agudas Jisroel, der die Doktrin des Misrachi eine Falschlehre ist, ein Abirren von den Offenbarungsworten des lebendigen Gottes. Dem einzelnen gottesfürchtigen Misrachisten alle Ehre! er ist für feine Misrachi-Mitgliedschaft nur seinem Schöpfer verantwortlich und seinen Kindern und Enkeln. Seine Persönlichkeit anzugreifen, hat innerhalb der Agudas Jisroel niemand das Recht. Jedoch die Misrachi- Fraktion der Zionistischen Organisation ist zionistisch, und Zionismus und Aguda sind diametrale Gegensätze. Aussichtslos jeder Versuch, die beiden auf einen gemeinsamen' Nenner zu bringen. Offensichtlich ist «O* imm?f lMMliW. aus ÜÖH mwmü'Aa*u*rUr(4£e& hmWwLlstn. der zwischen Misrachi Uttd Misrachisten, zwischen Misrachi-Lehre und ihren Ciuzelbekennern berechtigt und vonnöten ist. Herrn Geis ist die Verwechslung unterlaufen. Im ersten von zwei Sätzen schreibt er: „Es steht niemanden von agudistifcher Seite das Recht zu, den Misrachi als der Thora zuwiderhandelnd zu bezeichnen, wie es Herr W. S. I. tut." Dem muß höflich und bestimmt widersprochen werden; wir nehmen unbedingt und unbeirrbar das Recht in Anspruch, den Misrachi als thorawidrig zu verurteilen. — Im zweiten Satze dagegen schreibt Herr Geis: „Die Anhänger des Misrachi wollen nichts anderes, als gemäß der Thora und in ihrem Interesse zu handeln." Darin stimmen wir Herrn Geis rückhaltlos zu. Die gesetzestreuen Misrachisten achten und ehren wir um ihrer Frömmigkeit willen so gewiß, wie wir den Misrachi als Unglück und Gefahr bekämpfen. Von den Jumfer« unb SfiWK WM M Ans Öߥ Lchee les andern die VollweNigleii nie zugesprochen, wenn jenes andere sich einer thoralosen Organisation ein- und untergeordnet haben würde. Den von Herrn Geis gezogenen Hillel-Schammai-Vergleich kann man deshalb nur kopfschüttelnd und betrübt lesen. Herr Geis meint es gut. Cr möchte die Atmosphäre reinigen. Wir meinen es ebenso gut und möchten dasselbe tun. Darum nehmen wir geduldig jede Gelegenheit wahr zur Klärung nebelverschwommener Dunstkreise, auf die Gefahr hin, die Unfern zu langweilen, weil ihnen der aufgezeigte Unterschied längst geläufig ist. Die Reinigungsmittel aber sind drüben andere als hüben. Drüben verdichtet man den Nebel, um die Konturen zu verwischen, um ein Einerlei vorzutäuschen, wie es in November- Tagen in der Londoner City dem Auge erscheint. Hüben will man die Nebel zerstreuen, weil sie die Sonnenstrahlen zurückhaltsn fje beklemwksH M MMl Ms 8kW lrnr Heeg tasten und das Wahrheits-Wachstum hemmen. Herr Geis meint es gut. Doch sein Plan, Agudas Jisroel dem Misrachi zu nähern, muß Illusion bleiben, so lange der Misrachi sich nicht vom'Zionismus löst. Offen bleibt nur die Frage praktischer Zusammenarbeit zu wirtschaftlichen Zwecken für Erez Jisroel. Von Fall zu Fall kann sie beiderseitig vorgeschlagen und erwogen werden. Als ein schweres Hindernis für den Misrachi hat sich, wie sattsam bekannt, auch bei solchen Verhandlungen seine Abhängigkeit von der Zionistischen Partei herausgestellt. Doch diese trübe Erfahrung hindert nicht, bei erster passender Gelegenheit den Versuch zu praktischem Handinhandgehen zu wiederholen. An gutem imsv seiten des AgrMZ Qisroer sghll U Nicht. ll»i> öiETni Geis, wenn mW jhtt r-scht verstehen, schließlich am meisten zu liegen. G. G. (Damit können wir über den Gegenstand die Aussprache schließen. Red.) Misrachi.' Ein Vierteljahrhundert etwa mag es her 'fein* Der „Jsxchesit"Aerschien-noch 'Im MamgL ölüüstk il Kiv6 vMsMtßs Ean^rbkitagc^ Gib füllte em Aufsatz über den Zionismus, der; in den ersten Anfängen war. Als Verfasser Unterzeichnete Jacob Rosenheim. Die Abhandlung gipfelte in der Forderung, hem Basler Programm vier Worte anzufügen. Es hätte zu lauten: Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk eine öffentlich rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina zurErfüllungdesGottesg e s e tz e s. Wären diese vier unterstrichenen Worte in das Programm übernommen worden, dann gehörte dern Zionismus die MM WsllMWl M NUv «??mZen oder gar ohne Ausnahmen. Es ist nicht geschehen. Es ist das Gegenteil geschehen. Nicht das Gottesgesetz wurde oberstes Gesetz im zionistischen Programm. Der Wille der Mehrheit sollte gelten, selbst wenn er gesetzwidrig ist, und die Kongreßmehrheit wurde, von thorafremden Führern beraten und geleitet. Aber das jüdische Volk ist Gottes Volk. In seiner überwiegenden Mehrheit verwarf es den Zionismus, weil er thora- und damit gottlos wurde. llllll sröilirH grorrifstsch? Lockruf. Um Zion haste neunzehn Jahrhunderte hindurch Geschlecht auf Geschlecht täglich gefleht. Nach Jeruscholajim war mitternächtig Sehnen von Vater auf Sohn übergegangen, neunzehnhundert Jahre lang. Zion und Jeruscholajim schloß sich an jedes Trostwort, überschattete den Strahl der höchsten Freude. Ginge es nach dem Zuge des Herzens, nach der Augen Begehr — die jüdische Gesamtheit hätte dem Zionismus gehört. Doch um eintausendzweihundert Jahre länger als die Zeit des Sehnens nach Zion, über dreitausend Jahre lang ist der jüdischen Seele das Warnen vom Sinai her zu eigen, und zweimal täglich ist ss ßJOTÖtfl'. „Folget nicht eurem Herzen und euren Augen; folget ihr ihnen, so verfallet ihr der Untreue." Diese Mahnung hat die schlimmste der Gefahren für das Volk der Thora gebannt. Sie verhütete ein größeres Volksunglück als den Untergang des Heiligtums. Die Falle zerbrach, wir sind gerettet. Zion-Jeruscholajim, Erez Jisroel sind zaubersüße Laute. Was Wunder, daß vom Judenhaß geschüttelte, der Thora fremd gewordene, von Mizwos leere Kinder Israels dem Lockruf gefolgt sind. Begreiflich war es; und es hätte sich bavtxber b^r CllQCB tt^Ö 6tlQ ÄKM ]iiU|cl)eTl Volkes gefreut. Dte eine Mizwoh, Mizwas Jischuw Hoorez, hätte der Wiederannäherungspunkt werden können für die in die Ferne Geirrten, die Brücke zu ihrer Rückkehr. Von Zion aus hätte die Thora magnetisch hingestrahlt zur Peripherie des Volkskreises und hätte die dahin Entrückten zum Zentrum zurück gezogen. So kam es nicht oder nur in Einzelfällen. Vom Zentrum aus vielmehr wichen Teilchen ab und strebten-zur Peripherie hin. Thoratreue gesellten sich zu den Thorafremden, nahmen bei irrten ZgstjMß WUkN sW Ms \ie, tfi *) Die nachfolgende Darstellung ist vor längerer Zeit den Jugendgrupven der Großstädte im Rahmen der Vorträge zur Einführung in die agudistische Ideologie übersandt worden. Siehe »Tätigkeitsbericht" Ziffer 14. GedenketdesKeren Hatorah Poslsclieck-Konlen: Landesdirektorium des Keren Hatorah in Deutschland, Hamburg Nr. 24753 (P. Sch. A. Hamburg). 5sreg ssö. A. Frankfurt s M Keren Halattk-Kos^u^-t ns™Nr. rsno \Y, Sch, A. Nürnberg Keren Halorah-KonuniMariat Kein Nr, 50131 (P. Sch. A. Köln) BBipeiS in. 1U141 IPsJ,. A. -^gnaiaBflHat Berlin. P. Sek. A. L-rls. -Nr. «8 072 'n Ksreu Hatorah-Kommissanat Breslau, P. Sch. A. Breslau Nr. 60510 für Iwan Möller. Keien Hatorab-Kommissariat Hamburg P. Sch. A. Nr. 40953 für Dr. Julius Baer

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