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Der Israelit · 1926-06-10 · Heft 24 (10.6.1926) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 24 (10.6.1926)
Date
1926-06-10
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 Nr. 13 D c * :: s r a Bl« t t i e I i 10. 3uni 1926 nen. Anhaltender Beifall beantwortet die geistreichen Ausführungen des Redners. Der Sekretär gibt von den inzwischen eingegangenen Briefen Kenntnis. O. R. Vredenburg und Rodr. Pereira sind am Erscheinen verhindert und begrüßen die Versammlung. Das Vorstandsmitglied van Geldern, Groningen und die Groninger Abgeordneten können erst abends erscheinen, da am Vormittag für den inzwischen leider verstorbenen Oberrabbiner Asser Trauergottesdienst abgehalten wird. Qcs folgert die Berichte des Sekretärs ÄAr. S. £ t e { n -Amsterdam, der Herren Mr. I. C v a n der R h o e r für das Keren Hajischuw-Komitee, Stein für das Keren Hathauro-Komitee und Jos. A. Lissauer für die Finanzkommission. Erwähnenswert ist, daß in den letzten Wochen der Keren-Hajischuw in erhöhte Aktion getreten ist und willens ist, die Arba-Amaus-Spende stark zu propagieren. Der Vorsitzende dankt den verschiedenen Referenten für den Bericht und vor allem für die geleistete Arbeit und hofft, daß das nächste Jahr den verschiedenen Kommissionen erhöhten materiellen Erfolg bringt. Ein Antrag B. G o b i t s- QCm^ierbam, die Generaldebatte geheim Qfj ftzlFIlls wird mit SS gegen 18 Stimmen unD einer Stimmenthaltung abgelehnt. An der Generaldebatte beteiligen sich die Herren G o b i t s -Amsterdam, F r i j d -Utrecht, K r o p v e l d -Rotterdam, H a l p e r n -Amsterdam, Croisset, Spanjard, v. d. Roer, v. L e e u w e n , N. Cohen, More Hirschveld, v. Leer-Leeuwarden, Saarlouis, Boekdruker, Lissauer. Die Vorstandsmitglieder B. I. A b r a h e m s- Haag, H a u s d o r f -Rotterdam, Lissauer Und Srehenfaurg =9Tmfterham murbert töte» der^etöckhlt, 0l>ermlil>, J^trj'dj wirb tnrcfj matton zum Vorsitzenden gewählt, doch wird die Wahl von Oberrabb. Hirsch nur für vorläufig angenommen. Herr G o b i t s stellt den Antrag, daß der Vorstand einen Vertreter zur Zentralratssitzung am 11. Siwan in Berlin entsende. Nachdem v. Leeuwen dem Vorsitzenden für seine treffliche Leitung der Versammlung gedankt, wird die Versammlung geschlossen. Abends fand im Saale der Diamantbörse eine große öffentliche Prpagandaversammlung statt, bei der Dr. S a a r l o u i s präsidierte. Die Verfllmmlllll^ wär llberooll befucht. An durch Erkältung verhinderten Oberrabb. Hirsch sprach M. S l a g t e r -Rotterdam über: „Die SeelederAgud a". In geistvollen und temperamentvollen Ausführungen setzte Redner die Einheit von Gott, Volk, Thauro und Land auseinander. Redner forderte die Versammelten auf, soweit sie noch nicht Mitglieder der Aguda seien, der Aguda beizutreten. Ausführlicher Bericht über die interessanten Ausführungen folgt. Alsdann sprach Herbert K r u s k a l aus Franken «tz Hgtzy vm WMMMll LWMMrn Wer vis erste Agudakolonis in Crsz Jisrüöl Mächcr - n e h I i s r o e l. Die interessanten Darlegungen und die deutlichen Lichtbilder fanden starken Beifall. Der Abend kann als ein wohlgelungener bezeichnet werden, um so mehr, als die Amsterdamer Gruppe viele neue Mitglieder gewann. schenken konnte. Wo es ein Machtideal gibt, hat der Machtlose kein Recht, und wo Kapitalismus als Höchste erstrebt wird, hat der Besitzlose sein Recht verloren. E i n Ideal gibt es, das Allen, Hoch und Niedrig, Groß und Klein gleich — Freiheit und Höchstes be deutet: 3)as nnn-nnn^beal des Sinaigesetzes. Die Verwirklichung dieses Ideals hat durch die vieltausendjährige Menschheitsgeschichte stets erfolgreich sich durchgerungen. Selbst Bethar, der Schauplatz des Bar Kochba-Aufstandes, diese letzte Machtentfaltung eines untergehenden Staates, stand im Dienste des Choruß-Cheruß-Jdeal Jabnehs. And Agudas Jisroel bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die reinste Entrvlcklttngsfvrrn dieses Jde-rls. Falsch ist 4>xe Ül!l$, >2l?ste erfle J3rgart] fairon Bes gesetzestreuen Judentums. Waren die alten Lehrstütten in Sura und Pumpeditha nicht stramme Organisationen? Und die bis an die schwelle des vergangenen Jahrhunderts bestandene „4 Länder-Synode" war gleichfalls das segensreich wirkende Instrument einer Organisation. Redner kommt nun aus die Erez Jisroel-Arbeit zu sprechen. Der Vorwurf, daß der glaubensstarke Teil der Judenheit sich erst kürzlich aus die Wichtigkeit der Erez Jisroel-Arbeit besonnen hat, ist ganz unrichtig. Schon die Tanaiten, welche den geistigen Brückenbau zwischen E. I. und den Brüdern, der Diaspora herstellten, waren erfolgreiche Pioniere fürs heilige Land. Nicht zu sprechen von all den Großen, wie Ramban, Sch'loh usw., die mit unsäglichen Leiden sich beladen haben, um in E. I. und für E. I. zu leben und zu wirken. So führt eine ununterbrochene .Nette von Den Sütten Der alten MWMWn Bis 311 üsn UWM Wohnhäusern Der Machne Jisroel-Külüttisteir »ölt heute. Und jedes gesstzestreuen Juden heilige Pflicht ist es, die Erez Jisroel-Arbeit der Agudas Jisroel zu fördern. Nur intensive Regsamkeit auf diesem Gebiete bringt uns dem Ziele der von Gott geförderten endlichen Erlösung nahe! Rauschender Beifall dankte dem Redner für sein wertvollen Ausführungen, die mit treffenden Thoraworten durchwirkt waren. Spendenliste Keren hajifchuw. 1740. Schüler 20. Amsterdam: Carl Lefor 5. Antwerpen: Agudas Jisroel frs Berlin» I. S. Cohn 5, Benno Cassel: Neumann 3. Dinslaken: Jsr. Waisenhaus 8. Egelsbach: Daniel Katz 3. Frankfurt a. M.: Carl Hamburger Freiburg: I. Picard 2. Fulda: Dr. L. Herz 7. uartV ~eopID Mlhnmn 5j Viattitl StllBnmtr S. Hamburg: dch. Dr. Erünfetd Purmr-Akllon 240, N. Eothold 20. Heilbrvnn: Baruch Reis 2, Moses Reis 2. Karlsruhe: Agudas Jisroel-Jugendgruppe 2. Königsberg: Georg Zimmerspitz 5. Kreuznach: Hotel Agulnik 2, Mar Sommer 1.60. Kopenhagen: Agudas Jisroel L. 13. Landau: Berthold Kayem 5. Mainz: Marcus Moritz für Glückwunfchabl. anl. der Verlobung Sr. Ehrw. Herrn Rabb. Dr. Merzbach 2. Marktbreit: dch. Simon Briickheimer 65.76. München: H. Holzinger 5. Betti Katzenstein 5. Meran: L. Beermann 100. N.: NN. 15. SUIoritj Ätugmann: (E^eturas 33aäjurjm e. und Vrückcnau V. Gruppe Ellingen 16, S. Speier 5, ^bcrQz bd). IQMOj bJj. 42, dch. L. Diverse 22. Oldenburg: dch. chwabach: dch. Graf 3, H ^guda-miaf&en StCilflicS in allen Ortsgruppen. Aus der Bewegung. Bratislava. Cin tiesinneres Erlebnis, voll geistigen Genusses bedeutete für die im großen Saale der „Urania" zu Bratislava versammelten 1000 jüdischen Damen und Herren der Vortrag des auch hier rühmlichst bekannten Schriftstellers S. Schachnowitz. In tief durchdachter und rethorifch meisterhaft hochstehender Weise sprach Herr Schachnowitz über das Thema: „Jüdische Ideale und jüdische Arbeit". Ideale haben Andere auch. Die Geschichte kennt bas Wl^ttbcal Roms, Pf MIllZ- WgM mltthis das faullttslyc RMgwnMclll ves MMellllMs beiil Marrlchen Ideal Platz und kapitalistisches und kommunistisches Ideal ringt heute um den Platz in den Herzen. Doch dies alles sind Ideale, die nur einen Teil der Menschheit beglücken und ihm keine sittliche Freiheit Abends versammelte sich die Aguda-Jugend Preßburgs im Vereinsheime. Mar Löwy begrüßte herzlich die Anwesenden und besonders den verehrten East. Daß sich Viele, wie es im Buche Ruth heißt D’-isipn nsa abseits von den Arbeitern fürs Judentum stellen, hat uns um den Verlust so manches unserer Heiligtümer ge- Tüll FSI1 UWMM 1000)1 DM1 ÜlS WOilf DlQ am vv irn ijito Die siMichs Kraft ousbt'ingett können, den Bund zu toahren, wenn es auch gilt, Opfer zu bringen. Wer Aguda fördert, hilft Gottgebotenes erreichen. Dr. Karl R o i e n b a u m führt in wohlgesetzter Rede aus, daß nur dort Bleibendes erreicht werden kann, wo Jugend und Alter gemeinsam arbeiten. Die Alten müssen das Feuer der Jungen, bevor es verglimmt, wachhalten. Lebhaft begrüßt, ergreift Sr. Ehrw. Rabb. S HirschIer das Wort, um gediegene Thoraworte, die in der Forderung nach reger Agudaarbeit ausklingen, vorzutragen. üße'&alleitt: G Jj a 1> n o m i |i BanO 4>cr ^jire|j'£mrgcr Ju,qenB, schildert in inei'terhcrster Weise die erhebenden Eindrücke, die er von der Stadt des vvw llvn gewonnen, und berichtet über seine Heimatstadt. Spät nachts verabschiedeten sich die Gäste, mit dem Bewußtsein, einen Mann "kennen gelernt zu haben, dem das gesetzestreue Weltjudentum unendlich viel verdankt. Amsterdam, 14. Mai. In der Landesversammlung der holländischen Agudas Jisroel, die am 9. Mai stattfand, ' ist eine Resolution gefaßt worden, in der den Mitgliedern der Permanenten Mandat-Commission des Völkerbundes aufrichtiger Dank ausgesprochen wird für das warme Interesse an der Sicherung der Gewissensfreiheit der orthodoxen Judenheit Palästinas. Insbesondere spricht die holländische Agudas Jisroel dem niederländischen Mitglied der Mandat-Kommission, Herrn oan Rees, die wärmste Anerkennung aus-für die gemäß den Protokollen der Mandat-Kommission zum Ausdruck gebrachte echt niederländische Toleranz. Druckfehler-Berichtigung. In „Blätter" Nr. .12, Seite 4, sollte Die Sattle -Koje ntjeim Ijtf MtzW- ,M fnhiW nls Ocfvlgitzllfl. es heißen: mj ngk 5. Lehrer Mapberg 13.40. Nabb. Dr. Mannes 3, I. Mannes Feuchtwanger 4, I. Feuchtwanger O. Feuchtwanger 1. Schweinfnrt: Simon Herzlinger 5. Stuttgart: S. Hallheimer 5, Rabb. Dr. Bamberger Theilheim: Diverse 16.50. Frankfurt a. M.: N. E. Weil für Lehrgut 200, Herbert Kruskal für Lehrgut 20. Halberstadt: Gottfried Goldschmidt für Lehrgut 10. Hamburg: M. Flärsbeiin jr. 1QO. McZ Jmwil: Frankfurt a. M.: Jsr. Neligionsgesellfchaft (Schulwerkaltion) 164. Glelwitz: Synagogengemeinde (Schulwerkaktion) 50. Lregnih: Synagogengemeinde (Schulwerkaktion) 10. Nürnberg: 2ldaß Jisroel Jsr. Religionsgesellschaft (Schulwerkaktion) 50. Diirslaken: Jsr. Waisenhaus 5. Frankfurt a. M.: Earl Hamburger 8, Llgudas Jisroel (Rausch Chaudesch-Spende) 47.50. Fürth: Rausch Chaudeschspende 35.50. Karlsruhe: Agudas Jisroel-Jugendgruppe (Rausch Chaudeschspende) 25.50. ÄiffOT: Deiret rigii?!i? 3i?FPfI »Uri 00: Mannheim: Hugo Heez 5, dch. Viktor Unna (Rausch Chaudeschspende) 54. N.: NN. 5, NN. 5. Nürnberg: dch. Moritz Klugmann 4.12. Oldenburg: dch. Lehrer Meyberg (Rausch Chaudeschspende) 8.90. Schwabach: Nabb. Dr. Mannes 12. Sprendlingen: dch. Lehrer Kaufmann (Rausch Chaudeschspende) 20. Straßourg: M. Müller 5. NN. 1.50. reuchtlingen: Bernhard Fulder 18. Wiesbaden: Hes kRausiH Ebaudsschspsttds) 38. ChüllSZelö. Dinslaken.' dch. Jsr. Waisenhaus 80. Eerolzhofen: dch. Rabb. Dr. Mannes 45. Karlsruhe: dch. Agudas Jisroel-Jugendgruppe 14. reuchtlingen: dch. Bernhard Fulder 9. Schweinfurt: dch. Nabb. Dr. Mannes 13. Westheim: dch. Rabb. Dr. Mannes, Schwabach 34. Würzburg: Juda Allmann 7. Rabbi Meier bal Hannetz. Fürth: Therese Fellheimer 3. Karlsruhe: Agudas Jisroel-Jugendgruppe 10. Reckendorf: Sara Herrmann 5. Siegburg: Josef Strauß 5. Schweinfurt: Rabb. Dr. Stein 3. Schaare Zedek-Hospital. Fulda: Dr. Herz 3. Aloschaw Sekeinim. reuchtlingen: Bernhard Fulder 5. MiegsrvmfeMvnds. N.: NN. 10.

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