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Der Israelit · 1926-03-29 · Heft 14 (29.3.1926) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 14 (29.3.1926)
Date
1926-03-29
Page
– (sequence 9)
Language
German
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äsei gjß«s'-.eg maß? y d 'ji'jLsjbdifJ; «j-'W (-DJ» r> HOpry arlc . :;77;7;,:r J Von den . 7-;:;:7 j::: Suellen der Pessachhaggada. Don AHernhärd S: Jacoöson in Kamknrg/ ' (Schluß.) ,,v" ' sch):’h Die Wischna schreibt/vor/ daß beim vierten Pecher^n und 2'V.2 71222 gesagt werden soll. Nach Ansicht von Rabbi Jochanan gehört 7i8vi auch mit zum ^,Segen über das Lied Iltza '2ii rn *|iW.v 2vxmm* 21 2’izm. rd22 nw ^b;iiäi!?ii nakpm' Wie Rafchbam und Tossafoth zur Stelle Nachweisen, will Wbbi Jochaüan Vicht gegen die Ansicht von Rabbi JeWa streiten! sondern nur zu ihr, zum Segen von 2i^N'' noch rsmi hinzufügen. Zu 718V1 gehören die in der Haggada nun folgenden Stücke bis einschließlichN2ML"- AuchamSabbatniorgen folgen sie 718V1' so daß der talmudische Begriff auch diese Stücke mitumfaßt. ü) i rW n ' Die Stellung diesea Mückes ist ln den Haggadaausgaben verschieden, manche bringen es nach Halle! und lyanche nach N2NV'- Beide Stellungsweisen sind berechtigt, die erste, weil sie der! Stellung von / ii^riv hrt allgemeinen beim Äe^ef entspricht unLD^Meite^ weil ^i^.l' dann den Abschluß aller Psalmen der Haggada bildet. Unter "si^N' ist die -iwder Mischna erwähnte 'ti ■ iiVVn' 28X -:nun' 22' Tarn 911222 'xa ■ 2'^n5 71222 zu. verstehen. :; Die in unseren Haggadaausgaben noch folgenden Gesänge firiden sich weder bei Maimonides W^Me^Äbudrähüm,/ obtzl^iH!/zW Zeit / diesen Männer wenigstens einige von ihnen schon gedichtet waren. Es find größtenteils Pijutim, liturgische Dichtungen' Maimonides und Abudraham gehöttell beide zü den Gegnern des Pijüt. /(Vgl. More Nebüchim: 1, Kap. 59 u. Abudraham S. 27) Möglicherweise gewährten sie deswegen diesen Gesängen - kein Heirttatrecht in der Haggada. (Es/ liegt üllexdiNgV auch die Möglichkeit vor, daß die Gesänge,-. soweit 'sieaus dem Gottesdienst übernommen' sind, damals noch nicht am Sederabend gefffiMn wurdest),■; Betrachten wir nun diese Gesangs emzM,VMM untersuchen, was sich von der Zeit ihrer Abfassung ermitteln läßt. - 7 v) 7i x b3 ,2 O'v i 22--7Xu.nH'-.2 '2N2'.2'i s22i. ist/dD Hjutnn M. entnommen und hat als PMastexÄahhi Joseph.tob,elem(lebteca. 1050' in Limoges nüd stammte: aus Rarbonnes, ein berühmter liturgischer -Dichter, der vor allem halWMe/MatMell /Wkisch 'zu.verarbeiten verftW^Ad?WeheHänh^Mckh'/h/H^H ^M^ Seite 35. Wir sagen ÄewStücky auch anr K12-N -.712^7 : V/) /2'711222L 27128X1 )221- WNWNdiMthMrtikeWülir) ist'djesStück die MptseMng')-.estjßx' sie ist. Hat sie ihn ivennvch MM Berfasstr, Von dirstzr dichtung ist es dann in verschiedenen Riten in die Peßachhaggada übergegangen.; /. i x) nv 3 2iiv Vä n ist der Abschluß der längen Dichtung ^.'N2 X12X' von Joseph. tob- Elem, die in -poetischer Form die Peßachvorschriften-- behandelt! Wir sagen sie bekanntlich auch aM ^125,2 712v Daß ^vy üt-sprünglich nicht für die 226 -Abende bestimmt war, geht schon aus der sprachlichen FWM hervor. .2272 p MIX 220V 12'27 2VX3 Mw2^' .„Wie es uns vergönnt war, die Anordnung der Sederfeier vorzutragen, so hoffen wir sie zu begehen." Dieser Satz hat eigentlich nur Sinn vor der Sederfeier. Bün den nun noch zu besprechenden 4 Gesängen a) HX2 ib '2 b) X1.2 2'2X c) Z121' '8 2NX und , d) X'22 2N bemerkt Zunz, „Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden, historisch entwickelt", Berlin 1832 S. 126: „Erst etwa seit dem fünfzehnten Jahrhundert sind noch 4 Stücke (nämlich die eben aufgezählten) hinzugesetzt worden an X'22 ist einem deutschen Volkslied nachgeahmt worden." Japhet in seiner Haggada bemerkt noch, daß X1.2 2'2X 'Z721' 27 2NX und X'2Ä 2N nur in Deutschland*) gesagt werden 220,2 28) 2nx V^x,2 O'vl'3 21Z7 281^ 722VX ')28 0'),21). .7 - ^7 Hamburger bemerkt j noch ausdrücklich, daß diese Lieder sich zuerst im Machsor von Avignon .14. bis 15. Jahrhundert finden. . ,; Wenden wir uns nun zum Schluß noch der Betrachtung von nx: '2 zu. Ueber die Ent^ stehüngszeit laßt sich nichts aüssagen. Wir wollen aber hier auch den Midrasch mitteilen, auf den Hamburger aufmerksam macht. Er findet sich im Midrasch rabhah zum'1. Bi M. Parschah 6. .2^.2 oVpb ‘ br»n 2^ ".2^'b ‘p ^x öt if?« .271XV n»^2; '2H1V22 rsx 271M22 äl'n'n» .ybpv 12^» .2vw «271XV .2VV21 V17 “f? til’2 D'Ol 13V MplN "f? Di’2 ,22'N 2ai^ nxj 2^? *2^? ix n.b’^2 D’OJ : < mb'^2 N2'V 28lb NX2 Den Psalmpers Kap.. .74 Vers 16: „Dir gehört der Tag und auch die Nacht" erklärt der Midrasch: „Dir ist der Tag untertan und die Nacht /ist auch in Deine Macht gegeben:; Wenn Dü usis Wunder am Tage erweisest, so ist dies für Dich i Tag und wenn nachts, dann1 ist dieses für Dich Nachtzeit . . ,. Es gebührt sich, Dir Lobpreis zu singen am Tag und es! geziemt sich, auch des, nachts Dirzu lobsingen." Wichtige Elemente unesres Liedes sind hier schon enthalten, so das doppelte .2x2 2^ ferner das im Psalmenvers enthaltene 2^ 2^ und endlich 2^1 2^ Aüch sier/Gedank^, den unser Lied enthält, ist im Midrasch! angegeben,' alles ist. Gott zu yigen und alles soll ihn preisen.! Nimmt man noch M 89> Vers 12 ^2x 2^ v'av 2^? hinzu, so dürften äffe ElewMöches LiMs HgSbM sein. Die Häufung desrMörteS'-2^ Mklart Hanthürger S-. ^1? - „Man vermutet, daß nach jedem einige Pnsikte standeN, welche 7gewisse Lobesworte i andeuteten, die dann fMek weggAasieü würden/^ -7' - : i'SWW. r..(f vy.-jjy« .0m,j.>*jOt-.»?! »i'i! U‘J<: J'i' lii-jimU’l ' 1 IM/ AWiM' ÄMU MAl' MUlM NM WutWSO/ sviMn ÄM MMaMKl Allirs im Msrist satze zM' schhärdisHÄ^' l»önn 'W''' '-in Polen und Rußland ebenfalls gesagt. Die Red.! Die einzelnen Abteilungen des Seder tragen in allen Ausgaben bestimmte Ueberschriften, z. B. frn <V2p' Abudraham schreibt, daß er diese Verse als Merkzeichen für den 2*10 gefunden hat. S. 87: 0322 fmi B?2p; N03.2 220^ |ö'0 '71X28 0'712NN n^X1* 22v fÜHV '2‘1'!3 2128- '.228/X'218 'N2N2 2'Ä8 /f2’ ♦,222J ^.2 '2*13 rs5J; i Vielleicht sind die vorliegenden Ausführungen im Stande, das Interesse für das Studium der ,22^.2 noch mehr zu stärken, fo daß von ihnen auch gelten kann: „Alles, was dazu beiträgt, daß man von der Haggadah noch mehr erzählen kann, ist verdienstlich zu nennen." . .N21V8 27 '2N Ü'228 VX'2'2 2S0V .2228.2 VD1 Vücherbesprechungen. Sentenzen von Joses hen Meir ibn Sabara. Lschkol« , Verlag, Berlin - Charlottenburg. Das o'sivvv ' (Buch der Belustigung) des im 13. Jahrhundert lebenden, ibn Sabara liegt in einer neuen, ooll-! . kommen hebräischen .Ausgabe vor. Die Ausgabe ist von 7 I. Davidson besorgt, der vor zehn Jahren eine englische Edition veranstaltet hat. Eine sehr reichliche Einleitung, die über das Leben des?-Versassers, seine Schriften und deren Schicksale, den . Inhalt des Buches und feine Tendenz, über die dem . ibn Sabara fälschlich, zugeschriebenen Werke und vieles :7 Andere Aufschluß gibt, geht dem Tert .voran, sie ist : durch 23. Krupnik vom Englischen ins Hebräische; übersetzt und liest sich sehr gut. Das ganze Buch, ein . satirischer Roman nach arabischen Mustern,, bringt - so vielerlei, daß man die nicht ^wenigen - Anmerkungen mit grotzer Freude begrüßen wird. Es verlohnt sich durchaus, einen Blick in das Buch zu werfen, von /dem .man so bald nicht loskommen wird. Der Herausgeber hat am Schluß nach alphabetischer Anordnung Sentenzen aus. dem Buche ausgewählt .und zusammengestellt, sie zeigen, wie hier innerhalb' der leichten, märchenhaften Erzählung ernste Wahrheiten verstreut sind. Ich lasse zur Auswahl einige in der Uebersetzung, mit den notwendigsten Anmerkungen folgen. „Wer schön / gewirkte Kleider anzieht, aber allen Verstandes bar tfl; den kann man mit einem Pfau vergleichen, der einer ' gewöbnliDen Henne ähnlich ist, wenn män^ihM die/'/ Federn^^ ausreißt" (der Ursprung dieses ' Satzes liegt m einer Aefopfabel: ein Rabe stahl jedem Vogel eine Feder und schmückte sich damit, um über die Vögel zu herrschen^ schließlich Merkten das die Vögel, rissen ihm die ~ Federn aus, und er war entstellt.) j,Wie die Kinder den Eltern in ihren Gliedmaßen Und - in ihrer Figur ähneln, so gleichen sie ihnen' auch ln ihrer Natur und ihren Eigenschaften" (die Eharaktergleichheit von Eltern und Kindern -ist im' Talmud-uft belegt, man denke an „der Sohn' ist der Fuß' des Vaters" oder „was das Kind auf der Straße spricht, ist entweder. vom: Vater oder von der Mutter". Aber die Verbindung des Körperlichen und Geistigen zeigt vielleicht am besten die Mischna. Edujvth'<2, 9: der Vater läßtseinem Sohne zuteil ~ werden Kraft, Schönheit, Reichtum, Weisheit, Jahre iisw:n.d:-i.- all dieses ist ein Erbstück der Kinder von den Eltern):: :;ii■- - ---/Weisheit und Erkenntniswohnen nicht in einem vollen- '- Bauche und: - bei - sattemi - Mcchen- ': < (Die Quelle dieses: Satzes, der! schließlich ungefähr? dasselbe lehrt, wie das Sprichwort „ein voller'-'Bauch'-studiert nicht gern", ist Aristoteles, manvergleiche/täder Pesächim 49 a: Jeder/ der lernen will/ aber lange:! bet' seinem Essen verweilt, der' zerstört sein HNus ' -Und' wird!-, sein - Lernen vergessen). . ^.Mr Isl m Salö MlF. Uw MMAn? Qm jMgS. M M», Hül l fäst!M7 Adnzen- Leezen.'füechtell' „Bereite dich aus die zukünftige Welt vor/ als würdest du morgen sterben muffen". ,,Sei gerüstet für 7-7- I ). :i>h SV: I 'k J;:,ii N7 l - m. y: r ii i

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