Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1926-03-29 · Heft 14 (29.3.1926) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 14 (29.3.1926)
Date
1926-03-29
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2450388-2450402--73042-2530428
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seit; 10 Der sraelit 29. 1928 .. 14 diese Welt, als würdest du ewig leben". (Der Ausspruch findet sich in dieser oder anderer Form noch öfter, am bclanntesten dürfte die Stelle in Sabbat 153a sein! R. Elieser sagte, tue Buhe einen Tag vor deinem Tode. Da fragen ihn die Schüler, weih denn der Mensch, an welchem Tage er sterben wird? Da antwortete er ihnen, eben darum muh er schon heute Buhe tun, vielleicht muh er morgen sterben.) „Gebet in Menge nützt, Essen in Fülle schadet". (Man vergleiche den früheren Ausspruch, dah das viele Essen den« Lernen unzuträglich ist). „Welches ist die beste Decke für den Menschen? Das Grab". „Welches ist die beste Mrdizm? Wenig zu essen!" (Siehe oben). „Zweie, der Fuchs und die Schlange, gehören zu den Kleinen der Erde, aber sie sind groß an Verstand und Verschlagenheit." (Dieser Sah, der in'seiner Form an manche Weisheitssprüche im Salomonischen Spruchbuch erinnert, soll ähnlich im Kommentar des R. Saadja zu Neh. 3, 35 stehen). Rabb. Dr. A. Posner. Der Numerus clausus in der Weltgeschichte. Von Joseph Lazarus. Neuer Geist-Verlag, Leipzigs) Als vor etwa drei Jahren der Ruf nach Numerus clausus an den antisemitischen Universitäten erfolgte, setzte sich der Ingenieur Joseph Lazarus mit verschiedenen jüdischen Notabeln in Verbindung. Er wollte sozusagen die blinden und beleidigenden Völker strafen, wollte ihnen die guten Köpfe, die emsigen Forscher, entziehen und in ein anderes, besseres Land, in einen sonnigeren Weltteil verpflanzen — und nach Jahrzehnten Europa zeigen, gegen wen es den Numerus clausus angewandt . . . Aber zunächst hat Lazarus mit den jüdischen Akademikern selbst ein jüdisches Wort zu sprechen. „Mittelalter spricht von Maueranschlägen herab zu versinsterten Völkern. Beschimpfung gellt jüdischen Studenten seitens politisch verhetzter Kollegen entgegen. Kein Menschenfreund widmet der aufstrebenden Jugend Worte des Trostes. Dies ist das Kulturbild des Tages. Der beste Trost in Tagen solcher Erniedrigung ist die historische Orientierung. Wer sind wir? Wr> sinb mir 9 Wer tnaren unfere Väter? Was waren!(« aBc tes OllM UW MMW kraft? Am (Selärtbcr bksfer fragen gelangest iöl¥ Zllk Urquelle unserer geistigen Kraft, welcher antisemitische Anfeindungen bloß Veranlassung war, ihre Kulturschätze zu bergen in Ländern gleicher Menschenrechte, und sie dort zu noch höherer Blüte zu entfalten. Talmudfälschungen sind wieder an der Tagesordnung. Sie treffen die westlich gebildeten Juden in wehrlosem Zustande, entwaffnet durch Unkenntnis ihrer heiligen Bücher! Belehrung in dieser Beschämung zu suchen, ist Pflicht des Augenblicks. Gebot des Augenblicks: die Renaissance des Judentums zu bewerkstelligen nach längst vergessenen Urquellen, deren Lehren hinausgetragen wurden von unseren Vätern — zum Segen der Völker . . . Wer sie im Busen trägt, Gelehrter oder Bauer, vor dem beugt sich der Antisemit. Zurück zur Quelle . . ." Diese wenigen Sätze aus dem Vorwort sagen schon, was man von - dieser Schrift zu erwarten hat. Ich habe noch niemals in einer Schrift von 38 Seiten in gedrängter, wissenschaftlicher und hinreißender Sprache soviel des Wahren, Guten und Edlen gefunden. Dieses Büchlein gehört in jedes jüdische Haus, aber auch jedem Nichtjuden sollte man es in die Hand geben. Der Verfasser hat es seinen! Bruder, dem Arzt in Lemberg, gewidmet, der, ein Opfer des Krieges, in der Ausübung seiner ärztlichen Pflicht sein Leben gelassen hat. Er hat im Jahre 1915 in Krakowiec die Epidemie in seinem Distrikte niedergekämpft und zum Erlöschen gebracht — und ward selbst ihr letztes Opfer! M. Zu den täglichen Gebeten. Aus dem schriftlichen Nachlaß von Moses Chaim V'xt im Besitz 'des Sohnes, Kantor G. Chaim in Kiel. M. Chaim, Beamter in Samter, hatte die Absicht, citt größeres praktisches und gelehrtes Werk über Ui jii töMlBin, .er m Damit au® DMililM) ein größeres Manuskript ist vorhanden. Die folgende nette Beobachtung fand sich aus einem besonderen Zettel. Sie verdient wohl, der Oeffentlichkeit bekanntgegeben zu werden. Der hebräische Tert lautet: Bann rpa-iy r£sn apsr ,nms nVsn pwr’ ,7i’imr7 rösn ]pji 071128 ii’2» 121p’oi -oipM sns’i -niv2 nivi> pnx’ N2'i -ipn2 omns pn^’ an-QK ]pnv nbzr\b ttsi v' inrri irtK -2 o&- bv nw mtav rfcsna ii»i sin nvVaa n’322 jn’KP nm ,215; mini; ipa opy’ ii827i3i siirmi nmv o’ix?3 mVa 1332 spmv dti128 .nVsn »711281 l’32i> 127573 71131’03 y’2 1735727 7112731 '131 57171 5711’ 07!128i> 1738’1 2’7121 ■ n’13.732 D’03 1D3713B7 5727282 7I’71!77 -22 71123 1332 ll’1712 71N373 N'NV pN2’ 71-071 -PN2’ by 1125727 1732* Q’1357173 71111p3 71123 1332 1N2771 117357 71-57’«7 157 71-’-N -2 N37371 21572 2p57’ 71-2711 --11371 1187! 37’3’27 157 ->118711 -28711 17371 71771 Ich lasse eine eigene Uebersetzung folgen: „Es heißt in unserer Ueberlieferung: Abraham hat das Morgengebet angeordnet, Jsak das Minchahgebet und Jakob das Abendgebet, wie aus den Bibelversen „Abraham stand früh auf am Morgen", „Jsak ging hinaus, sich zu ergehen auf dem Felde", „Er (Jakob) betete an dem Orte" geschlossen wird. Ein Merkzeichen ist hierfür zu finden, denn der zweite Buchstabe des Namens enthält immer einen Hin¬ *) Zu beziehen von Offizin (W. Drugulin), Leipzig, Königstraße 10. weis auf das betreffende Gebet (wie die fettgedruckten hebräischen Buchstaben zeigen). Aber auch, was das Schicksal der Nachkommen im Erst werden sollte, ist in den Gebeten der Stammväter angedeutet. Das Gebet Abrahams, das er am Morgen angeordnet hat, entspricht dem Golus in Aegypten, welches das erste war und dem Abraham auch verkündet wurde, wie die Schrift sagt: „Wissen sollst du, daß deine Nachkommen Fremdlinge in einem Lande sein werden, das ihnen nicht gehört". Weil ferner Abraham zehn Versuchungen bestanden hat, wurden seinen Nachkommen zehn Wunder in Aegypten zuteil. Das Gebet des Jsak, das zur Nachmiltagszeit war, entspricht dem Golus in Babel, welches das mittlere war. In ihm hatten die Israeliten geringere Prüfungen zu bestehen, wie sie auch Jsak erlebte. Das Gebet des Jakob erfolgte am Abend und kann während der ganzen Nacht gesprochen werden, bis die Morgenröte aufsteigt. Es entspricht unserem bitteren, dunklen Golus, das reichen wird, bis das große Licht erstrahlt. Rabb. Dr. A. Posner. Die Sintflut in Sage und Wissenschaft, Johannes Riem (Viertes Buch der Sammlung „Natur und Bibel in der Harmonie ihrer Offenbarungen", herausg. von Prof. Dr. Johannes Riem). Mit zwei Zeichnungen und einer Weltkarte, 1925. Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg 26, kart. Mk. 4.—, Halbleinen Mk. 5.—. Ein ohne Zweifel beachtenswertes Buch, das von denl Fleiß, bem Ernste und der Belesenheit des Verfassers ein sehr gutes Zeugnis ablegt. Eine Sammlung von 268 Berichten über die Flut ist hier zu finden, sie zeigt die Angleichmäßigkeit der Ueberlieferungen, die vielleicht besser' in einer Tabelle zusammengestellt hätten werden können. Denn aus ihr hätte man sehr bald ersehen können, daß keineswegs mit der Flutvorstellung stets eine Ueberschwemmung verbunden ist, daß die Veranlassung für sie nur selten die böse Handlungsweise der Menschen ist, daß das Regenbogenzeichen nicht immer der Flut folgt. Auch die Person des aus der Flut Geretteten ist sehr verschieden, wie auch die Zeit sehr ungleich ist, da vielfach die Flut der Schöpfung vorausliegend gedacht wird. Das Buch, das ja Mythen und Sagen über die Flut bringt, wäre für uns von gar geringer ©ebeutung, tDÜtbe OS uns nicht zeigen, 1. daß Le Lr Hut M m W MMAN M leugbar ist, 2. daß der brblrfche löekicht öillö ftst lllll^ rrssene Vorstellung a) von der Zeit und Veranlassung, b) von dem Verlaufe, c) von den Erkenntnisversuchen des Welterhalters, d) von fctitcm Tun nach der Flut, e) von dem Friedenszeichen des Regenbogens liefert. Freilich mutz man dazu den biblischen Tert scharf lesen, ohne ihn nach Gunkelscher Methode zu zerschneiden. Die Zusammenstellung des allgemeinen Urteils auf S.' 161 ff., sowie die freie Aeußerung des Verfassers verdienen mit besonderer Anerkennung erwähnt zu werden. Zwei sachliche Ausstellungen kann ich nicht unterdrücken, zunächst ist Berosos (S. 26, 1) zu spät angeseht, seine Fragmente stehen in den Fragment« historicorum Graecorum, Bd. II, 495 ff, man vgl. über ihn jetzt P. Schnabel, Berosos und die babylonisch-hellenistische Literatur (Leipzig 1923). Ferner: Zentralamerika (auf S. 144) und Mittelamerika in der „Inhaltsübersicht" stehen in unangenehmer Ungenauigkeit sich gegenüber. — Der jüdischen Bibelwissenschaft bringt das große Buch doch wenig, dennoch darf es rühmend erwähnt werden, da eine so bequeme Zusammenstellung nur von Nutzen sein kann. Die Arbeit des Verfassers gewinnt an Schätzung, wenn man bedenkt, daß es keineswegs schon in der Literatur vorhandene Berichte sind, die hier gedruckt wurden, sondern daß Viele den persönlichen Anfragen bei Forschern und Gelehrten zu verdanken sind. Rabb. Dr. A. Posner. Untersuchung über die Mafsora, ihre geschichtliche Entstehung und ihren Geist, von Ernst Ehrentreu, Hannover 1925, Heinz Lafaire. (Zur Sammlung: Beiträge zur semitischen Philologie und Linguistik, herausgegeben von G. Bergsträsser. Heft 6) VH. und 161 S. Ernjt (TDmitmi tmt sich mit rincr ****** Massora leinen Gegenstand gewählt, den m«n im Nachmittagsschlaf absassen oder auch nur lesen könnte — es ist eine sehr schwierige Aufgabe, der er seine beste-, Kraft gewidmet hat, uns über die Massora d. h. über die Feststellung des hebräischen Bibeltertes Aufschluß zu geben. Ist der Gegenstand an sich mit einer Fülle von Voraussetzungen verknüpft, deren geringste die genaueste Kenntnis der gesamten Bibel bis auf ihren Wortlaut ist, so erfordert schon das Eintreten in den Gegenstand einen Opfermut, den nicht Jeder besitzt, zumal hier dem Arbeiter nicht leicht erringbare Lorbeeren winken und der Begriff des „dankbaren" Gegenstandes vollkommen ausgeschaltet ist. Für den rüstigen Forscher ist das aber gerade eine fesselnde Ausgabe, weil jeder Schritt hier erkämpft werden muß und man den Stofs erst zu schaffen hat. Das Verhältnis dieser Wissenschaft zum jüdischen Geistesleben darzustellen, von den Buchstaben, Worten, von der Satzbildung, der Rechtschreibung, der Akzentuation zu weitgehenden geschichtlichen Folgerungen zu gelangen — das setzte einen gründlichen und zugleich schöpferischen Geist voraus. Vor allem führt uns der Verfasser durch die vortalmudische und talmudische Zeit, hier noch auf bekanntem Boden sich bewegend. Aber der Kenner selbst wird mit Staunen die Fülle verarbeiteten Stoffes betrachten. Gerade die folgende Zeit ging weit über den Rahmen des talmudisch Gebrachten hinaus, ging mehr auf die Eigenheiten des Bibeltextes ein, auch wo halachische und agadische Ergebnisse nicht zu erwarten waren. Diese Zeit schuf die Vokalisation und die Akzentuation, was eine genaue Kenntnis der Grammatik voraussetzt und weiterhin dieselbe schon dadurch vermehrt, daß der verschieden stehende Akzent auch Verschiedenheiten der Bedeutung auskennen lehrt. Davon werden uns verschiedenartige Beispiele angeführt. So dienen die Massoreten nicht nur der Tertesfeststellung, sondern auch der Schrifterklärung. Sogar viel Midraschisches findet sich in den massoretischen Bemerkungen, was sonst verloren gegangen wäre. Die Listen der Massora zeigen die Verschiedenheit des Zeitalters ihrer Entstehung, selbst wenn sie an einem Orte vereinigt sind. Die weitere Entwicklung der Punktation und der Akzente konnte dazu führen, daß sie immer mehr als grammatische Bemerkungen in die Massora eindringen. Verfasser gibt uns auch von deren Verschiedenheit unterrichtende Beispiele ständiger Weiterentwicklung. Sehr dankbar werden die Leser unserem Verfasser sein, da er uns in die Bedeutung der rätselhaften Motivsätze einführt, die eine große Verwandtschaft mit den n’3730 des Talmuds zeigen. Auch Widersprüche z. B. der Zahlangaben führt Verfasser als Zeichen der Zeitvcrschiedenheit der Abfassung an. Auch über die alphabetischen Listen äußert sich der Verfasser. Das sind die Voraussetzungen, aus welche Verfasser seine Haltung der großen Massorasammlungen zumal der ältesten Skala und ihrer Erweiterungen uns anführt. Mit diesen Werken hört die erste Zeit der Massoraangaben auf. Für die drei hauptsächlichen Sammlungen vermutet Vs. eine gemeinsame Quelle. Diese Quellei sucht Verfasser auf, und er leitet sie aus Babylonien her. Es würde den Rahmen der Besprechung weit übersteigen, wollten wir dem Vf. bei der Scheidung der verschiedenen Quellen folgen und etwa seine Gegensätzlichkeit z. B. gegen Grätz und Ginsburg oarsteklen. Raschr ist dem Vf. ein Haupthilssmittek bei Ermittelung der verarbeiteten Quellen. Auch die Deutung einzelner Talmudstellen dient ähnlichen Zwecken. Ein reichhaltiger Anhang führt das Verhältnis noch anderer Größen zur Massora an, zumal zur Erforschung wichtiger Stellen aus der jüdischen Literatur. *>exr StusBIid BegüglTcfj ber blcfer scnWaft i]i " Wer dies Buch, das wir nur in äußersten Umrissen darstellen konnten, durchgenkeßt, der hat wahrlich an einem Festmahle jüdischen Wissens. und Schaffens teilgenommen. Diese Schrift ist geeignet, die Kenntnis der Massora und ihrer entlegenen Wissenschaft in die Mitte der Erörterung zu führen und sie zu einem Hauptwerkzeuge allgemeinjüdischen Forschens zu machen. Möge dem Verfasser der Erfolg entgegenkommen, den er in hohem Maße verdient. Rabb. Dr. L. A. Rosenthal. Gesammelte Schriften. Von Dr. L. A. Ro f e n t h a l, Rabbiner. Erstes Heft. 1926 Berlin. Verlag Louis Lamm. 119 S. Der stattlichen Zahl wertvoller Werke, durch die L. A. Rosenthal die jüdische Wissenschaft bereichert hat, und in denen er besonders die Probleme des Zusammenhangs der Mifchna zu lichten erfolgreich bestrebt war, läßt nun der verdiente Forscher eine Sammlung kurzer in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichter Artikel folgen, um dieselben vor dem Zerstieben in Vergessenheit zu bewahren, wie er in der Vorrede betont. Es ist eine interessante abwechselungsreiche Reihe von vierzehn Aufsätzen aus den manigfachsten Gebieten, die hier zuammengeftellt ist und zwar in unverändertem Abdruck des Wortlautes, den die Aufsätze bei ihrem erstmaligen Erscheinen hatten, so daß sogar Hinweise auf eine frühere oder spätere Zeitungsnummer, die hier gegenstandslos ind, mit hinübergenommen wurden. Der erste Aufsatz behandelt das Thema: „Deutsche und Juden". Er stammt aus dem Jahre 1894, war in der Zeitschrift des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens abgedruckt und beleuchtet die Uebertreibung des Raffenbe?riffs' Sann folgen mehrere gegen Publikationen Bijtfjofs unb s gerldjlele Aufsätze, IH SUltßfl D8F SflltBlt heroorgehoben wird, ben bas Judentum an der Entstehung des Christentums hatte. Andere Essays nehmen Stellung gegen Delitzschs „Babel und Bibel". Ein weiteres setzt sich mit dem Monismus auseinander. Besonders wertvoll ist der Veitratz über „Nachmanwes", der aus einem im Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Frankfurt a. M. gehaltenen Vortrag verwachsen ist, worin in geistvoller und tiefschürfender Art das Lebenswerk dieses Großen in Israel gewürdigt wird. Den Schluß bilden wissenschaftliche Monographien über talmudische und liturgische Themen. Sie legen Zeugnis ab von der originalen Forfchungsweife des Verfassers, wie das unter anderem in dem Aufsatz rrv8 '2 zum Ausdruck kommt, der erstmalig in der literarischen Beilage des „Israelit" erschienen ist. Die Tendenz dieses Sammelbandes geht dahin, den Sinn für unser Recht und Är unser Schrifttum zu kräftigen, damit man sowohl den Wert des Ringens um unsere bürgerliche Gleichstellung als auch des Kampfes um die Wertschätzung unserer geistigen Güter immer mehr erkenne. Das Buch wendet sich an eine gebildete, zum Teil auch an eine talmudkundige Leserschaft und bietet ihr reiche Belehrung und genußreiches Mitdenken. Es wird auf das wärmste empfohlen. Möge es dem Verfasser vergönnt fein, diesem ersten Band bald eine Fortsetzung 'olgen zu lassen. Kaatz.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.